Hör­pro­be: unse­re Lie­der für Lis­sa­bon

Der Datums­gren­ze, den Wun­dern des World Wide Web und den fin­di­gen Prin­zen sei Dank kön­nen wir seit heu­te Abend bereits in fünf der sechs deut­schen Vor­ent­schei­dungs­bei­trä­ge 2018 hin­ein­hö­ren. Denn bei iTu­nes ste­hen die Lie­der zum Stich­tag welt­weit zum Pro­be­hö­ren (und kau­fen) parat, und da es in Neu­see­land bereits seit 18 Uhr deut­scher Zeit Diens­tag ist, kom­men wir bereits jetzt in den Genuss von neun­zigs­ekün­di­gen Aus­schnit­ten aus den Songs. Grund genug für ein ers­tes, über­ra­schend erfreu­li­ches Pro­be­hö­ren und natür­lich ein spon­ta­nes Ran­king, von dem ledig­lich Ryks ‘You and I’ aus­ge­nom­men blei­ben muss. Denn der Titel fehlt aus unbe­kann­tem Grun­de noch. Daher nach­fol­gend die aufrechtgehn.de-Top 5 der Unser-Lied-für-Lis­sa­bon-Bei­trä­ge!

Rang 5: Ivy Quai­noo – House on Fire

Von der cha­ris­ma­ti­schen Ivy hät­te ich mir, offen gestan­den, ein biss­chen mehr erhofft. Dem ers­ten Ein­druck nach prä­sen­tiert sich ‘House on Fire’ als ein net­tes Stück Radio­pop, das sich wun­der­bar weg­hö­ren lässt und bei dem die Ber­li­ne­rin auch ihre ver­sa­ti­le Stim­me bes­tens prä­sen­tie­ren kann. Was mir aller­dings ziem­lich fehlt, ist die Lei­den­schaft: davon, dass das “Haus in Flam­men” ste­hen soll, lässt sich in Ivys Gesang lei­der nicht wirk­lich etwas ver­neh­men. Das kann natür­lich live ganz anders aus­se­hen, schließ­lich gilt bei Ivy: sie sehen und lie­ben ist eins.

Rang 4: Natia Todua – My own Way

Von der ehe­ma­li­gen The-Voice-Sie­ge­rin zur aktu­el­len: Nati­as Bei­trag ‘My own Way’, eben­falls klas­si­scher Radio­pop, gewinnt vor allem durch ihre beson­de­re Stim­me an For­mat. Im Ver­gleich zu ‘House on Fire’ hat es den stär­ke­ren Refrain, deut­lich mehr Schub und kommt ins­ge­samt etwas eupho­ri­scher daher. Rein von der Stu­dio­fas­sung her scheint Natia an ihren Song zu glau­ben, mal sehen, ob sie ihn live mit noch mehr Leben fül­len kann. Bes­ser als alles, was wir die letz­ten Jah­re geschickt haben, ist es jeden­falls jetzt schon.

Rang 3: Xavier Dar­cy – Jonah

Hand­ge­mach­ter Sin­ger-Song­wri­ter-Pop­rock, wie ihn der Bay­er Xavier Dar­cy prä­sen­tiert, ist ja übli­cher­wei­se eher nicht so meins. Sein Wett­be­werbs­bei­trag ‘Jonah’ aber punk­tet vor allem mit zwei Eigen­schaf­ten: einem erstaun­lich flot­ten Tem­po und Xaviers rau­er Stim­me. Zumin­dest in den neun­zig Sekun­den des Aus­schnitts schafft er es damit, mei­ne Auf­merk­sam­keit zu fes­seln. Hübsch anzu­schau­en ist ja bekannt­lich auch: wenn es jetzt also dazu noch ein stim­mi­ge Prä­sen­ta­ti­on gibt und der Dri­ve des Titels über drei Minu­ten trägt, könn­te das was tau­gen.

