Proben erstes Semi 2017: Schüttel Dein Haar, wildes Mädchen

Seit Sonntag haben die Pforten des Internationalen Ausstellungszentrums in Kiew ihre Pforten geöffnet für die 42 Delegationen des diesjährigen Eurovisionsjahrganges und für alle besonders unerschrockenen Schwurnalisten, die trotz der widrigen Umstände um die Vorbereitungen und den Ticketverkauf die Reise in die ukrainische Metropole antraten. Das erste Semifinale ist bereits einmal komplett durchgeprobt, für die Zurückgebliebenen offeriert der offizielle Youtube-Kanal der EBU allerdings, wie schon aus den Vorjahren gewohnt, lediglich kurze, frontal gefilmte Ausschnitte von den Auftritten. Was durchaus Sinn macht, denn eigentlich verfügt der erste Probendurchgang nur über eine sehr eingeschränkte Aussagekraft, geht es doch zunächst hauptsächlich um die richtigen Kameraeinstellungen. Ein Teil der Künstler/innen tritt noch casual an, ohne Bühnengarderobe, niemand verausgabt sich stimmlich, es geht erst mal darum, ein Gefühl für die Bühne zu bekommen und einen Eindruck für das TV-Signal, die Delegationen haben noch die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren und letzte Änderungen vorzuschlagen. Dennoch bloggt die versammelte Fanschaft natürlich bereits fleißig aus der Halle, und so reicht es durchaus für erste Eindrücke aus zweiter Hand. So, wie zum Beispiel für die beruhigende Nachricht, dass man trotz allem Hin und Her im Vorfeld auch in Kiew an liebgewonnenen Traditionen festhält: bei der allerersten Probe am Sonntagmorgen, zur unchristlichen Stunde von 9 Uhr deutscher Zeit, gab es nach übereinstimmenden Berichten im Pressezentrum zunächst keinen Ton. Wie jedes Jahr, ganz egal, wo die Show stattfindet.

Diese Frage beantwortet sich von selbst!

Bekanntlich verdanken wir es dem schwedischen Sender SVT und seinem Eurovisions-Impresario Christer Björkman (→ SE 1992), dass die Startreihenfolge seit einigen Jahren nicht mehr ausgelost, sondern von Hand nach dramaturgischen Gesichtspunkten festgelegt wird. Und wie durch Zufall profitiert gerade der schwedische Beitrag 2017 in besonderem Maße hiervon, kommt Robin Bengtssons visueller Gag, seine Performance – wie schon beim Melodifestivalen – nicht auf der Bühne, sondern in den Katakomben der Mehrzweckhalle zu beginnen, als einprägsame Eröffnungsnummer für das erste Semifinale besonders gut zur Geltung. Auch ansonsten gab es keinerlei Änderungen an der Darbietung. Warum auch, das Gesamtpaket stimmt ja! Panik-Meldungen einer notorischen griechischen Website, Robins Fitness-Laufbänder seien im Zoll hängen geblieben, womit die ganze Show in sich zusammenfiele, erwiesen sich als Fake News. ‚I can’t go on‘ bleibt auch Kiew, was es ist: ein inhaltsleerer, supereingängiger Discoschlager, perfekt vorgetanzt von einem bis zur Gesichtslähmung gebotoxten Posterboy mit Dreitagebart. Also der feuchte Traum jedes schwedophilen Eurovisionsfans und ein hundertprozentiger Finalist.

In einigen europäischen Ländern dürfte diese Handgeste für Empörung sorgen, gilt sie dort doch als obszön (SE)

