Kategorie-Archiv: 2008

Liebe schmeckt wie Kaviar (ESC Finale 2008)

ESC Logo 2008

Das Eiskunstlaufjahr

Nun obsiegte er im zweiten Anlauf doch noch, der gute Dima Bilan. Irgendwie vergleichbar mit einer kroatischen Vorentscheidung, wo es die jeweiligen Sieger auch nie mit ihrem besten Lied schaffen, sondern immer erst im Jahr darauf mit einem viel schlechteren. Drogen-Dima hätte ich 2006 mit ‘Never let you go’ den Sieg von Herzen gegönnt – da reichte es nur für den zweiten Platz. Mit dem musikalisch maladen und überanstrengt dargebotenen ‘Believe’ hingegen vermag ich mich nicht so recht anzufreunden. Andererseits gab es in der Eurovisionsgeschichte schon sehr viel unverdientere Siegertitel. Also dann, auf drei: “Moskau / fremd und geheimnisvoll / Türme aus rotem Gold”

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Pirate Ladies of the Sea (ESC Semi 2 2008)

ESC Logo 2008 (Sublogo)

Das Eiskunstlaufjahr

POR – TU – GAL!!! POR – TU – GAL!!! POR – TU – GAL!!!… Verzeihung, ich schreibe diese Zeilen noch ein wenig im Überschwang der Gefühle. Das letzte Mal, dass so viel Adrenalin durch meine Adern floss wie vor der Verkündung des zehnten und letzten Finalisten gerade eben, sprang ich an einem Bungee-Seil 50 Meter in die Tiefe. Hätte der Name in dem allerletzten Umschlag, den Moderatorin Jovanka nach endlosen Minuten hochgekochter Spannung verlas, nicht “Portugal” gelautet, wäre es in der Belgrader Halle wohl zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Und hier zu Hause vor meinem Computerbildschirm auch!

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Frag nach Samen (ESC Semi 1 2008)

Logoentwurf für den ESC 2008

Das Eiskunstlaufjahr

The more, the merrier: wegen der weiterhin anschwellenden Zahl der mitmachwilligen Länder – in diesem Jahr war man bei der Rekordzahl von 43 Anmeldungen angelangt! – teilte die EBU die Qualifikation nunmehr auf zwei Halbfinale auf. Durch die müssen seither alle, mit Ausnahme der großen Fünf (DE, ES, FR, IT, UK) und des jeweiligen ausrichtenden Landes, sprich der Vorjahressieger. Mit der Aufteilung der Halbfinalisten auf mehrere, am bisherigen Abstimmungsverhalten orientierten Länderblöcke versuchte man außerdem, dem allseits beklagten Blockvoting entgegenzuwirken.

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It won’t get better (DVE 2008)

No Angels, DE 2008

Die Tantenhaften

Bereits zum dritten Mal in Folge begrüßte Deutschlands erschreckendstes Pferdegebiss, Thomas Hermanns, die überwiegend schwule Fangemeinde im plüschigen Hamburger Schauspielhaus und vor den Fernsehgeräten zu einem glamourösen Galaabend. Nach den schlechten Ergebnissen der letzten beiden deutschen Grand-Prix-Vertreter nahm man sanfte Veränderungen vor, die sich im Wesentlichen in einem von drei auf fünf Hasbeens und Neverbeens aufgestockten Teilnehmerfeld und einer moderaten Hinwendung an das aktuelle Popgeschehen manifestierten.

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Proben Finale 2008

Neben dem zweiten Durchgang für einen Teil der Semifinalisten probten heute erstmals auch die direkt fürs Finale gesetzten Big Four. Nach der Probe der No Angels… nun, sagen wir mal so: 1964 ließ sich Deutschland schon mal von einer gebürtigen Bulgarin vertreten. Das Ergebnis dürfte dieses Jahr dasselbe sein. ESCnation zitierte als Kommentar lediglich eine Zeile aus dem Song: “And it won’t get better – why don’t you dissapear?”. Gute Frage! Dafür steht zu befürchten, dass der spanische Elvisimitator gut abschneidet.


