Unser Song für Tel Aviv: Sis­ters are doin’ it for them­sel­ves

Immer, wenn sich der NDR nach Jah­ren des ziel­lo­sen Her­um­sto­cherns einen Ruck gege­ben und mit viel Mühe und har­ter Arbeit ein neu­es, trag­fä­hi­ges Kon­zept für die Aus­wahl des hei­mi­schen Bei­trags zum Euro­vi­si­on Song Con­test gefun­den hat; eines, das einen mehr­heits­fä­hi­gen Titel und eine gute Plat­zie­rung im inter­na­tio­na­len Wett­be­werb her­vor­bringt, dann geht er im Fol­ge­jahr hin und reißt mit dem Arsch alles wie­der ein, was er gera­de erst mühe­voll auf­bau­te. Klingt harsch? Nun, anders lässt sich das Ergeb­nis des deut­schen Vor­ent­scheids Unser Lied für Isra­el vom Frei­tag nicht inter­pre­tie­ren, bei dem der Sen­der zunächst wie im Vor­jahr in einen hoch­kom­pli­zier­ten, mehr­stu­fi­gen Künst­ler/in­nen- und Song­fin­dungs­ver­fah­ren sechs jun­ge Talen­te mit einer für deut­sche Ver­hält­nis­se recht brei­ten musi­ka­li­schen Palet­te von Songs aus­hob, dann aber man­gels Zutrau­en ins eige­ne Sys­tem im Nach­gang unbe­dingt noch ein sieb­tes, ganz nach dem Geschmack der Ham­bur­ger unfass­bar durch­schnitt­li­ches Lied namens ‘Sis­ter’ unter­brin­gen muss­te, hier­für rasch ein weib­li­ches Gesangs­duo mit dem hoch ima­gi­na­ti­ven Namen Sis­ters zusam­men­cas­te­te und anschlie­ßend alle Hebel in Bewe­gung setz­te, dass die­ses auch gewinnt. Was dank der tat­kräf­ti­gen Mit­hil­fe der vom Sen­der eigen­hän­dig zusam­men­ge­stell­ten inter­na­tio­na­len Jury, zu mei­ner Kon­ster­na­ti­on aber auch dank des Tele­vo­tings schließ­lich gelang.

Es war wie­der Mär­chen­stun­de beim deut­schen Vor­ent­scheid: Schnee­weiß­chen und Rosen­rot, die zwei Under­dogs unter den Unbe­kann­ten, setz­ten sich durch. Und nein, die alber­ne offi­zi­el­le Schreib­wei­se ihres Band­na­mens ver­wen­de ich nur über mei­ne Lei­che!

Und somit kön­nen wir das erst 2018 mit­tels einer eige­nen Road­show vor­ge­stell­te Ver­fah­ren bereits wie­der beer­di­gen. Denn welche/r der mit Hil­fe der bei­den Vor­auswahl­ju­rys gefun­de­nen Künstler/innen soll­te sich künf­tig noch beflei­ßigt füh­len, bei dem vom NDR orga­ni­sier­ten und als zen­tra­les Ele­ment des Pro­zes­ses aus­ge­lob­ten Song­wri­ting­camp tat­säch­lich sei­ne bes­te, emo­tio­nals­te krea­ti­ve Arbeit abzu­lie­fern, wenn er damit rech­nen muss, beim anschlie­ßen­den Vor­ent­scheid von einem Retor­ten­act des­avou­iert zu wer­den? Immer­hin: auch das deut­sche Lied für Tel Aviv ent­stand in einem Lie­der­mach­er­work­shop, aller­dings bei einem schwei­ze­ri­schen: bereits im Juni 2018 ver­fass­ten die hel­ve­ti­schen Komponist/innen Mari­ne Kal­ten­ba­cher und Tom Oeh­ler das Lied gemein­sam mit der Kana­die­rin Lau­rell Bar­ker. Und zwar für den dies­jäh­ri­gen eid­ge­nös­si­schen Vor­ent­scheid. Dort woll­te man die Num­mer jedoch aus gutem Grun­de nicht. Der NDR griff hin­ge­gen begie­rig zu, nach­dem der Däne Tho­mas Ste­en­gard (‘Only Teard­rops’) sie noch­mals auf­po­lier­te und ihr die­se sand­ge­strahl­te Durch­hör­bar­keit ver­pass­te, die sie so glatt und ver­wech­sel­bar macht wie just all die ganz weit hin­ten plat­zier­ten deut­schen Euro­vi­si­ons­bei­trä­ge der Jahr­gän­ge vor Micha­el Schul­te.

Sehr schö­ner Show-Auf­takt: der Vor­jah­res­sie­ger Micha­el Schul­te in Beglei­tung der Mode­ra­ti­ons­le­gen­de Bar­ba­ra Schö­ne­ber­ger, die jedes Jahr ein biss­chen mehr aus­sieht, als stün­de sie nicht nur “immer auf der Ree­per­bahn”, wie sie selbst sag­te, son­dern arbei­te dort als Puff­mut­ter.

