Eurovision Deathmatch #2: Er war gerade 18 Jahr

Nach dem gestrigen explosiven Auftakt unseres Leser/innen-Spiels Eurovision Deathmatch begeben wir uns in der heutigen, zweiten Runde in ruhigere Gefilde. Zwei sanftmütige, unschuldig anmutende Knäblein schicken wir heuer in den Abstimmungskampf um Leben und Tod. Sie kommen aus zwei Grand-Prix-Nationen, die im Englischen aufgrund ihrer namentlichen Ähnlichkeit gerne schon mal miteinander verwechselt werden, und so könnten wir diese Ausgabe auch unter die Überschrift „AustriAlien“ stellen. Für unsere Nachbarn Österreich geht dabei der knapp fünfundzwanzigjährige Tiroler Nathanele Koll alias Nathan Trent an den Start, den ein ESC Nation-Forenuser unlängst mit den schönen Worten „Nathan hat diese ‚Nimm mich an der Hand und bring mir Dinge bei‘-Ausstrahlung, zu der ich einfach nicht nein sagen kann“ lobpreiste. Eben die Aura der unverdorbenen, arglosen Jugend, die auch im touristisch anmutenden Begleitvideo zu seinem Beitrag ‚Running on Air‘ zum Ausdruck kommt, wo er auf seinem Weg zu einem verschneiten Alpen-Berggipfel zu einem völlig fremden Mann ins Auto steigt und ohne die selbstlose Hilfe wie zufällig alleine im Wald herumspazierender Herren noch nicht mal in der Lage wäre, die Landkarte richtig herum zu halten. Oder die Himmelsrichtung „oben“ zu finden. Hat er in der Schule denn gar nichts gelernt? Verständlich also, dass eher mütterlich geprägten Zuschauer/innen bei seinem Anblick unwillkürlich die Milch einschießt, wobei ich gleichzeitig gewisse Zweifel hege, welche „Dinge“ der oben zitierte ESCN-User unserem Grand-Prix-Joey-Heindle denn so beizubringen gedächte…

The only Way is up: Nathan würde ich auch im Auto mitnehmen – solange er nicht singt! (AT)

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Eurovision Deathmatch #1: Thunder and lightning

…it’s getting exciting! Nur noch sieben Wochen sind es bis zum Finale des Eurovision Song Contest 2017. Zeit, die wir uns mit einem Leser/innen-Game vertreiben wollen. Und was läge, inspiriert von den aktuellen Ereignissen rund um das Gastgeberland und seinen Zwist mit dem Erzfeind Russland und dessen Vertreterin näher als ein Eurovision Deathmatch? Jeden Tag treten hier also ab sofort zwei der diesjährigen Grand-Prix-Teilnehmer/innen im unerbittlichen Zweikampf um Leben und Tod gegeneinander an. Nur eine/r kann den Fight jeweils überleben und in die nächste Runde weiterziehen, um am Ende um die Krone zu „rittern“, wie die Österreicher so schön sagen. Und natürlich liegt die Macht in den Händen meiner geschätzten Leser/innen: ihr hebt oder senkt den Daumen und entscheidet, wer weiter kommt und wer auf der Strecke bleibt. Ab 15 Uhr steht die Abstimmung jeweils für 24 Stunden offen, dann folgt das nächste Match. Und wer könnte den tödlichen Reigen besser eröffnen als die Paarung, welche mir die Anregung für dieses (zugegebenermaßen bei der Andra-ChansenRunde des schwedischen Melodifestivalen abgekupferte) Knock-out-Spiel gab? Die Ukraine gegen Russland lautet also unser erstes Eurovision Deathmatch! Für die Gastgeber tritt die Softrockband O.Torvald an, die sich auch bereits extrem kampfbereit zeigt und einen Zeitzünder nicht nur am Mann trägt, sondern offensichtlich sogar im Mann: wie anders wären die in die Brust implantierten Countdown-Anzeiger und die gequälten Gesichtsausdrücke der Torwälder zu erklären?