Lucy in the Sky with Diamonds

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Proben zweites Semi 2008

Tag Drei und Vier der Proben in Belgrad, und wohl die Interessantesten von allen mit gleich drei sicheren Anwärtern auf das Finale, wenn nicht gar den Gesamtsieg – und einem möglichen Favoritensturz. Die neunzehn Semifinalisten vom kommenden Donnerstag gaben sich ein Stelldichein – und ließen die Konkurrenz der letzten beiden Tage alt aussehen. Konzentriertes High-Camp-High-NRG: genau das ist es, was wir vom Contest wollen. Und das gab’s zuhauf.

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Proben erstes Semi 2008

Unfassbar – es ist schon wieder soweit! Seit Sonntag laufen in Belgrad die ersten Kameraproben. Leider kann ich dieses Jahr nicht vor Ort sein. Dafür sind alle wichtigen Eurovisionsblogs bereits in Belgrad und berichten auf das Fleißigste. Dazu stellt eurovision.tv sogar Videoclips von den Proben auf youtube ein – so kann man sich ganz entspannt von zu Hause aus einen Überblick verschaffen. Mittlerweile haben alle Teilnehmer des ersten Semifinales schon mal geprobt – Zeit für eine erste Bewertung.

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Homos in Belgrad unerwünscht?

Schwule Eurovisionsfans, die zum diesjährigen Song Contest nach Belgrad reisen, sollten sich unauffällig verhalten – denn 80% der Serben betrachteten einer Umfrage zufolge Homosexualität noch immer als (behandlungsbedürftigte) Krankheit, wie die taz berichtet. Offen schwul auftretende Fans liefen durchaus Gefahr, Opfer militanter Schlägertrupps zu werden. “Man muss den Fans aus unserer Community dringend davon abraten, sich in Belgrad offen zu zeigen – vor allem sollten sie auf Aidsschleifen am Revers und auf die Regenbogenfahne verzichten,” zitiert die taz den ILGA-Vorsitzenden Kurt Krickler.

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Irischer Beitrag wird zensiert – wegen Mazedonienfrage

Zum jüngsten Opfer des völlig absurden griechisch-mazedonischen Namensstreites gerät ausgerechnet der irische Spaßvogel Dustin. Dessen umstrittener Beitrag ‘Irelande Douze Points’ muss sich dem Zensurdruck der EBU beugen – dabei geht es jedoch nicht etwa um den Einsatz einer playbacksingenden Gummipuppe oder grand-prix-feindlicher Schmähungen wie “Drag Acts and bad Acts”. Den Stein des Anstoßes bildet eine Aufzählung teilnehmender Nationen, im Verlaufe derer Dustin die Frühere Jugoslawische Republik Mazedonien, wie jeder normale Mensch, schlicht “Mazedonien” nennt. Da aber verstehen die Griechen keinen Spaß.


Bei 2:49 nennt er das verbotene M-Wort

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We do need another Hero (SE 2008)

Schweden ist das neue Schweden! Nach Jahren voller Irrwege mit schlimmem Glamrock und absurdem Las-Vegas-Gedudel fand Europas führende Popnation endlich wieder zu sich und entschied sich im Melodifestivalen-Finale für amtlichen, 100%igen, klassischen, schamlosen schwedischen Schlager der Extraklasse. ‘Hero’ hat einfach alles: eine dralle Blondine im hautengen Silberfolie-Fummel auf 12 Zentimeter hohen silbernen Stilettos; eine Windmaschine; eine zeitlose Choreografie; einen fantastischen Auftakt mit einem dildoförmigen, straßbesetzten Mikrofon; einen eingängigen Refrain und den vorschriftsmäßigen Halbton höher am Schluß. Hurra!


Does it live? Or is it Botox?

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