Make a Chan­ge and go: das deut­sche ESC-Fina­le 2020

Ein in jeder Hin­sicht merk­wür­di­ger Euro­vi­si­ons­abend, den die ARD ges­tern auf die Bei­ne stell­te, und der es fer­tig brach­te, einer­seits Salz in die von der Coro­na-beding­ten Absa­ge des eigent­li­chen Euro­vi­si­on Song Con­test 2020 in Rot­ter­dam ver­ur­sach­te Wun­de zu streu­en und gleich­zei­tig für lin­dern­des Lab­sal zu sor­gen. Ein wirk­lich gro­ßes Lob jeden­falls muss dem NDR aus­ge­spro­chen wer­den für die so eigen­sin­ni­ge wie rich­ti­ge Ent­schei­dung, aus der Simul­tan­aus­strah­lung des von­sei­ten der EBU orga­ni­sier­ten, zen­tra­len Ersatz­pro­gramms Euro­pe shi­ne a Light aus­zu­sche­ren und statt­des­sen ein eige­nes, deut­sches ESC-Fina­le zu pro­du­zie­ren. Sowie das letz­ten Sams­tag auf dem Spar­ten­sen­der One vor­aus­ge­gan­ge­ne Halb­fi­na­le, bei wel­chem die Zuschauer:innen und die hun­dert­köp­fi­ge NDR-Aus­wahl­ju­ry aus allen 41 Wett­be­werbs­bei­trä­gen (minus dem deut­schen) die zehn Titel für die gest­ri­ge Show bestimm­ten. Die fand nun aus­ge­rech­net in den prunk­vol­len Hal­len der skan­dal­um­wit­ter­ten Ham­bur­ger Elb­phil­har­mo­nie statt, nach dem Flug­ha­fen BER und Stutt­gart 21 das bekann­tes­te deut­sche Steu­er­geld-Mil­lio­nen­grab die­ses Jahr­hun­derts und somit ein augen­fäl­li­ges Sinn­bild für die Kri­se, in wel­che wir uns durch das per­ma­nen­te Leben über unse­re Ver­hält­nis­se hin­ein­ma­nö­vriert haben und von denen die aktu­el­le Pan­de­mie nur ein klei­ner (und ver­mut­lich noch der harm­lo­ses­te) Teil ist.

Sag ja zu PIN & TAN: das däni­sche Bank­be­am­ten­pär­chen.

Seu­chen­ver­bots­be­dingt tra­ten die ins­ge­samt vier Live-Acts, denen der NDR trotz nur teil­durch­läs­si­ger Gren­zen und kur­zer Vor­bei­tungs­zeit hab­haft wer­den konn­te (auch hier­für: gro­ßer Respekt!), vor voll­stän­dig lee­ren Rän­gen auf, sieht man ein­mal von den bei­den wie Wal­dorf & Stat­ler auf den Logen­plät­zen resi­die­ren­den (aber weni­ger sar­kas­ti­schen) Kom­men­ta­to­ren Peter Urban und Micha­el Schul­te ab. Sowie von der Gast­ge­be­rin Bar­ba­ra Schö­ne­ber­ger, die sich in einem neu­er­li­chen Spit­zen­mo­dell aus der schier uner­schöpf­li­chen Bar­ba­ra-Dex-Kol­lek­ti­on wie stets unver­wüst­lich gut gelaunt durch den Abend dampf­plau­der­te. Aller­dings fie­len ihre ver­ba­len Spit­zen man­gels quietsch­be­rei­tem quee­ren Saal­pu­bli­kum mit einem jeden­falls von mei­nem inne­ren Ohr laut ver­nehm­li­chen “Klonk!” auf das Hart­holz­par­kett des Ham­bur­ger Opern­hau­ses und blie­ben dort auf dem Gesicht lie­gen. Und so sehr ich übli­cher­wei­se gegen den Gebrauch von Dosen­ap­plaus im Fern­se­hen bin, wie es vor allem bei ost­eu­ro­päi­schen Euro­vi­si­ons­vor­ent­schei­dun­gen öfters zügel­los zum Ein­satz kommt: für die auf­ge­tre­te­nen Künstler:innen brach es mir das Herz, dass sie nach ihren drei Minu­ten anstel­le auf­bran­den­den Jubels nur eisi­ge Stil­le erwar­te­te, deren Uner­träg­lich­keits­fak­tor sich durch Bab­sis hilf­lo­ses “Applaus!”-Gekrei­sche von der Sei­ten­li­nie ins Uner­mess­li­che stei­ger­te. So wie Come­dy-Shows ohne prus­ten­des Publi­kum mei­ne Trau­rig­keit nur noch wei­ter ver­stär­ken, statt mich zu erhei­tern, so funk­tio­niert auch der Euro­vi­si­on Song Con­test ein­fach nicht ohne die Fans.

Ich weiß nicht, was Dad­dy Fire vor die­sem Auf­tritt ein­warf. Es war jedoch die fal­sche Dro­ge.