Hochexplosiv: die ukrainischen Selbstmordattentäter

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Juliagate: Russland lehnt EBU-Angebot ab

Und weiter geht es im fröhlichen Ping-Pong um das ukrainische Auftrittsverbot für die russische Repräsentantin Julia Samoylova. Vor wenigen Minuten lehnte nach Mitteilung von Eurovoix der Moskauer Sender Perwy Kanal die von der EBU als elegante Lösungsmöglichkeit vorgesehene Satellitenzuspielung des Live-Auftritts Samoylovas ab, die nach einem Dekret des ukrainischen Staatsschutzes das Land nicht betreten darf, nach dem sie 2015 auf der okkupierten Krim auftrat, und die somit am Eurovision Song Contest 2017 in Kiew nicht direkt teilnehmen kann. Genau darauf bestehen die Russen aber: „Den Vorschlag einer externen Teilnahme erachten wir als befremdlich und lehnen ihn ab. Er widerspricht selbstredend dem Geist des Events, dessen wichtigstes Kernelement der Live-Auftritt auf der Eurovisionsbühne darstellt,“ so der Sender in einer Stellungnahme. Man sei erstaunt, dass die EBU eigens neue Regeln für die russische Vertreterin erfinde. Vielmehr sehe man die Genfer Organisation in der Bringschuld, auf Kiew einzuwirken: „Nach den Eurovisionsbestimmungen muss das austragende Land es allen Teilnehmern ermöglichen, ein Visa für die Dauer des Events zu erhalten“. Damit erscheint es immer wahrscheinlicher, dass der Eurovision Song Contest 2017 ohne Partizipation Russlands stattfindet, denn weitere Brücken dürfte die EBU kaum bauen können, zumal auch die Ukraine den jetzigen EBU-Vorschlag entschieden ablehnt. Gleichzeitig begibt sich Russland mit dieser Haltung jedweder Chance, sich weiterhin als Opfer ukrainischer Ränkespiele zu inszenieren: denn dass das Staatsfernsehen die bedauernswerte, an den Rollstuhl gefesselte Sängerin sehenden Auges in die Schlacht schickte, wohl wissend um ihren nach geltendem ukrainischen Recht illegalen Auftritt auf der Krim und das damit quasi unvermeidbare, auch vonseiten Genfs zu respektierende Einreiseverbot, steht wohl außer Frage. Es erklärt auch, warum man der Repräsentantin mit ‚Flame is burning‘ ein für russische Standards verhältnismäßig schwaches und miserabel produziertes Lied aussuchte – vermutlich, weil ohnehin nie die Absicht bestand, es ernsthaft nach Kiew zu entsenden. Mal schauen, wie viele Runden nun noch folgen – bis Mai ist ja noch ein bisschen Zeit.

Feuer / brennt nicht nur im Kamin / Feuer / brennt doch auch in Dir drin (RU)

Juliagate: EBU erlaubt externen Auftritt

Jetzt geht es Schlag auf Schlag in der Auseinandersetzung um das ukrainische Einreiseverbot für die russische Repräsentantin beim Eurovision Song Contest 2017, Julia Samoylova. Heute Nachmittag rollte die EBU den Ball zurück ins Spielfeld des entsendenden Perwy Kanal, in dem sie anbot, den Live-Auftritt Julias zur Not per Satellitenschaltung von Russland aus zu übertragen, und zwar sowohl im zweiten Semi als auch gegebenenfalls im Finale am Samstag – ein bislang beispielloser Vorgang in der Eurovisionsgeschichte. Jan Ola Sand, dem offenbar daran gelegen ist, den Russen sämtliche möglichen Gründe für einen Rückzug aus den Händen zu nehmen, erläuterte in einer Stellungnahme: „Wir setzen unseren Dialog mit den ukrainischen Verantwortlichen fort. Unser angestrebtes Ziel ist es nach wie vor, dass alle Künstler/innen in Kiew auftreten können. Es ist unerlässlich, dass der Eurovision Song Contest frei von politischer Einflussnahme bleibt. Daher fanden wir es angesichts der Umstände von Julias Einreiseverbot wichtig, eine Lösung vorzuschlagen. (…) Es ist die Intention der EBU, dass jeder Sender, der sich entscheiden hat, am Eurovision Song Contest teilzunehmen, dies auch tun kann“. Mit diesem ungewöhnlichen Schritt liegt die Entscheidung wieder den Händen Moskaus – ein geschickter Schachzug, welcher zudem den Druck auf die ukrainische Politik erhöht, das zwar legale, aber unselige Einreiseverbot für die 2015 auf der annektierten Krim aufgetretenen Sängerin doch noch aufzuheben. Aus dem Kreml gab es noch keine Reaktion – dafür zeigte sich der stellvertretende Ministerpräsident der Ukraine, Wjatscheslaw Kyrylenko, angepisst: nach einer vor wenigen Minuten erfolgten Twittermeldung von escKAZ wies er darauf hin, dass nach den Gesetzen seines Landes die Ausstrahlung von TV-Sendungen verboten sei, an denen „unerwünschte Personen“ partizipierten – was dann nach seiner Auffassung auch für die Zuschaltung von Julia Samoylova gelte. „Der Vorschlag der EBU politisiert den Contest,“ so twitterte er. Popcorn, rasch, mehr Popcorn!