Was nicht hei­ßen soll, dass den bei­den “Schwes­tern” Car­lot­ta Tru­man (die Blon­de mit der etwas piep­si­gen Stim­me und den vie­len fal­schen Tönen) und Lau­ra Käs­tel (die dun­kel­haa­ri­ge, dun­kel tim­brier­te Ram­pen­sau, wel­che den Auf­tritt ret­te­te) nun ein Ergeb­nis der Preis­klas­se von ‘Ghost’ bevor­steht, auch wenn in den inter­na­tio­na­len Fan-Foren über­wie­gend ein eben sol­ches vor­her­ge­sagt wird. Dafür ist, jeden­falls aus­ge­hend von den bis dato für Tel Aviv aus­ge­wähl­ten Titeln, das all­ge­mei­ne Niveau die­ses Jahr­gangs ins­ge­samt viel zu schlecht. Zudem las­sen sich ihrem Bei­trag ‘Sis­ter’ eini­ge Stär­ken nicht abspre­chen: die bei­den Frau­en har­mo­nie­ren stimm­lich im Refrain sehr schön mit­ein­an­der, und das von den Zwei­en prä­sen­tier­te The­ma der (man­geln­den) Frau­en­so­li­da­ri­tät spricht offen­sicht­lich wei­te Tei­le der Zuschau­er­schaft an. Was erklärt, war­um sich nicht nur die – sehr offen­sicht­lich gebrief­te – inter­na­tio­na­le Jury mehr­heit­lich für den Mid­tem­pos­eich ent­schied, son­dern auch die Televoter/innen, die damit dem auch in ande­ren Län­dern viru­len­ten, all­ge­mei­nen Trend zur geziel­ten Miss-Wahl folg­ten. Aller­dings zähl­te der NDR gera­de mal schlap­pe 375.000 Anru­fe bzw. SMS-Voten bei ins­ge­samt deut­lich unter 3 Mil­lio­nen Zuschauer/innen, der schlech­tes­ten Quo­te seit Jah­ren. Und das trotz der Ver­le­gung der Sen­dung vom tra­di­tio­nel­len Don­ners­tag­abend auf den Frei­tag; ein Expe­ri­ment, das nun eben­falls als geschei­tert gel­ten dürf­te.

Guy Sebas­ti­an hat ange­ru­fen und will sei­nen Büh­nen­hin­ter­grund zurück: Linus Bruhn wan­delt auf der Stra­ße in die Bedeu­tungs­lo­sig­keit.

Ein unan­ge­neh­mes “Geschmäck­le”, wie Mat­thi­as Brei­t­in­ger auf Euro­fire tref­fend ana­ly­sier­te, haf­tet indes dem mit nur einem Punkt Vor­sprung arsch­knap­pen Sieg der Sis­ters bei der inter­na­tio­na­len Jury an. Ver­ant­wort­lich hier­für: der ein­zi­ge deut­sche Juror die­ser Run­de, näm­lich Johan­nes Stra­te von der im deut­lich zu umfang­rei­chen Rah­men­pro­gramm auf­ge­tre­te­nen Band Revol­ver­held. Der übte die glei­che Funk­ti­on, wie Brei­t­in­ger schreibt, bereits 2014 in der Cas­ting­show ‘The Voice Kids’ aus, an der Car­lot­ta Tru­man teil­nahm und die Stra­te dort pro­te­gier­te. Dass er nun auch bei Unser Lied für Isra­el sei­nen eins­ti­gen Schütz­ling mit sei­ner Höchst­punkt­zahl ver­sorg­te, lässt ein wenig an sei­ner Unpar­tei­lich­keit zwei­feln. Und wirft die Fra­ge auf, was er über­haupt in dem Gre­mi­um zu suchen hat­te, das doch die Exper­ti­se des Aus­lands ein­sam­meln soll – an sich eine rich­ti­ge Idee, durch das unglück­li­che Hand­ling des NDR lei­der ad absur­dum geführt. Stra­tes Platz wäre, wenn über­haupt, eher in der hun­dert­köp­fi­gen deut­schen Zuschau­er­ju­ry gewe­sen, die als ein­zi­ges der drei Abstim­mungs­in­stru­men­te eine fach­kun­di­ge Wer­tung zusam­men­brach­te: dort lan­de­ten die vom NDR auch noch mit dem all­ge­mein als Pimp Slot bekann­ten letz­ten Start­platz ver­se­he­nen Sis­ters auf dem fünf­ten von sie­ben Rän­gen, es sieg­te rich­ti­ger­wei­se Aly Ryan.

Die Eine, die wäh­rend der Power­point-Prä­sen­ta­ti­on nie aus dem Bild geht: Aly Ryan.

Die bür­ger­lich als Alex­an­dra Eigen­dorf im Frank­fur­ter Vor­ort Ober­ur­sel gebo­re­ne Aly, die es nach dem Tod ihres Bru­ders bereits als Fünf­zehn­jä­ri­ge gen Los Ange­les zog, prä­sen­tier­te mit dem uptem­po­rä­ren Indie-Pop-Smas­her ‘Wear your Love’ das moderns­te Stück des Abends und sorg­te in den Ber­li­ner Adlers­hof-Stu­di­os, wo der erfreu­li­cher­wei­se nur drau­ßen auf der Stra­ße von Pro­tes­ten der Anti-Isra­el-Liga beglei­te­te Vor­ent­scheid erneut statt­fand, für die tosends­ten Begeis­te­rungs­stür­me. Den ame­ri­ka­ni­schen Ein­fluss merk­te man Aly nicht nur bei der Aus­spra­che der von ihr bevor­zug­ten Musik­sti­le im Ein­spie­ler an, son­dern auch bei der Büh­nen­show: mit Lauf­band, Trick­kleid (ich wie­der­ho­le: Trick­kleid! Mir stan­den Freu­den­trä­nen in den Augen!), Tän­ze­rin­nen und krib­bel­b­un­ten Visu­als bom­bar­dier­te sie die Sin­ne, ver­mit­tel­te dabei per­sön­lich jedoch einen leicht unter­kühl­ten Ein­druck, was viel­leicht erklärt, war­um sie bei den Anrufer/innen nicht so gut ankam. Bei der nord­deut­schen Prü­de­rie des NDR darf sich hin­ge­gen ihre Kon­kur­ren­tin BB Tho­maz bedan­ken, der man nicht gestat­te­te, die zen­tra­le Zei­le ihres Songs “So my Demons can go and fuck them­sel­ves” mit der gebüh­ren­den Akzen­tu­ie­rung her­aus­zu­schrei­en. Statt­des­sen muss­te sie das augen­schein­lich mitt­ler­wei­le auch bei uns anstö­ßi­ge F-Wort (soweit ist es mit der Ame­ri­ka­ni­sie­rung der Welt gekom­men) müh­sam umschif­fen, was der Kampf­an­sa­ge an die eige­nen inne­ren Dämo­nen jedoch die Kraft raub­te.

