Jahr: 2018

Fes­ti­va­li i Kën­gës 2018: heim ins Reich

Fes­ti­va­li i Kën­gës 2018: heim ins Reich

Das erste Lied für den Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv steht fest, traditionellerweise bestimmt beim vorweihnachtlichen Festivali i Këngës. Und es stammt mal wieder von einer kreischenden Frau, nichts Ungewöhnliches also für Albanien. Allerdings singt Jonida Maliqi mit zwar kräftiger, aber keinesfalls dissonanter Stimme, so wie man es von den Skipetarinnen sonst gewohnt ist. Die 36jährige, die erstmalig im zarten Alter von 13 beim albanischen Liederfestival auftrat (das damals noch nicht als Vorentscheid fungierte, da das Land seinerzeit noch nicht an der Eurovision teilnahm), überzeugte optisch mit vorzüglichen Simone-Thomalla-Lippen, einer Mireille-Mathieu-Perücke und der anmutig aristokratischen Ausstrahlung einer ägyptischen Pharaonin.…
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Stö­run­gen im Betriebs­ab­lauf: die FiK-Semis 2018

Stö­run­gen im Betriebs­ab­lauf: die FiK-Semis 2018

Die Deutsche Bahn hat offenbar heimlich, still und leise das Management des albanischen Staatssenders Radio Televizione Shqiptar (RTSH) übernommen. Anders lässt es sich nicht erklären, dass das gestrige zweite Semifinale des traditionsreichen Festivali i Këngës (FiK) aufgrund nicht näher spezifizierter "technischer Schwierigkeiten" mit einer satten dreiviertel Stunde Verspätung startete, die RTSH zur besonderen Freude der erwartungsfroh sich vor den Bildschirmen und Internetbrowsern Europas versammelt habenden Vorentscheidungsfans mit einer Dauerschleife der immergleichen fünf Programmtrailer überbrückte. Der animierte Tannenzapfen aus dem "Frohes Fest"-Spot wird nicht nur mich noch die nächsten Jahre in meinen Alpträumen verfolgen! Doch dem passionierten Eurovisionsenthusiasten ist keine Prüfung zu schwer,…
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Tam­ta macht Tam­tam für Zypern

Tam­ta macht Tam­tam für Zypern

An entsprechenden Gerüchten und Hinweisen herrschte zuletzt kein Mangel. Heute bestätigte, wie Wiwibloggs rapportierte, das zyprische Fernsehen CYBC das offene Geheimnis: die 37jährige Tamta Goduadze tritt für die sonnige Mittelmeerinsel in Tel Aviv in die Fußstapfen von Eleni Foureira. Auch musikalisch: ihr (noch nicht veröffentlichter) Beitrag 'Replay' stammt aus der Feder des schwedisch-hellenischen Hitmachers Alex P, der bereits für 'Fuego' und das nicht minder süffige und lyrisch federleichte 'La La Love' von Ivi Adamou verantwortlich zeichnete. Die in Georgien geborene und mit 21 nach Griechenland ausgewanderte Sängerin war in der Vergangenheit bereits mehrfach sowohl für ihr jetziges Heimatland als auch für die vorgelagerten…
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ECG-Fan­tref­fen 2018: ein Abend der Überraschungen

ECG-Fan­tref­fen 2018: ein Abend der Überraschungen

Am gestrigen Samstag lud der Eurovision Club Germany mal wieder ins bis auf den letzten Platz ausverkaufte Gloria in Köln. Und auch, wenn es das bereits xundzwanzigste Event seiner Art war, entpuppte sich der hochvergnügliche Abend als einer voller Überraschungen. Doch bevor wir uns diesen zuwenden, gilt es zunächst, die brandheißen Neuigkeiten von der NDR-Roadshow abzuarbeiten, die dort gestern Nachmittag ebenfalls gastierte (und von der ich dank der allseits bekannten Unzuverlässigkeit der Deutschen Bahn leider nur einen Teil mitbekam). So ließ sich Thomas Schreiber zwar immer noch keinen amtlichen Termin für den deutschen Vorentscheid 2019 entlocken, gab aber den Hinweis,…
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Unser Lied für Isra­el 2019: you smell like Schul­te, again

