Zwei­tes Semi 2018: vom Tod und ande­ren Tabus

Sie haben es tat­säch­lich geschafft. Der mut­maß­li­che, sinis­te­re Plan der Rus­sen, erst­ma­lig seit der Ein­füh­rung der Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­den im Jah­re 2004 in einer sol­chen aus­zu­schei­den, ging auf. Zum zwei­ten Mal hin­ter­ein­an­der wies das kalt­her­zi­ge Euro­pa die im Roll­stuhl sit­zen­de Inter­pre­tin Julia Samo­yl­o­va ab: 2017 aus poli­ti­schen Grün­den, 2018 aus purer Bös­ar­tig­keit und in Negie­rung des von der EBU ver­brei­te­ten Mär­chens der Inklu­si­on, die beim Euro­vi­si­on Song Con­test eben nur für bär­ti­ge Frau­en gilt. So ver­mut­lich die Melo­die des Lie­des, wel­ches Putins Staats­me­di­en ab sofort ver­brei­ten dürf­ten. Dabei tat das rus­si­sche Team selbst alles, um den Final­ein­zug zu ver­hin­dern: es ver­sorg­te sei­ne (auf­grund ihrer mut­maß­lich unfrei­wil­li­gen Rol­le in die­ser PR-Schlacht wirk­lich zu bemit­lei­den­de) Reprä­sen­tan­tin mit einem abso­lut grot­ti­gen Song und ertränk­te ihre krank­heits­be­dingt schwa­che Stim­me wei­test­ge­hend in einem See von beson­ders laut ein­ge­stell­ten Cho­ris­ten, was es nur noch offen­sicht­li­cher mach­te. In der völ­lig absur­den und sinn­be­frei­ten Insze­nie­rung rund um den Mount Rus­sia­mo­re distan­zier­ten sich die Backings, eben­so wie das über­flüs­si­ge Tän­zer­paar, noch dazu visu­ell und räum­lich von der Sän­ge­rin, soweit es die Büh­ne gera­de eben zuließ, stell­ver­tre­tend für das Land. Kein Wun­der, dass nie­mand für Julia anrief.

It’s lone­ly at the Moun­tain Top: Julia Samo­yl­o­va als nuscheln­der Berg­gip­fel (RU).

Bleibt nur noch die Fra­ge, ob Mos­kau nun kom­plett aus dem Euro­vi­si­on Song Con­test aus­steigt. Zumal es der Erz­feind, die Ukrai­ne, mit einer spek­ta­ku­lä­ren Graf-Emo­la-Show schaff­te (mehr dazu in der am Sonn­tag fol­gen­den Bespre­chung des Fina­les). Immer­hin: Geor­gi­en, mit dem sich die Föde­ra­ti­on auch schon mili­tä­risch wie euro­vi­sio­när behark­te, schei­ter­te im zwei­ten Semi­fi­na­le eben­falls. Das Kau­ka­sus­land schwankt bekannt­lich stän­dig zwi­schen G:sson-Schlagern und natio­na­ler Folk­lo­re hin und her. Heu­er war mal wie­der Letz­te­res an der Rei­he: nach dem gran­dio­sen Euro­vi­si­ons­er­folg von 2014 mit dem bekiff­ten Eth­no-Jazz-Genu­del ‘Three Minu­tes to Earth’ von The Shin rund um den in Deutsch­land leben­den Band­lea­der Zaza Mimi­no­sh­vi­li ver­such­te man es dies­mal mit der Eth­no-Jazz-Band Iriao (so der offi­zi­el­le Name) rund um den in Deutsch­land leben­den Band­lea­der Dawit Mala­so­nia und ihrem sie­ge­lesk-Il-Volo-haf­ten ‘For you’ (gesun­gen aller­dings auf geor­gisch). Mit dem glei­chen Ergeb­nis. Tho­mas G:sson kann wohl für 2019 schon mal einen Song vor­be­rei­ten. Wobei: am mal­te­si­schen Bei­trag 2018, ‘Taboo’ von Christa­bel­le Borg, war er tat­säch­lich betei­ligt, und der schei­ter­te eben­falls. Und das, wie Geor­gi­en, mit Recht.

Dan­cing with mys­elf: Christa­bel­le winkt ihrem frü­he­ren, gefan­ge­nen Ich zu (MT).

Dabei mach­te ihre kei­ne Kos­ten und Mühen scheu­en­de Insze­nie­rung mit einer aus gleich vier LED-Wän­den bestehen­den Kabi­ne zumin­dest Sinn: sie visua­li­sier­te das inne­re Gefäng­nis, in dem sich Men­schen mit men­ta­len Erkran­kun­gen wie bei­spiels­wei­se Depres­sio­nen befin­den, aus­ge­löst durch das gesell­schaft­li­che Tabu und die damit ver­bun­de­ne Aus­gren­zung, die ihnen selbst in unse­rer angeb­lich doch so auf­ge­klär­ten Zeit noch immer ent­ge­gen schlägt. So näm­lich das The­ma des Songs, einer von etli­chen die­ses Jahr­gangs, die sich mit einem erns­ten Sujet aus­ein­an­der­set­zen. Aller­dings erwies er sich als der schwächs­te von ihnen, sowohl was den etwas wir­ren und im Refrain auf nerv­tö­ten­de Wei­se repe­ti­ti­ven Text angeht, als auch die arg plat­te Musik. Christa­bel­les per­ma­nent brei­tes Grin­sen ver­schaff­te ihr zudem ein klei­nes Glaub­wür­dig­keits­pro­blem in ihrer Rol­le als offi­zi­ell beru­fe­ne Bot­schaf­te­rin für men­ta­le Gesund­heit der mal­te­si­schen Wohl­fahrts­stif­tung des Prä­si­den­ten. Scha­de!