Eine Erkennt­nis, wel­che die Fan­clubs stär­ken soll­te in künf­ti­gen Ticket­pa­ket- oder Akkre­di­tie­rungs­ver­hand­lun­gen mit der EBU bzw. den ver­an­stal­ten­den Sen­dern. Nun lässt sich das aktu­el­le Feh­len des Live-Publi­kums natür­lich nicht dem NDR anlas­ten, es ging halt schlicht nicht anders. Falsch fühl­te es sich den­noch an. Um so erquick­li­cher, dass die vier Live-Acts sich hier­von nicht beein­dru­cken lie­ßen und rund­weg über­zeu­gen­de Auf­trit­te ablie­fer­ten. Mit Aus­nah­me aus­ge­rech­net des Top-Favo­ri­ten Daði Freyr, der aus sei­ner Wahl­hei­mat Ber­lin mit dezi­mier­ter Gagna­ma­gnið-Begleit­band-Stär­ke ange­reist war und uns den Dome­ni­co Mod­ug­no gab: so, wie sich der ita­lie­ni­sche Can­t­au­to­re beim ESC 1966 mit einer expe­ri­men­tel­len Faschings­ver­si­on sei­nes im Ori­gi­nal ster­bens­schö­nen Lie­bes­lie­des ‘Dio, come ti amo’ lei­der gerech­te Nul Points erspiel­te, so ver­schenk­te auch der islän­di­sche Zot­tel­haar­hips­ter mit einem extrem ver­lang­sam­ten Kif­fer-Remix sei­ner eigent­lich über­ra­gend genia­len Elek­tro­num­mer ‘Think about Things’ jeg­li­che Chan­cen, die im Vor­feld des Söng­va­kepp­nin ein­ge­heims­ten vira­len Vor­schuss­lor­bee­ren im DACH-Bereich in einen nach­hal­ti­gen kom­mer­zi­el­len Erfolg zu ver­wan­deln. Vom Sieg beim deut­schen Fina­le erst gar nicht zu spre­chen.

So wie Vai­do­tas Vali­uke­viči­us und sei­nen Man­nen macht man das: ein­fach ori­gi­nal­ge­treu vor­sin­gen und ‑tan­zen, dann klappt das auch mit dem ESC-Sieg!

Der ging statt­des­sen an den drit­ten live per­form­ten Wett­be­werbs­bei­trag, das litaui­sche ‘On Fire’ des Tri­os The Roop. Der unfass­bar hot­te Vai­do­tas Vali­uke­viči­us sowie sei­ne bei­den Band­kol­le­gen Rober­tas Baran­aus­kas und Man­tas Banišaus­kas prä­sen­tier­ten ihren lyrisch durch­aus tief­sin­ni­gen Knal­ler über die not­wen­di­ge Resi­li­enz gegen den Jugend­wahn unse­rer Gesell­schaft in der all­seits bekann­ten und belieb­ten Ori­gi­nal­ver­si­on. Und mit­samt der gran­dio­sen Cho­reo­gra­fie, die Vai­do­tas der inter­es­sier­ten Bab­si (bei der aller­dings nach eige­ner Aus­sa­ge eher die Vagi­na ent­flamm­te statt der Geist) auf Nach­fra­ge in ein­zel­nen Schrit­ten erläu­ter­te und mit wei­te­rem Sinn unter­füt­ter­te (“So öff­ne ich mich dem Neu­en. Und so schütt­le ich mei­ne Selbst­zwei­fel ab”). Kein Wun­der, dass das sym­pa­thi­sche Bal­ten­trio bei den TV-Zuschauer:innen abräum­te, wäh­rend es bei der hun­dert­köp­fi­gen ARD-Jury, die bereits vor­ab auf Basis der offi­zi­el­len Video­clips gevo­tet hat­te, hin­ter Island zum zwei­ten Rang reich­te. Und damit ins­ge­samt zum ver­dien­ten “Sie­ger der Her­zen”. Das Tele­vo­ting litt indes augen­schein­lich unter gerin­ger Betei­li­gung: gleich zwei­mal muss­te es sei­tens der ARD durch das Ein­schie­ben gefühlt meh­re­rer Dut­zend Schnell­durch­läu­fe ver­län­gert wer­den, um über­haupt ein vali­des Ergeb­nis ein­fah­ren zu kön­nen. So, als habe man die Fans durch eine Extra-Aus­ga­be der Tages­schau und das Wort zum Sonn­tag nicht bereits lan­ge genug gequält. [Nach­trag 18.05.2020: knapp 300.000 Anru­fe und SMS kamen am Ende zusam­men, wie der NDR ver­mel­de­te – etwa ein Drit­tel des sonst Übli­chen). Doch ent­schei­dend ist, was hin­ten raus kommt, wie der gro­ße Phi­lo­soph Hel­mut Kohl einst bemerk­te.

Trotz Locke­run­gen der Coro­na-Schutz­be­stim­mun­gen konn­te Ben Dolic offen­sicht­lich noch kei­nen Fri­seur­ter­min ergat­tern und muss­te daher mit schlim­men Pott­schnitt antre­ten.