Soll nach dem Willen der EBU nun zugeschaltet werden: Julia (RU)

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Die Ukraine rollt Julia Samoylova von der Bühne

Im Kreml dürften heute die Krimsekt-Korken geknallt haben: die Ukraine tappte als Gastgeberin des 62. Eurovision Song Contests tatsächlich blindlings in die vom russischen Staatsfernsehen Perwy Kanal (lustiger Name!) geschickt aufgestellte moralische Falle und verhängte verschiedenen Medienberichten zufolge das bereits angedrohte Einreiseverbot für die 28jährige Sängerin Julia Samoylova, womit die wegen fortschreitender Muskelschwäche im Rollstuhl sitzende russische Repräsentantin beim europäischen Wettsingen in Kiew nicht antreten kann. Julia hatte im Juni 2015 an einem Festival auf der annektierten Krim teilgenommen, wie der Staatsschutz ermittelte: nach geltendem ukrainischen Recht ein Vergehen, das mit einem dreijährigen Einreiseverbot in das Land der Orangenen Revolution zu ahnden ist. 140 Künstler/innen stehen schon auf der entsprechenden schwarzen Liste, die Ukraine hatte bereits im Vorfeld verkündet, für den Eurovision Song Contest keine Ausnahme machen zu wollen. Es steht wohl kaum anzunehmen, dass der für die erst in letzter Sekunde erfolgte interne Nominierung Samoylovas verantwortliche Perwy Kanal (immer noch lustig) nichts von dem Krim-Gig seiner Interpretin wusste. Sondern vielmehr, dass er diese mit voller Absicht in die Schlacht schickte, um jetzt öffentlich klagen zu können, es handele sich bei der Sperre um einen „weiteren ungeheuerlichen, zynischen und unmenschlichen Akt“, wie der stellvertretende Außenminister Grigori Karasin nach einem AFP-Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Interfax sagte. Für die wie immer im höchsten Maße unpolitische EBU schob Jan Ola Sand in einer Stellungnahme der Ukraine den schwarzen Peter zu: „Wir haben natürlich die Gesetze des gastgebenden Landes zu respektieren. Dennoch sind wir von der Entscheidung tief enttäuscht, die nach unserem Empfinden sowohl gegen den Geist des Wettbewerbs verstößt als auch die zu seinen innersten Werten zählende Inklusion missachtet.“ Man wolle sich im Dialog mit der Ukraine dafür einsetzen, dass alle Künstler/innen im Mai 2017 in Kiew auftreten dürfen.

Ihn macht es immer ganz traurig, wenn seine Kinder sich wieder streiten: EBU-Daddy Jan Ola Sand

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Namasté oweh: die Eurovisionsremixe 2017, Part 2