Cas­ca­da, sieh und ler­ne: SO geht Show­trep­pe!

Dazu kam die kom­plett unfä­hi­ge Bild­re­gie, wel­che den Zuschauer/innen die ent­schei­den­den Momen­te des gut durch­dach­ten visu­el­len Kon­zepts vor­ent­hielt. Denn in den letz­ten drei­ßig Sekun­den ihres Auf­tritts wehr­te die auf einer gigan­ti­schen, für eine mas­si­ve Umbau­pau­se sor­gen­den Show­trep­pe ste­hen­de Béatri­ce Tho­mas fort­lau­fend die sich immer wie­der anschlei­chen­den “Dämo­nen” ab, die von den Stu­fen auf das eigens bereit­ge­stell­te Tram­po­lin fie­len und dank der Elas­ti­zi­tät der Sprung­fe­dern nur Sekun­den spä­ter den nächs­ten Angriff star­ten konn­ten. Sah vor Ort im Stu­dio wirk­lich unter­halt­sam aus! Am TV-Bild­schirm bekam man das aber im Wort­sin­ne nur am Ran­de mit, da der Fokus der Kame­ra wäh­rend­des­sen wei­ter auf der etwas ange­strengt drein­schau­en­den Sän­ge­rin ruh­te und das Haupt­ge­sche­hen eben­so aus­blen­de­te wie die links der Trep­pe ste­hen­den Chor­sän­ger. Hart fei­ern möch­te ich BB jedoch dafür, dass sie als Ein­zi­ge bei der vom – gran­dio­sen – Mode­ra­ti­ons­team aus Bab­si Schö­ne­ber­ger und der ohne den Brems­klotz Elton deut­lich wit­zi­ge­ren Lin­da Zer­va­kis gebets­müh­len­ar­tig her­bei­ge­re­de­ten Frie­de-Freun­de-Eier­ku­chen-Stim­mung zwi­schen den sie­ben Kombattant/innen nicht mit­spiel­te und bei der Ver­kün­dung der für sie eher ungüns­ti­gen Ergeb­nis­se herz­er­fri­schend säu­er­lich drein­schau­te.

Die Eine, die ihren Namen tanzt: lil­ly among clouds.

Klei­ner Recht­schreib-Lap­sus bei Linus © NDR

Ein Händ­chen bewie­sen die Zuschauer/innen immer­hin mit ihren zehn Punk­ten für das sich gän­gi­gen Pop-Stan­dards ver­wei­gern­de, eher düs­ter-sper­ri­ge, mit einer wun­der­bar krat­zi­gen, haar­scharf an der Gren­ze zwi­schen Außer­ge­wöhn­lich­keit und Ohren­schmerz ent­lang schrap­pen­den Kate-Bush-Stim­me inter­pre­tier­te ‘Sur­pri­se’ von lil­ly among clouds. Auch, wenn ich bei­na­he befürch­te, dass das Volk weni­ger wegen des Songs oder der wal­dorf­schü­le­rin­nen­haf­ten Tanz­per­for­mance der Würz­bur­ge­rin mit dem bür­ger­li­chen Namen Eli­sa­beth Brüch­ner anrief, son­dern eher auf­grund der herz­al­ler­liebs­ten Home­sto­ry im Ein­spie­ler, in dem die kind­lich-boden­stän­dig wir­ken­de Baye­rin davon erzähl­te, mor­gens vor ihren Showauf­trit­ten oft noch im hei­mi­schen Hüh­ner­stall Kraft und Erdung zu tan­ken. Da schmilzt das Herz des tier­lie­ben Deut­schen, der natür­lich trotz­dem wei­ter­hin sein Qual­huhn im Dis­coun­ter kauft. Ein wenig erstaunt, dass die bei­den ein­zi­gen Män­ner im schwer­punkt­mä­ßig weib­li­chen Vor­ent­schei­dungs­cast chan­cen­los blie­ben: weder der Schwa­be mit den nied­li­chen Ste­hoh­ren, Gre­gor Häge­le, der sei­nen Auf­tritt vor lau­ter Ner­vo­si­tät stimm­lich kom­plett in den Sand setz­te, noch sein wesent­lich pro­fes­sio­nel­ler agie­ren­der Kol­le­ge Linus Bruhn, der sei­nen Aller­welts­song ‘Our City’ aus­ge­spro­chen kom­pe­tent ver­kauf­te, ver­moch­ten einen Stich zu lan­den.

Das Gold­ma­rie­chen: Make­da.

