Das Fräu­lein­wun­der vom Amt: kommt unser Star für Lis­sa­bon vom Job­cen­ter?

Wie der Prinz-Blog unter Bezug­nah­me auf den deut­schen Fan­club OGAE berich­tet, soll sich der NDR aktu­ell erneut auf der Suche nach Teilnehmer/innen für den hei­mi­schen Vor­ent­scheid 2018 befin­den. Und zwar unter Ein­schal­tung der Künst­ler­ver­mitt­lung der Bun­des­agen­tur für Arbeit, wie die OGAE aus einer ihr zuge­spiel­ten E-Mail erfah­ren haben will. Danach habe der Ham­bur­ger Sen­der eine Musi­cal-Agen­tur mit dem Fin­den von Nach­wuchs­ta­len­ten beauf­tragt, die wie­der­um den Aus­schrei­bungs­ser­vice der staat­li­chen Fach­ver­mitt­lung in Anspruch genom­men habe. Gesucht wer­de ein “ein­zig­ar­ti­ger Künst­ler, ein Mensch, der sein Ding durch­zieht und mit gro­ßer Lei­den­schaft Musik macht”. Erfreu­lich: heu­er scheint der Wett­be­werb sogar für Duos und Bands offen zu sein. Und auch musi­ka­lisch erwei­te­re der NDR die Band­brei­te: laut OGAE dür­fen die gesuch­ten Künstler/innen dies­mal aus den “Berei­chen Pop, Rock, Schla­ger und erst­mals auch Musi­cal” stam­men. Den Prin­zen zufol­ge zei­ge der Sen­der in der Aus­lo­bung aller­dings kein Inter­es­se an eige­nem Lied­ma­te­ri­al der poten­ti­el­len Landesvertreter/innen. Was die Spe­ku­la­ti­on zulässt, dass man in Ham­burg am Null-Punk­te-Rezept der ver­gan­ge­nen Jah­re fest­hal­ten will und ledig­lich leicht form­ba­res Men­schen­ma­te­ri­al sucht, das mal wie­der die übli­che ecken- und kan­ten­lo­se, beige musi­ka­li­sche B-Ware weg­sin­gen soll. Ob es eine rei­ne Mini-Cas­ting­show gibt wie 2017 oder der Nach­wuchs als Teil eines umfas­sen­den Vor­ent­scheids ein­ge­plant ist, bleibt jedoch offen: der NDR selbst äußer­te sich bis­lang nicht öffent­lich zu sei­nen Euro­vi­si­ons­plä­nen.

[Aktua­li­sie­rung 18:00 Uhr]: Der NDR hat die OGAE-Mel­dung auf Nach­fra­ge des zwei­ten deut­schen Fan­clubs ECG mitt­ler­wei­le demen­tiert: “Die Mail mit dem Bewer­bungs-Auf­ruf […] stammt nicht vom NDR und wur­de auch nicht vom NDR initi­iert,” so der Sen­der gegen­über dem ECG. Es wer­de einen Vor­ent­scheid geben, wei­te­re Details wol­le man aber erst spä­ter ver­ra­ten.

Etwas in die­ser Preis­klas­se wird man auch 2018 ver­mut­lich umsonst suchen: Tho­mas Tul­pe, einer der Inter­net­be­wer­ber für den Nach­wuchs­wett­be­werb 2014, der aller­dings – wie alles Krea­ti­ve – an den Grau­en Her­ren der Sen­der­ju­ry schei­ter­te, hier mit sei­ner neu­en Sin­gle (Reper­toire­bei­spiel).

Ein Nach­wuchs­künst­ler als Deutsch­lands ESC-Reprä­sen­tant?

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3 Gedanken zu “Das Fräu­lein­wun­der vom Amt: kommt unser Star für Lis­sa­bon vom Job­cen­ter?

  1. Der NDR will nicht. Nach dem ESC ist vor dem ESC. Und zwar beginnt die­se Frist am Sonn­tag nach dem Fina­le! Das hat Herr Her­res wohl nicht kapiert, der über­be­zahl­te Grin­se-Mops. Wenn jetzt erst die Suche nach Talen­ten los geht und die Songs (sind es dies­mal mehr als zwei?) schon wie­der ein­ge­kauft sind (Ram­schwa­re von der Res­ter­am­pe) – dann Gute Nacht.

  2. Ein Wun­der vom Amt, war­um nicht ? Unan­ge­nehm stößt da eher die Hal­tung vom NDR auf, sich davon zu distan­zie­ren. Der Ball liegt nach die­ser Zwi­schen­grät­sche nun bei den NDR-ESC-Grös­sen.

  3. Das nächs­te Armuts­zeug­nis wirft sei­ne Schat­ten vor­aus, dar­in sind die wirk­lich spit­ze.

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