Zu der vom Robo­ter per Demo­schild ver­brei­te­ten Bot­schaft ‘Size doesn’t mat­ter’ gab es in der Hal­le sicher­lich abwei­chen­de Mei­nun­gen ℠.

Auch die zwei­te mal­te­si­sche Ver­tre­te­rin, Jes­si­ka Mus­cat, schei­ter­te. Sie hat­te sich nach meh­re­ren ver­geb­li­chen Ver­su­chen im Hei­mat­land im dies­jäh­ri­gen, ziem­lich fischi­gen san­ma­ri­ne­si­schen Vor­ent­schei­dungs­ver­fah­ren 1in360 einen Euro­vi­si­ons­start­platz erkauft. Der kam aller­dings im Ver­bund mit einem von der frü­he­ren öster­rei­chi­schen Reprä­sen­tan­tin und Label­chef-Toch­ter Zoë Straub (AT 2016) mit­ver­bro­che­nen Song namens ‘Who we are’, der das Kunst­stück fer­tig brach­te, sehr scham­los den Refrain des ESC-Sie­ger­ti­tels ‘Heroes’ von Måns Zelmerlöw (SE 2015) abzu­kup­fern und trotz­dem kom­plett schei­ße zu klin­gen. On Top gab es die bei Straub unter Ver­trag ste­hen­de deut­sche Mit­be­wer­be­rin Jeni­fer Bre­ning, die mit einer kur­zen Rap-Ein­la­ge über­ra­schend den unpein­lichs­ten Teil der drei Minu­ten ablie­fer­te. Auch ‘Who we are’ beschäf­tig­te sich mit einem unschö­nen The­ma, näm­lich dem Cyber­mob­bing, visu­ell dar­ge­stellt durch zwei ana­bo­li­ka­be­mus­kel­te Tän­ze­rin­nen in der Rol­le der bösen Bul­lys sowie, für den Cyber­part, vier aus­ge­spro­chen nied­li­chen Spiel­zeug­ro­bo­tern, die den Mädels kom­plett die Schau stah­len. Und zwar selbst noch im Anschluss: wäh­rend der zur Wer­be­pau­sen­über­brü­ckung genutz­ten Green­room-Schal­te woll­te die Mode­ra­to­rin nur die näm­li­che Maschi­ne inter­view­en, nicht aber Jess und Jen­ny B. Fies!

Woll­ten lie­ber uner­kannt blei­ben: auch Schau­fens­ter­pup­pen haben ihren Stolz (RO).

Good­bye’ muss­ten neben den Rus­sen auch die Rumä­nen zu ihrer bis­lang per­fek­ten Final-Qua­li­fi­zie­rungs­bi­lanz sagen. Kein Wun­der: die Band The Humans prä­sen­tier­te ster­bens­öden, erst nach andert­halb Minu­ten ein ganz klei­nes biss­chen aus dem Quark kom­men­den Poprocks­eich, den selbst das wir­re Sta­ging nicht inter­es­san­ter machen konn­te. Für die­ses bedien­te man sich bei DJ Bobo (CH 2007: die leb­lo­sen, super­gru­se­li­gen Schau­fens­ter­pup­pen), den Schmet­ter­lin­gen (AT 1977: die Gesichts­mas­ken), Mar­cha Bult (NL 1987: die Schul­ter­pols­ter) und dem Frauen­wür­ger Mar­cin Mro­zin­ski (PL 2010). Vie­le Zita­te – wenig Sinn. Posi­tiv anzu­mer­ken bleibt, dass nicht, wie bei sol­chen geschlechts­ge­misch­ten For­ma­tio­nen sonst üblich, aus­schließ­lich die weib­li­che Lead­sän­ge­rin stän­dig im Bild war, son­dern man sich eben­falls am Anblick des hüb­schen Bas­sis­ten Alin Neagoe erfreu­en durf­te. In Sachen musi­ka­li­scher Ödnis in der glei­chen Liga spiel­te die für Lett­land gestar­te­te Lau­ra Riz­zot­to. Ihre Blues­bal­la­de ‘Fun­ny Girl’ könn­te als Titel­song für eine fil­mi­sche Fort­set­zung der blö­den 50-Shades-of-Grey-Rei­he die­nen, wes­we­gen die gebür­ti­ge Bra­si­lia­ne­rin sich auch als sexy Lady in Red insze­nier­te, aller­dings ohne dass der gerings­te Fun­ke über­sprang.