Rang 2: voXX­club – I mog Di so

Ich gebe zu: seit ihrer Nomi­nie­rung durch das Euro­vi­si­ons­pa­nel bin ich Fan der Idee, eine baju­wa­ri­sier­te Ski­hüt­ten-Schla­ger-Boy­band für Deutsch­land zum Song Con­test zu schi­cken, aus offen­sicht­li­chen Grün­den. Mit ‘I mog Di so’ ent­täu­schen die ker­ni­gen Buam nicht: der Song fetzt, der Refrain bleibt im Ohr und der Text kommt sogar recht grand­pri­x­esk daher, mit einer schö­nen Inklu­si­ons­bot­schaft und glo­ba­lem Anspruch. Viel­leicht sogar einen Ticken zu glo­bal: die Erwäh­nung des “Kar­ne­val in Rio” (Hei­no lässt grü­ßen!) und die eng­lisch­spra­chi­gen Ein­spreng­sel schrap­pen hart an der Gren­ze zur Berech­nung. Ande­rer­seits kann ich die Cho­reo­gra­fie jetzt schon vor mei­nem geis­ti­gen Auge sehen. Und bin nach wie vor Feu­er und Flam­me für die Vor­stel­lung, uns inter­na­tio­nal mit einem augen­zwin­kernd prä­sen­tier­ten Kli­schee zu prä­sen­tie­ren.

Rang 1: Micha­el Schul­te – You let me walk alo­ne

Ganz ehr­lich: nie­mand über­rascht mein ers­ter Platz so sehr wie mich selbst. Eine Kla­vier­bal­la­de, gesun­gen von einem jun­gen Mann mit einer ganz ent­fernt an das lied­ge­wor­de­ne Grau­en James Blunt erin­nern­den Stim­me: nor­ma­ler­wei­se sieht man mich bei so etwas schrei­end davon­ren­nen. Schul­te aber kriegt mich über die Lyrics: sein Lied ist eine Lie­bes­er­klä­rung an sei­nen Vater, und ich kann es nicht anhö­ren, ohne in Trä­nen der Rüh­rung aus­zu­bre­chen, ganz so wie letz­tes Jahr bei Sal­va­dor Sobral. Denn, das ist Micha­els gro­ßes Plus: er klingt echt und zutiefst per­sön­lich. Der Ham­bur­ger Lie­der­ma­cher kün­dig­te zudem bereits an, das Sujet pas­send zu bebil­dern, mit von Fans gesam­mel­ten Fotos von und mit ihren Vätern. Und bei der Vor­stel­lung davon sehe ich jetzt schon am kom­men­den Don­ners­tag Ber­lin-Adler­shorst in einem kol­lek­ti­ven Trä­nen­meer weg­schwim­men.

Das Fazit

Ist es Alters­mil­de? Liegt es an der vom NDR durch die Road­show und die deut­lich ver­bes­ser­te Kom­mu­ni­ka­ti­on erzeug­te, posi­ti­ve Grund­stim­mung? Ist es Auto­sug­ges­ti­on, weil ich end­lich mal wie­der etwas Erfreu­li­ches über den deut­schen Grand-Prix-Bei­trag berich­ten will? Oder hat die Mühe tat­säch­lich gefruch­tet, wie es mir schei­nen will, und hat sich das Niveau gegen­über den Vor­jah­ren deut­lich ver­bes­sert? Sicher, das ers­te Hin­ein­hö­ren in Aus­zü­ge der Stu­dio­fas­sun­gen, ohne die Live-Prä­sen­ta­ti­on, kann nur einen unvoll­stän­di­gen Ein­druck ver­mit­teln. Aber der will mir über­ra­schend ange­nehm aus­fal­len: zwei okaye Radio­po­p­num­mern, die nicht ganz so beige daher­kom­men wie unse­re Letzt­plat­zier­ten, ein erstaun­lich schubi­ges Sin­ger-Song­wri­ter-Stück, ein gelun­ge­ner Ski­hüt­ten­kra­cher und eine die Her­zen berüh­ren­de Bal­la­de – da soll­te doch etwas zu fin­den sein, mit dem wir das tie­fe Tal der Trä­nen in Euro­pas größ­tem Lie­der­wett­be­werb ver­las­sen kön­nen!