Georgien scheint sich auf Deeskalationskurs zu befinden, entfernte man doch die in der heimischen Vorentscheidung noch eingeblendete apokalyptische Hintergrundbildercollage, einschließlich der Zeitungsmeldung „Russia invades Georgia“. Stattdessen verlässt man sich vollständig auf die beeindruckende Stimme und die noch beeindruckenderen Haare von Tamara Gachechiladze. Noch nicht mal die Backings sind im Bild, sondern lediglich die Sängerin, ihre ziemlich angestaubte Friedensballade und ihr enormes Paar Lungenflügel. Ob das reicht, um weiterzukommen? Isaiah Firebrace ausTralien befolgte den guten Rat Helge Schneiders: „Schüttel Dein Haar, wildes Mädchen“. Jedenfalls im überlebensgroßen Einspieler auf der Projektionswand, wo er seine Lockenpracht verführerisch im Strom der Windmaschine herumwirbelte, während der echte Isaiah auf einer Drehscheibe davorsteht und singt. Sehr unterschwellige Peepshow-Anspielungen also, auch wenn der scheue Ephebe natürlich keine nackte Haut zeigt – schließlich „kommt“ er nicht „easy“ und „cheap“, wie er immer wieder betonte. Die Albanerin Lindita Hamili verausgabte sich bei der Probe klugerweise weder optisch (das pinke Jäckchen – uuh!) noch stimmlich. Aber schließlich muss sie ihren 30-Sekunden-Schrei auch nur einmal hinbekommen: kommenden Montagabend, im Juryfinale. Zusammen mit den sicheren Diasporastimmen im Televoting reicht das für den Finaleinzug. Ökonomisch nachhaltig entschied sich ihre Delegation, ihren aufwändig illustrierten Videoclip für die Hintergrundanimation zu recyclen.

Ex-ESC-Sponsor Schwarzkopf wird’s freuen: Isaiah hat die Haare schön (AU)

Die Belgierin Blanche wirkte bei den Proben arg verunsichert, so verzweifelt, wie sie sich am Mikrofonständer festklammerte und sich – außer ein paar verkrampften Handgesten – nicht bewegte. Dafür gab’s schicke Visuals auf der Leinwand. Diversen Blog-Berichten zufolge klappte auch das Spiel mit der Kamera noch nicht so recht. Noch ist es zu früh, um einen Kate-RyanAlarm auszurufen, aber sie muss unbedingt noch ein Schippchen drauflegen, wenn sie weiterziehen will. Den Montenegriner Slavko Kalezić brauchen wir dringend im Finale am Samstag, darüber bestand bei allen Bloggern Einigkeit. Auch wenn ihm die Spaßbremsen von der Jury dabei im Weg stehen könnten. Zu unterhaltsam seine Bühnenshow, die sich in so schamloser wie erfrischender Weise in ihrer hemmungslosen Campness suhlt. Seien es die die lasziven Hüftbewegungen, das suggestive Schwingen seines gigantischen Pferdeschwanzes oder das hauchdünne, gefühlsechte Glitzerstrumpfhosen-Ganzkörperkondom, das sich hauteng über seine Muskeln schmiegt: Slavkos Performance ist dermaßen schwul, dass der Bildschirm von innen beschlägt. Und das ist fantastisch! Problemlos könnte er Blanche einen ganzen Eimer voller Selbstvertrauen abgeben – es bliebe immer noch genug übrig für ihn, der sich zu Recht bereits selbst zur größten Diva von Kiew krönte.

I have my Suit on, no need to worry (ME)