Bleibt noch die Zweit­plat­zier­te, Make­da Mich­al­ke, die es getreu des Prin­zips “ste­ter Trop­fen höhlt den Stein” nach zwei erfolg­lo­sen Ver­su­chen in den Vor­jah­ren heu­er im drit­ten Anlauf in den deut­schen Vor­ent­scheid schaff­te. Ihre ruhi­ge, mit Licht­ke­gel und Gold­kleid so spar­sam wie effek­tiv prä­sen­tier­te Bal­la­de ‘The Day I love you most’ ver­sam­mel­te als ein­zi­ges ent­spre­chen­des Ange­bot des Abends die Stim­men der Freun­de getra­ge­nen Lied­guts (also der Jurys), die hier­für aus­ge­spro­chen gnä­dig über eine Viel­zahl von eher rup­pig geschriee­nen als melo­disch gesun­ge­nen Tönen hin­weg hör­ten. Inso­fern bin ich froh, dass zumin­dest die­ser Kelch an uns vor­über­ging, denn ich weiß jetzt schon nicht, wie ich den dies­jäh­ri­gen Jahr­gang ohne che­mi­sche Stim­mungs­auf­hel­ler über­le­ben soll. Nun gilt es, Frau Tru­man und Frau Käs­tel (übri­gens die Toch­ter der im Febru­ar 2017 viel zu früh ver­stor­be­nen Frank­fur­ter Stra­ßen­fest-Legen­de Tere­sa Käs­tel, die über vie­le, vie­le Jah­re auf kei­nem Regen­bo­gen-Event mei­ner Hei­mat­stadt feh­len durf­te und in unse­ren Her­zen wei­ter­lebt) viel Glück für Tel Aviv zu wün­schen, wo aller­dings alles ande­re als eine Mit­tel­feld­plat­zie­rung für ‘Sis­ters’ an ein Wun­der gren­zen dürf­te. Und uns inner­lich schon ein­mal für zir­ka fünf Jah­re erneu­ter Plan­lo­sig­keit hin­sicht­lich des deut­schen Vor­ent­scheids ab 2020 zu wapp­nen, nach­dem der NDR sein funk­tio­nie­ren­des Kon­zept für die­sen einen Song mut­wil­lig opfer­te. Scha­de, zumal der Sen­der in Sachen Insze­nie­rung und musi­ka­li­scher Viel­falt gera­de ein wenig in Rich­tung des inter­na­tio­na­len Stan­dards auf­ge­schlos­sen hat­te!

Ein Schritt vor­wärts, zwei zurück: die kom­plet­te Show am Stück.

Vor­ent­scheid DE 2019

Unser Lied für Isra­el. Frei­tag, 22. Febru­ar 2019, aus den Adlers­hof-Stu­di­os in Ber­lin, Deutsch­land. Sie­ben Teilnehmer/innen. Mode­ra­ti­on: Bar­ba­ra Schö­ne­ber­ger und Lin­da Zer­va­kis.
#Interpret/inTitelTVJury Int.Jury DEPlatz
01Gre­gor Häge­leLet me go26.05310059206
02Aly RyanWear your Love39.50312599104
03Make­da Mich­al­keThe Day I loved you most39.48018684002
04BB Tho­mazDemons20.69711756607
05lil­ly among cloudsSur­pri­se83.67715878903
06Linus BruhnOur City71.49016778205
07Sis­tersSis­ter93.41318764001

28 Gedanken zu “Unser Song für Tel Aviv: Sis­ters are doin’ it for them­sel­ves”

  1. Sehr schö­ne, sehr gelun­ge­ne und lei­der sehr wah­re Betrach­tung des Abends! Dan­ke dafür.

  2. S!isters! Ich has­se bei­de. Ich has­se den Song und ich has­se ihre Kla­mot­ten, die dilet­tan­ti­schen Exten­si­ons der Blon­den, den bil­li­gen Look, den mani­pu­la­ti­ven NDR, Bab­si, die inzwi­schen aus­sieht wie ein olles Schrapnell, die öden Lang­wei­ler von Revol­ver­held, Udo das alte Wrack und über­haupt alle, die für S!isters ange­ru­fen haben. Der ESC 2019 ist bis dato nichts als eine ein­zi­ge Kata­stro­phe.

  3. uuuuuh. Herr Edel­weiss.…. da haben Sie wohl einen böse-bis­si­gen-Beis­ser – Tag?!
    Das wird aber bes­ser, wenn Sie pas­sen­de­re Unter­hal­tungs­sen­dun­gen für sich fin­den .

  4. Also, wenn schon “Sis­ter”, dann bit­te so:

    https://www.youtube.com/watch?v=eOTyfceOwAw

    Oli­ver, ich weiß, Du kannst das Ding nicht aus­ste­hen, aber Hass ist immer noch bes­ser als Gleich­gül­tig­keit.

    In die­sem Sin­ne: Wäre ich gezwun­gen, mich zwi­schen “You let me walk alo­ne” und dem Sisters-“Sister” zu ent­schei­den, wür­de ich tat­säch­lich ers­te­res neh­men. Dar­an konn­te ich mich letz­tes Jahr wun­der­bar abar­bei­ten. In die­sem Jahr ist mir unser Bei­trag ein­fach nur sch***egal und ich fin­de im Gegen­satz zu Levina und Jamie-Lee noch nicht mal die Sän­ge­rin­nen sym­pa­thisch – und auch im Gegen­satz zu Ann-Sophie, dere super­pro­fes­sio­nel­le Hal­tung mir nach wie vor Respekt abnö­tigt.

