Robin Beng­ts­son: getrof­fe­ne Elche blö­ken

Es sei ein Sieg der “ech­ten Musik,” so for­mu­lier­te es der por­tu­gie­si­sche Gewin­ner des Euro­vi­si­on Song Con­test 2017, Sal­va­dor Sobral, bei sei­ner Sie­ger­an­spra­che am ver­gan­ge­nen Sams­tag­abend, über das, was er als weg­werf­ba­re “Fast-Food-Musik” bezeich­ne­te: den inhalts­lee­ren Main­stream­pop näm­lich, der kei­ner­lei authen­ti­sche Geschich­te erzäh­le oder kei­ne Gefüh­le trans­por­tie­re. Und, sind wir ganz ehr­lich: die Meis­ten von uns wer­den in die­sem Moment intui­tiv an den klas­si­schen, hoch­glanz­po­lier­ten Schwe­den­schla­ger gedacht haben, der seit Jah­ren den Grand Prix nicht nur für sein Hei­mat­land domi­niert. Das ging wohl auch dem dies­jäh­ri­gen schwe­di­schen Ver­tre­ter Robin Beng­ts­son so, der mit ‘I can’t go on’, einem gera­de­zu pro­to­ty­pi­schen Bei­spiel die­ser Musik­gat­tung, auf dem fünf­ten Platz lan­de­te. Jeden­falls kri­ti­sier­te er Sal­va­dor in einem Insta­gram-Pos­ting, wo er schrieb: “Glück­wunsch zu Dei­nem Sieg, ich mag Dei­nen Song und die Art, wie Du ihn singst, sehr, aber ich den­ke, Dei­ne Anspra­che war eines Sie­gers nicht wür­dig. ‘Fast food’-Pop kann zur rich­ti­gen Zeit und am rich­ti­gen Ort die bes­te Sache der Welt sein, so wie eben auch ein so schö­ner Song wie Dei­ner. Es ist Platz genug für Alle”. Der aus­tra­li­sche Teil­neh­mer und Jury-Lieb­ling Isai­ah Fire­b­race und der nor­we­gi­sche Sän­ger Alex­an­der Wal­mann signa­li­sier­ten in den Kom­men­ta­ren zur Robins Pos­ting ihre Zustim­mung zum Gesag­ten.

Robins Replik ist Was­ser auf die Müh­len der­je­ni­gen, die Sal­va­dors Sie­ger­an­spra­che in der Sams­tag­nacht als sno­bis­tisch und arro­gant emp­fan­den. Per­sön­lich begrei­fe ich sei­ne Aus­sa­ge aller­dings nicht als geziel­te Abwer­tung der Kol­le­gen, son­dern als Plä­doy­er für mehr musi­ka­li­sche Viel­falt beim ESC und für mehr Authen­ti­zi­tät im Pop, ent­stan­den aus der Eupho­rie des Momen­tes. Denn dass ein Song wie ‘Amar pelos Dois’, der es im All­tags­ge­schäft sehr schwer haben dürf­te, Gehör zu fin­den oder gar Auf­nah­me in die Radio-Play­lists, den größ­ten Musik­wett­be­werb der Welt gewin­nen konn­te, wird für den künst­le­risch in sei­nem eige­nen klei­nen Par­al­lel­uni­ver­sum leben­den Jazz-Musi­ker wohl eine ein­ma­li­ge Aus­nah­me blei­ben. Sobral stieß letz­ten Endes ins glei­che Horn wie vor weni­gen Wochen der deut­sche Sati­ri­ker Jan Böh­mer­mann mit sei­ner furio­sen Abrech­nung mit dem deut­schen Musik­preis Echo und der dort abge­fei­er­ten “see­len­lo­sen Kom­merz­ka­cke” von Max Gie­sin­ger und ande­ren sei­ern­den Weich­spü­lern, die er mit dem aus ori­gi­na­len Song­text­zi­ta­ten und Wer­be­sprü­chen wahl­los zusam­men­ge­wür­fel­ten ‘Men­schen Leben Tan­zen Welt’ auf gran­di­os bei­ßen­de Art und Wei­se ent­larv­te. Und sich dafür eben­falls das – aller­dings etwas dras­ti­scher for­mu­lier­te – Miss­fal­len der kri­ti­sier­ten Kol­le­gen zuzog.