Nach­trag 20.02.2018: Mitt­ler­wei­le ist auch die neue, orches­tra­le Ver­si­on von ‘You and I’, dem Bei­trag von Rick Jur­the ali­as Ryk, drau­ßen. Kein Anlass jedoch, an mei­ner obi­gen Top Five etwas zu ändern. Denn dass der Song bei mir auf jeden Fall Rang 6 bele­gen wür­de, war bereits im Vor­feld klar: Jur­the hat­te die super­de­pres­si­ve Schnarch­bal­la­de schon Ende 2017 in einer etwas län­ge­ren, etwas fra­gi­le­ren Fas­sung ver­öf­fent­licht und nach Bekannt­ga­be sei­ner Ent­schei­dung, mit die­sem Titel beim Vor­ent­scheid anzu­tre­ten, wie­der depu­bli­ziert. Ich kann­te sie also bereits und es war klar, dass kei­ne Neu­be­ar­bei­tung die­ser Welt aus ‘You and I’ irgend­et­was Hör­ba­res machen könn­te.

Über­sicht: Unser Lied für Lis­sa­bon

Wel­cher Titel ist Dein Favo­rit beim deut­schen Vor­ent­scheid 2018?

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20 Gedanken zu “Hör­pro­be: unse­re Lie­der für Lis­sa­bon

  1. Dan­ke für den tol­len Ser­vice, lie­ber Haus­herr :-)) – Ich weiß schon, war­um ich Dei­ne Sei­te unter mei­nen Favo­ri­ten gespei­chert habe! – Auch mei­ne ich, dass die Qua­li­tät der Bei­trä­ge deut­lich bes­ser ist als in den letz­ten Jah­ren. Es ist also kei­ne Alters­mil­de. Ich freue mich nun rich­tig auf Don­ners­tag.

  2. Der Bei­trag von Xavier Dar­cy ist übri­gens noch falsch ver­linkt.

    Ansons­ten find ich die Bei­trä­ge, die ich anhö­ren konn­te, ganz okay (bis auf die­sen wie­der­li­chen und auf allen Ebe­nen schei­tern­den Anbie­de­rungs­ver­such von Voxx­club), aber es reißt mich nichts vom Hocker. Da war­ten wir mal lie­ber die Live Per­for­man­ces ab.

  3. Ich fin­de Ivys Song am bes­ten. Bin wirk­lich gespannt wie sie ihn live prä­sen­tiert. Go Ivy.

  4. Ich fin­de es nicht gut eine Abstim­mung zu machen (bzw. als stimm­be­rech­tig­ter Leser dabei abzu­stim­men), solan­ge noch gar nicht alle Songs bekannt sind. Das ver­fälscht doch jetzt die Ergeb­nis­se :O

  5. Also neee, die­se schnar­chi­ge Bal­la­de geht ja mal sowas von gar nicht.
    Ich gehe schwer davon aus, dass du wenigs­tens in der Ecke stehst und dich schämst! 😀

  6. Nein, tu ich nicht, falls du mich meinst, Ajlen 😉
    Ich fin­de den Song von Ryk über­haupt nicht schnar­chig, son­dern sehr schön. Ich hab jetzt alle Songs (auch Ryk) mind. 3 Mal gehört (na gut, voxx­club hab ich kein zwei­tes Mal ertra­gen…) und fin­de das Lied von Ryk mit Abstand am bes­ten. Die Orches­ter-Ver­si­on ist noch­mal viel bes­ser als das Ori­gi­nal ohne­hin schon war. Wenn er das live gut rüber­bringt, möch­te ich ihn in Lis­sa­bon sehen.
    Den Song von Micha­el Schul­te find ich auch gut, Ivy und Natia sind unge­fähr gleich­auf, “Jonah” fin­de ich anstren­gend-ner­vig und voxx­club geht ein­fach gar nicht.

  7. Ich schlie­ße mich im wich­tigs­ten Punkt mei­nem Vor­red­ner Jas­tus an. Das ein­zig schö­ne Lied ist das von Ryk – https://www.youtube.com/watch?v=juAyO33EilA Bin sehr gespannt, wie er das live rüber­bringt.
    Alles ande­re ist nicht wirk­lich schlecht (bis auf Voxx­club), aber eben auch nicht son­der­lich inter­es­sant. Aber viel­leicht war­ten da live auch noch eini­ge Über­ra­schun­gen. Gewin­nen wird wohl lei­der Micha­el Schul­te, des­sen Num­mer klingt wie ein lau­er Auf­guss von dem ohne­hin schon faden Say you won’t let go von James Arthur. Auch text­lich ziem­lich pein­lich, mei­ner Mei­nung nach. Aber so was lie­ben die Leu­te.