So ver­fü­gen wir nun über ein aus­ge­spro­chen erfreu­li­ches, wenn auch nur halb­amt­li­ches Wett­be­werbs­er­geb­nis für den unglück­se­li­gen Euro­vi­si­ons­jahr­gang 2020. Mit einer Aus­nah­me: wie der deut­sche Bei­trag ‘Vio­lent Thing’ von Ben Dolic abge­schnit­ten hät­te, dar­über lässt sich nur spe­ku­lie­ren. Nach sei­nem Live-Auf­tritt in der Elb­phil­har­mo­nie kann man aller­dings fest­hal­ten: für die laut Schö­ne­ber­ge­rin in den Wett­bü­ros vor­her­ge­sag­ten Top Ten dürf­te es wohl nicht gereicht haben. Denn auch, wenn die fun­ki­ge Uptem­po­num­mer aus der Feder des bul­ga­risch-öster­rei­chi­schen Grand-Prix-Seri­en­kom­po­nis­ten Boris Mila­nov, dem Ralph Sie­gel des neu­en Jahr­tau­sends, beim Hören unmit­tel­bar zün­de­te und die in Ham­burg erst­ma­lig prä­sen­tier­te Cho­reo­gra­fie durch­aus Anlass zur Hoff­nung gab: die Text-Bild-Sche­re wirk­te doch zu krass. Da stand ein ver­schüch­ter­tes, offen­bar 15jähriges Milchbüb­chen mit einem von Mut­ti selbst gefräs­ten Koch­topf-Pony, das nach 22 Uhr noch nicht mal in eine Bar oder einen Club rein käme (selbst, wenn eine:r offen hät­te), und erzähl­te mit Fal­sett­stim­me etwas von har­tem Sex. Sor­ry, da pass­te was nicht. Da der NDR ges­tern Abend die Gele­gen­heit nicht nutz­te, den als Ben­ja­min Dolić in der slo­we­ni­schen Haupt­stadt Ljub­l­ja­na gebo­re­nen Sän­ger als deut­schen Teil­neh­mer für 2021 zu bestä­ti­gen, kann man wohl davon aus­ge­hen, dass der Sen­der ihn nun fal­len lässt wie eine hei­ße Kar­tof­fel. Dar­in hat man in Ham­burg ja Übung.

Hat­ten es lei­der nicht in die Sen­dung geschafft: Grü­ße der coro­nabe­dingt nicht live auf­tre­ten kön­nen­den ESC-Finalist:innen.

Wie rich­tig und wich­tig die im Ange­sicht der aktu­el­len Spar­zwän­ge durch­aus muti­ge Ent­schei­dung des NDR war, einen eige­nen deut­schen ESC auf die Bei­ne zu stel­len, zeig­te sich im Ver­gleich zu dem im Anschluss zeit­ver­setzt aus­ge­strahl­ten EBU-Ersatz­pro­gramm Euro­pe shi­ne a Light. Die zwei­stün­di­ge Sen­dung ver­zich­te­te näm­lich auf das zen­tra­le, sinn­ge­ben­de Ele­ment des Euro­vi­si­on Song Con­test, die Wer­tung, und zeig­te gar die 41 aktu­el­len Bei­trä­ge nur als 30-Sekun­den-Schnip­sel. So muss­te sie zwangs­läu­fig zur depres­siv stim­men­den Nost­al­gie­show ver­kom­men, die ins­be­son­de­re durch die gut gemein­ten, in ihrer Unab­läs­sig­keit jedoch irgend­wann töd­lich ner­ven­den Durch­hal­te­pa­ro­len der nicht zum Zuge gekom­me­nen dies­jäh­ri­gen ESC-Teilnehmer:innen das men­ta­le Trost­pflas­ter auf der Coro­na-Wun­de stän­dig wie­der abriss, statt Ablen­kung vom trau­ri­gen Anlass zu bie­ten. Wäre dies ges­tern Abend die ein­zi­ge Euro­vi­si­ons­sen­dung gewe­sen, ich hät­te mich wohl unter Absin­gen von Peter Nalitchs ‘Lost and for­got­ten’ vom Bal­kon gestürzt. So aber lie­fer­te die ARD vor­ab das lebens­ret­ten­de Grand-Prix-Pla­ce­bo (ernst­haft: vie­len Dank!) und man konn­te sich, der­ma­ßen gemüts­sta­bi­li­siert, auf die weni­gen, aber durch­aus vor­han­de­nen schö­nen Momen­te der nie­der­län­di­schen Show kon­zen­trie­ren.

So sehr ich Peter Urban schät­ze: wenn er, wie hier, nicht über die Live-Inter­views pseudo­hilf­reich über­set­zend drü­ber­quas­selt, ist es viel viel ange­neh­mer.