Wie eine kalte Dusche nach all dieser Schwüle wirkt die darauffolgende finnische Suizidballade ‚Blackbird‘ von Norma John. Wie schon im UMK war das alles sehr düster und edel in Szene gesetzt, und wie schon im UMK sah Sängerin Leena so rosig und lebensbejahend aus wie eine Wasserleiche. Zwar ist mir ihre depressive Nummer zwischenzeitlich ans Herz gewachsen (schließlich ist wieder dieser Zeitpunkt innerhalb der Saison erreicht, wo man sich fast alle Lieder schöngehört hat), doch ob die Finnen von diesem harten Kontrast zur montenegrinischen Darkroom-Disco profitieren oder eher als Spielverderber wahrgenommen werden, das wird sich erst zeigen. Wer auch immer für das Staging des aserbaidschanischen Beitrags ‚Skeletons‘ verantwortlich zeichnete: er oder sie scheint dieselbe Kunsthochschule besucht zu haben wie Loreen (→ SE 2012, Vorentscheid 2017). Jedenfalls wirkte die Darbietung ähnlich anspruchsvoll und verstörend wie ‚Statements‘. Die blassgeschminkte – lautet das Leitmotiv 2017 „Leichenfetisch“? – DiHaj steht in einem strengen Wintermantel in einem Karree aus mit Schlagwörtern vollgekritzelten Schultafeln und vollführt abgehackte Handbewegungen. Es hat ein bisschen was von Marlene Dietrich als durchgeknallte lesbische Lehrerin am Kriegswaisinnen-Internat. Zwanglos gesellt sich ein Mann mit einem Pferdekopf auf einer Klappleiter zu ihr. Und nein, ich habe keinen Schimmer, was uns die Künstlerin damit sagen will. Später lösen sich die Tafeln in Luft auf und ihre Backings kommen hervor. Ihnen malt DiHaj die Jacke voll. Und nein, …. Schade um die gar nicht mal so schlechte Nummer, denn außer einem Stammplatz in künftigen „So schräg ist der ESC“-Schnipselshows wird diese Darbietung nichts gewinnen.

Da steht ein Pferd auf dem Flur (AZ)

Der gesundheitlich angeschlagene Salvador Sobral ließ sich bei der Probe, wie bereits angekündigt, von seiner Schwester Luísa vertreten, welche die herzzerreißend traurige Liebesschnulze schließlich auch schrieb und die sich bemühte, Salvadors Markenzeichen – seine extrem introvertieren Kopf- und Handbewegungen – möglichst lebensecht nachzustellen, deren Gesangskünste allerdings auch klar machten, warum ihr Bruder und nicht sie die Nummer im Semi (und, hoffentlich, im Finale) zur Aufführung bringt. Die Portugiesen gehen, und dafür steigen sie in meiner Achtung nur noch weiter, ein extrem hohes Risiko ein, indem sie ihren Interpreten nicht auf der Haupt-, sondern auf der Satellitenbühne mitten im Publikum platzieren, wo er die vollen drei Minuten absolviert. Was, und darauf spekuliert man wohl, tolle Bilder geben kann von einem eher menschenscheu wirkenden Interpreten, wie von einer gigantischen Woge der Liebe einer riesigen Menge an Fans mit gezückten (virtuellen) Wunderkerzen getragen. Was aber auch zur Folge haben könnte, dass das sehr sanfte, sehr zerbrechliche Lied in einem von rücksichtslos schnatternden, gelangweilten Eurovisionstrinen erzeugten, konstanten Lärmteppich untergeht. Oder dass ein überdrehter israelischer Fan einen aufblasbaren Hammer nach dem Sänger wirft und dieser vor Schreck mitten in der Livesendung den Herztod findet. Hoffen wir mal das Beste. Auf gewohnterem Terrain bewegte sich indes die griechische Vertreterin Demy. Sie wurde auf einer hydraulischen Hebebühne hoch- und runtergefahren, später gesellten sich, lebendigen Götterstatuen gleich, zwei halbnackte Tänzer mit wie aus Stein gemeißelten Muskeln hinzu, die gemeinsam in einem Pool planschten, während auf dem Bühnenhintergrund ein stilisierter Golden Shower niederging. Das war schon arg zielgruppenorientiert, kam dem platten Euroclub-Kracher aber sehr zugute.

Demys Schnütchen nach zu urteilen, hat sie von den zwei Jungs gerade einen Korb kassiert – um so mehr Hoffnung für die angereisten schwulen Fans! (GR)