Bio-Musik aus indus­tri­el­ler Käfig­hal­tung”: Böh­mer­mann spricht mir aus der See­le

Um nicht miss­ver­stan­den zu wer­den: ich lie­be Fast-Food-Pop! Es dürf­ten wegen mir ger­ne eher noch mehr hoch­glanz­po­lier­te Schwe­den­schla­ger mit spek­ta­ku­lä­rer Cho­reo­gra­phie dabei sein als weni­ger, und ein Euro­vi­si­ons­fi­na­le mit 26 hand­ge­klampf­ten Bal­la­den nach Mach­art des por­tu­gie­si­schen Bei­trags wäre mir ein abso­lu­ter Graus. Ich stim­me Beng­ts­son genau so zu wie Sobral: es ist beim Grand Prix Platz für bei­des, für den ober­fläch­li­chen, gute Lau­ne machen­den Song-Fluff genau so wie für berüh­ren­de, eine Geschich­te erzäh­len­de, beseel­te Lie­der wie eben das por­tu­gie­si­sche, aber bei­spiels­wei­se auch das unga­ri­sche. Und auch von denen dür­fen es noch ein paar mehr wer­den. Ver­zich­ten wür­de ich statt­des­sen ger­ne auf die immer uner­träg­li­che­ren Mas­sen von rein auf die Jury-Wer­tung hin kon­zi­pier­ten, for­mel­haf­ten Stimm­ma­s­tur­ba­ti­ons­ve­hi­keln wie ‘Whe­re I am’ (Däne­mark), ‘Bre­ath­less­ly’ (Mal­ta) oder ‘Never give up on you’ (UK), die rein gar nichts zu erzäh­len hat­ten außer “seht her, ich tref­fe auch die anspruchs­volls­ten Töne”. Die machen für mich die wirk­li­che “Weg­werf­mu­sik” aus. Und wenn Sobrals Sieg es schaf­fen soll­te, dass es davon künf­tig weni­ger gibt und dafür mehr Authen­ti­zi­tät, dann hat er Gro­ßes geschaf­fen.

Stil siegt über Sub­stanz, und das ist auch okay: der Beng­ts­son (SE)

Wer hat Recht? Robin oder Sal­va­dor?

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12 Gedanken zu “Robin Beng­ts­son: getrof­fe­ne Elche blö­ken

  1. Ent­stan­den aus der Eupho­rie des Moments”? Bei Sal­va­dor Sobral? Das hal­te ich vor­sich­tig for­mu­liert für etwas gewagt, weil der Mann auf mich wäh­rend des gesam­ten Con­tests den Ein­druck mach­te, als ob er über­haupt nicht zu emo­tio­na­len Reak­tio­nen fähig wäre. Er kam für mich immer rüber, als wäre er zu Tode gelang­weilt, tod­mü­de und/oder high wie ein Trans­at­lan­tik­flie­ger.

  2. Der Clou ist, dass Robin Beng­ts­son in eurovision.tv-Interviews nie einen Hehl dar­aus gemacht hat, dass sein Song kei­ne ernst­haf­te Bot­schaft oder Bedeu­tung hat und ein­zig und allein dem Spaß dient. Das ist auf eine Wei­se auch authen­tisch und ver­dient Respekt. Ich kann dei­nen Argu­men­ten nur bei­pflich­ten, Melis­men der Sor­te Mariah Carey sind das Grau­sams­te und Kon­tra­pro­duk­tivs­te am ESC.

    Ich glau­be auch, dass Sal­va­dors State­ment sich nicht gegen die Robins die­ser Welt, son­dern an die Musik­in­dus­trie gerich­tet hat. Er sprach da aus sei­ner Erfah­rung mit dem por­tu­gie­si­schen DSDS-Pen­dant.

  3. Jeman­dem emo­tio­na­le Reak­tio­nen abzu­spre­chen, ist aber schon sehr hef­tig. Ich ken­ne Sal­va­dor Sobral ver­mut­lich so wenig wie jeder ande­re hier, aber jeder Jeck ist anders, da möch­te ich mir eine sol­che Aus­sa­ge nicht anma­ßen. Es gibt eini­ge Vide­os, wo er im Inter­view sehr respekt­voll und ange­nehm über sei­ne direk­ten Kon­kur­ren­ten spricht. “zu Tode gelang­weilt”, “tod­mü­de” fin­de ich als Beschrei­bun­gen auch nicht son­der­lich glück­lich.
    Aber nun, auch Herr Beng­ts­son mit einem 5. Platz für sei­nen Fit­ness-Song hat doch gut abge­schnit­ten, wäre ein Por­tu­gie­se mit “I can’t go on” auf dem Lauf­band ange­tre­ten, haha, was da los gewe­sen wäre. Ein paar Tage spä­ter über Insta­gramm einen Shit-Storm befeu­ern, ist wohl auch nicht so gelun­gen.