Nachdem in den vergangenen Monaten innerhalb der nunmehr abgeschlossenen Vorentscheidungssaison 2017 nach und nach alle 43 Beiträge für den Eurovision Song Contest 2017 in Kiew ausgewählt wurden, trafen in der vergangenen Woche, rund um die Deadline für das Einreichen der Lieder bei der EBU, diverse Remixe der bereits feststehenden Titel ein, die es hier noch zu besprechen gilt. Dazu zählt natürlich in erster Linie die unvermeidliche Überarbeitung des albanischen Songs. Der hieß, als er Ende Dezember 2016 das heimische Festivali i Kënges gewann, noch ‚Botë‘: eine hochdramatische, verschwenderisch orchestrierte Grand-Prix-Ballade in Landessprache, die von dem stimmsicher, präzise und mit Hingabe dargebotenen Gekreische seiner Interpretin lebt, sowie von den sehr präsenten und eindrucksvollen Chorsängerinnen, die Linditas lautstarkes Klagen mit einer Art schmerzvoll-dunklem Grundbrummen aufs Wunderbarste kombinieren. Der nun präsentierte, unvermeidlicherweise enttäuschende ESC-Remix mischt letzteres bis an die untere Grenze der Wahrnehmbarkeit herunter, hallt und donnert dafür die Leadstimme gigantisch auf, was dem Lied ein wenig die Balance nimmt. Als viel schlimmer erweist sich jedoch die Sprachwahl: während Instrumentierung und Länge praktisch unverändert bleiben (‚Botë‘ beachtete, extrem ungewöhnlich für einen albanischen Song, bereits in der FiK-Fassung die magische → Drei-Minuten-Grenze), singt Frau Hamili den Beitrag in Kiew, wie üblich und wie bereits angekündigt, unter dem neuen Titel ‚World‘ auf Englisch.

Gleicht ertrinkt sie in ihrem eigenen Echo: Lindita (AL)

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Armenien 2017: Flying high in Yerevan

Der diesjährige Diva-Award für den unnötig dramatischsten Auftritt geht zweifelsfrei an Armenien: erst am gestrigen Samstag, sechs Tage nach der Deadline für das Einreichen der Wettbewerbsbeiträge für den Eurovision Song Contest 2017 bei der EBU, präsentierte das armenische Fernsehen den Song der bereits zu Weihnachten 2016 über eine monatelang laufende Castingshow als Repräsentantin des Landes ausgewählten Artsvik Harutyunyan endlich der bereits voller Ungeduld mit den Hufen scharrenden Weltöffentlichkeit. Hat sich das lange Warten auf ‚Fly with me‘, so der Titel des ethnolastigen Uptemposongs, mit dem alle 43 Lieder für Kiew nun komplettiert sind, denn wenigstens gelohnt? Nunja, bedingt. Zwar weiß das artifizielle Stück mit seiner spannenden und anspruchsvollen Mixtur aus orientalischen Anklängen und sphärischen Elektrosounds durchaus zu gefallen, gibt aber zugleich eine Art von Versprechen ab, das es nicht einzulösen vermag. Man hört irgendwie Ofra Haza (→ IL 1983) über die Tonspur von Loreens ‚Statements‘ (→ SE Vorentscheid 2017) singen, was zumindest erklärt, warum sich Artsvik das Melodifestivalen-Logo auf das Kleid nähen ließ, obschon ihr Beitrag nicht aus schwedischer Feder stammt, sondern vom selben heimischen Komponisten-Ehepaar, das bereits für ‚LoveWave‘ (→ AM 2016) und ‚I’m not alone‘ (→ AM 2014) verantwortlich zeichnete. Und man fühlt sich angenehm unterhalten, wartet zugleich jedoch die ganze Zeit darauf, dass es nun endlich richtig losgeht. Oder anders gesagt: der Song klingt wie ein dreiminütiges, hochgradig anregendes Vorspiel, das jedoch genau an der Stelle endet, wo es zum eigentlichen Geschehen überleiten sollte. Als Zuhörer fühlt man sich gewissermaßen angetriggert, aber dann um den Höhepunkt betrogen. Und das passt ja nun wieder zum divaesken Auftritt Armeniens.

Ein Meisterwerk der Haarkunst: Artsviks Teppichklopfer-Zopf und die Bärte ihrer Propheten (AM)

Braucht Salvador Sobral ein neues Herz?