Polens Sirene Kasia Moś trug ein hochpreisig wirkendes, bodenlanges weißes Kleid mit windmaschinentauglichen Beinschlitzen, welches die körperlichen Vorzüge der Sängerin auf dezente Art und Weise unterstrich, sowie mit fester Stimme ihre kompetente Eurovisionsballade vor. Von der allerdings nichts als die Übelkeit indizierende Reimekatastrophe auf „Fire“ im Gedächtnis bleiben wird. Nicht ihr Begleitgeiger, nicht der himmelblaue Hintergrund mit den Tierzeichnungen (sie scheint eine PETA-Aktivistin zu sein): nur der schlimme Feuerreim. Denn direkt nach ihr kommen die drei Jungs vom moldawischen SunStroke Project (→ MD 2010) und walzen alles platt. Ihre doch arg repetitive und von Platte schnell nervige Nummer gewinnt massiv durch den Startplatz hinter zwei sehr lahmen Liedern sowie die effektive Inszenierung mit den bereits aus dem Video bekannten, schrägen Tapdance-Schritten, dem legendären Epic Sax Guy und einem hervorragend produzierten Hintergrund mit ‚Hey Mamma‘-Schriftzügen und überlebensgroßen Einblendungen der Herren im Smoking. Dieser akzentuiert eine sich offensichtlich selbst nicht ernst nehmende, aber mit großer Professionalität abgelieferte Spaßnummer, nach welcher man an dieser Stelle des Abends geradezu gierig lechzt. Die Moldawier befriedigen dieses Bedürfnis, sie befriedigen es nachhaltig und gut und die Zuschauer/innen werden es ihnen in großer Schar danken.

Stampf, stampf, Discomampf! (MD)

Und erneut bekommen die dergestalt aufgeheizten Zuschauer/innen in der Halle und an den Geräten zur Abkühlung einen kalten Fisch um die Ohren geschlagen, diesmal in Form der Isländerin Svala. Die entschied sich für die sparsame skandinavische Designvariante des überladenen Mangamädchen-Outfits von Jamie Lee Kriewitz (→ DE 2016): Micky-Maus-förmige Haarkugeln, ein weißes Bettlaken als im Sturm der Windmaschine flatternden Umhang und floral gemusterte Leggings (!) bildeten ein Ensemble des Grauens, von dem die ungelenken Tanzschrittchen Svalas und die sterilweiße Lichtshow ebenso wenig abzulenken vermochten wie der ziemlich gute Elektrosong (wie gesagt: alles schöngehört mittlerweile). Doch noch nicht mal für den Barbara-Dex-Award reicht es: den sicherte sich die Tschechin Martina Bárta, die in einem wirklich schlimmen Metallfolien-Dress mit Schulterpolstern (!) und einer bodenlangen Seitentroddel auf die Bühne musste und darob angemessen frustriert wirkte. Wer immer ihr das anzog, ist nicht ihr Freund. Ihre aus Sitzen und Stehen bestehende Darbietung langweilte noch härter als ihre Ballade. Dankenswerterweise lief auf dem LED-Screen im Hintergrund währenddessen das tolle, sehr bewegende Musikvideo zu ihrem Song, vermutlich um zu verhindern, dass die Zuschauer/innen vor Ödnis wegdämmern. Sollte sie auch nur einen einzigen Punkt erhalten, dann deswegen.

Nette Bauernmalerei auf den Unterarmen: Svala (IS)

Es gibt keinen geileren und nachhaltigeren Eindruck als eine von mehreren Menschen absolut synchron getanzte Choreografie. Wenn – und das ist entscheidend – alle Beteiligten exakt die gleichen Bewegungen machen und es bei allen gleichermaßen lässig aussieht. Habe ich allerdings zwei professionelle Tänzer, die mit Leichtigkeit einbeinig stehen können, souverän der Schwerkraft (‚Gravity‘) trotzend, und dazwischen einen so angestrengt wie vergeblich zu balancieren versuchenden Leadsänger wie Hovig, dann kippt es schnell ins Lächerliche. Der zyprische Auftritt wird auch nicht dadurch besser, dass man Sergey Lazarews (→ RU 2016) weiße Kletterwand-Kuben für den Backdrop recycelt („Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu klauen“). Ein zu weiten Teilen abgekupfertes Lied (‚Human‘ lässt grüßen) mit einem geklauten Hintergrund und einer stellenweise von Loic Nottet (→ BE 2015) inspirierten Choreografie (Hovig legt sich, der Erdanziehung nachgebend, am Ende zu Boden): in diesem Beitrag scheint kein einziger originärer Gedanke zu stecken. Anders die Armenierin Artsvik, die sich zwar ebenfalls hie und da ein paar Ideen borgte (unter anderem aus Bollywood-Filmen), bei der das Ganze aber einen spielerischen und eigenständigen Touch bekommt. In einem sehr streng wirkenden schwarzen Outfit performte sie ihr orientalisch anmutendes, sauber geschrienes ‚Fly with me‘ vor einem violetten, Epilepsien triggernden Hintergrund, begleitet von lediglich zwei Tänzerinnen – die unglaublich schönen Bartmänner aus dem Videoclip mussten zu meiner großen Bestürzung zugunsten von (unsichtbaren) Chorsängerinnen zu Hause bleiben. Schluchz!