  8. Ich kann mir eigent­lich gut vor­stel­len, dass “You and I” von Ryk mit ordent­li­cher atmo­sphä­ri­scher Umm­a­lung gut ankommt. Man gewinnt ja bekannt­lich nicht mit Bal­la­den, aber nach den letz­ten Jah­ren wür­de ich unser Ziel mal nicht so hoch set­zen xD “You and I” mit Live-Streich­or­ches­ter wie in ver­gan­ge­nen ESC-Jah­ren wäre für mich per­fekt, aber na ja man kann sich ja nicht immer die gute alte Zeit zurück­wün­schen 😀 Von den ande­ren Titeln bin ich lei­der gar nicht über­zeugt und beson­ders cha­ris­ma­tisch scheint auch kei­ner von denen zu sei­en.

  9. Ich fra­ge mich nun, was hat man die gan­ze Zeit über beim Song-Wri­ting getan??? Es soll­te etwas wer­den, dass sich abhebt vom bis­he­ri­gen Gesül­ze aus “deut­schen Lan­den”. Mir einer Aus­nah­me kann ich da nichts fin­den. Die Songs von Ivy und Natia erin­nern mich an die letz­ten deut­schen Bei­trä­ge, die ich schon nach 10 Sekun­den weg­ge­drückt habe, Micha­els Song ist ne Mischung aus James Blunt und Ed Sheeran. Auch da schal­te ich das Radio aus. Der Song von Dar­zy ist ein­fach nicht mei­ne Mug­ge. Voxx­club naja, nicht der Rede wert. Ein­zig der Song von Ryk hat Klas­se, aber die deut­schen unfä­hi­gen Voter am Don­ners­tag wer­den das Ding wie immer seit 2013 schon vermasseln.Da muss man sich kei­ner Hoff­nung hin­ge­ben.

  10. Fazit vor­weg: das muss alles ja noch live präch­tig rüber­kom­men!
    und da wird Ivy wohl einen klei­ne Vor­sprung haben, auch wenn der Song so gar nicht on fire ist. Eine Augen­wei­de wird das sicher. Zu befürch­ten steht, dass die ach so fröh­lich-ker­ni­ge Möch­te­gern­sep­pel­trup­pe ihre uner­träg­lich gute Lau­ne-Sch.… erfolg­reich rüber­bringt. Micha­el Schul­te berei­tet mir einen schar­fen Schmerz an den Zahn­häl­sen. Ich mach mor­gen gleich mal einen Ter­min beim Doc. Viel­leicht liegt es ja an mei­nem Gebiss. Todua und Dar­cy kann ich nicht so rich­tig ein­schät­zen – ma kuckn wa! Und dann: Erst woll­te ich nach ein paar Sekun­den unge­dul­dig weg­drü­cken. Aber Ryk hat mich echt erwischt. Tol­le Stim­me. Tol­ler Song. Gekonn­ter Schmacht­fet­zen. Ich fin­de es groß­ar­tig und wür­de es auch nach Lis­sa­bon schi­cken. Bin sehr gespannt auf Don­ners­tag.

  11. Die Wahr­heit liegt ja bekannt­lich auf­em Platz.
    Aber die Chan­cen auf einen recht guten deut­schen Vor­ent­scheid mit einem durch­aus respek­ta­blen Ver­tre­ter letzt­end­lich, sind intakt.

  12. Der Autor des Arti­kels soll­te sich beim NDR bewer­ben. Wird wahr­schein­lich mit Kuss­hand genom­men. Unse­re Aus­wahl ist mal wie­der ein Dra­ma: Es wird sich mit Belang­lo­sig­keit über­bo­ten! Ein­zig Ryk setzt sich davon ab und schafft ein eige­nes Cha­ris­ma. Das wird dem TV-Mob am Don­ners­tag aber natür­lich zu lang­wei­lig und zu düs­ter sein. Und so wer­den wir wahr­schein­lich Natia Todua mit einem “Per­fect Life Vol. 2” oder Micha­el Schul­te mit einer net­ten Bal­la­de, die kein Herz errei­chen wird, bekom­men.