Näm­lich zum einen die Voll­play­back-Per­for­mance der ser­bi­schen Euro­vi­si­ons­sie­ge­rin Mari­ja Šerif­o­vić, die in den vom Seu­chen-Lock­down leer­ge­feg­ten Stra­ßen Bel­grads noch­mals ihr ‘Gebet’ anstimm­te und mir damit unwei­ger­lich das Pipi in die Augen trieb. Was es um so bedau­er­li­cher mach­te, dass dies so ziem­lich das ein­zi­ge Mal blieb, dass sich die nie­der­län­di­schen TV-Macher:innen im Rah­men der Sen­dung aus West­eu­ro­pa her­aus­trau­ten. Außer­dem die gän­se­hau­ter­zeu­gen­de Coun­try-Neu­be­ar­bei­tung des deut­schen Grand-Prix-Klas­si­kers ‘Ein biss­chen Frie­den’ durch den ges­tern Abend omni­prä­sen­ten Micha­el Schul­te und die gran­dio­se Ilse de Lan­ge, deren nied­li­che Zisch-S-Aus­spra­che von “ein biss­chen” der stein­al­ten, zwi­schen­zeit­lich tot­ge­hör­ten Sie­gel-Kamel­le neu­es Leben ein­hauch­te und mir erst­mals seit unge­fähr zwei Jahr­zehn­ten wie­der vor Augen führ­te, was für einen wun­der­schö­nen Ever­green Onkel Ralph uns da doch schenk­te. Und wie aktu­ell der von Bernd Mei­nun­ger ver­fass­te Text bei aller Kit­schig­keit doch lei­der wie­der ist. A pro­pos Kitsch: das der Sen­dung ihren Namen geben­de, abschlie­ßen­de ‘Love shi­ne a Light’-Med­ley (fast) aller für 2020 aus­ge­wähl­ten Künstler:innen führ­te auf­grund des mas­si­ven Vocoder­ein­sat­zes bei mir lei­der eher zu einer akus­ti­schen All­er­gie als zu einem authen­ti­schen Moment der Rüh­rung.

Erin­nert ein biss­chen an die Alte Natio­nal­bi­blio­thek in Sara­je­wo, ist aber der Frie­dens­pa­last in Den Haag, in dem Ilse de Lan­ge und Micha­el Schul­te dreh­ten.

Mit der Wie­der­ho­lung des Euro­vi­si­ons­fi­na­les von 2010, das uns in die seli­ge Zeit des deut­schen Grand-Prix-Som­mer­mär­chens rund um “lovely Lena zurück­führ­te, ser­vier­te das Ers­te dann zu nächt­li­cher Stun­de noch ech­tes Feel­good-Fern­se­hen und sorg­te für einen woh­li­gen Aus­klang die­ses denk­wür­di­gen Abends. Wohl­ge­tan! Oh, und falls Sie hier einen Kom­men­tar zu die­ser schä­bi­gen kom­mer­zi­el­len Gegen­ver­an­stal­tung erwar­ten, mit wel­cher der Ralph Sie­gel der Nul­ler Jah­re, Ste­fan Raab, der­weil auf sei­nem eins­ti­gen Haus­sender Pro­Sie­ben sei­nem rie­si­gen, auf­ge­bläh­ten Ego mal wie­der Zucker gab: da hal­te ich es ganz mit Bab­si, die im Ers­ten mein­te: “Das Ori­gi­nal sind wir”. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Euro­vi­si­on Song Con­test, deut­sches Fina­le 2020

Sams­tag, 16.05.2020, aus der Elb­phil­har­mo­nie in Ham­burg, Deutsch­land. 10 Teilnehmer:innen (teils per Musik­vi­deo). Mode­ra­ti­on: Bar­ba­ra Schö­ne­ber­ger.
#LandInterpret:inSongTVJuryPlatz
01DKBen & TanYes080105
02AZSami­ra Efen­diCleo­pa­tra010410
03SEThe MamasMove040506
04LTThe RoopOn Fire121001
05CHGjon’s TearsRépon­dez-moi030607
06MTDesti­ny Chu­kun­ye­reAll of my Love020804
07ISDaði Freyr + Gagna­ma­gniðThink about Things071202
08ITDio­d­a­toFai Rumo­re060208
09BGVic­to­ria Geor­gi­e­vaTears get­ting sober050309
10RULitt­le BigUno100703
DEBen DolicVio­lent Thing

16 Gedanken zu „Make a Chan­ge and go: das deut­sche ESC-Fina­le 2020“

  1. Lie­ber Oli­ver,

    erst­mal vie­len Dank dafür, dass du zurück bist, wir ESC-Fans hat­ten uns ja wirk­lich schon Sor­gen gemacht.

    Zitat: Oh, und falls Sie hier einen Kom­men­tar zu die­ser schä­bi­gen kom­mer­zi­el­len Gegen­ver­an­stal­tung erwar­ten, mit wel­cher der Ralph Sie­gel der Nul­ler Jah­re, Ste­fan Raab, der­weil auf sei­nem eins­ti­gen Haus­sender Pro­Sie­ben sei­nem rie­si­gen, auf­ge­bläh­ten Ego mal wie­der Zucker gab: da hal­te ich es ganz mit Bab­si, die im Ers­ten mein­te: “Das Ori­gi­nal sind wir”. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.”