Und hoch das Bein! (CY)

Omar Naber vertrat Slowenien bekanntlich bereits 2005, als der Contest ebenfalls in Kiew gastierte. Und auch damals, vor zwölf Jahren, hätte sein aktueller Beitrag ‚On my Way‘ bereits als hoffnungslos verstaubt und altmodisch gelten müssen. Mit einer visuell sehr stringenten Lichtkegelchoreografie und mit dem hemmungslosen Einsatz von schwarzweißen Bildern sowie einem offensichtlich geplanten Kameraschwenk in die Halle, in der man sich wohl ein Lichtermeer erhofft, holte sein Team das Bestmögliche aus seinem zähen Schinken heraus, den er in der Proben auch weitestgehend kompetent sang. Dennoch bleibt die Frage: wer braucht das? Und wer soll dafür anrufen? Einen würdigen Abschluss für das erste Semifinale bildet die lettische Dance-Formation Triana Park, welche im Wesentlichen die farbenfrohe, neonbunte Rave-Atmosphäre aus dem Vorentscheid ihres Landes rekreierte. Wie schon dort wirkte die völlig überschminkte und mit den wohl hässlichsten Nuttenstiefeln der Modegeschichte angetane Frontfrau Agnese Rakovska wie von zu viel Partydrogen ausgezehrt. Und sie klang auch so. Der gelegentliche Anblick des geilsten Drummers der Menschheitsgeschichte, Edgars Viļums, entschädigte hierfür ein wenig. Lustig hingegen das von den britischen Blogs ausgemachte PenisGate – in einer der zahlreichen Zeichnungen auf dem Backdrop wollen die unter ihrer extrem prüden Erziehung leidenden Insulaner ein männliches Geschlechtsorgan ausgemacht haben und kriegen hierob gleich die Krise („familienfreundliche Show“). Wobei ich zugeben muss, auf dem Foto aufgrund der Reflexion ein auf dem Bühnenboden kniendes Strichmännchen zu sehen, verfänglicherweise auf Augenhöhe mit einem echten Penis, nämlich dem des Gitarristen der Band…

„Where we snort the Line?“ scheint mir die angemessenere Frage (LV)

Und jetzt kommst Du: was sind Deine Lieblingssongs im ersten Semi 2017? (Maximal 10 Stimmen)

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17 Gedanken zu “Proben erstes Semi 2017: Schüttel Dein Haar, wildes Mädchen

  1. Hahaha, „Where we snort the line?“!

    Bislang dachte ich, das erste Halbfinale wäre das brisantere, interessantere. Weit gefehlt, ich bin ziemlich enttäuscht von der Mittelmäßigkeit und Verbissenheit und bange um Blanches fantastischen Song. Die Performance muss sich ästhetisch unbedingt dem Musikvideo annähern. Mit etwas klaustrophobischer Kameraführung kann ihre Nervosität sogar charmant und angemessen wirken.

    Ich bin jetzt doch froh, dass das deutsche Publikum am Donnerstag abstimmten darf. Gut gemacht, Thomas Schreiber, aber nur ausnahmsweise!

