ESC 1985: Lass es schwin­gen

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Das Jahr der Drag­queens

Ein bedenk­li­ches Zei­chen: im zwei­ten Jahr in Fol­ge mach­ten beim Euro­vi­si­on Song Con­test nicht die (unter­ir­di­schen) Lied­bei­trä­ge von sich reden, son­dern die Mode­ra­to­rin der Show. Lil Lind­fors, die anbe­tungs­wür­di­ge coo­le schwe­di­sche Grand-Prix-Ver­tre­te­rin von 1966 (‘Nygam­m­al Vals’) und Gast­ge­be­rin des heu­ti­gen Abends, blieb bei der Anmo­de­ra­ti­on der Punk­te­wer­tung wie zufäl­lig an einem Trep­pen­ge­län­der hän­gen und riss sich den Rock ab, wor­auf­hin die Welt sie sekun­den­lang im Unter­hös­chen bewun­dern durf­te. Doch schnell lös­te sie ein paar Fäden, zog ein paar Stoff­tei­le her­un­ter und – schwupps! – stand sie wie­der im schick­li­chen Bein­kleid da. “Ich woll­te Sie nur auf­we­cken”, bemerk­te sie süf­fi­sant. Der Weck­ruf erwies sich nach der vor­aus­ge­gan­ge­nen musi­ka­li­schen Dau­er­öd­nis aber auch als bit­ter nötig!

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DE 1985: Sie läu­ten auch zur letz­ten Stun­de

Wind, DE 1985
Die Bekiff­ten

Ein beson­de­rer Zwei­kampf spiel­te sich ab bei der deut­schen Vor­ent­schei­dung des Jah­res 1985; einer, der das gan­ze unfass­ba­re Elend der Ver­an­stal­tung vor­treff­lich illus­triert. Der Kampf der Gigan­ten lau­te­te näm­lich Ralph Sie­gel ver­sus Han­ne Hal­ler (DVE 1979). Der Grand-Prix-Jun­kie und die gefühls­sehn­süch­ti­ge Schran­k­les­be tra­ten als Kom­po­nis­ten und Pro­du­zen­ten jeweils mit gleich drei (Hal­ler) bzw. zwei (Sie­gel) Acts an, die alle­samt nicht weni­ger reprä­sen­ta­tiv für die deut­sche Musik­sze­ne hät­ten sein kön­nen. Auf Sei­ten der Interpret/innen fehl­ten bekann­te Namen voll­stän­dig, bis auf das Schla­ger­fos­sil Bernd Clü­ver (DVE 1983) des­sen Darm-‘Wind von Paler­mo’ schlicht­weg stank.

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