    Die Kri­tik ver­ste­he ich nicht: Ste­fan Raab war doch zeit­lich sehr deut­lich VOR dem NDR mit sei­ner Show am Start. Und hat in den letz­ten 20 Jah­ren sehr viel für den Wett­be­werb getan. Die­se Kri­tik ver­ste­he ich ein­fach nicht.

  2. War tat­säch­lich ein ganz schö­ner, wenn auch selt­sa­mer, Abend ges­tern.
    Was mir aller­dings suspekt ist, ist die Ankün­di­gung am Ende von “Euro­pe: Shi­ne a Light”, dass der ESC 2021 defi­ni­tiv in Rot­ter­dam statt­fin­det. Dabei hieß es doch noch vor ner Woche, dass in den Nie­der­lan­den kei­ne Groß­ver­an­stal­tun­gen mehr gedul­det wer­den, bis der Impf­stoff da ist, was durch­aus noch dau­ern kann.
    Kann mir das nur so vor­stel­len, dass die im nächs­ten Jahr ne Geis­ter­ver­an­stal­tung wie die­ses Jahr in Däne­mark bei der Vor­ent­schei­dung machen wer­den. Ich kann es mir übri­gens nicht vor­stel­len, dass es im April 2021 mit Covid 19 noch so schlimm sei­en wird, dass die Ahoy-Are­na oder ähn­li­che Mehr­zweck­hal­len und ‑are­nen als Not­auf­nah­me fun­gie­ren müs­sen. Aber ich bin da kein Exper­te.
    Ein Ver­spre­chen soll­te man ja eigent­lich nicht bre­chen. Aber die Zukunft wird uns sicher eines Bes­se­ren beleh­ren 😉

  3. Alles gold­rich­tig und wun­der­schön beschrie­ben, ein wür­di­ger und ver­söhn­li­cher Abschluss für die­sen wahr­lich bizar­ren Jahr­gang. Und damit ganz im Spi­rit der gest­ri­gen Post­kar­ten­sprü­che an den Ver­fas­ser gerich­tet: „Plea­se never stop the good work! The com­mu­ni­ty needs you and loves you.“

  4. Ja, im Love-Shi­ne-A-Light-Med­ley der 40 (von 41) hab ich tat­säch­lich Hoo­ver­pho­nic aus Bel­gi­en ver­misst!

  5. Dan­ke für “PIN & TAN”, es lag mir die gan­ze Zeit auf der Zun­ge!

    Ich muss auch sagen, dass mir gera­de die ARD-Sen­dung zuge­sagt hat. Man kann von Bab­si hal­ten, was man will. Ich weiß ihre Fähig­keit, jeg­li­ches Cha­os an sich zu bin­den, gera­de in Zei­ten wie die­sen (oder wie damals beim Küm­mert­ga­te) beson­ders zu schät­zen. Sie beherrscht ihre Sache.

    Und bei Dad­dy Fire ver­mu­te ich, dass drei Din­ge zu die­ser gemä­ßig­te­ren Per­for­mance geführt haben:

    1.) Es war in der Kür­ze der Zeit viel­leicht zu viel Arbeit, sie für drei Per­so­nen neu zu kon­zi­pie­ren.

    2.) Er hat eh schon fast alles ande­re gewon­nen und extrem viel erreicht, zuletzt die Ade­lung durch das Hot-Chip-Remix sei­nes Songs.

    3.) Dass The Roop nach der Rück­kehr aus Ham­burg eine 14-tägi­ge Qua­ran­tä­ne auf sich neh­men muss­ten, wird viel­leicht auch Ein­druck hin­ter­las­sen haben.

    So haben auch The Roop die Auf­merk­sam­keit bekom­men, die sie ver­dient haben.

  6. Ich fand Shi­ne a light ganz OK…klar, irgend­wann hats gereicht mit “stay strong, stay home,…” aber so an sich war es OK und recht kurz­wei­lig.

    Den Auf­tritt von Ben Dolic fand ich sehr…schwach. Er sah aus wie ein Reh im Schein­wer­fer­licht und die Cho­reo fand ich jetzt auch nicht so wahn­sin­nig aufregend…mal schau­en, ob er nächs­tes Jahr auf­t­ret­ten darf. Gön­nen würd ichs ihm, hof­fe aber, dass er noch eini­ges an Büh­nen­er­fah­rung sam­meln darf bevor er zum ESC fährt.

    Der Ankün­di­gung, dass der ESC 2021 auf jeden Fall statt­fin­den wird, hat mich auch stut­zig gemacht. Ich den­ke, dass sie paral­ell wohl schon an einem Alter­na­tiv-Kon­zept arbei­ten, für den Fall, dass Groß­ver­an­stal­tun­gen noch nicht erlaubt sein wer­den.

