Öster­reich will kei­ne gro­ßen Töch­ter: Con­chi­ta Wurst aus­ge­buht

Wie das Gra­tis­blatt heu­te berich­tet, muss­te sich die Sie­ge­rin des Euro­vi­si­on Song Con­test 2014, Con­chi­ta Wurst, bei einem Auf­tritt im Rah­men­pro­gramm der Beach­vol­ley­ball-WM auf der Wie­ner Donau­in­sel am ver­gan­ge­nen Sams­tag neben Applaus auch deut­li­che Buh­ru­fe gefal­len las­sen, als sie die Natio­nal­hym­ne des Alpen­staa­tes in der seit fünf Jah­ren gül­ti­gen, gen­der­ge­rech­ten Fas­sung sang: einst­mals aus­schließ­lich die “Hei­mat gro­ßer Söh­ne”, fin­den in der seit dem 1. Janu­ar 2012 offi­zi­ell ver­ab­schie­de­ten aktu­el­len Ver­si­on nun auch die “Töch­ter” des Lan­des Erwäh­nung, was vie­le Tra­di­tio­na­lis­ten auch heu­te noch immer in Wal­lung zu brin­gen scheint. Und obwohl selbst der bis­lang eher durch eine extrem kon­ser­va­ti­ve Welt­sicht auf­ge­fal­le­ne Volks­mu­sik-Kotz­bro­cken Andre­as Gaba­lier, der in der Ver­gan­gen­heit sei­ne Fans noch auf­ge­for­dert hat­te, die Hym­ne stets in der alten Fas­sung zu sin­gen, seit den der­zei­ti­gen Erfol­gen der öster­rei­chi­schen Fuß­ball­frau­en bei der EM kon­ze­diert: “Hei­mat seid’s ihr gro­ßer Töch­ter. Des muass ma jetzt wirk­lich amol sogn,” leh­ne nach einer von heu­te pas­send zum Vor­fall zitier­ten aktu­el­len Mei­nungs­um­fra­ge eine Mehr­heit von 55% der Alpenländler/innen das Gen­dern in der Spra­che ab – acht Pro­zent­punk­te mehr als noch 2014. Selbst unter den reprä­sen­ta­tiv befrag­ten Frau­en wol­len 47% im Sprach­ge­brauch lie­ber unsicht­bar blei­ben. Man kann sich schon des Ein­drucks nicht erweh­ren, dass die hei­mi­schen Alpen – so land­schaft­lich reiz­voll sie auch sein mögen – ihren Bewohner/innen auch den geis­ti­gen Hori­zont ver­stel­len…

Die hel­din­nen­haf­te Con­chi­ta.

1 Gedanke zu “Öster­reich will kei­ne gro­ßen Töch­ter: Con­chi­ta Wurst aus­ge­buht

  1. Na, wenn man sich die paar buh-Rufe für ein paar Sekun­den im Video anhört ist das doch ein auf­ge­bausch­tes non-Event von die­ser Bou­le­vard-Zei­tung…
    Als Öster­rei­cher der seit sehr vie­len Jah­ren in Deutsch­land lebt hat Ber­lin und Wien mehr gemein in Punk­to Tole­ranz und Gleich­be­rech­ti­gung wie ein Dorf im Thü­rin­ger (oder irgend einem ande­ren) Wald noch genau so rück­stän­dig ist wie irgend­ein Berg­dorf in Tirol…

    off topic:
    Wenn ich den neu­en Look von Con­chi­ta seh den­ke ich immer das ist der neue Bür­ger­schreck wie es damals der jun­ge And­re Hel­ler war in der Ver­si­on von 2017 😉

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