Öster­reich 2020: Strai­ght Mas­ter­pie­ces

Ein stark ver­wäs­ser­ter Neu­auf­guß von Mark Ron­sons Top­hit ‘Uptown Funk’ aus dem Jah­re 2014, so könn­te man den heu­te mor­gen tra­di­tio­nell zu nacht­schla­fen­der Stun­de gegen 7:40 Uhr zunächst im Ö3-Radio­we­cker vor­ge­stell­ten und spä­ter von einem offi­zi­el­len Video­clip beglei­te­ten öster­rei­chi­schen Bei­trag für Rot­ter­dam knapp zusam­men­fas­sen. Sicher­lich nicht die ori­gi­nells­te Umschrei­bung, aber der ori­gi­nells­te Song ist ‘Ali­ve’ ja nun auch nicht gera­de. Ein biss­chen schlep­pend fängt er an, nach knapp einer Minu­te schal­tet er in einen höhe­ren Gang und groovt gemäch­lich vor sich hin. Gera­de genug zum ent­spann­ten Mit­wip­pen im Fau­teuil, ohne dass es einen zum Auf­ste­hen und Tan­zen ani­mier­te. Am Ende haut ‘Ali­ve’ wie­der die Hand­brem­se rein und ver­san­det flach, wie es der­zeit eine weit ver­brei­te­te Unart ist bei Grand-Prix-Bei­trä­gen. Stimm­lich for­dert der wun­der­bar neben­bei hör­ba­re und für eine sta­bi­le Kauf- oder Pro­duk­ti­vi­täts­lau­ne sor­gen­de Radio-Song mit sei­nen vie­len “Oh oh oh“s den bereits im Dezem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res als Inter­pret bekannt­ge­ge­be­nen Vin­cent Bue­no nicht beson­ders her­aus, das soll­te also auch live klap­pen. Ob er die Mas­sen dazu bewegt, für ihn anzu­ru­fen, wird wohl stark von der Büh­nen­show abhän­gen. Und die muss spek­ta­ku­lär aus­fal­len (ich gebets­müh­le da ger­ne: Tän­zer! Tän­zer! Tän­zer!), wenn das Kin­der-Bue­no im Gedächt­nis blei­ben will. Aber immer­hin: es ist kei­ne wei­te­re Bal­la­de. Dan­ke dafür, Öster­reich!

Nervt nicht, schlä­fert nicht ein, depri­miert nicht: Vin­cent Bue­nos Song ist rund­her­um nett.

3 Gedanken zu „Öster­reich 2020: Strai­ght Mas­ter­pie­ces“

  1. Ers­ter Ein­druck: Joa, ganz nett. Nach der Schlaf­ta­blet­te vom letz­ten Jahr kann es ja nur noch auf­wärts gehen. Ich hof­fe ja auf den Cesar Sam­pson Effekt, da konn­te ich mich bis zum Fina­le auch nicht so rich­tig drauf ein­groo­ven und dann wur­den wir Drit­ter. Zumin­dest, dass wirs ins Fina­le schaf­fen, glau­be ich die­ses Jahr dann doch. Und, wie oben schon erwähnt: Mit der rich­ti­gen Büh­nen­show kann da noch was rich­tig Tol­les draus wer­den!

  2. Wenn das bes­te, was man über den Song sagen kann, Eigen­schaf­ten sind, die er nicht hat. Oh,Oh Oh…
    Aber er hat schon Aus­strah­lung, kann Sin­gen und sau­gut tan­zen, und das wird er hof­fent­lich in Rot­ter­dam zei­gen. Dann ist das der prä­de­sti­nier­te ope­ner fürs Semi 2 wie damals Lau­ra Tesoro in Stock­holm. Und er wird dann hof­fent­lich auch mit Hil­fe der Jurys ins Fina­le flut­schen.
    Viel Erfolg, Vin­cent!

  3. Für mich ein sehr wich­ti­ger Bei­trag. Führt es mir doch deut­lich vor Ohren (gibt’s den Aus­druck eigent­lich? Wenn nicht, dann ab jetzt) wie geil die Hits von Jami­ro­quai waren im Ver­gleich zu so.….was.

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