  7. Wun­der­bar Oli­ver ‚so wie ich es von dir gewohnt bin. Dein geüb­tes Auge und dein kon­ge­nia­ler Schreib­stil sind etwas beson­de­res!
    Da ich schon in der Ver­gan­gen­heit mit­be­kom­men habe, das wir uns auch bei der “Hin­ter­grund­bu­ben” spricht Tänzer,Sänger oder Sons­ti­ger nicht in die Que­re kom­men, erwar­te ich dei­ne Kom­men­ta­re mitt­ler­wei­le schon etwas unge­dul­dig.
    War ich am Sams­tag noch leicht “wund” von der Schal­tung zu Dio­d­a­to und sei­nem berech­tigt trau­rig-nied­li­chen Wel­pen­ge­sicht war das Pipi bei Mari­ja dann auch bei mir fühl­bar. Zeit­los! Apro­pos Hund. Des ESC Kandidaten*innen liebs­te Vier­bei­ner waren ja fast in jeder Lebens­la­ge zu bestau­nen. Sogar sehr schön gerahmt neben Zyperns San­dro. Wir haben gerät­selt, ob da nicht nach der Schal­tung wie­der was ande­res haa­ri­ges rein­kommt.…
    In die­sem Sin­ne hof­fe ich auf dei­ne Über­brü­ckungs­hil­fe bis zum ESC 2021.
    Du darfst ger­ne nost­al­gisch wer­den.

  8. Mir fiel es wirk­lich nicht leicht (pro­gramm­über­grei­fend) an die­sem Abend wirk­lich posi­ti­ve Gefüh­le zu ent­wi­ckeln. Ob das ESC-Fina­le im ERS­TEN, der „Free Euro­pean Song Con­test“ oder „Euro­pe “shi­ne a light“….Zu gewollt, zu hol­zig und zu ver­klemmt wur­de von allen Betei­lig­ten ver­sucht, die momen­ta­ne Situa­ti­on von der Schul­no­te 6 auf eine gute 4‑Minus anzu­he­ben. Dies gelang! Aber es bleibt halt eine 4 Minus…
    Wel­che Momen­te blie­ben bei mir haf­ten und lie­ßen mich, wenigs­tens für eini­ge Minu­ten, die­se mit der hei­ßen Nadel gestrick­ten Pos­sen­spie­le ver­ges­sen?

    1.) Lena in Oslo. So muss der ESC sein. Emo­tio­nal, eupho­risch und auch ´mal mit einem deut­schen Erfolgs­er­leb­nis. Erin­ne­run­gen kön­nen so wert­voll sein…

    2.) Molit­va in Bel­grad. Klar…es war eine Play­back­ver­si­on, aber die Insze­nie­rung war der­art gelun­gen und emo­tio­nal, dass Mari­ja (auch ohne die Beau­ty Queens) den Zeit­geist­na­gel in unse­re Köp­fe schlug.

    3.) Vul­ca­no Man. Eine Rand­er­schei­nung auf Pro7 doch mitt­ler­wei­le ein You­tube-Hit und fik­ti­ver ESC-Gewin­ner. Der Tea­ser zur Net­flix-ESC-Per­si­fla­ge trieb mir (und treibt mir noch immer), Trä­nen in die Augen. So wer­tig, so gut recher­chiert und so posi­tiv. Hat mich umge­hau­en! Es bleibt zu hof­fen, dass dies nicht die ein­zi­ge gute Sze­ne in die­sem Film sein wird.

  9. @Susanne: Ja, Raab hat sich ins­be­son­de­re 1998 als Autor von ‘Guil­do hat Euch lieb’ und 2010 als Ent­de­cker von Lena gro­ße Ver­diens­te um den ESC erwor­ben, gar kei­ne Fra­ge. Dafür schät­ze ich ihn auch. Lei­der hat sich bei ihm dadurch aber auch so eine “Grand Prix, c’est moi”-Haltung ent­wi­ckelt, wie sie sich unter ande­rem im BuVi­So­Co nie­der­schlug, oder in der Schnaps­idee mit der Titel­ver­tei­di­gung 2011. Und auch im Free ESC, an dem mich schon der Titel stört, der ja unter­stellt, der ech­te ESC sei unfrei. Auch, dass er die Sen­dung gegen das deut­sche Fina­le pro­gram­miert hat, um der ARD die jun­gen Zuschauer:innen weg­zu­neh­men, zeigt mir, dass es hier in ers­ter Linie um einem media­len Schwanz­ver­gleich zwi­schen ihm und Tho­mas Schrei­ber ging und nicht um den ESC als sol­chen. Und das, was die Zeit heu­te über den Free ESC schreibt, bestä­tigt mich dar­in, die rich­ti­ge Ent­schei­dung getrof­fen zu haben, mir das nicht anzu­schau­en. Aber das ist natür­lich immer Geschmacks­sa­che.

  10. Ich fand die Show mit der Schö­ne­ber­ger total dane­ben. Abge­se­hen davon, dass ich die Alte ohne­hin got­tesun­sym­pa­thisch fin­de, ging mir ihre gewohnt hys­te­ri­sche Art auf den Zei­ger. War das über­haupt eine Show? Lee­re, eine Plas­tik­tro­phäe, 80 Schnell­durch­läu­fe … also, wenn dass bes­ser gewe­sen sein soll, als die offi­zi­el­le Show, dann sor­ry.

