ESC Finale 2007: Okay. Happy End.

Logo des Eurovision Song Contest 2007 (Semifinale)
Das Jahr der Damendarsteller

Ein kollektives, erleichtertes Seufzen ging durch Europa: nach fünf Jahren Vorherrschaft der Show über die Musik siegte endlich wieder ein Lied! Ein sanftes, melodiöses, in der Landessprache gesungenes noch dazu. Eines ganz ohne Choreografie! Allerdings: so ganz stimmte das nicht. Molitva‘ gewann natürlich auch aufgrund seiner Show – nur, dass diese halt sehr viel unaufdringlicher daherkam als beispielsweise bei den finnischen Monsterrockern. Genau diese charmante Präsentation zärtlicher Solidarität zwischen fünf gut aussehenden und einer stimmgewaltigen Frau (nicht zu vergessen der subtil lesbische Unterton) hob den serbischen Beitrag aus der Flut aufwändiger Tanzchoreografien heraus und führte ihn zum hoch verdienten Sieg.

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ESC Semi 2007: Wo ist Andorra?

Logo des Eurovision Song Contest 2007 (Finale)
Das Jahr der Damendarsteller

Natürlich hätte ich auf die Enttäuschung vorbereitet sein müssen. Schließlich bin ich lange genug Fan, um zu wissen, dass die fiesen, geschmacksgestörten Televoter im Semifinale immer die besten Songs aussortieren. Ganze 28 Länder traten in diesem Jahr in der Qualifikationsrunde gegeneinander an, so viele wie noch nie seit der Einführung der Semis. Lediglich zehn Slots für das Finale am Samstag gab es, aber 16 von mir favorisierte Titel, die unbedingt hätten weiterkommen müssen! Selbst unter Zuhilfenahme der Finger konnte ich mir also ausrechnen, dass ein Gutteil meiner Lieblinge auf der Strecke bleiben werden.

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DJ Bobo: Stich in die Braut!

Nachdem ein paar religiös fehlgeleitete Schweizer DJ Bobos Eurovisionsbeitrag ‚Vampires are alive‘ wegen satanischer Botschaften verbieten lassen wollen, macht das Boulevardblatt 20 Minuten die Probe aufs Exempel und stellt den Song zum rückwarts Anhören ins Netz. Das schockierende Ergebnis: Bobo huldigt dem Terrorismus! Aber auch in der Ukraine hat Verka Serduchka gegen Geistesschwache zu kämpfen.


Fürchtet Euch: der Schweizer Fürst der Finsternis

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Echo für Ralph Siegel

Deutschlands Eurovisionsvertreter Roger Cicero und Grand-Prix-Legende Ralph Siegel wurden beim Echo 2007 ausgezeichnet. Nun erhält man ja den „Preis für das Lebenswerk“ üblicherweise dann, wenn die eigene produktive Hochphase definitiv vorbei ist (was bei Deutschlands größtem Eurovisionskomponisten schon seit zehn Jahren zutrifft) – oder, wenn zu befürchten steht, dass der Ausgezeichnete bald das Zeitliche segnen könnte. Hoffen wir mal sehr, dass Letzteres nicht zutrifft!


Aus gegebenem Anlass: unser Onkel Ralph auch mal als Sänger!

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Scooch: „Wir dachten, es geht um ernstzunehmende Acts!“

Hurra, ein Skandal! Das britsche Eurodance-Quartett Scooch benutzte für seinen Vorentscheidungsauftritt unsichtbare Back-up-Sängerinnen. Die Konkurrenten sind „angepisst“. Das Boulevardblatt Mirror machte heute mit dem Skandalmeldung auf, dass die vierköpfige Band für ihren Auftritt bei Making your Mind up, der britischen Vorentscheidung, zwei zusätzliche Sängerinnen hinter der Bühne versteckt hatte, welche die hohen Töne sangen. Natürlich ließen sich die unterlegenen Konkurrenten der singenden Lufthuschen die Chance nicht entgehen, sich als schlechte Verlierer zu präsentieren.