Unser Lied für Isra­el 2019: you smell like Schul­te, again

Gleich drei ehemalige The-Voice-Castingsternchen, zwei klampfende Ed-Sheeran-Eleven, zwei Musical-Hauptdarsteller/innen, zwei Indie-Pop-Elfen und exakt null bekannte Namen: auf diesen Nenner lässt sich die heutige Bekanntgabe von sechs der bis zu acht Finalisten des deutschen Eurovisionsvorentscheids 2019 bringen, welchen der NDR im eifrigen Bemühen um die Verwässerung der Marke vom ursprünglichen, in das bewährte Raster passende Unser Lied für Tel Aviv in letzter Minute in Unser Lied für Israel umbenannte. Vermutlich, weil das Akronym ULfI viel schluffig-harmloser klingt als das etwas kernigere ULfTA und man so die vom Unterhaltungschef Thomas Schreiber letztes Jahr selbst geweckten, hohen Erwartungen nach "kantigen" Künstler/innen und Songs ein wenig…
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Unser Lied für Isra­el 2019 : Nina Kut­sche­ra und Sebas­ti­an Schub sind raus

Unser Lied für Isra­el 2019 : Nina Kut­sche­ra und Sebas­ti­an Schub sind raus

Die aus Offenbach stammende Nina Kutschera, eine der 20 Acts, die es in die engere Wahl für den diesjährigen deutschen Eurovisionsvorentscheid Unser Lied für Tel Aviv schafften, ist leider draußen: wie die sympathische Sängerin und The-Voice-Teilnehmerin von 2011 auf Facebook bekannt gab, habe sie einen Anruf vom Team Eurovision erhalten, wonach die Live-Sendung im Februar 2019 ohne sie stattfinden werde. Nina reagierte auf die schlechte Nachricht mit vorbildlicher Gelassenheit und Größe: "Ich bin nicht traurig, obschon auch etwas enttäuscht. ABER! Ich hab gesehen wie stark wir hier sind. Keine der Communities (und die anderen sind alle größer) hat so dermaßen gerockt…
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Madame Mon­sieur sam­meln für die klei­ne Mercy

Madame Mon­sieur sam­meln für die klei­ne Mercy

Mit ihrem wunderschönen, herzerwärmenden Lied über das an Bord eines Seenotrettungsschiffes auf dem Mittelmeer geborene Flüchtlingsmädchen 'Mercy' gewann das französische Singer-Songwriter-Pärchen Émilie Satt und Jean-Karl Lucas alias Madame Monsieur im Januar diesen Jahres den französischen Vorentscheid Destination Eurovision und fuhr zum Wettsingen nach Lissabon. Das Mädchen gibt es wirklich, es kam im März 2017 an Bord der SOS Mediterrané zur Welt und musste mit seiner Mutter Taiwo Yussif bis vor wenigen Wochen im größten, hoffnungslos überfüllten Flüchtlingslager Europas in Sizilien ausharren. "Mein Baby leidet in diesem Camp," zitiert Wiwibloggs die Mutter aus einem zurückliegenden Interview, "wir sind hier schon viel zu lange". Dank der…
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Unser Lied für Isra­el 2019: die Wie­der­auf­be­rei­tungs­an­la­ge von The Voice?

Unser Lied für Isra­el 2019: die Wie­der­auf­be­rei­tungs­an­la­ge von The Voice?

Seit gestern sind sie abgeschlossen, die fünf Eurovisions-Workshops im Kölner Maarwegstudio. Zwanzig von den beiden Auswahljurys handverlesene Kandidat/innen hatte der NDR eingeladen. So wie es aussieht, folgten nicht alle dem Ruf des Senders: nach den Berichten des Prinz-Blogs nahmen lediglich 15 Acts an den Auftaktrunden zum deutschen Grand-Prix-Vorentscheid 2019 teil. Davon bedungen sich vier Diskretion aus, so dass wir momentan lediglich elf Kombattant/innen namentlich kennen. Von diesen wiederum tragen acht eine Castingshow-Vergangenheit mit sich herum - in hiesigen Zeiten nicht weiter verwunderlich, stellen diese Formate doch (bedauerlicherweise) so ziemlich die einzige verbliebene Präsentationsfläche für Musiker/innen im Fernsehen dar. Zumindest die…
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Ukrai­ni­sches Fern­se­hen stellt Aus­strah­lung ein