    Ich hof­fe nur, dass ins­be­son­de­re Car­lot­ta das im Mai auf der gro­ßen Büh­ne auch hin­be­kommt und nicht total am Rad dreht. Und ansons­ten hof­fe ich, dass die­ser Jahr­gang noch was Schö­nes her­vor­bringt, dem ich die Dau­men hal­ten kann. Völ­lig feh­len­de Begeis­te­rung für irgend­ei­nen Song hat­te ich schon lan­ge nicht mehr – das soll so blei­ben!

  5. Was ich übri­gens abso­lut nicht ver­ste­he: WAR­UM soll­ten die Sis­ters eigent­lich so unbe­dingst durch­ge­boxt wer­den? Dass es so war, steht wohl kaum in Fra­ge, aber WAR­UM?

  6. Dan­ke fürs Erwäh­nen. 🙂
    Und eine tref­fen­de Ana­ly­se und Bewer­tung der Show. Ich habe mir auch noch­mal den Auf­tritt von Aly Ryan ange­se­hen… eine Kameraführung/Regie wie von den “Kame­ra­kin­dern” frü­her bei “1,2 oder 3” mit Micha­el Schan­ze. Dass zu einer ver­nünf­ti­gen Choreografie/Inszenierung auch ein durch­dach­ter Ablauf an Kamera/Regie gehört, hat man beim NDR offen­kun­dig noch nicht gehört. Bei BB Tho­maz das glei­che. Wirk­lich erschre­ckend schlecht!

  7. Aly wur­de licht­tech­nisch gera­de­zu mas­sa­kriert, hat sich aber auch ziem­lich unge­lenk auf der Büh­ne bewegt. Aber wenn das Mädel aus Ober­ur­sel in die wei­te Welt nach LA zieht und danach wie­der zurück nach Ger­ma­ny für ein ESC Ticket kommt hät­te ich mir auch ne bes­se­re Show von ihr erwar­tet.
    Scha­de, das war in der Stu­dio­ver­si­on noch ganz viel­ver­spre­chend und mein ein­zi­ger Licht­blick die­ses VE.
    Ein Fina­le mit den aus­ge­schie­de­nen Semi­fi­na­lis­ten aus Frank­reich hät­te mir bes­ser gefal­len…

  8. Dan­ke für die­se Wor­te!

    *unter­schreib jedes ein­zel­ne*

    In den Details war es zu fin­den! Kame­ra­ar­beit!
    Wie setz­te ich mei­nen eige­nen Favo­ri­ten durch?
    In dem ich 6 völ­lig ver­hun­ze und den siebs­ten dann nur ein biss­chen, damit es nicht so auf­fällt.

  9. Ach… ich fand Ann-Levina haben das doch “ganz nett” gemacht… 😂

    Dan­ke für die­sen so tref­fen­den sati­ri­schen Arti­kel! Genau das ist es was mich so stört – nicht das wir wie­der weit hin­ten lan­den wer­den oder wir uns für den schlech­te­ren Titel ent­schie­den haben (sowas kann immer pas­sie­ren), son­dern dass der Stur­kopf NDR gleich im zwei­ten Jahr sein eige­nes Kon­zept, dem aber zumin­dest die rich­ti­ge Idee zugrun­de liegt, in vie­len Berei­chen bewusst nie­der­reißt und eine “Show” anbie­tet, die neben diver­sen fabri­zier­ten Geschmäck­le (wiwi­blog­ger im Panel? Alters­schnitt der inter­na­tio­na­len Jury, Start­rei­hen­fol­ge, usw…) anschei­nend die Kame­ra­kin­der der ehe­ma­li­gen Micha­el Schan­ze-Show reak­ti­viert hat.

  10. Ich hat­te in der Nacht eine Visi­on, in der jemand beim NDR mit der gest­ri­gen Ver­an­stal­tung sei­nen eigen inne­ren ESC-Vor­ent­scheid gefei­ert hat und in vol­ler Genug­tu­ung dabei die Bestä­ti­gung gespürt zu haben, den rich­ti­gen Rie­cher für einen Win­ner-Song zu besit­zen und somit das quä­len­de Emme­lie-Gate aus­ge­merzt und gleich­zei­tig den läs­ti­gen ESC-Fans im Euro­vi­si­on-Panel und sons­ti­gen Fan­fo­ren mal so ordent­lich vor den Kar­ren zu gefah­ren zu sein um ihnen zu zei­gen, in wes­sen Hän­den eigent­lich die Ent­schei­dungs­ge­walt liegt.

  11. Funk­tio­nie­ren­des Kon­zept? Nur weil man mal einen über­be­wer­te­ten Kan­di­da­ten im Rah­men eines viel zu kom­pli­zier­ten Vor­ent­schei­dungs­kon­zepts gefun­den hat, den man mit einer inter­nen Aus­wahl genau so hät­te haben kön­nen?
    Also ehr­lich, ein ein­zel­ner Glücks­tref­fer ist über­haupt nicht aus­sa­ge­kräf­tig dafür, ob das Kon­zept funk­tio­niert. Oder um es anders zu sagen: die Kon­zep­te davor hät­ten genau so funk­tio­niert, wenn man dar­auf geach­tet hät­te, dass die Kan­di­da­ten authen­ti­sche Lie­der bekom­men und man das Abstim­mungs­ver­fah­ren so gestal­tet, dass ein inter­na­tio­nal kon­kur­renz­fä­hi­ger Bei­trag gewin­nen kann, anstatt aus Angst vor einem Auf­schrei der Bub­ble 100% Tele­vo­ting bei einer Aus­wahl aus mehr oder weni­ger bekann­ten Namen mit mit­tel­mä­ßi­gen Bei­trä­gen zu machen.

