ESC 2002: Yoorub’s lea­ving a Cele­bra­ti­on

Logo des Eurovision Song Contest 2002
Das Jahr der alten Hüte

Zwei Jah­re vor der offi­zi­el­len Ost­erwei­te­rung der EU fand der Euro­vi­si­on Song Con­test erst­mals in einem ehe­mals hin­ter dem Eiser­nen Vor­hang lie­gen­den Land statt. Das klei­ne, auf­stre­ben­de Est­land begriff die Aus­rich­tung der Show wohl auch als Visi­ten­kar­ten für den EU-Bei­tritt und gab sich erkenn­bar viel Mühe: die auf­wän­dig pro­du­zier­ten Post­kar­ten zwi­schen den Songs waren unter­halt­sam und oft sub­ver­siv bezie­hungs­reich. Dass die Gast­ge­be­rin Anne­ly Pee­bo ihre Mode­ra­tio­nen mehr sang als sprach, ent­zück­te genau­so wie ihre wind­schnit­ti­ge Sei­ten­spoi­ler­fri­sur. Den ein­zi­gen klei­nen Kon­tra­punkt setz­te der gefühlt drei­se­kün­di­ge Auf­tritt der Vor­jah­res­ge­win­ner Tanel Padar und Dave Ben­ton, zwi­schen denen Frost zu herr­schen schien.

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DVE 2002: Will our Ears sur­vi­ve?

Corinna May, DE 2002
Die Tra­gi­sche

Ech­ter Fort­schritt bei der deut­schen Vor­ent­schei­dung: brauch­te es in den Neun­zi­gern man­gels Kon­kur­renz noch eine Teil­nah­me am Euro­vi­si­ons­fi­na­le, um sich die lah­men­de Kar­rie­re end­gül­tig zu Schan­den zu sin­gen (vgl. Mün­che­ner Frei­heit, DE 1993), so konn­te man das die­ser Tage bereits kos­ten­spa­rend bei der Vor­auswahl erle­di­gen. Nach dem Big-Bro­ther-Star Zlat­ko Trpkov­ski im Vor­jahr tausch­te dies­mal die geschmack­lich hoch­gra­dig kon­tro­ver­se, kom­mer­zi­ell aber um so erfolg­rei­che­re Kel­ly Fami­ly die aus­ver­kauf­ten Stadt­hal­len wie­der gegen die Fuß­gän­ger­zo­nen. Und Schuld war wie­der mal die Bild.

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