  2. Hallo und guten Tag!
    Was bin ich erleichtert und dankbar. Ich hatte erst gestern auf dieser Seite nachgeschaut, ob ich mich wieder an den wunderbar ausformulierten Beiträgen erfreuen darf – und musste feststellen, dass seit Mitte April Ruhe eingekehrt war. Ich machte mir Sorgen!
    Um so erfreulicher war ich über den heutigen Eintrag in meiner FB-Timeline, dass ein neuer Beitrag vorliegt.
    DANKE!

    Ich wünsche eine wunderbare ESC-Zeit.

    Viele Grüße aus dem Norden
    Christian

  3. Super, es geht weiter :))

    – Portugal hört sich ja hier vielversprechend an, ich glaube sie können das Semi tatsächlich gewinnen
    -Schweden sowieso zu perfekt um irgenwie in Gefahr zu sein auszuscheiden
    – Zypern alles nur geklaut aber das wirklich gut
    -die Moldanesen (Moldauser?) too much fun for a fail
    -Lettland kommt allein nur für die geilen Schuhe der Frontfrau weiter
    -Tschechien und Island hätte ich vom Song noch gern dabei, aber da hätte es eine Hammer Performance gebraucht die ich leider nicht sehe…

    Bin schon gespannt auf den Bericht vom SF2!

  4. Irgendwas scheint mit der Abstimmung nicht zu stimmen. Ich kann nur eine Stimme vergeben und nicht 10.

  5. Nach den bisherigen Probenauftritten sehe ich im Finale

    – Armenien
    – Aserbaidschan
    – Australien
    – Finnland
    – Griechenland
    – Portugal
    – Schweden

    Der Rest entscheidet sich noch……

  6. Momentan würde ich tippen:

    – Georgien
    – Polen
    – Zypern

    Damit wäre mein ursprünglicher Favorit Belgien draußen, aber ich befürchte das Katastrophenpotenzial ist extrem groß…..

  7. Puh. Wer kommt weiter? Sicher weiter:

    Schweden (es ist halt Schweden)
    Finnland (die hauen durch ihre Performance meiner Meinung nach einen weiteren Nagel in den belgischen Sarg 🙁 )
    Lettland (logisch,allein schon durch die Startnummer, aber im Finale dann unter ferner liefen)
    Portugal (klarer Fall)
    Moldawien

    und der Rest ist schwierig. Ich habe große Angst um Belgien und möchte sie unbedingt im Finale haben.

  8. @ Tamara

    Bezüglich Finnland/Belgien klare Zustimmung – mittlerweile auch in den Wetten werden Norma John in den Top 10 geführt, mit Blanche geht es stetig bergab.

    Ich würde meinen Tipp Georgien zudem gerne mit Lettland austauschen (ist aber mehr Wunschdenken, aber nicht unmöglich)

  9. zu Belgien/Blanche:
    Das langt schon noch fürs Finale, dafür ist der Song einfach zu gut. Und so schlecht finde ich weder das Staging noch Blanche als Sängerin wie es in vielen Kommentaren behauptet wird damit es im HF hängenbleibt.
    Das Schicksal wird eher die andern beiden Elektropop Nummern im 2.HF Serbien und Mazedonien treffen die nicht stark genug sein könnten um den Qualitätsverlust von der Studioversion zum Liveauftritt zu kompensieren.

    Generell fand ich nach Anhören der ersten Live-Proben aus Kiev das zweite Halbfinale spannender da es doch mehr positive wie negative Überraschungen gab als im ersten.

    Ich hoffe wir kommen hier noch in den Genuß einer entsprechenden Analyse des SF2 vor dem Halbfinale 🙂

  10. zu Portugal/Sobral:
    „Was, wenn ein Song Contest-Teilnehmer erkrankt?“ Ist die heutige Überschrift im Standard (österr. Zeitung)
    Er liegt wohl noch im Krankenhaus und sollte eigentlich morgen fürs SF1 nach Kiev reisen.
    Plan B wäre wohl ein Auftritt der Schwester auch im Semi wie in den Proben.

    http://derstandard.at/2000057092040/Was-wenn-ein-Song-Contest-Teilnehmer-erkrankt

    Erstaunlicherweise sind die Quoten trotz dem Fehlen von Salvador vor Ort für Portugal gestiegen, sie sind jetzt auf 2 hinter Italien bei den Buchmachern 🙂

    Ich fand den Auftritt der Schwester auch toll mit Gänsehaut-Momenten, man merkt dabei einfach wie gut und zeitlos der Song ist.