    Den Sis­ters kann man beim bes­ten Wil­len kei­nen Vor­wurf machen. Sie haben eine ESC-erfah­re­ne Fach-Jury und die TV-Zuschau­er über­zeugt. Und selbst wenn man die befan­ge­ne Stim­me aus der Jury raus rech­net, hät­ten die Sis­ters gewon­nen. Wenn die­ser Bei­trag von Jurys und Zuschau­ern in trau­ter Einig­keit für bes­ser befun­den wur­de als alles, was die ande­ren Kan­di­da­ten in einem kom­pli­zier­ten und über­trie­ben auf­wän­di­gen Aus­wahl- und Song­wri­ting-Ver­fah­ren zusam­men bekom­men haben, dann spricht das doch Bän­de, wie gut die­ses Kon­zept funk­tio­niert. Und das, obwohl ich der Mei­nung bin, dass das Ange­bot an Bei­trä­gen die­ses Jahr um Klas­sen bes­ser war als alles, was wir letz­tes Jahr gebo­ten bekom­men haben.

    Es wäre nur fol­ge­rich­tig, wenn der NDR nächs­tes Jahr – und zwar unab­hän­gig vom Ergeb­nis die­ses Jahr – wie­der ein paar inter­es­san­te Kan­di­da­ten aus­wählt (aller­dings ohne die­ses auf­wän­di­ge Ver­fah­ren, das kaum einen Mehr­wert bie­tet) und mit die­sen pas­sen­de Bei­trä­ge erar­bei­tet und die einer inter­na­tio­na­len Jury und den Zuschau­ern zur Wahl stellt und dar­aus den bes­ten Bei­trag wählt. Die­ses ESC-Fan-Panel braucht kein Mensch. Letz­tes Jahr hät­te es ohne kein ande­res Ergeb­nis gege­ben und die­ses Jahr war es zwar ande­rer Mei­nung, aber ob des­sen Wahl die bes­se­re war, wer­den wir nie erfah­ren.

  12. Ich wür­de mir übri­gens mal wün­schen, dass ein paar der frü­he­ren VE-Acts es noch­mal ver­su­chen wür­den. Also: gern nächs­tes Jahr noch­mal Make­da und Linus, dazu z.B. Laing, Xavier Dar­cy, Axel Fei­ge, Ale­xa Feser… was macht eigent­lich Marie­Ma­rie?

  13. Wer den Wer­de­gang von Lau­ri­ta und Car­lot­ta nicht kennt, soll­te die Fre… hal­ten. Auch die Ver­schwö­rungs­theo­rie vom Song durch­bo­xen und gebrief­ten Jury Mit­glie­dern ist völ­li­ger nicht beleg­ter Schwach­sinn. Auch Make­da hät­te das Ren­nen machen kön­nen.
    Was Car­lottas Gesang angeht, Sie war noch krank.
    Ich kann immer noch nicht ver­ste­hen, war­um die­ser ame­ri­ka­nisch ange­hauch­te ESC Kli­schee Abklatsch von Aly so vie­le Fans hat. Unab­hän­gig von der unglück­li­chen Kame­ra­füh­rung ist der Song auch nur … Auch die Per­son Aly ist der­ma­ßen künst­lich …
    Dann hät­te ich mir lie­ber Lil­ly als Sie­ge­rin gewünscht. Das war wirk­lich eigen …

  14. Kann man die Blon­di­ne nich durch was ande­res, fähi­ge­res erset­zen ? Der Song -ok. Aber bit­te erspart uns die­sen Grin­sep­lun­zen ohne Stim­me, dafür aber mit ordi­nä­ren Bil­lig­kla­mot­ten. Eine Schan­de ist das !!

  15. Kon­tra­punkt: Vol­le Zustim­mung dafür, dass man noch nicht sagen kann, ob das Kon­zept funzt oder nicht!

    alle ande­ren: Könn­te mir noch­mal irgend­wer erklä­ren, was das Emme­lie-Gate war? Irgend­was hab ich da anschei­nend nicht mit­be­kom­men… Wur­de “Only Teard­rops” in Deutsch­land ange­bo­ten und abge­lehnt?

  16. Zu Aly Ryan
    Bes­ser hät­te ich es nicht schrei­ben kön­nen lie­ber Tho­mas dar­um klaue ich mir mal dei­nen Anfang …
    .….aber wenn das Mädel aus Ober­ur­sel in die wei­te Welt nach LA zieht und danach wie­der zurück nach Ger­ma­ny für ein ESC Ticket kommt hät­te ich mir auch ne bes­se­re Show von ihr erwar­tet – als eine recht bil­li­ge Kopie von Sibil Tüzün 2006 .
    Bin ich echt der Ein­zi­ge der die­sen Flash­back
    vorm Fern­se­her hat­te? Nur Sibils Walk of Fame Stern im Haar fehl­te ansons­ten hät­te sie als Zuga­be „Super­star“ sin­gen kön­nen. !

  17. Ja, also die Geschich­te, dass “Only Teard­rops” auch dem NDR ange­bo­ten wur­de, die aber abge­lehnt haben (war­um auch immer), habe ich auch gehört. Viel­leicht klebt man daher so an dem Songwriter/Komponisten Tho­mas S.