  13. Alles ganz okay.Nur RYK – von die­sem Gejau­le krieg ich Pickel, macht’s bit­te weg. Ivy ent­täu­schend, das ist zu dünn und zu wenig dyna­misch.

  14. Nor­ma­ler­wei­se steh ich auch nicht so auf Sin­ger-Song­w­righ­ter-Bal­la­den, aber Micha­el hat mich schon sehr berührt. Nur das mit dem Note­book soll­te er las­sen, das wirkt irgend­wie too much. Ansons­ten fin­de ich ihn mehr als okay für den ESC. Hät­te wahr­schein­lich inter­na­tio­nal die gröss­ten Chan­cen.
    Den­noch habe ich für Voxx­club gestimmt, kei­ne Ahnung, wie die Jungs inter­na­tio­nal abschnei­den. Aber das wäre mir auch rela­tiv egal, es ist frisch und mal was Ande­res. Ich finds gut, wenn Deutsch­land mal rich­tig in die Kli­schee­kis­te greift. Wenn schon unter­ge­hen, dann mit Pol­ka!

  15. Ich fühl mich mal wie­der so allei­ne… mich berührt der Micha­el Schul­te näm­lich über­haupt nicht, auch nach wie­der­hol­tem Hören nicht. Ich fin­de den Song abso­lut belie­big und die Insze­nie­rung ruft in mir Gefüh­le hoch, die ich zuletzt bei Bog­gie hat­te (und wer weiß, was ich von die­sem Mach­werk hal­te, der weiß, dass das kein Kom­pli­ment ist!). Viel­leicht soll­te ich mal das Hob­by wech­seln.

  16. So ” sper­ma­ge­schwän­gert” kön­nen mei­ne Augen gar nicht sein ‚wie die des von mir immer hier hoch geschätz­ten Autors um den Trash und holen Text der Gur­ken Trup­pe nicht zu über­hö­ren.
    Ich hof­fe sehr ‚das einer der rest­li­chen 5 Kani­da­ten für uns nach Lis­sa­bon fährt.
    Ich mag mit die­sen Pseu­do Gau­di über­haupt nicht unter­ge­hen wol­len. Pein­lich ohne Ende!
    Die Haxn nicht hoch­be­kom­men aber Schuh­plat­teln wol­len – ach ne ist ja ne Gau­di Pol­ka mit Tan­go zum schun­keln!
    Wer außer Frau Nebel und Herr Sil­be­rei­sen kann so etwas spä­ter ordent­lich ent­sor­gen ?
    Von mir gibt es ein kräf­ti­ges “Hoid Eure Bappn (Orgi­nal: Fotzn) ihr Zip­fe­klatscha! – bevor ich mir den gran­dio­sen Vor­ent­scheid der Fran­zo­sen noch mal anschaue.

  17. Solan­ge es nicht Todua wird, kann ich mit jedem Ergeb­nis leben. Das wäre nicht wei­ter als die Belang­lo­sig­kei­ten aus Ger­ma­ni­en in den letz­ten Jah­ren. Micha­el Schul­te hat sicher­lich einen authen­ti­schen und per­sön­li­chen Song, aber er berührt mich lei­der nicht unbe­dingt (und ich bin auch wie der Haus­herr Sal­va­dor-Fan). Mein per­sön­li­cher Favo­rit wäre klar “You and I”, das ist fern­ab jeg­li­chen ESC-Main­streams. Dann aber schon Voxxx­Club, end­lich wür­de Deutsch­land beim ESC wie­der Spaß machen und defi­ni­tiv auf­fal­len (auch etwas für das Auge).
    Total bescheu­ert fin­de ich das Wer­tungs­sys­tem, liegt vor allem an den “Panel”. War­um soll das Publi­kum dies­mal fast kom­plett dis­kre­di­tiert wer­den ? OK, von der Quark­aus­wahl 2017 mal abge­se­hen hat das Volk seit 2013 immer unglück­lich ent­schie­den, inter­es­san­te und muti­ge Acts hat­ten nie eine Chan­ce. Aber die­ses Mal bekommt man so etwas auch nicht unbe­dingt gelie­fert. Wo blei­ben Elek­tro­pop, Rock und Hip­hop ?

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