Um den portugiesischen Repräsentanten beim Eurovision Song Contest 2017, Salvador Sobral, scheint es möglicherweise ernster zu stehen, als zunächst angenommen: wie das Klatschmagazin Flash! angeblich aus einer „der Familie Sobral nahestehenden Quelle“ erfahren haben will, schwebe der 27jährige wegen seines schwachen Herzens „in Lebensgefahr“. Er stehe auf der Warteliste für eine Transplantation und müsse bis spätestens Jahresende ein Spenderherz erhalten. Derzeit behelfe er sich mit einem Schrittmacher, was auch der Grund für seine weite Kleidung sei: er kaschiere damit die externen Batterien, die er als Gürteltasche ständig mit sich tragen müsse. Sein Management bleibt unterdessen bei der bereits im Umfeld des Festival da Cançaõ verbreiteten Darstellung, Salvador habe sich einer Operation wegen zweier Hernien im Nabel- und Leistenbereich unterziehen müssen. Seine Eurovisionsteilnahme sei nicht in Gefahr. Sobrals musikalisch völlig aus der Zeit gefallene, pittoreske Jazz-Ballade ‚Amar pelos Deus‘ gilt nicht zuletzt aufgrund der liebenswert verschrobenen Vortragsweise des Sängers als Geheimtipp für einen Überraschungssieg in Kiew.

Kann für zwei lieben: Salvador Sobral (PT)

Bulgarien 2017: Generation Lys Assia

Heute gab der bulgarische Sender BNT endlich seinen Vertreter beim Eurovision Song Contest 2017 in Kiew bekannt, den erst siebzehnjährigen (und bedeutend jünger aussehenden) Kristian Kostov. Das Schockierende daran: der frühere Finalist der russischen Castingshow The Voice Kids (sein Mentor damals: Dima Bilan [→ RU 2006, 2008]) ist ein Kind dieses Jahrtausends, er kam am 15. März 2000 als Sohn eines bulgarischen Vaters und einer kasachischen Mutter zur Welt (und es nerve mich bitte niemand in den Kommentaren damit, dass das 21. Jahrhundert kalendarisch erst 2001 begonnen habe: das interessiert keine Sau!). Während lebensältere Grand-Prix-Fans wie der Blogger, die damit offiziell der Generation Lys Assia angehören, nun erst mal ihre Midlife-Crisis pflegen müssen, freut sich der Dreikäsehoch mit der charakteristischen Zahnlücke über seinen Song, wie er eurovision.tv verriet: „Beautiful Mess‘ ist mein erstes Lied mit einer tieferen Bedeutung. Meine Zukunftsvision ist es, dass meine Projekte tatsächlich Sinn machen, daher ist es für mich ein Schritt in die richtige Richtung“. Ein großer Schritt für ihn, ein kleiner für die Menschheit!

So jung und schon so Tim Bendzko: das Bulgaren-Bübchen Kristian Kostov

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Ukraine prüft Auftrittsverbot für Julia Samailova

Und die Propagandaschlacht beginnt: kaum hat das russische Fernsehen gestern Abend in einem gelungenen Überraschungscoup die 28jährige, rollstuhlfahrende Sängerin Julia Samailova als Vertreterin für den Eurovision Song Contest 2017 im verfeindeten Kiew ernannt, da schlägt der Gegner zurück: wie der ORF unter Bezugnahme auf den ukrainischen Sender espresso TV heute berichtet, prüfe der Geheimdienst des Landes derzeit, ob die ehemalige X-Factor-Teilnehmerin überhaupt zum friedlich-fröhlichen Wettsingen einreisen dürfe. Samailova sei nach Erkenntnissen des Staatsschutzes im Juni 2015 auf der im Jahr zuvor von Russland annektierten Krim aufgetreten. Nach geltender Gesetzeslage werden solche Auftritte seitens der Ukraine mit einem mehrjährigen Einreiseverbot geahndet. Auch für den Eurovision Song Contest will man, wie bereits verkündet, keine Ausnahmen machen. Allenfalls, wenn die mobilitätseingeschränkte Künstlerin seinerzeit nicht von Russland aus, sondern über das ukrainische Festland auf die Krim reiste, dürfe sie im Mai 2017 in Kiew dabei sein, so eine Pressesprecherin. Die EBU hatte bereits erklärt, sich nicht in die inneren Angelegenheiten des Austragungslandes einzumischen und den Vorrang derer Gesetzgebung zu achten. Dennoch dürfte die Durchsetzung eines Einreiseverbotes gegenüber der im Rollstuhl sitzenden Sängerin schlechte Publicity für den Gastgeber bringen. Wir können wohl schon mal das Popcorn bereit stellen, das dürfte noch unterhaltsam werden…

Keine Liebe für die russische Vertreterin (Repertoirebeispiel)

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