  4. Die­se Auf­for­de­rung an die Musi­ker nach dem Sieg etwas zu sagen erin­nert mich seit Con­chi­ta an einen Schön­heits­wett­be­werb bei dem die Gra­zie mit den längs­ten Bei­nen am Ende sich auch noch den Welt­frie­den wün­schen darf 🙂
    Viel­leicht bewir­ken die Wor­te ja ein biss­chen was. Herr Beng­ts­son muss sich aber um pop fast-food music kei­ne Sor­gen machen, der ist wahr­lich nicht vom Aus­ster­ben bedroht. Es ist auch nicht immer Pop, “fast food music without fee­ling, mea­ning etc.” kann genau­so als Jazz, Klas­sik, Rock oder wel­ches Gen­re auch immer daher­kom­men.
    Und davon weni­ger beim ESC kann er doch sicher mit­un­ter­schrei­ben.
    Dafür mehr Mut bei den Vor­ent­schei­den, mehr Viel­falt, weni­ger X-Fac­tor und Echo-Schlonz!
    Das Publi­kum hono­riert das wenn es die Aus­wahl hat.
    Und dar­auf erst­mal einen schö­nen Bur­ger zum Abend­essen!

  5. Als Gewin­ner soll­te man sol­che miss­ver­ständ­li­chen Aus­sa­gen in sei­ner Sie­ger­re­de wirk­lich tun­lichst ver­mei­den. Wahr­schein­lich war durch­aus die Eupho­rie des Moments, die Sal­va­dor fehl­lei­te­ten aber es gilt seit den alten Römern schon:
    si tacuis­ses, phi­lo­so­phus man­sis­ses.

  6. Ich habs genau­so emp­fun­den wie Robin: Als voll­kom­men unan­ge­brach­ten Schlag ins Gesicht der Mit­sän­ger, auch wenn es mög­li­cher­wei­se nicht so gemeint war. Und nicht nur ich habs so gese­hen, wir saßen alle vier mit offe­nem Mund vor der Kis­te und konn­ten nicht fas­sen, was wir da gera­de gehört haben. Des­halb habe ich mir auch zum ers­ten Mal in den letz­ten 34 Jah­ren die Sie­ger­re­pri­se nicht mehr ange­schaut. Das hät­te sich Sal­va­dor wirk­lich spa­ren kön­nen. Aber der Mann lebt ohne­hin in sei­ner eige­nen Welt.

    Robin hät­te sich sein Pos­ting aller­dings auch schen­ken kön­nen, das befeu­ert nur wie­der eine Debat­te, die nicht befeu­ert wer­den soll­te. Leben und leben las­sen. Und bis auf die eine bekann­te Aus­nah­me aus dem Jahr 2015 hab ich mir bis­her noch jeden ESC-Song schön­hö­ren kön­nen, also, was solls.

  7. Du lie­be Güte, füh­len sich eini­ge auf den Schlips getre­ten. Selbst schuld.… Viel­leicht war Sal­va­dor bei der Rede etwas spon­tan und man kann in dem Moment des Tri­um­phes man­ches in den fal­schen Hals krie­gen. Aber die har­sche Kri­tik fin­de ich unan­ge­bracht. Zum Bei­spiel mögen er und sei­ne Schwes­ter den Bei­trag aus Bel­gi­en, haben ihn auch selbst in einer eige­nen Ver­si­on auf­ge­nom­men. Also von Respekt­lo­sig­keit gegen­über den Kon­kur­ren­ten kei­ne Spur.

    Robin Beng­ts­son kann froh sein, immer­hin auf Platz 5 gelan­det zu sein. So what.….

  8. Schon recht, wie gesagt, leben und leben las­sen. Und ich stim­me allen zu, die es mit Robin Beng­ts­son nicht so haben, der Kna­be sieht für mich aus wie der nächs­te Bache­lor-Kan­di­dat. Nein, das ist kein Kom­pli­ment.

    Eine Fra­ge hät­te ich aber gern mal ehr­lich beant­wor­tet, und zwar haupt­säch­lich von Oli­ver, aber gern auch von jedem ande­ren, der was dazu sagen will:

    Hät­test Du genau­so wohl­wol­lend reagiert, wenn Rapha­el Gualaz­zi, der übri­gens musi­ka­lisch noch­mal in einer GANZ ande­ren Liga spielt, anno 2011 gewon­nen und ähn­li­ches los­ge­las­sen hät­te? Oder schaut man bei sowas doch gern mal durch die Sym­pa­thiebril­le?

    Und dar­an anknüp­fend: Was war an Sal­va­dors Aus­sa­ge jetzt so viel bes­ser als an dem von Dir als, ich zitie­re, “hilf­los dahin­ge­stam­mel­ter Backe-Backe-Kuchen-All­ge­mein­platz” (dar­über ärge­re ich mich bis heu­te!) von Mans Zelmerlöw anno 2015 (“We are all heroes, no mat­ter who we are and who we love”)?

    Du weißt, ich lie­be und ver­eh­re Dei­nen Blog, aber DAS hät­te ich jetzt bei­des wirk­lich gern mal erklärt.