Ukrai­ni­sches Fern­se­hen stellt Aus­strah­lung ein

"Extreme Besorgnis" äußerte der EBU-Oberste Noel Curran heute in einer Pressemitteilung hinsichtlich der Lage der ukrainischen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt UA:PBC, nachdem diese aufgrund fehlender Geldmittel die analoge Verbreitung ihrer Programme im Lande stoppen musste. Dieses Jahr habe der Sender, der nach den Worten Currans ohnehin "mit einem der kleinsten Budgets Europas" auskommen müsse, lediglich die Hälfte der ihm nach den nationalen Festlegungen gesetzlich zustehenden Finanzmittel erhalten. UA:PBC zeichnet auch für die ukrainische Eurovisionsteilnahme verantwortlich (wobei der Vorentscheid Vidbir auf einen privaten Musikkanal ausgelagert wurde, um Kosten zu sparen) und hatte erst in dieser Woche bekräftigt, in Tel Aviv an den Start…
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Jij bent mijn Leven: Anne­ke Grön­loh ist tot

Jij bent mijn Leven: Anne­ke Grön­loh ist tot

Wie Eurofire unter Bezugnahme auf die niederländische Tageszeitung De Standaard vermeldet, ist die holländische Eurovisionsvertreterin von 1964, Anneke Grönloh, heute im Alter von 76 Jahren in ihrer Wahlheimat Frankreich verstorben. Zu ihren Lebzeiten war sie die kommerziell erfolgreichste Künstlerin des Landes und verkaufte weltweit rund 30 Millionen Schallplatten. Die Trägerin des Oranien-Nassau-Ordens wurde 1942 im damals noch unter holländischer Besatzung stehenden Indonesien als Tochter eines niederländischen Soldaten und einer einheimischen Mutter als Johanna Louise Grönloh geboren. Sie durchlebte dort stürmische erste Jahre: im Zuge der feindlichen Übernahme der Inselkette durch die Japaner im Zweiten Weltkrieg geriet Annekes Vater in Kriegsgefangenschaft, die…
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Die Wür­fel sind gefal­len: es geht 2019 nach Tel Aviv!

Die Wür­fel sind gefal­len: es geht 2019 nach Tel Aviv!

Hurra, endlich startet sie ganz offiziell, die ESC-Saison 2019! Heute, am 13. September 2018, gab die EBU nach langem Gezerre doch noch die von Fans herbeigesehnte Entscheidung bekannt: der nächste Eurovision Song Contest findet am 14., 16. und 18. Mai 2019 (wie immer: Dienstag und Donnerstag die zwei Qualifikationsrunden, Samstag das große Finale) im International Convention Center (ICC) auf dem Expo-Gelände in Israels Partymetropole Tel Aviv statt. Damit haben sich die liberalen Kräfte gegenüber den Traditionalisten durchgesetzt, die das internationale Event in der politischen und religiösen Hauptstadt des Landes sehen wollten. Nicht nur den queeren Fans dürfte heute ein Stein vom Herzen gefallen…
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Eesti Laul 2019 mit Künstler-Crowdfunding

Eesti Laul 2019 mit Künstler-Crowdfunding

Kreative Wege zur Refinanzierung der Eurovisionsteilnahme geht das estnische Fernsehen: wie gut informierte Quellen berichten, kassiert der Sender ERT künftig von jedem, der einen Beitrag zur dortigen Vorentscheidung Eesti Laul einreichen möchte, einen Teilnahmebeitrag in Höhe von 25 bzw. 50 €. Da üblicherweise so um die 300 Vorschläge zusammenkommen, dürften sich die Einnahmen hieraus schnell auf rund 10.000 € läppern. Dieses Geld bekommt im Anschluss der Sieger des Vorentscheids ausgehändigt - allerdings zweckgebunden: es dient als Budget für das Staging beim Eurovision Song Contest, aus dem sich der Sender finanziell komplett zurückzieht. Im Gegensatz zu früheren Jahren steht die Eesti…
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Trotz Finanz­streit: Song Con­test 2019 bleibt in Israel

