
Das Drumcomputerjahr
Freiheit fördert Kreativität. Kaum war die alte, nationalistische Sprachregel gefallen, tauchten die ersten skurrilen Mixe auf, wie ein auf italienisch und griechisch gesungener zyprischer Beitrag. Deutschland toppte das gar mit einem Song in Babysprache (‘Wadde hadde dudde da’). Ein im Übrigen ansonsten sehr professionell und modern produzierter, wenn auch etwas kalt wirkender Beitrag – wie die meisten in diesem Jahr. Der Wechsel von der Jury- zur Zuschauerwertung brachte den erhofften Effekt und führte zu einer deutlichen Qualitätssteigerung. Fast alle Länder orientierten sich bei ihren Einsendungen in Richtung der aktuellen Charts, wo tanzbarer, schneller Pop regierte. In einem weiten Feld ähnlich klingender Songs fällt der auf, der sich unterscheidet – am Ende gewannen ausgerechnet zwei ältere Herren mit einem melodiösen Country-Schlager. Doch der Reihe nach!