Ein Stu­dent aus Upp­sa­la: Rave-Opi Gro­mees Gast­sän­ger Lukas Mei­jer war laut Wiki­pe­dia mal an näm­li­cher Uni­ver­si­tät imma­tri­ku­liert (PL).

Eine kom­mer­zi­el­le Zweit­ver­wer­tung drängt sich eben­falls für den knapp geschei­te­ren pol­ni­schen Bei­trag ‘Light me up’ auf, näm­lich als Musik für die Crun­chips-Wer­bung. Sub­stanz­lo­se, auf­ge­trie­del­te Hei­ter­keit wohnt der als seich­ter For­ma­t­ra­dio-Softrock anfan­gen­den und zügig in einen halb­her­zi­gen Tro­pi­cal-House-Track umkip­pen­den Num­mer näm­lich inne, mit wel­cher der erst 39jährige, vom har­ten Nacht­le­ben anschei­nend mas­siv aus­ge­zehr­te und min­des­tens zwan­zig Jah­re älter aus­se­hen­de War­schau­er Musik­pro­du­zent Gro­mee (Andrzej Groma­la) hier ver­such­te, im Fahr­was­ser von JoWSt (NO 2017) zu schwim­men. Für die Gesangs­parts hat­te er sich den put­zi­gen Schwe­den Lukas Mei­jer mit­ge­bracht, der sei­ne schwar­ze Pseu­do-Leder­ro­cker-Kluft mit einem gül­de­nen india­ni­schen Brust­schmuck modisch auf­lo­cker­te, stimm­lich aller­dings eine der­ar­tig unter­ir­di­sche Leis­tung ablie­fer­te, dass unser DJ Hei­sen­berg zum Zwe­cke der ver­zwei­fel­ten Ablen­kung per­ma­nent lus­ti­ge, hän­di­sche Wel­len­be­we­gun­gen in die Kame­ra mach­te. So, als wüss­te er bereits, dass die Bei­den am Absau­fen waren. Bei rei­nem Tele­vo­ting hät­te es übri­gens den­noch für den zehn­ten Rang und damit fürs Fina­le gereicht. Hier taten die Jurys aus­nahms­wei­se mal ihren Job.

Ein blas­ser Schmächt­ling im noch blas­ser machen­den Out­fit: Van­ja (ME).

Das klei­ne Mon­te­ne­gro, in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit mit etli­chen der inno­va­tivs­ten Euro­vi­si­ons­bei­trä­ge kra­chend geschei­tert, ver­such­te es dies­mal mit einer lehr­buch­haf­ten Bal­kan­bal­la­de vol­ler ergrei­fen­dem Her­ze­leid, dar­ge­bo­ten in Lan­des­spra­che und gekrönt von einer sich zum Song­fi­na­le hin gleich­mä­ßig stei­gern­den Dra­ma­tik. Auf dem Papier also genau etwas nach dem Geschmack des Blog­gers. Doch Van­ja Rado­va­no­vić blieb irgend­wie farb­los, und das lag nicht nur an dem unglück­li­chen Tür­kis sei­nes asym­me­trisch geschnit­te­nen Luft­pols­ter­fo­li­en-Sak­kos. Denn auch das eins­ti­ge Mut­ter­land Ser­bi­en, von dem man sich 2007 im Streit getrennt hat­te, schick­te eine im hei­mat­li­chen Idi­om gesun­ge­ne Bal­kan­bal­la­de ins Ren­nen, und die über­zeug­te deut­lich stär­ker. Da pass­te es per­fekt, dass der bärig-bär­ti­ge Bal­ka­ni­ka-Front­mann Mla­den Lukić und sein apart wim­mern­des Damen­trio im Zuge ihrer israe­li­schen Eng­tanz­cho­reo­gra­fie öfters mal die Ell­bo­gen aus­fuh­ren, wäh­rend sie in einer ziem­lich beängs­ti­gen­den Wei­se die ‘Neu­en Kin­der’ (‘Nova Deca’) anrie­fen, als han­de­le es sich bei ihnen um eine Selbst­mord-Sek­te. Bloß den pit­to­res­ken, zau­sel­bär­ti­gen Flö­ten­schlumpf Lju­bo­mir Dimi­tri­je­vić hät­te man etwas pro­mi­nen­ter ins Bild set­zen kön­nen, wo er schon mit sei­nem an einen getrock­ne­ten Pfer­de­rie­men erin­nern­den Gerät die ent­schei­den­de Instru­men­tie­rung bei­steu­er­te.

Fun Fact: der namens­ge­ben­de Kom­po­nist und Band­lea­der San­ja Ilić stand als Opfer der Sechs-Per­so­nen-Regel gar nicht mit auf der Büh­ne (RS).

