Rank & File 2019: Platz 27 – Cha­me­le­on

Das mal­te­si­sche Fern­se­hen optier­te für die Aus­wahl sei­ner Inter­pre­tin dies­mal zu einer Cas­ting­show. Aus Sen­der­sicht eine klu­ge Wahl, bescher­te sie TVM über Wochen hohe Ein­schalt­quo­ten und gab den Inselbewohner/innen – anders als die jury­las­ti­gen Vor­ent­schei­dun­gen der Vor­jah­re – die Illu­si­on der bevor­mun­dungs­frei­en Betei­li­gung, ohne dabei jedoch die Ent­schei­dungs­ho­heit über den Song aus der Hand zu geben, den TVM erst im Nach­gang aus­wähl­te.

Platz 27: Mal­ta – Miche­la Pace: Cha­me­le­on (Cha­mä­le­on)

Und die­ser Song ent­zieht sich offen gestan­den mei­ner Beur­tei­lung. Er rich­tet sich ganz klar an ein ande­res Ziel­pu­bli­kum, an eine deut­lich jün­ge­re Alters­grup­pe als die mei­ni­ge. Er bedient sich dabei aller kon­tem­po­rä­ren Pop-Ver­satz­stü­cke, sei es der bol­le­ri­ge Sound oder der sehr hol­pe­ri­ge, aus­ge­spro­chen spar­sam möblier­te Refrain. Mei­ne nost­al­gie­durch­tränk­te Erin­ne­rung drif­tet umge­hend ab in die Ver­gan­gen­heit, sobald Miche­la erst­mals “Cha­me-Cha­me­le­on” singt, was mei­ne Ohren als ‘Kar­ma Cha­me­lon’ miss­deu­ten. Und stan­te pede zurück in die seli­gen Acht­zi­ger­jah­re sprin­gen, zum wun­der­schö­nen gleich­na­mi­gen Lied von Cul­tu­re Club, das mein Hirn­ra­dio umge­hend ein­spielt und dabei den schreck­li­chen Lärm voll­stän­dig aus­blen­det, den Frau Pace da ver­an­stal­tet. Ich kann mich am Ende der drei Minu­ten daher beim bes­ten Wil­len nicht dar­an erin­nern, wie der mal­te­si­sche Bei­trag geht. Ob das nun unter begin­nen­der Seni­li­tät zu ver­bu­chen ist oder unter Selbst­schutz, die­ses Urteil möch­te ich Ihnen über­las­sen. Alles, was bei mir vage hän­gen bleibt, ist eine ganz leich­te sound­tech­ni­sche Ver­wandt­schaft zum zypri­schen Bei­trag ‘Replay’. Und auf die­ser Basis wan­dert ‘Cha­me­le­on’ auf einen Rang im unte­ren Mit­tel­feld.

Schau, wir haben ein hoch­pro­fes­sio­nel­les, auf­wän­di­ges Video gedreht. Wie kön­nen wir die Chan­cen Michelas nun doch noch sabo­tie­ren? Oh ja, lass uns den Song­text zum Mit­le­sen ein­blen­den, damit jeder sieht, was für einen Dünn­pfiff die da singt!

Semi: 2. Final­chan­cen: hän­gen natür­lich auch von der Live-Prä­sen­ta­ti­on ab, aber ange­sichts der Kon­kur­renz sage ich eher mal nein.

Bes­te Lied­zei­le: “When you love me deeper”. Da schau, eine see­len­ver­wand­te Size Queen, die gute Miche­la!

In wel­che Kate­go­rie fällt ‘Cha­me­le­on’ für dich?

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7 Gedanken zu “Rank <span class="amp">&</span> File 2019: Platz 27 – Cha­me­le­on”

  1. der na na na Song gefällt mir bes­ser als die­ser na na Song
    Und bei den Lyrics hier soll noch mal einer was gegen mei­ne Zena sagen!

  2. Jetzt schon Mal­ta ? Häte ich nicht ver­mu­tet. Seit gefühlt 100 Jah­ren mal ein Bei­trag von der Insel, der modern und ein­gän­gig ist und nicht von einer über­ge­wich­ti­gen Pseu­do-Diva dar­ge­bo­ten wird. Also bei mir ran­giert das min­des­tens 20 Plät­ze wei­ter oben.…

  3. ich stim­me Ste­fan zu. Auch bei mir ran­giert der Song min­des­tens 20 Plät­ze wei­ter oben.….. wenn Mal­ta es schafft, das bun­te Video eini­ger­ma­ßen büh­nen­taug­lich umzu­set­zen und der Gesang live stimmt. Der Track an sich gefällt mir sehr gut! Und den na na Song mag ich auch, falls Rumä­ni­en gemeint ist.

  4. Vie­les drin, aber nichts wirk­lich rich­tig. Übrig bleibt eigent­lich am Ende nur ein drei­mi­nü­ti­ges Gewum­me­re und das Gefühl, einen Rhyth­mus gehabt zu haben, bei dem man nicht wuss­te, wie dazu zu tan­zen. Und eine Rotz­gö­ren-Stim­me, wie man sie im Musik Biz öfter hört.

  5. Wie immer nichts neu­es und inno­va­ti­ves aus Mal­ta, wenigs­tens kei­ne Bal­la­de von Chia­ra!!

    Die Stim­me an sich gefällt mir, hat etwas von Dua Lipa, der ner­vi­ge Refrain macht aber alles zunich­te. Und von Vide­os wo der Song­text mit­läuft habe ich auch lang­sam die Nase voll.

    Könn­te es schon ins Fina­le schaf­fen, da es jedes Jahr einen ziem­lich belang­lo­sen Titel im Fina­le gibt, könn­te aber sehr gut drauf ver­zich­ten.

  6. @Antoni
    Sor­ry Rumä­ni­en kann ich zwar auch gar nicht ab, aber das dop­pel­te na na kommt im mal­te­si­schen Refrain stän­dig vor

  7. Hat tat­säch­lich noch Chan­cen, zu einem mei­ner ganz per­sön­li­chen Haß­ti­tel zu wer­den…

    Stim­me wie ein Quiet­sche­r­ent­chen und in der Tat ganz schlim­mer lyri­scher Dünn­pfiff (genau einer der Grün­de, war­um ich desöf­te­ren für Lan­des­spra­che plä­die­re!)

    Wird aber lei­der im Fina­le lan­den.….

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