    Gute Besserung Salvador und ich drücke beiden fest die Daumen am Dienstag egal wer auf der Bühne steht!

  11. Nachtrag zum Standard-Artikel aus meinem Vorpost:
    Sobral war gestern bei der offiziellen Eröffnung des Song-Contests in Kiev bereits anwesend.

    Es war also Gott sei Dank eine Zeitungs-Ente, oder neudeutsch Fake-News 😉

  12. Lieber Salvador, ich drücke Dir die Daumen – mach nicht nur Portugal glücklich, Du schaffst das!!!!!!!

    Also als „Elektropop“ würde ich Serbien und Mazedonien nicht bezeichnen….. Das ist vielmehr typische und wenig innovative ESC-Kost. Ich würde mich ja sehr für Blanche freuen, aber ich habe derzeit große Zweifel und sie aus meinem Semitipp herausgenommen…..

  13. Ich verabschiede mich gerade so ein bisschen von Belgien. Wirklich schweren Herzens.
    Irgendwie erinnert mich Ihr ganze Auftritt an Estonia 2000.
    Ines wurde „hoch gehandelt“ und war auch bei mir damals Favoritin.
    Dann der etwas nervöser Auftritt und Ihr Outfit !
    Blache ist mir irgendwie zu „ängstlich“ und ihr Kleid passt wie „Himbeereis zum Frühstück“
    Ines schaffe wenigstens Platz 4. Für Blanche ist diese Platzierung, wenn nicht noch ein Wunder geschieht – unerreichbar. Sehr Schade!

    Ich fände es schön, wenn für Portugal Beide singen würden.
    Schwesterchen könnte Brüderchen vor all den Gefahren (auch der vom Verfasser beschriebenen Hammer Attacke) beschützen und Ihr ganzer Einsatz für Ihn würde dadurch auch irgendwie honoriert.
    Das ist ESC Leidenschaft pur.

  14. Also, die Generalprobe (bei der schon die Jurys zugucken) war Blanche um einiges besser als zuletzt. Ist aber nach wie in der „Danger Zone“ – insofern durch und durch authentisch.

    Und jetzt endlich Portugals Hoffung…….. Salvador ist ganz großes Kino !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Der Auftritt hat den in der VE noch getoppt, zudem ist er jetzt auch ein wenig schicker gekleidet. Natürlich total aus der Zeit gefallen, aber gerade DAS hat eben seinen ganz besonderen Reiz. Zudem: Was wäre ein ESC ohne Emotionen ??? Nur Kommerz kann ja es wohl nicht sein.

  15. Ui, langsam kommt doch eine gewisse Vorfreude auf…
    Go…
    Potugal!
    Schweden!
    Finland!
    Belgien!
    Moldau!
    Azerbaidjan!
    Armenien!
    Tschechien!
    Lettland!
    Island!

    Wünsche allen einen unterhaltsamen Abend!

  16. Wow, Portugal was für ein Auftritt!
    Mitten im Publikum stehend und alles muksmäuschenstill um ihn herum bis zum Instrumentalteil.
    Jetzt hat Francesco doch noch einen ernsthaften Konkurrenten um den Sieg am Samstag bekommen.
    Auch großartig Azerbaijan, vor allem der Anfang bis zum Refrain ist top. Meine Nr. 2 gestern.
    Sehr schade um Finnland und Tschechien, wobei die tschechische Bühnenschow wirklich mager war.
    Warum Griechenland weiter ist muß man hoffentlich nicht verstehen…
    Generell fand ich die Produktion der Schow, die Hallenakustik und die Stimmung im Publikum doch etwas enttäuschend im Vergleich zu den letzten Jahren, ich hoffe das wird noch etwas besser am Finaltag.

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