  18. Die Licht­tech­nik hat mei­ner Mei­nung nach Alys Auf­tritt kom­plett zer­stört. Das war ein­fach zu viel des Guten. Scha­de, um den schö­nen Song. Habe zwar trotz­dem für Aly ange­ru­fen, da ich en Song sehr gut fin­de. Am Rest hät­te man ja noch arbei­ten kön­nen. Kann aber ver­ste­hen, dass die­se gan­ze Insze­nie­rung für den deut­schen TV-Zuschau­er “too much” war.
    Dass Lil­ly beim TV-Zuschau­er so gut ange­kom­men ist, hat mich sehr gefreut. Das wäre auch ein sehr coo­ler Bei­trag für Tel Aviv gewe­sen. In Sachen Make­da muss ich Dir Recht geben. Den Song fand ich schon recht dünn und dann hat sie stel­len­wei­se schon mehr geschrie­en als gesun­gen. Dann die­ser Gold­re­gen, das Kleid, unfass­bar. Dann lie­ber S!sters. Die bei­den jun­gen Frau­en tun mir echt leid, hof­fent­lich hal­ten die Ner­ven. Der Song, na ja, klingt ziem­lich sie­ge­lesk, aber ich kann damit leben. Den Auf­tritt fand ich aller­dings gar nicht gelun­gen, wes­halb mich der Sieg, gera­de bei der int. Jury doch ziem­lich über­rascht hat. Da gibt es noch viel zu tun bis Mai. Der Jahr­gang ist bis jetzt nicht sehr stark, und des­halb glau­be ich jetzt nicht an den letz­ten Platz. Dafür gibt es wesent­lich schlech­te­re Bei­trä­ge, mei­ner Mei­nung nach.

  19. Ich bin mit unter­ir­di­schen Erwar­tun­gen an die Sache ran­ge­gan­gen, 16 jäh­ri­ge Gitar­ren­mäd­chen in Woll­pull­overn, 17 jäh­ri­ge Jungs mit schul­te­ar­ti­gen Bal­la­den und mit BB Tho­maz, dies wohl machen wird.
    Dann kamen die ers­ten berich­te über die Pro­ben und mei­ne Erwar­tun­gen stie­gen, beson­ders zu Aly Ryan.
    Von der gesam­ten Show war ich dann tat­säch­lich leicht beein­druckt. Der NDR hat wenigs­tens ver­sucht mal ein biss­chen Show zu machen. Die Bei­trä­ge waren unter­schied­lich “her­aus­ge­ar­bei­tet” die meis­ten hat­ten Aus­strah­lung und konn­ten sin­gen. Künst­ler­aus­wahl also top. YeaH O.k. die Kame­rar­beit war aller­dings übel.
    Ich hat­te auch von die­ser Sist!ers-Nachnominierung-Geschichte gehört und gönn­te denen klar den letz­ten Platz. Oder noch bes­ser – einen knap­pen Zwei­ten. Das ich für sie anru­fen wür­de, hät­te ich nie­mals gedacht.

    Nach den Bei­tra­gen hat mir Si!ster aber klar und her­aus­ste­chend am Bes­ten gefal­len. D.h. für mich, dass die 6 ande­ren Titeln, die ja übri­gens auch mit pro­fes­sio­nel­len Song­schrei­bern ent­stan­den sind, ein­fach zu schwach waren. Lil­liy among clouds wäre mei­ne 2te Wahl gewe­sen. Und somit war die Nach­no­mi­nie­rung eher ein Segen. Dar­um ist das Kon­zept oder das Wri­ting Camp noch lan­ge nicht abge­schafft. Im nächs­ten Jahr kann den­noch ein gei­ler Song bei raus­kom­men. Durch die­ses Hin­ter­tür­chen der Nach­no­mi­nie­rung oder Wild­card kann es immer auch mal ein “Star” in den VE schaf­fen. Deutsch­land , seit mal fle­xi­bel.

    Für mich erweck­te eher das Voting der 100 Exper­ten Jury den Ein­druck der Abspra­che. Gegen Sister!s. Der ryan­sche Auf­tritt war echt nicht gut. Aly und die Tän­ze­rin­nen wirk­ten sehr sta­tisch, viel zu lahm für den schnel­len Song. Das mit dem Licht funk­tio­nier­te nicht. Die Ukrai­ne und Cypern haben ziem­lich ähn­li­che Sounds, und das in bes­ser.

    Sist!er ist ein guter Song, ja ein wenig rund – ist aber beim ESC auch so erwünscht, gute Lyriks, die­ser Spiel­Uhr­sound macht neu­gie­rig und gibt etwas skur­ri­les. Es gibt Höhen und Tie­fen, Höhe­punk­te und der­be­re Töne. Die bei­den Mädels machen das echt gut und geben alles. Toll

    Am Ende muss ich noch­mal los­wer­den, das es sich hier ledig­lich um eine TV Show han­delt, wenn auch die größ­te der Welt! Es ist aber kei­ne Welt­meis­ter­schaft und kein Wett­be­werb in dem Sin­ne, es ist nur eine TV Show! Also locker blei­ben und ein­fach mal genie­ßen!

    Ich freue mich auf den Auf­tritt in Tel Aviv – Viel Glück

  20. @Felix
    Nein, Du bist nicht der ein­zi­ge. War auch einer der ers­ten Kom­men­ta­re mei­nes Sohns, der 2006 das ers­te mal mit­guck­te – das prägt!