Damit befin­den wir uns bereits mit­ten in der Kurz­über­sicht über die min­de­ren Qualifikant/innen. Eher über­ra­schend konn­te sich die Slo­we­nin Lea Sirk unter den ers­ten Zehn plat­zie­ren, und dass, obschon ihr Song­ti­tel ‘Hva­la, ne!’ (‘Dan­ke, nein’) das Aus­schei­den doch gera­de­zu her­aus­for­der­te. Hin­zu kam der ver­zwei­felt nach Auf­merk­sam­keit hei­schen­de Move einer geplan­ten Pan­ne (in Grand-Prix-Fach­krei­sen auch bekannt als “eine Barei pul­len”), als mit­ten im Song kurz das Band aus­setz­te und sie, schein­bar geschockt, aber geis­tes­ge­gen­wär­tig das Publi­kum zum Aca­pel­la-Mit­sin­gen ani­mier­te. Doch auch opti­scher und akus­ti­scher Tod­sün­den mach­te sie sich schul­dig: ihr semi­trans­pa­ren­ter Stramp­ler ist ihr eben­so vor­zu­hal­ten wie das völ­li­ge Feh­len eines Refrains in ihrem min­der­me­lo­di­schen Songrie­men, wel­chen sie durch einen hoch­gra­dig nerv­tö­ten­den, elek­tro­ni­schen Dau­er­alarm sub­sti­tu­ier­te. Dass nur noch eine der­art bru­ta­le Gehör­gang-Atta­cke die heu­ti­ge ADHS-Genera­ti­on noch zum kurz­zei­ti­gen Auf­schau­en von ihren Smart­pho­nes zu bewe­gen ver­mag, ist die eine trau­ri­ge Sache. Um so ärger­li­cher das Total­ver­sa­gen der Jurys, die ihrer ein­zi­gen Auf­ga­be, näm­lich dem geziel­ten Abwer­ten einer solch schä­bi­gen Stra­te­gie, nicht nach­ka­men und ihre Exis­tenz­be­rech­ti­gung damit erneut negier­ten.

Der ein­zi­ge Licht­blick: ein kur­zer ‘Foi magia’-Moment bei Minu­te 1:23 (SI).

Gleich zwei der Finalist/innen aus die­sem Semi gedach­ten in ihren Auf­trit­ten der 2012 so schmäh­lich her­aus­ge­ke­gel­ten bul­ga­ri­schen Turbo­folk-Köni­gin Sofi Mari­no­va. So trug Way­lon (Wil­lem Bijkerk) ein Jackett mit dem sel­ben Leo­par­den­fell­mus­ter, das sei­ner­zeit (in der Pro­be) auch Sofis dral­len Leib schmück­te. Sei­ne Insze­nie­rung ver­ur­sach­te bei dies­be­züg­lich emp­find­li­chen Men­schen ein leich­tes antras­sis­ti­sches Unbe­ha­gen, stell­te sich der in Anleh­nung an sein Vor­bild, die texa­ni­sche Coun­try-Legen­de Way­lon Jen­nings, im brei­ten US-Süd­staa­ten­duk­tus näseln­de Nie­der­län­der doch in eben die­sem Tex­til auf ein erhöh­tes Podest, umge­ben von vier unter­halb von ihm ste­hen­den, aus­schließ­lich schwar­zen Musi­kern, von denen zwei mit­ten im Lied eine völ­lig unpas­sen­de Krum­ping-Ein­la­ge (ein im Ghet­to ent­stan­de­ner, aggres­si­ver Tanz­stil, der haupt­säch­lich aus wil­den Zuckun­gen besteht) ablie­fer­ten. Was in die­ser Gesamt­an­mu­tung – ohne jeden Zwei­fel völ­lig unbe­ab­sich­tigt – ein biss­chen so aus­sah wie der wei­ße Mas­sai, der sich von sei­nen Skla­ven anhim­meln und die­se zu sei­ner Unter­hal­tung tan­zen lässt. Unschön, genau­so wie sein unin­spi­rier­ter Bon-Jovi-Alb­um­fül­ler-Track ‘Out­law in ‘em’.

Kann für sich immer­hin in Anspruch neh­men, der Pre­di­ger­hut als unver­zicht­ba­res ESC-Mode­ac­ces­soire ein­ge­führt zu haben: Way­lon, die männ­li­che Hälf­te der Com­mon Lin­nets (NL 2014).

Die gol­de­ne Sofi-Pla­ket­te geht jedoch an die Aus­tra­lie­rin Jes­si­ca Mau­boy, die 2014 beim ESC in Kopen­ha­gen als sin­gen­de Bot­schaf­te­rin mit Erfolg für die Teil­nah­me des süd­pa­zi­fi­schen Kon­ti­nents am euro­päi­schen Wett­sin­gen warb und dies­mal als offi­zi­el­le Teil­neh­me­rin wie­der­kehr­te. Sie erhält den Preis für die ärm­lichs­te Insze­nie­rung eines Dance-Songs, muss­te sie ihren eher so mit­tel­präch­ti­gen, musi­ka­lisch ein wenig an den deut­schen Vor­ent­schei­dungs­schla­ger ‘Adre­na­lin’ von Ella End­lich (2016) erin­nern­den Tanz­flä­chen­fül­ler ‘We got Love’ doch voll­stän­dig allei­ne auf der Büh­ne ver­kau­fen, und das auch noch ver­klei­det als lila glit­zern­des Knall­bon­bon. Die super sym­pa­thi­sche Sän­ge­rin tat dies, in dem sie die Belast­bar­keit ihrer Hand-, Hals- und Hüft­ge­len­ke bis zur Schmerz­gren­ze aus­reiz­te, was sich merk­lich auf ihre ohne­hin etwas ange­grif­fen klin­gen­de Stim­me aus­wirk­te. So dass sie in ihrer Atem­not sogar zum alten Whit­ney-Hous­ton-Trick grei­fen und den Refrain stel­len­wei­se dem Hal­len­pu­bli­kum über­las­sen muss­te. Wie Frau Mari­no­va stell­te auch die Mau­boy in ihrem Bei­trag die alles über­win­den­de Kraft der Lie­be als Alter­na­ti­ve zum heu­te weit­ver­brei­te­ten Gefühl der Macht- und Hoff­nungs­lo­sig­keit in den Vor­der­grund: ein schö­ner Gedan­ke.