    Die Fas­zi­na­ti­on des ESC liegt für mich dar­in, dass hier etwas gemes­sen und bewer­tet wird, was sich jeder Bewer­tung ent­zieht. Es gibt nicht per se objek­tiv “gute” und “schlech­te” Musik. Musik ist für mich dann gut, wenn sie mir gefällt, Ende, aus. Für einen ist das Hele­ne Fischer, für den ande­ren Cold­play, für den drit­ten Metal­li­ca, für den vier­ten Bach. Jedem Tier­chen sein Plä­sier­chen, das hat alles neben­ein­an­der Platz! Und das ist auch gut und rich­tig so.

    And speaking of plastic: Wo steht da eigent­lich der Herr Sie­gel?

  9. Ich für mei­nen Teil fin­de “Mad­ness of Love” einen der bes­ten ESC-Bei­trä­ge die­ses Jahr­zehnts, muss aber ehr­lich geste­hen, dass Rapha­el Gualaz­zi auf mich ähn­lich rüber­kam wie Sal­va­dor Sobral – von “sym­pa­thisch” kann mei­nes Erach­tens in bei­den Fäl­len kei­ne Rede sein (wobei ich die distan­zier­te Arro­ganz bei Gualaz­zi deut­lich eher nach­voll­zie­hen kann bzw. für deut­lich berech­tig­ter hal­te).

    Ich hät­te mich über eine ver­gleich­ba­re Aus­sa­ge von Gualaz­zi ähn­lich auf­ge­regt – also eher gar nicht. Dass ich mir die Sie­ger­re­pri­se nicht ange­se­hen habe, hat­te den viel ein­fa­che­ren Grund, dass ich vom Abend als Gan­zes schon gelang­weilt und ent­setzt genug war. Es war nach 1 Uhr, und ich brauch­te kei­ne Ein­schlaf­hil­fen mehr.

    Ich hät­te Gualaz­zi als einen zufäl­lig musi­ka­lisch begab­ten Men­schen mit Schwä­chen (oder kurz: Men­schen) abge­hakt und wäre wei­ter gegan­gen. Und genau so wer­de ich das im Fall Sobral auch hand­ha­ben, abzüg­lich des “musi­ka­lisch begabt”-Teils.

    @Rainer: Ich habe nicht gesagt, dass Sobral so war (müde, high oder gelang­weilt). Ich habe gesagt, dass er auf mich so wirk­te – das über­gro­ße Jackett, die Faxen, wenn die Kame­ra auf ihn gerich­tet war, das (gewollt wir­ken­de) Igno­rie­ren des Publi­kums, das hat bei mir die­sen Ein­druck erweckt, von dem ich weiß, dass ich damit in der Min­der­heit bin. Offen­bar fand die über­gro­ße Mehr­heit das irgend­wie sym­pa­thisch. Ich nicht.

  10. Mich erin­nert das Alles an den Affen von Fran­ces­co. Grund­sätzlch soll­te das Geblub­ber von dem Schau­spie­ler Sobral nicht so ernst genom­men wer­den. Er ist heu­te schon ver­ges­sen. Aber er hat doch vor allem auch die hys­te­ri­sche Fan­ba­se auf den Arm genom­men, bei denen es nur noch um alle Ober­fläch­lich­kei­ten wie Aus­se­hen, Licht, Laser, Schrit­te, Bli­cke, Sex.…geht. So man­che Ent­wick­lun­gen wür­den vie­le wohl nicht freuen.…Ich bin für einen Mit­tel­weg und vor allem Respekt für alle Künst­ler und Musik­rich­tun­gen.

  11. Ver­ges­sen sind außer­halb des ESC-Kos­mos bereits ALLE Teil­neh­mer. Ich bin jeden­falls dank­bar für unkon­ven­tio­nel­le Typen wie Sal­va­dor und das Publi­kum hat es auch so gese­hen. Auf der ande­ren Sei­te wird es auch künf­tig die unter­schied­lichs­ten Gen­res beim ESC geben. da bin ich mir sicher. Soll­te sich die Kri­tik von Sal­va­dor tat­säch­lich auf die übli­chen Reiß­brett­num­mer vor allem schwe­di­scher Her­kunft bezie­hen, tei­le ich die­se nun­mal.

  12. Böh­mer­mann ist klas­se, lei­der passt da auch Levinas “per­fect live” 1 zu 1 in die Abrech­nung mit der deut­schen Musik­in­dus­trie rein.
    Und Demis ursprüng­li­cher Text “this is love-rain falls from above” wur­de wahr­schein­lich auch von den 5 Affen im Neo-Maga­zin Bei­trag geschrie­ben. Obwohl der Text in sei­nem Nihi­lis­mus rück­bli­ckend die Num­mer bei­na­he zu einer Art Gesamt­kunst­werk erhebt. Lei­der ist die­se sprach­li­chen Per­le der Empö­rungs­wel­le im Vor­feld des ESC zum Opfer gefal­len.

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