Trotz Finanz­streit: Song Con­test 2019 bleibt in Israel

"Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor": dieses Faust-Zitat passt ganz wunderbar zu den aktuellen Ränkeschmieden um die Ausrichtung des Eurovision Song Contest 2019 in Israel. Dass der Wettbewerb nach dem Sieg von Netta Barzilai in Lissabon in dem Nahostland stattfinden soll, wissen wir bereits seit Mai 2018. Dass es eine Fehde um den mögliche Austragungsort gibt, mit dem weltoffenen Tel Aviv und der umstrittenen religiösen Hauptstadt Jerusalem als aussichtsreichste Bewerber, auch. Nun stand in den letzten Tagen die gesamte Ausrichtung auf Messers Schneide, weil sich der Sender Kan und die israelische Regierung…
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Som­mer­loch-News: <span class="caps">DJ</span> Bobo ist die här­tes­te Sau

Som­mer­loch-News: DJ Bobo ist die här­tes­te Sau

Während das unter Sparzwang stehende Schweizer Fernsehen gerade die TV-Entscheidungsshow streicht, erfährt einer der glücklosesten helvetischen Eurovisionsvertreter ein überraschendes subkulturelles Comeback: in den Straßen meiner Heimatstadt Frankfurt am Main verzieren seit einiger Zeit Aufkleber der virtuellen DJ Bobo Ultras Laternenpfähle, Stromkästen und U-Bahn-Abgänge. In einem Interview mit der Frankfurter Neuen Presse erläuterte der hinter der Aktion steckenden Street-Art-Künstler Mine heute seine Beweggründe: "Bobo ist der letzte Überlebende, die härteste Sau der ganzen Eurodance-Trash-Musiker von damals". Und tatsächlich tourt der Schweizer Künstler, der beim ESC 2007 in Helsinki mit 'Vampires are alive' und seinem Ausscheiden im Semifinale den vielleicht spektakulärsten Favoritensturz…
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Schwei­zer Fern­se­hen streicht die Entscheidungsshow

Schwei­zer Fern­se­hen streicht die Entscheidungsshow

Nach dem Ausscheiden der schweizerischen ESC-Vertreter Zibbz im ersten Semifinale 2018 schraubt der verantwortliche Sender SRF weiter am Vorauswahlverfahren für den Eurovision Song Contest 2019. Wie das helvetische Fernsehen heute bekannt gab, orientiert man sich am erfolgreichen Konzept des NDR und bedient sich eines einhundertköpfigen Zuschauerpanels sowie einer internationalen Fachjury aus 20 ehemaligen ESC-Teilnehmer/innen oder -Juror/innen. Diese wählen - wie in Deutschland - in einem mehrstufigen Verfahren aus den vorselektierten Bewerbungen den eidgenössischen Repräsentanten für Israel. Der SRF behält sich innerhalb des Verfahrens die Vergabe zusätzlicher Wildcards vor, die endgültige Entscheidung liegt allerdings ausschließlich bei den beiden Panels, für deren…
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Som­mer­loch-News: Shala­lie, shala­la, <span class="caps">MDMA</span>

Som­mer­loch-News: Shala­lie, shala­la, MDMA

Lange Wochen herrschte Funkstille hier im Blog, denn bis auf das ermüdende Ping-Pong-Spiel, welche israelische Stadt nun gerade im Rennen um die Austragung des Eurovision Song Contest 2019 vorne liegt (aktueller Stand: Tel Aviv), tat sich nicht viel Berichtenswertes. Vergangene Woche nun unternahm die Drehorgel-Elfe Sieneke Peeters (NL 2010) einen amüsanten Versuch, sich aus dem Orkus des Vergessens wieder zurück in die Schlagzeilen zu bringen. Oder, genauer gesagt, ihre Familie: wie escxtra rapportierte, wurden Sienekes Großvater (der laut Presseberichten bereits wegen Mordes mehrere Jahre einsaß), ihr Onkel und ihr Bruder festgenommen, nachdem ein mutmaßlich von ihnen in Nimwegen betriebenes Drogenlabor…
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End­lich: aus der frü­he­ren jugo­sla­wi­schen Repu­blik wird Nordmazedonien!

End­lich: aus der frü­he­ren jugo­sla­wi­schen Repu­blik wird Nordmazedonien!

Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung gestern berichtete, zeichnet sich endlich eine Lösung in dem seit mehr als einem Vierteljahrhundert andauernden, so albernen wie ermüdenden Namensstreit zwischen Griechenland und Mazedonien ab. Seit seiner Unabhängigkeit im Jahre 1991 befindet sich der rund 2 Millionen Einwohner/innen starke Balkanstaat im Disput mit den hellenischen Nachbarn, deren nördlichste, unmittelbar an Mazedonien angrenzende Region Makedonien heißt. Weswegen man in Athen stets territoriale Ansprüche aus Skopje auf eben jenes Gebiet fürchtete, zumal beide Nationen jeweils für sich das kulturelle Erbe des historischen Königs Alexanders des Großen reklamieren. Die Griechen blockierten seither stur jegliche Annäherung Mazedoniens an…
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Der Ting­ler sang für uns alle: Jür­gen Mar­cus ist tot

Der Ting­ler sang für uns alle: Jür­gen Mar­cus ist tot

Eine Schlagerlegende hat uns verlassen: wie verschiedene Medien gestern berichteten, verstarb der Sänger Jürgen Marcus bereits Mitte Mai 2018 im Alter von 69 Jahren an den Folgen seiner langjährigen chronischen Lungenerkrankung (COPD). Der als Jürgen Beumer in Herne geborene, gelernte Maschinenschlosser zählte zu seinen Glanzzeiten in den Siebzigern zu den umsatzstärksten deutschen Schlagersängern mit nicht weniger als 36 Auftritten in der ZDF-Hitparade. Erste größere Bekanntheit errang der Blondgelockte im Jahre 1969 mit einer Hauptrolle im Musical Hair, woraufhin ihn der Erfolgsproduzent Jack White unter Vertrag nahm und Marcus in den nächsten sieben Jahren einen Top-Hit nach dem anderen landete. Seine Teilnahme…
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SuRie: Die Ener­gie des Publi­kums bleibt in mei­ner Erinnerung

SuRie: Die Ener­gie des Publi­kums bleibt in mei­ner Erinnerung

Im Frühstücksfernsehen äußerte sich heute morgen die britische Eurovisionsvertreterin 2018, SuRie (bürgerlich: Susanna Marie Cork), zu den Vorfällen rund um ihren Auftritt im Finale des Wettbewerbs am vergangenen Samstag in Lissabon, der von einem Störer unterbrochen wurde. Wie die Sängerin auf Nachfrage berichtete, habe sie den Eindringling erst wahrgenommen, als er direkt vor ihr stand und ihr das Mikrofon aus der Hand wand, wovon sie ein paar kleinere Kratzer davontrug. Sie habe jedoch keine Zeit gehabt, über die potentielle Gefährlichkeit des Mannes nachzudenken, der umgehend von der Security überwältigt wurde. Während SuRie für einige Sekunden ohne Mikrofon dastand, lief der Song…
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Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Hat das Land so eine Art von Geheimvertrag mit dem Karma? Oder wie schafft Israel es sonst, seine Eurovisionssiege mit einer derartigen mathematischen Präzision in Abständen von jeweils exakt 20 Jahren über die Grand-Prix-Geschichte zu verteilen? Und das auch noch mit einem jeweils ziemlich ähnlichen Konzept: 1978 schaffte es Izhar Cohen auf dem Höhepunkt der Discowelle mit einem tanzbaren, von der universalen Liebe unter den Menschen handelnden Kinderlied namens 'A Ba Ni Bi' und einer sensationellen Marge-Simpson-Frisur, die Jurys im Sturm zu erobern; 1998 gelang der kämpferischen Transsexuellen Dana International mit dem Tanzflächenfüller 'Diva' der bis heute wichtigste, weil ein…
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Zwei­tes ESC-Semi 2018: vom Tod und ande­ren Tabus

Zwei­tes ESC-Semi 2018: vom Tod und ande­ren Tabus

Sie haben es tatsächlich geschafft. Der mutmaßliche, sinistere Plan der Russen, erstmalig seit der Einführung der Qualifikationsrunden im Jahre 2004 in einer solchen auszuscheiden, ging auf. Zum zweiten Mal hintereinander wies das kaltherzige Europa die im Rollstuhl sitzende Interpretin Julia Samoylova ab: 2017 aus politischen Gründen, 2018 aus purer Bösartigkeit und in Negierung des von der EBU verbreiteten Märchens der Inklusion, die beim Eurovision Song Contest eben nur für bärtige Frauen gilt. So vermutlich die Melodie des Liedes, welches Putins Staatsmedien ab sofort verbreiten dürften. Dabei tat das russische Team selbst alles, um den Finaleinzug zu verhindern: es versorgte seine…
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Ers­tes ESC-Semi 2018: Die Rück­kehr des Fast-Food-Pop

