ESC 1980: Was ist schon ein Jahr?

Logo des Eurovision Song Contest 1980
Das trau­ri­ge Jahr

Den Dop­pel­sieg Isra­els in den bei­den Vor­jah­ren hat­ten vie­le Zuschauer/innen mit erbos­tem Gegrum­mel quit­tiert, alber­ne Vor­wür­fe der Preis­klas­se “Alles Poli­tik!” oder “Schie­bung!” lie­ßen nicht lan­ge auf sich war­ten (dass der iri­sche Sie­ges-Hat­trick in den Neun­zi­gern für kei­ner­lei Empö­rung mehr sorg­te, erklärt sich durch das völ­li­ge Des­in­ter­es­se der Medi­en und der Zuschau­er am Euro­vi­si­on Song Con­test in die­sem Zeit­raum). Lehn­te Isra­el des­we­gen die noch­ma­li­ge Aus­tra­gung des Wett­be­werbs ab? Oder fehl­te dem Sen­der IBA schlicht das Geld? Jeden­falls sprang dies­mal nicht, wie sonst üblich, die BBC als Ver­an­stal­ter ein, son­dern die im Vor­jahr zwölft­plat­zier­ten Hol­län­der, die sich die Post­kar­ten zwi­schen den Songs spar­ten und statt­des­sen die Titel von natio­na­len Ansager/innen (in unse­rem Fall: Caro­lin Rei­ber) oder Kom­men­ta­to­ren anmo­de­rie­ren lie­ßen. Die NOS leg­te das Datum der Ver­an­stal­tung auf den Holo­caust-Gedenk­tag, so dass Isra­el auch sei­ne Teil­nah­me am Wett­be­werb absa­gen muss­te: und schon war die Gefahr eines drit­ten Sie­ges in Fol­ge gebannt!

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DE 1980: Grel­le Blit­ze schre­cken mich

Katja Ebstein, DE 1980
Die Gelif­te­te

Wie schon im Vor­jahr bot der nun für die ARD beim Grand Prix feder­füh­ren­de Baye­ri­sche Rund­funk, der auch bei der Stu­di­ode­ko­ra­ti­on kei­ne Gele­gen­heit zur Eigen­re­kla­me aus­ließ, für die­se Vor­ent­schei­dung gleich zwei Mode­ra­to­ren auf: für die Jün­ge­ren den all­seits belieb­ten, sei­ner­zeit noch schlag­fer­ti­gen Tho­mas Gott­schalk; für die Kuki­dent-Genera­ti­on Caro­li­ne Rei­ber, die in einem uni­far­be­nen, eben­so teu­er wie spie­ßig aus­schau­en­den Glo­cken­kleid-Alp­traum in einer schlim­men Pas­tell­far­be auf­trat. Sie mode­rier­te so bemüht sprit­zig wie emo­tio­nal unglaub­wür­dig.

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