Nata­lie Hor­ler von Cas­ca­da (DE 2013) hat ange­ru­fen und will ihre Don­ner­schen­kel zurück von Jes­si­ca Mau­boy (AT).

Für blan­kes Ent­set­zen bei der ein oder ande­ren Grand-Prix-Tucke dürf­te schließ­lich der Final­ein­zug der unga­ri­schen Band AWS mit ihrem Metal-Schla­ger ‘Viszlát Nyár’ (‘Tschüss, Som­mer’), dem wohl am stärks­ten pola­ri­sie­ren­den Song die­ses Jahr­gangs, gesorgt haben. Wie im deut­schen Bei­trag ‘You let me walk alo­ne’ ver­ar­bei­tet hier der AWS-Front­mann Örs Sik­ló­si den (zeit­lich aller­dings deut­lich kür­zer zurück­lie­gen­den) Tod sei­nes Vaters, nur dass sein Lied größ­ten­teils aus der Per­spek­ti­ve des Ster­ben­den erzählt. Sei­nen Schmerz brüllt Örs in wüten­dem Gegrö­le her­aus, wie es in die­sem Gen­re üblich und der The­ma­tik auch durch­aus ange­mes­sen ist. Musi­ka­lisch packen er und sei­ne vier äußerst ansehn­li­chen Band­kol­le­gen das düs­te­re Sujet jedoch in eine gera­de­zu mus­ter­gül­ti­ge Grand-Prix-Lied­struk­tur, ver­se­hen mit einem ordent­li­chen Refrain und – oh kniet nie­der, dies selt’ne Glück zu prei­sen – sogar einer Rückung! Sta­ge­di­ving und ein Feu­er­werk wie sonst nur an Syl­ves­ter machen das Gan­ze zu einem auch visu­ell ein­drück­li­chen Genuss. Ihren Final­ein­zug ver­dan­ken AWS nicht nur, aber auch den Ver­an­stal­tern des deut­schen Open-Air-Fes­ti­vals von Wacken, die alle Metal­fans Euro­pas erfolg­reich zum Anru­fen auf­rie­fen.

Bar­fuß auf den Spu­ren San­die Shaws (UK 1967): der AWS-Front­mann Örs Sik­ló­si, unge­wöhn­li­cher­wei­se der am wenigs­ten Attrak­ti­ve in der Band (HU).

Dies soll für heu­te genü­gen, die fünf fürs Fina­le qua­li­fi­zier­ten Spit­zen­songs heben wir uns für die Nach­be­spre­chung am Sonn­tag auf. Nen­nens­wert im Rah­men­pro­gramm dies­mal die Erwäh­nung des por­tu­gie­si­schen Bei­trags von 1974, ‘E depois do Ade­us’, einem nach­koi­tö­sen Abschieds­lied­lein im Sti­le von ‘Mer­ci Ché­ri’ (AT 1966), das nur weni­ge Tage nach sei­ner Teil­nah­me am Euro­vi­si­on Song Con­test von Brigh­ton, als ver­ab­re­de­tes Geheim­zei­chen im Radio gespielt, das Signal für die unblu­ti­ge Nel­ken­re­vo­lu­ti­on gab, mit dem das Land sich aus den Fän­gen der Dik­ta­tur befrei­te. Erfreu­lich, dass man auch der nach­wach­sen­den Fan-Genera­ti­on etwas von der Geschich­te des Wett­be­werbs bei­brin­gen möch­te. Nur von der Come­dy soll­ten die Gastgeber/innen lie­ber ganz die Fin­ger las­sen, wie unter ande­rem der zwei­te Teil der Doku-Par­odie Pla­net Por­tu­gal schmerz­lich in Erin­ne­rung rief. Und, als Tipp an künf­ti­ge Ver­an­stal­ter: wenn ich noch ein ein­zi­ges Mal Zeu­ge wer­den muss, wie man ver­sucht, die Hal­le zum Mit­sin­gen des durch sei­nen infla­tio­nä­ren Ein­satz mitt­ler­wei­le tot­ge­rit­te­nen ita­lie­ni­schen Ever­greens ‘Vola­re’ (1958) zu bewe­gen, kann ich für nichts mehr garan­tie­ren!

Das kom­plet­te zwei­te Semi­fi­na­le am Stück.