Ers­tes ESC-Semi 2018: Die Rück­kehr des Fast-Food-Pop

Ganze 53 Jahre musste das kleine, geografisch etwas randständige und kulturell auf europäischer Ebene nicht unbedingt massenkompatible Portugal von seiner Erstteilnahme im Jahre 1964 bis zu seinem Eurovisionssieg 2017 warten. Ein verschrobener Barde namens Salvador Sobral holte bekanntlich den Pott und die Gastgeberschaft nach Lissabon, mit einer intimen, aus der Zeit gefallenen Trennungsschmerzballade in seiner Muttersprache. Mit "Musik, die wirklich etwas ausdrückt", wie es der lebensbedrohlich erkrankte Adelsspross, dem es nach einer Herztransplantation mittlerweile wieder besser geht, im Überschwang seiner Siegesansprache formulierte. Und nun das: ein Jahr später, im ersten Semifinale des in der portugiesischen Hauptstadt abgehaltenen 2018er Grand Prix, fliegen gleich…
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Hys­te­rie in der Bub­ble: Ele­ni ist neue Wettquotenkönigin

Hys­te­rie in der Bub­ble: Ele­ni ist neue Wettquotenkönigin

Seit Monaten führte die Israelin Netta Barzilai mit ihrem Beitrag 'Toy' unangefochten die Listen der internationalen Wettbüros für einen Sieg beim Eurovision Song Contest 2018 an. Bis heute früh. Gewissermaßen auf dem letzten Meter überholte sie da die für Zypern antretende Eleni Foureira mi ihrer Nummer 'Fuego'. Und ein schöneres Paradebeispiel für überschnappende Fan-Hysterie in der hermetisch in ihrem eigenen Saft schmorenden Bubble könnte es meines Erachtens nicht geben. Sowie für die Art und Weise, wie das Belohnungszentrum in unserem Gehirn, der Nucleus accumbens, arbeitet. Der schüttet bekanntlich Dopamin aus, den Botenstoff, der uns mit Glücksgefühlen belohnt, wenn etwas (eine Situation,…
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Micha­el Schul­te auf Pap­pe: der sechs­te Pro­ben­tag in Lissabon

Micha­el Schul­te auf Pap­pe: der sechs­te Pro­ben­tag in Lissabon

Eine Wundertüte an Proben brachte der heutige Tag in Lissabon, mit Startern aus allen drei Shows auf der Bühne der Altice-Arena. Über diejenigen des Vormittag können wir schnell hinwegspringen, für die Qualifikationsrundenteilnehmer/innen von Armenien (sympathischerweise unausgeschlafen, aber immer noch der schönste Bart 2018) bis Dänemark war das schließlich bereits der zweite Durchlauf, und all zu viel Nennenswertes änderte sich nicht. Die Serben (zweitschönster Bart) haben ihre Lakritzschnüre wohl aufgefuttert, die beiden für San Marino startenden Ladys warfen sich heute immerhin in - dem Modethema des Jahres folgend - teils extrem durchsichtige Bühnenklamotten. Und bewiesen Humor, in dem sie den eigentlichen Star ihres…
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Ich dach­te immer, Du seist bil­lig: fünf­ter Pro­ben­tag in Lissabon

Ich dach­te immer, Du seist bil­lig: fünf­ter Pro­ben­tag in Lissabon

Am heutigen Donnerstag drehte sich alles um Unfälle in der zweiten Probenrunde der ersten Semifinalisten zum Eurovision Song Contest 2018 in Portugal. Aufgrund eines Verkehrsunfalles, der einen Stau in der Lissabonner Innenstadt verursachte, kam die dort feststeckende isländische Delegation heute Morgen zu spät, so dass Ari Olafssons Probe verschoben werden musste. Die größere Rolle spielten jedoch die Rückenverletzungen, die sich der tschechische Teilnehmer (und Siegeraspirant) Mikolas Josef vergangenen Sonntag bei einem Salto zugezogen hatte und die einen Krankenhausaufenthalt notwendig machten. Josef erschien, wie bereits angekündigt, dennoch heute zum zweiten Durchlauf und absolvierte - mit zusammengebissenen Zähnen, wie die Blogger vor…
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