Volle Stimmen dank versteckter Backings (UK)

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Achter Supersamstag 2007: Unsubstantiell (RS, CZ, TR, HU)

Und noch ein Schwung von Nachzüglern. Ob hier der Siegertitel drunter ist?


Was für ein Zirkus! (RS)

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Siebter Supersamstag 2007 (PT, RU, SE, UA)

In der letzten Woche sind noch eine ganze Reihe weiterer Beiträge eingetrudelt. Hier die Übersicht.


„Also, wenn de Lambada ned debei gewese wär, isch hätt des Gerät net genomme!“ (PT)

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Großbritannien 2007: Der Traum vom Fliegen

Großbritannien hat sich für den ultimativ campsten Eurovisionsbeitrag aller Zeiten entschieden. ‚Flying the Flag‘ von Scooch ist Grand Prix aus dem Lehrbuch. Es ist der ultimative Eurovisionsbeitrag. Vier Saftschubsen (zwei Mädels, zwei weitere Mädels biologische Jungs) mit voller Ausstattung (Uniformen, Servierwagen, Einparkkellen und so weiter) nehmen uns mit an Bord von Air Eurovision, der schwulsten Fluglinie der Welt.


Hier mit allen Gags, die in Helsinki dank der unfähigen Bildregie untergingen

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DVE 2007: Du machst Dich lächerlich

Roger Cicero, DE 2007
Der Machozwerg

Kapitulation: anders lässt sich der hilflose Umgang des NDR mit dem Eurovisionsvorentscheid nicht beschreiben. Nach dem dreisten Diebstahl des erfolgreichen, chartsorientierten Konzeptes von 2004 durch Stefan Raabs Bundesvision Song Contest und der Schande von Kiew war man in Hamburg froh, die Verantwortung in die Hände des bekennenden Grand-Prix-Enthusiasten Thomas Hermanns legen zu können. Mit einer retroseligen, glamourösen Gala vermochte der im Jubiläumsjahr 2006 die weitestgehende Abkoppelung vom aktuellen Musikgeschehen noch geschickt zu kaschieren. Wobei ihm Texas Lightning halfen, mit derem herzerwärmendem Countryschlager ‚No no never‘ sich die Nation voll und ganz identifizieren konnte. Der zweite Aufguss geriet jedoch erwartbar schal, was sich schon in dem unterirdischen Kandidatenfeld dieses Jahrgangs manifestierte: ein Swing-Crooner, eine Casting-Band und ein Gruft-Rocker.

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Österreich und Frankreich 2007: Strangelove

Neun Jahre nach Deutschland hat sich nun auch Frankreich entschieden, den Wettbewerb von der lockeren Seite zu nehmen. Österreich dagegen geht auf Nummer Sicher.


Schön selbstironisch! (FR)

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Sechster Supersamstag: Eine Bloody Mary, bitte! (HR, LT)

So langsam geht’s auf die Zielgeraden: das früher einmal glanzvolle Eurovisionsland Kroatien hat sich für schlimmen Softrock entscheiden, Litauen folgt dem spanischen Pfad des Easy Listening.


Die Zeitansage ist spannender als das… (HR)

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Georgien 2007: Königin Sopho die Erste

Einen bombastischen Erstauftritt legt das Newcomerland Georgien hin: es entsendet einen singenden Eisbecher! Sopho Khalvashi heißt die Gute, und sie bringt zum Eurovisionsdebüt des ehemaligen Sowjetstaates nicht nur ein bizarres Ethnostück mit hart an der Grenze zum schmerzhaften liegenden Gesangs(dis-)harmonien und einer vagen Remineszenz an frühere Björk-Nummern mit, sondern auch das bislang wohl unglaublichste Trickkleid in der an Trickkleidern nicht gerade armen Grand-Prix-Geschichte.


Leider ist nur das offizielle Video (ohne Eisbecherkleid) zu finden, da singt sie schon „My Sorry“

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