    @Chris Cross
    Zustim­mung! Ging mir sehr ähn­lich.

  21. Herz­lich will­kom­men zurück in den Sie­ge­les­ken Zei­ten – “Sis­ter” hört sich näm­lich genau so an.
    Ist mir zwar immer noch lie­ber, als von einem Jus­tin-Bie­ber-Abklatsch ver­tre­ten zu wer­den, aber mir geht die­se Mut­lo­sig­keit hier­zu­lan­de der­ma­ßen auf den Keks.

    Lei­der gab es mit “Sur­pri­se” für mich nur einen wirk­lich inter­es­san­ten Song am Frei­tag, da wir mir aber klar, daß damit nicht weni­ge über­for­dert sein wer­den.

    Für nächs­tes Jahr wün­sche ich mir mehr musi­ka­li­sche Viel­falt, auch mit bekann­te­ren Namen und vor allem auch Songs in Deutsch.

    Für Tel Aviv rech­ne ich bes­ten­falls mit Platz 15 und dann soll­ten Schrei­ber und Co. zurück­tre­ten und kom­pe­ten­te­ren Leu­ten Platz machen.

  22. Tja.….hm.….ich füh­le mich gegen mei­nen Wil­len zwangs­ver­schwes­tert.…

    Nein, der Sie­ger­song ist nicht wirk­lich meins. Und mit­fie­bern beim ESC-Fina­le dafür ist Stand jetzt für mich unvor­stell­bar. Trotz­dem bin ich froh, dass der Bericht über den Vor­ent­scheid etwas spät kommt, sodass auch ich wie­der run­ter­kom­men, Abstand gewin­nen konn­te. Ich muss zuge­ben – wofür ich das Lied und mich selbst has­se -, dass die Melo­die sich schnell wie Kau­gum­mi in mei­nem Hirn fest­setzt. Das ist nicht uncle­ver komponiert/produziert. Genau­so wenig wie der Text – The­ma­tik wird ja hier im Blog groß geschrie­ben -, der ein sehr brei­tes Publi­kum anspricht.
    Ich hal­te es für über­haupt nicht aus­ge­schlos­sen, dass das Ding, obwohl mir Ver­stand und Musik­ge­schmack was ganz ande­res sagen, über­ra­schend gut abschnei­det in Tel Aviv. Mal sehen.

  23. Vor­ent­scheid 2020:

    100 zufäl­lig von Tho­mas Schrei­ber per­sön­lich aus­ge­wähl­te NDR-Mit­ar­bei­ter bil­den das Euro­vi­si­on-Panel

    Die 50 mit­wir­ken­den Kom­po­nis­ten stel­len hin­ge­gen die Exper­ten­ju­ry dar. Lei­der lagen am Ende hier alle Lie­der platz­gleich…

    Um größt­mög­li­che Objek­ti­vi­tät zu gewähr­leis­ten, wer­den die Auf­trit­te pro­fes­sio­nell in den Berei­chen Kame­ra­füh­rung, Licht­tech­nik und Regie aus­schließ­lich von in dem Euro­vi­si­on-Panel mit­wir­ken­den Kame­ra­leu­ten, Regis­seu­ren und Beleuch­tern umge­setzt.

    Um Mani­pu­la­tio­nen aus­zu­schlie­ßen wird fer­ner die Aus­lo­sung der Start­rei­hen­fol­ge durch T. St. aus DK durch­ge­führt. Dies geschieht 5–7Mal, bis voll­kom­men zufäl­lig ein Lied von T. St. aus DK an letz­ter Stel­le ins Ren­nen geschickt wird.

    Das Publi­kum ent­schei­det wei­ter­hin – natür­lich völ­lig aut­ark – auf­grund der vom NDR frei­ge­ge­be­nen Bil­der.

    Gewin­nen wird am Ende ein gran­dio­ses Mach­werk, wel­ches bei der 1989er Vor­ent­schei­dung von San Mari­no kei­ne Berück­sich­ti­gung fand, weil nie­mand die­ses Lied sin­gen woll­te.

    Beim ESC erreicht Deutsch­land einen guten letz­ten Platz mit groß­ar­ti­gen -10 Punk­ten. Bar­ba­ra Schö­ne­ber­ger steht ein­mal mehr im Regen auf dem Ham­bur­ger Kiez und ver­tritt vehe­ment die Mei­nung, dass es ruhig 1–2 Pünkt­chen mehr hät­ten sein müs­sen.
    Peter Urban berich­tet wie gewohnt live aus der Hal­le und lobt, wie gut doch der Act vor Ort ange­kom­men ist und wie sym­pa­thisch sich der Delin­quent die gan­ze Zeit gab…nun aber nicht mehr für ein Inter­view zur Ver­fü­gung steht.

    Hin­weis zum Jahr­gang 2021:
    Die Rund­funk­ge­büh­ren wer­den um 20€/Haushalt ange­ho­ben, um die Anzahl der Exper­ten und der Mit­glie­der des NDR-Panels zu ver­zehn­fa­chen. Fer­ner wird das Song­wri­ting­camp auf 12 Mona­te aus­ge­dehnt um noch mehr Viel­falt bei den Songs von T. St. aus DK zu errei­chen. Es wer­den 500 Songs ent­ste­hen, von denen 499 in die enge­re Aus­wahl kom­men.

    In die­sem Sin­ne.…

  24. @Marbeau
    End­lich mal ein ein kon­struk­ti­ver Bei­trag anstel­le des ewi­gen Geme­ckers! 😀

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