AU 2018: Mauboy, Mauboy, you can call her Mauboy

Beim Eurovision Song Contest 2014 trat sie als Pausenact im zweiten Semifinale auf und warb damit um die Teilnahme Down Unders an den europäischen Gesangsfestspielen. Und das offensichtlich mit Erfolg: seit 2015 darf Australien jedes Jahr „als Gast“ auf Einladung der EBU starten, das Thema der von den Aussies angestrebten Dauerteilnahme steht laut ESC-Chef Jan Ola Sand aktuell erneut auf der Agenda. Wohl auch, um die Ernsthaftigkeit ihres Anliegens zu unterstreichen, schickt die Mates nun ihre damalige singende Botschafterin nach Lissabon: die wie alle ihre Vorgänger/innen intern bestimmte Jessica Mauboy wird den ozeanischen Kontinent beim Grand Prix 2018 vertreten. Die 26jährige erlangte durch die Castingshow Australian Idol Bekanntschaft, die sie 2006 als Zweitplatzierte abschloss. Seither veröffentlichte sie drei Studioalben und zahlreiche Hitsingles, schwerpunktmäßig aus den Bereichen glattgebügelter Bollerbeat-RnB und autogetunte Bollerbeat-Popballade, wie sie viele jüngere Menschen schätzen und lebenserfahrenere Menschen eher schulterzuckend zurücklassen. Wie Jessicas Eurovisionsbeitrag klingt, bleibt abzuwarten: bislang ist ihr Wettbewerbssong noch nicht bekannt. Wie schon ihre drei Vorgänger/innen stammt auch Mauboy nicht von den auf dem Kontinent vorherrschenden Nachfahren europäischer Einwanderer ab, sondern verfügt über indonesische und Aborigine-Wurzeln. Diese Tradition ist kein Wunder: handelt es sich bei dem für die Eurovisionsteilnahme verantwortlichen öffentlich-rechtlichen Sender SBS doch um das australische Minderheitenprogramm. Ein „yay!“ also für die Vielfalt und ein „mmmhhh“ in Sachen Musik.

Den blonden Surferboy fand ich als Werbefigur ehrlich gesagt überzeugender als die grobstimmige Sirenenquetsche Mauboy. 

Was hältst Du von Frau Mauboy als australische Vertreterin 2018?

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1 Gedanke zu “AU 2018: Mauboy, Mauboy, you can call her Mauboy

  1. Na, das war ja schon eine üble Nummer damals, ob das diesmal besser wird ?!

    p.s. Austria hat auch den Sänger präsentiert: Cesár Sampson
    Background Sänger von Bulgarien 2016 und 2017
    Auch die Musik/Produktion kommt von Boris Milanov und Sebastian Arman die auch bei „If love was a crime“ and „beautiful mess“ dabei waren.

    Cooler Typ, soulige Stimme, bin jetzt echt gespannt auf den Song!

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