ESC 2018, 2. Semi

2. Semi­fi­na­le des Euro­vi­si­on Song Con­test 2018, Don­ners­tag, der 10. Mai 2018, 21 Uhr, aus dem Pavil­hão Atlân­ti­co in Lis­sa­bon, Por­tu­gal. Mode­ra­ti­on: Filo­me­na Caut­e­la, Síl­via Alber­to, Cata­ri­na Furtado und Danie­la Ruah, 18 Teil­neh­mer.
#LandInterpret/inTitelPkt. TVPl. TVPkt. ges.Pl. ges.
01NOAlex­an­der RybakThat’s how you wri­te a Song1330326601
02ROThe HumansGood­bye0401310711
03RSSan­ja Ilić + Bal­ka­ni­kaNova Deca0720811709
04SMJes­si­ka Mus­cat + Jeni­fer Bre­ningWho we are0141602817
05DKRas­mus­senHig­her Ground1640120405
06RUJulia Samo­yl­o­vaI won’t break0511106515
07MDDoRe­DosMy lucky Day1530223503
08NLWay­lonOut­law in ‘em0471217407
09AUJes­si­ca Mau­boyWe got Love0820721204
10GEIraioShe­ni gulist­vis0131702418
11PLGro­mee + Lukas Mei­jerLight me up0601008114
12MTChrista­bel­le BorgTaboo0081810113
13HUAWSViszlát Nyár0880511110
14LVLau­ra Riz­zot­toFun­ny Girl0141510612
15SESebas­ti­an Ingros­soDance you off0830625402
16MEVan­ja Rado­va­no­vićInje0171404016
17SILea SirkHva­la, ne!0650913208
18UAMelo­vinUnder the Lad­der1140417906

20 Gedanken zu “Zwei­tes Semi 2018: vom Tod und ande­ren Tabus

  1. Na, das ist ja tat­säch­lich noch mal recht glimpf­lich aus­ge­gan­gen. Selbst im nach mei­ner eige­nen Welt­sicht här­te­ren Semi ist die­ses Jahr mein gro­ßes Favo­ri­ten­ster­ben aus­ge­blie­ben.
    Rich­tig gefreut habe ich mich über den Final­ein­zug von Ser­bi­en und Slo­we­ni­en. Letz­te­rer Bei­trag ist eigent­lich wirk­lich nicht mein Musik­gen­re, aber Lea trägt das so über­zeu­gend und pro­fes­sio­nell vor (gut, die Barei war jetzt nicht nötig), dass mir das von Anfang an super-gut gefal­len hat.
    Auch das Aus­schei­den von Russ­land begrü­ße ich. Mei­ner Mei­nung nach hät­ten dies bes­ser auch Schwe­den und die Ukrai­ne erei­len sol­len, aber das wäre ver­mut­lich eine gewal­ti­ge Über­stra­pa­zie­rung des Wunsch­den­kens.

    Somit könn­te ich eigent­lich ganz ent­spannt dem Fina­le ent­ge­gen­se­hen, wo doch dies­mal tat­säch­lich die Plät­ze 1–7 (von 43) mei­ner per­sön­li­chen Wer­tung noch im Fina­le ver­tre­ten sind (übli­cher­wei­se flie­gen min­des­tens mei­ne ers­ten drei, dar­un­ter fast immer Alba­ni­en (hier “krei­schen­de Frau­en” genannt), schon im Semi raus), wenn nicht …
    … ja wenn nicht das Damo­kles­schwert eines mög­li­chen zyprio­ti­schen Gesamt­sie­ges seit Diens­tag sei­nen Schat­ten über die Ver­an­stal­tung wür­fe. Ich hof­fe instän­dig, dass diie­ser Kelch an uns vor­über­geht.

    Um nicht falsch ver­stan­den zu wer­den: ich habe nichts gegen gelun­ge­ne Tanz­dar­bie­tun­gen. Rich­tig gute Sänger(innen) wie Pink, Sha­ki­ra oder auch Hele­ne Fischer zei­gen tol­le Akro­ba­tik in ihren Pro­gram­men. Aller­dings ohne Abstri­che beim Gesang zu machen. Das ist der ent­schei­den­de Unter­schied, denn der war bei Ele­ni lei­der erbärm­lich.
    Und wenn das Wahl­volk nicht in der Lage ist, das zu erken­nen, soll­te ernst­haft über die Abschaf­fung des Tele­vo­ting und de Rück­kehr zur rei­nen Jury­wer­tung nach­ge­dacht wer­den 😉

  2. Was ist denn ein Yaz bit­ti-Moment? Nach dem Video Aus­schnitt kann ich es mir den­ken, aber den Namens­ver­weis ver­ste­he ich nicht.

  3. Ich stim­me hier die­ses Mal in vie­lem nicht über­ein, des­halb woll­te ich eigent­lich nicht kom­men­tie­ren, aber eine Sache muss ich dann doch mal los­wer­den:

    Ange­sichts der größ­ten­teils erbärm­li­chen Leis­tun­gen ges­tern Abend hät­te ich gern eine Schwei­ge­mi­nu­te für Arme­ni­en, die Schweiz, Bel­gi­en und Grie­chen­land, die in die­sem Feld alle vier spie­lend wei­ter­ge­kom­men wären. Das Leben ist schon manch­mal echt unge­recht.