    Das die Wer­tung, in der offi­zi­el­len Show, aus ver­si­che­rungs­tech­ni­schen Grün­den, nicht statt­fin­den kann, war ja bereits zuvor bekannt.

    Die offi­zi­el­le Show, war voll­kom­men ange­mes­sen. Es wäre abso­lut dane­ben gewe­sen, bei 350 000 Toten auf fröh­lich zu machen. Mit den 30 Sekun­den-Schnipp­sel kann ich leben. Ich hät­te nicht alle 41 Vide­os erneut sehen wol­len (die wur­den schon zig Male gezeigt), wenn sie sowie­so nicht live per­formt wer­den kön­nen. Sicher gibt es Punk­te, die hät­ten bes­ser aus­ge­ar­bei­tet wer­den kön­nen, aber mei … ich bin die­ses Jahr nicht mehr wäh­le­risch.

    Mari­ja Šerif­o­vić, als Kampf­les­be, auf den Stra­ßen des ver­las­se­nen Bel­grads, war sagen­haft. Sie hat mit ihrem Video den Zeit­geist getrof­fen, wie bereits vie­le vor mir fest­ge­stellt haben. Den sau­dum­men (sor­ry für die Wort­wahl) Kom­men­tar zum “Voll­play­back” hät­te man sich spa­ren kön­nen. Es ist selbst­ver­ständ­lich und logisch, dass in einen Musik­vi­deo Voll­play­back ver­wen­det wird.

  11. Die NDR Show war OK, mit den Gäs­ten und den Live-Auf­trit­ten zwi­schen den Vide­os kam wenigs­tens etwas Leben in die Bude.
    Zu Ben Dolic:
    Wenn die­ser Auf­tritt der Aus­schlag für Bens erneu­te Nomi­nie­rung 2021 geben soll­te, habe ich wenig Hoff­nung für Ihn. Gut, dass man nicht für D anru­fen konn­te!

    Die offi­zi­el­le Show war strun­zöd, wir haben nach 2/3 den Fern­se­her abge­dreht.
    Molit­va war ganz klar eines der weni­gen High­lights, aber ins­ge­samt war es mehr wie eine Coro­na-Bene­fiz­ga­la auf­ge­baut. Muss­te das wirk­lich sein? Wir wer­den doch eh schon 24/7 mit dem The­ma auf allen Kanä­len zuge­dröhnt…

    Die Raab-Show, so dane­ben sie war, hat viel­leicht etwas Gutes:
    Es könn­te die Ver­ant­wort­li­chen bei der EBU/ARD mal etwas auf­schre­cken und inno­va­ti­ver wer­den las­sen. Nach über 10 Jah­ren Still­stand beim Sen­de­for­mat wäre es Zeit, auch mal wie­der was Neu­es zu wagen!

    So hap­py das der 16.5.2020 rum ist – say good­bye to yes­ter­day!

  12. Das Bes­te am (ver­hin­der­ten) ESC-Abend war das “deut­sche Fina­le” in der ARD. Den Umstän­den ent­spre­chend war das eine recht pas­sa­ble Show und tat­säch­lich eine Wür­di­gung zumin­dest für 11 der 41 Bei­trä­ge des 2020er-Jahr­gangs. Das kann man von der nach­fol­gen­den Sen­dung Euro­pe Shi­ne A Light über­haupt nicht behaup­ten.
    Was für ein Kon­trast: Frü­he­re ESC-Bei­trä­ge wur­den voll­kom­men aus­ge­spielt, teil­wei­se schön in Sze­ne gesetzt, Net­ta durf­te einen neu­en Song vortragen.….für die aktu­el­len Bei­trä­ge hat­te man jeweils nur ein paar Sekun­den übrig. So bringt man sie einem brei­te­ren Publi­kum jeden­falls nicht nahe. Die EBU hät­te nicht deut­li­cher zei­gen kön­nen, dass sie super schnell mit dem Jahr­gang 2020 abge­schlos­sen hat.

    Ben Dolics Auf­tritt emp­fand auch ich eher semi­op­ti­mal. Aller­dings wäre er so in Rot­ter­dam nicht vor­ge­tra­gen wor­den. In Ham­burg gab es ledig­lich eine Video­wand hin­ten, in Rot­ter­dam zusätz­lich eine seit­lich. Ver­mut­lich wäre es so nicht zu der Sze­ne gekom­men, dass Ben dem Publi­kum den Rücken zudreht, son­dern die seit­li­che Lein­wand wäre “bespielt” wor­den. Beim ESC-Auf­tritt wären ein, wahr­schein­lich zwei Back­ground­sän­ger von­nö­ten gewe­sen, was weni­ger Tän­zer zur Fol­ge gehabt hät­te. Die­se aber wären wohl enger bei Ben gewe­sen, was kom­pak­ter aus­ge­se­hen hät­te (von Abstands-Bestim­mun­gen auf­grund von Covid-19 konn­te man im Febru­ar noch nichts ahnen).
    Dass man für den deut­schen Bei­trag nicht stim­men konn­te, ist für den “deut­schen ESC” zwar rich­tig, aber es wur­de ja trotz­dem gefragt, wie viel Punk­te die deut­schen Fern­seh­zu­schau­er Ben denn geben wür­den. 44% stimm­ten für 12 Punk­te, für immer­hin 8 bis 12 votier­ten rund 2/3. Ganz so übel ist der Auf­tritt also nicht gese­hen wor­den.

