2007

Der “Schum­mel-Grand-Prix”, so tauf­te unser auf­la­gen­stärks­tes Hetz­blatt den dies­jäh­ri­gen Wett­be­werb. Nicht etwa wegen des Start­vor­teils Deutsch­lands durch sei­nen fixen Final­platz. Son­dern weil die ost­eu­ro­päi­schen Län­der die bes­se­ren Titel schick­ten – und fol­ge­rich­tig bes­ser abschnit­ten. Gera­de auch im über­lau­fens­ten Semi aller Zei­ten mit 28 Bei­trä­gen und nur zehn Final­plät­zen. 2007 mar­kier­te den Höhe­punkt der Come­dy-Wel­le beim ESC, mit nicht nur der höchs­ten Zahl an, son­dern wohl auch dem bes­ten Spaß­bei­trag aller Zei­ten, Ver­kas ‘Lasha Tum­bai’. Plus den cools­ten Post­kar­ten, den herz­lichs­ten Gast­ge­bern und, zur Krö­nung, einer les­bi­schen Sie­ge­rin mit einer herz­er­grei­fen­den Bal­kan­bal­la­de in Lan­des­spra­che. Bes­ser geht’s nicht mehr! 

Fan-Abzo­cke: Für zwei Gro­schen Musik

Fan-Abzo­cke: Für zwei Gro­schen Musik

Grand-Prix-Fans sind ein äußerst dankbares Publikum. Klaglos lassen sie die schlechtesten Musikdarbietungen über sich ergehen, bereitwillig spenden sie Beifall für jede noch so verunglückte Choreografie, jeden noch so schiefen Gesang und - Krönung des Ganzen - sie zahlen dafür auch noch freiwillig Geld. Viel Geld. Ob umgebaute Heuschober auf einer irischen Kuhweide, zugige TV-Studios oder Eissporthallen: mit den Fanclubs lässt sich jede Hütte voll machen. Und das zu Eintrittspreisen, bei denen jeder Popkonzertveranstalter schamrot anlaufen würde. Oder grün vor Neid. Doch jetzt überspannte der finnische Sender YLE den Bogen. Im Bemühen, aus den Eurovisionsfans auch noch den letzten Euro herauszupressen, verfiel…
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