  4. Seit wann hat Sofi Mari­no­va Leo­par­den­fell­mus­ter getra­gen? Nee, nee, Way­lon war tat­säch­lich der ers­te.

  5. die­ses semi war ein­fach nur eine trau­ri­ge ver­an­stal­tung, nach der man über­le­gen soll­te, ob das los ein sinn­vol­les instru­ment bei der zutei­lung zu einem qua­li­fi­ka­ti­ons­ent­scheid ist. selbst mol­dau und schwe­den boten stimm­lich nicht das, was im ers­ten semi noch gereicht hät­te, von aus­tra­li­en mal ganz abge­se­hen. die wenigs­tens gesang­lich bes­ser dar­ge­bo­te­nen num­mern aus rumä­ni­en oder mon­te­ne­gro waren für den geschmack der mehr­heit eben nur zu lang­wei­lig. wer jeden­falls nur am don­ners­tag zeit hat­te und den diens­tag ver­passt hat, wird sich kaum zum ein­schal­ten am sonn­abend auf­ge­for­dert füh­len. scha­de, aber man konn­te es vor­her fast schon erah­nen!

  6. @Tamara Da stim­me ich völ­lig zu. Ell & Nik­ki war einer der sxchlimms­ten Sie­ge über­haupt (fast so schlimm wie Dima Bilan; und Ell konn­te wenigs­tens sin­gen).

  7. Muss jetzt aber mal eine Lan­ze für Lea Sirk bre­chen, die als eine der ganz weni­gen ges­tern Abend stimm­lich über­zeu­gen konn­te und noch dazu ein echt flot­tes Lied­chen mit­brach­te. Völ­lig zu recht im Fina­le – ganz im Gegen­satz zum Miche­lin­mäd­chen aus down under, deren 3 Minu­ten für mich eine ein­zi­ge Qual waren. Akus­tisch wie optisch ein lupen­rei­nes Desas­ter. Hier hät­ten die Juries mal ein­grei­fen sol­len… Auch alle drei Skan­di­na­vi­schen Inter­pre­ten ent­täusch­ten mich stimm­lich. Der Däne war anfangs gra­de­zu völ­lig neben der Kapp. Mal sehen, was das mor­gen gibt.

  8. Sind ja dies­mal alle wei­ter die ich ger­ne mor­gen noch­mals sehen möch­te.
    Däme­mark, Mol­d­o­wa und Ungarn fand ich am bes­ten, auf Nor­we­gen, Slo­we­ni­en und die Nie­der­lan­de freue ich mich auch auf ein zwei­tes Mal. Und die übri­gen 4 Fina­lis­ten gehen auch so 😉
    Und die übri­gen Songs haben für die­se eine Show auch gereicht.
    Ruß­land war dies­mal außer Kon­kur­renz, eine wohl krank­heits­be­dingt deut­lich schwä­che­re Yulia als letz­tes Jahr zu sehen wie sie nur mit gro­ßer Mühe Ihr “I won´t break” sin­gen kann fand ich ziem­lich erschüt­ternd.
    Das Wett­quo­ten-Rou­let­te ist ja die­ses Jahr total am rotie­ren, Zypern hat den Jack­pot wohl noch nicht sicher.
    Mal sehen auf wel­cher Zahl mor­gen die Kugel lie­gen­bleibt.

  9. @Stefan

    oh nein, jetzt hast du mich an Aus­tra­li­en erin­nert!
    Den Bei­trag habe ich erfolg­reich im Geis­te als aus­ge­schie­den ver­drängt!!

  10. Ich muss auch eine Lan­ze für Lea Sirk bre­chen: Nicht nur, dass ich von Anfang an über­zeugt war, dass die Ener­gie ihrer Per­for­mance durch­aus Anhän­ger fin­den wür­de. Dass sie ‘ne Barei gepullt hat, hal­te ich sogar für eine aus­ge­spro­chen cle­ve­re Idee: Dadurch konn­te der eigent­li­che Song ver­dich­tet wer­den.

    Somit wirkt “Hva­la, ne!” auf all jene Ohren, die ihn ertra­gen kön­nen, noch­mal abwechs­lungs­rei­cher. Der Barei-Moment als sol­cher hat auch ins­ge­samt bes­ser funk­tio­niert als befürch­tet. Ich hab mich über ihren Final­ein­zug irre gefreut.

    Ansons­ten über­wog ges­tern das Ent­set­zen dar­über, was am Diens­tag alles an Qua­li­täts­bei­trä­gen sinn­los geop­fert wer­den muss­te, wie schon von euch ange­spro­chen.

