Kategorie-Archiv: 2003

Die Kotzn in da Wiesn (ESC 2003)

ESC Logo 2003

Das Skandalgören-Jahr

Der zweite Platz für Alsou 2000 und der zweifache Sieg ehemaliger Sowjetstaaten (Estland 2001 und Lettland 2002) in Folge weckte den Ehrgeiz der ehemaligen und gerade wieder erstarkenden Weltmacht Russland. Als größtes und einwohnerstärkstes Land der EBU beabsichtigte man, seinen Führungsanspruch auch auf popkulturellem Gebiet zu unterstreichen. Ein Sieg sollte her, auch wenn man dazu schweres Geschütz auffahren müsste. Und das hatten die Russen diesmal, in Form der als Lesben-Lolitas vermarkteten Skandalgören Jelena Katina und Julia Wolkowa. Besser bekannt als t.a.T.u., die mit ‘All the Things she said’ im Vorjahr einen europaweiten Nummer-Eins-Hit landen und sogar die amerikanische Top 20 knacken konnten.

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Ich hoff, es geht Dir schlecht (DVE 2003)

Lou Hoffner, DE 2003

Der Pumuckl

Da hatte sich Jürgen Meier-Beer, der Eurovisionsbeauftragte des NDR, nach dem Debakel von Corinna May was vorgenommen. “Diese Niederlage gibt mir die Möglichkeit, auch in Deutschland endgültig vom alten Grand-Prix-Image wegzukommen”, sagte er noch in Tallin der Presse. Einen “ästhetischen Quantensprung vom Schlagerhaften zur Moderne des Pop” wollte er hinbekommen. Sah anfangs auch ganz gut aus: neben der notorischen Bild verkündeten auch seriöse Presseorgane wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die den gerade zu Hitehren (‘Meer sehn’) gekommenen Jungen mit der Gitarre (DJMDG) stützte, und die linksalternative tageszeitung, die gar unter ihren Lesern einen eigenen Lyrik-Wettbewerb ausrief, Interesse an der Vorentscheidung.

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