  13. Die­ser Arti­kel spricht mir (wie­der mal) aus der See­le. Vie­len Dank. Ich fand die Sen­dung aus der Elb­phil­har­mo­nie auch, den Umstän­den ent­spre­chend, gut gemacht.
    “Euro­pe shi­ne a light” hat mich noch mit den Bil­dern von den lee­ren Plät­zen und Stra­ßen noch zusätz­lich depri­miert. Den aktu­el­len Künst­lern wur­de, mei­ner Mei­nung nach, viel zu wenig Zeit ein­ge­räumt. Statt­des­sen wur­de uns, gefühlt zum hun­dert­fünf­zigs­ten Mal John­ny Logan prä­sen­tiert. Den hät­te ich per­sön­lich echt nicht gebraucht.
    Auch von mir gro­ßes Lob und vie­len Dank an den NDR, ihr habt der EBU gezeigt, wie es gehen kann.

    P. S. Natür­lich könn­te man über die Grö­ße der Loca­ti­on dis­ku­tie­ren, hät­te viel­leicht auch ein klei­ne­res Stu­dio gelangt. Dann wäre das feh­len­de Publi­kum nicht ganz so krass auf­ge­fal­len.

  14. Die­ser Arti­kel spricht mir so gar nicht aus der See­le. Ich bin wirk­lich kein Freund der Pri­vat­Sen­der, habe aber trotz­dem dem dor­ti­gen “ESC” zuge­schaut. Und- ich fühl­Teil mich dort bes­tens unter­hal­ten, trotz der abge­schmack­ten Witz­chen in den Lan­der­vor­stel­lun­gen , den Lie­dern, die nicht beson­ders inno­va­tiv daher­ka­men und den Wer­be­agen­tur. Aber die Sen­dung hat­te Euro­vi­si­ons-Flair, war teil­wei­se char­mant und wit­zig , war frech und natür­lich nicht wirk­lich ernst zu neh­men ( Sim­men­ab­ga­be durch Fami­li­en­mit­glie­der ein­zel­ner Sän­ger ), woll­te das auch gar nicht. Trotz­dem habe ich bei­mich Voting ” mit­ge­fie­bert”. Wie brä­sig selbst­ge­recht und unge­lenk kam da der “ESC” im Ers­ten daher, der in mei­nen Augen die all­ge­mei­nen Depres­si­on nur noch stei­ger­te. Die Ein­sam­keit einer bemüht locke­ren und geschnür­ten Bab­si auf lee­rer Büh­ne. Da doch lie­ber der grel­ler Bon­bon Namens Con­chi­ta , die sich mit ihrem Gegen­über kab­belt. Und als Höhe­punkt ein genia­ler Hel­ge Schnei­der der mit sei­ner ernst­haf­ten, melan­cho­li­schen schrä­gen Bala­de DEN Song zu Coro­na wun­der­bar inter­pre­tiert hat. Die Musik und der Text gehen mir nichts mehr aus dem Ohr.

  15. Dan­ke Hel­ge ! Mit “Fore­ver at home” gibt es einen neu­en Ohr­wum und ist um Län­gen bes­ser als sämt­li­che deut­sche Bei­trä­ge seit 2013 (Schul­te aus­ge­nom­men) und das soll­te dem NDR zu den­ken geben. Ins­ge­samt gab es beim FESC eini­ge Teil­neh­mer, die gut in eine VE gepaßt hät­ten (Oona­gh, Gil Ofa­rim).

    Vio­lent thing” war live lei­der gar nix. Es hat sich bestä­rigt, daß es eben nur ein lang­wei­li­ger Retor­ten­song ist und Ben geht lei­der nur als Bie­ber-Ver­schnitt durch (ich mag schon das Ori­gi­nal nicht son­der­lich). Ich hat­te ganz star­ke Levina-Vibes und “wir” kön­nen froh sein, daß “uns” ein mög­li­ches Deba­kel erspart geblie­ben ist. Mein Tipp: Platz 25 in Rot­ter­dam.

    Ach ja: Bit­te nächs­tes Jahr nicht mehr mit Schö­ne­ber­ger und Urban. Dies­mal konn­te man bei­de wenigs­tens umge­hen.

  16. Für The Roop freut es mich natür­lich. Sie waren immer­hin neben dem Schwei­zer mei­ne Favo­ri­ten für Rot­ter­dam. Frisch und inno­va­tiv – das konn­te man ansons­ten weder vom NDR noch von der EBU-Gedächt­nis­show behaup­ten. Ich hof­fe, man nutzt die Zwangs­pau­se, um den ESC in vie­len Din­gen zu refor­mie­ren.

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