  11. Ich hab mich ja über das Wei­ter­kom­men von Irland am meis­ten gefreut bei dem gan­zen hier. Ganz ganz schreck­lich finde/ fand ich am Diens­tag Zypern und muss mich da @Def voll­kom­men anschlies­sen. Vor lau­ter Schwin­gen der nicht vor­han­de­ner Kur­ven und eini­ger unschön eins zu eins mit Beyon­ce über­ein­stim­men­den Tanz­mo­ves haben da wohl eini­ge nicht gemerkt, dass das mit dem Sin­gen wohl eher nicht so die Stär­ke von der Beyon­ce­ab­klat­sche war. Ich muss aber auch zuge­ben, dass ich da wohl etwas kri­ti­scher und vor­ein­ge­nom­me­ner rein­ge­gan­gen bin als ande­re. Als bei den übri­gens sehr hübsch gemach­ten Post­cards Peter Urban ange­merkt hat wie Fou­rei­ra ihre geschei­ter­ten Ver­su­che für Grie­chen­land teil­zu­neh­men dar­auf schiebt, dass sie alba­ni­sche Wur­zeln hat und außer­dem mein­te die­se zu Beginn ihrer Kar­rie­re lie­ber ver­schwie­gen zu haben, klang das schon arg ver­bit­tert und unfair ihrer­seits. Das Lied hat nichts ori­gi­nel­les, die Sän­ge­rin ist wenn über­haupt recht durch­schnitt­lich und mei­ner­seits wür­de ich es jedem ande­ren Land mehr gön­nen. Aus dem zwei­ten Halb­fi­na­le habe ich mir wie erwar­tet nicht viel neh­men kön­nen abge­se­hen von der tie­fen Her­zens­freu­de den schreck­li­chen Dau­ernerv­ge­du­del­song mit crin­ge Gesangs­leis­tung von Polen und auch die­se arme Frau in dem Berg mir nicht mehr antun zu müs­sen 🙂 Für den Sieg sind mir beson­ders Por­tu­gal, Spa­ni­en und Frank­reich aber vor­al­lem, ja hal­tet mich ruhig für ver­rückt, Irland, Mol­dau und Ungarn ans Herz gewach­sen. Letz­tes Jahr lag ich mit mei­nem Gewin­ner sogar rich­tig, aber die­ses Jahr habe ich mir wahr­schein­lich dann doch nur die Under­dogs ange­lä­chelt.

  12. noch­mal @Tamara: Der Schwei­ge­mi­nu­te für die Schweiz, Bel­gi­en, Arme­ni­en, Grie­chen­land und wenn’s nach mir geht auch Kroa­ti­en schlie­ße ich mich gern an. Aller­dings hät­te man das auch größ­ten­teils inner­halb des ers­ten Semis lösen kön­nen, indem dann ein­fach Zypern und eini­ge wei­te­re (z.B. Irland (*weg­duck*)) drau­ßen geblie­ben wären. Aber es stimmt schon, ein biss­chen eng war es für alle.

  13. @Def, da will wohl jemand Haue 🙂

    @Taan1909, an mein Herz! Ein Irland-Lieb­ha­ber, wie schön! Ich bin gera­de immer noch freu­dig-fas­sungs­los wegen der Wett­quo­ten. Wenn es mor­gen tat­säch­lich so kommt (wovon ich aber offen gesagt nicht aus­ge­he, das wär wirk­lich zu schön, um es sich aus­zu­den­ken. Irlands Wei­ter­kom­men am Diens­tag war wahr­schein­lich der schöns­te Moment, den ich jemals im Semi erlebt habe.

    @Olli, sag nix, ich hör Dich bis hier­her den­ken 🙂 Aber mal was ande­res: War­um taucht mein letz­ter Blog­bei­trag eigent­lich nicht in Dei­nem News­feed auf, wo ich mir doch soooo ne Müüüü­he gege­ben habe und immer noch dar­auf ver­zich­te, Micha­el Schul­te zu dis­sen, jeden­falls so ziem­lich? Das kann ich nicht gut­hei­ßen, das!

  14. Ruß­land ist ver­dient aus­ge­schie­den, der Song ist ein­fach nur öde. Trotz­dem uner­war­tet. Statt der ser­bi­schen Kunst­band hät­te ich lie­ber die klei­nen Robo­ter im Fina­le gehabt. Trotz der wider­li­chen Art des Vor­ent­scheids in San Mari­no. Über Aus­tra­li­en kann man strei­ten, aber mir gefällt ihr Solo auf der Büh­ne.

  15. Ich kann dei­ne Abnei­gung gegen­über Lea Sirk echt nicht nach­voll­zie­hen. Ich fand die Fake Pan­ne abso­lut authen­tisch die ers­ten Sekun­den und natür­lich vor der Brü­cke schlau gesetzt. Und der Song isn Bass­brett, hab Vide­os aus Green­room gese­hen der wäh­rend der Per­for­mance explo­diert ist. Wür­de mich nicht wun­dern wenn die im Tele­vo­ting nicht sogar unter den bes­ten 5 ist.

  16. Ergän­zung: Im Tele­vo­ting des 2. Semis natür­lich. Im Fina­le an Posi­ti­on 3 hat sie dar­auf natür­lich kei­ne Chan­ce

  17. Ja, ich möch­te auch für Lea Sirk eine Lan­ze bre­chen. Denn damit in sie rein­ste­chen ist ja nicht erlaubt. Aber mit dem Stiel auf sie drauf­klop­fen viel­leicht? So ein biss­chen wenigs­tens? Denn nichts ande­res macht sie selbst mit ihrem “Lied” beim Publi­kum.

Oder was denkst Du?