Kategorie-Archiv: 1982

ESC 1982: Meine Lieder, die ändern nicht viel

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Das Jahr des Bruchs

1982 – eine magische Zahl für Deutschland, ein nationales Trauma. Nicht nur, weil sich damals ein birnenförmiger Oggersheimer anschickte, das Land mit einer sechzehn Jahre währenden Schreckensherrschaft zu überziehen. Viel wichtiger: wir gewannen den Grand Prix! Zum ersten – und, wie ich bis zum 29. Mai 2010, als die fantastische Lena Meyer-Landrut die Wachablösung vollzog und die Ära Siegel beendete, fest glaubte – auch zum letzten Mal. Der Contest zog von den bisher meist als Austragungsort ausgewählten Hauptstädten in die tiefste britische Provinz nach Horrorgate Harrogate. Wie passend, denn provinziell mutete auch das musikalische Aufgebot an.

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DVE 1982: Ich bin nur ein Mädchen

Nicole, DE 1982

Die Friedensbotschafterin

So langsam erstarrten die in München produzierten Grand-Prix-Vorentscheidungen in Routine. Auswahl- und Abstimmmodus, Teilnehmerzahl, Bühnenbild: alles exakt so wie schon in den Jahren zuvor. Erneut führte die damenhafte Carolin Reiber mit aufgesetztem Pathos durch den Abend, erneut befand sich das Musikprogramm fest in der Hand weniger altbekannter Schlagerschaffender. Die wenigen zur Vorauswahl eingereichten Neue-Deutsche-Welle-Songs flogen in den Radiovorrunden auf den ARD-Schlagerwellen konsequent raus. Und erneut belegte Ralph Siegel die beiden ersten Plätze.

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