ESC 1988: Gib mir meine Chance

Logo des Eurovision Song Contest 1988
Das Jahr der Herzschlagwertung

Schon einmal, 1974, fungierte der Eurovision Song Contest als Sprungbrett für eine internationale Musikkarriere der Superlative: seinerzeit für das schwedische Quartett Abba. In Dublin, wo der Wettbewerb bereits zum dritten (wenn auch nicht zum letzten) Mal stattfand, legte eine im Heimatland bereits erfolgreiche, bei uns bis dato jedoch völlig unbekannte Frankokanadierin namens Céline Dion den Grundstein zu ihrer Weltkarriere. Sie holte den Sieg als Gastsängerin für die Schweiz mit dem Musterbeispiel eines klassischen frankophilen Gefühlssturms, ‚Ne partez pas sans moi‘, für meinen Geschmack das schönste Exemplar dieser vielgeliebten, wenngleich mittlerweile hoffnungslos veralteten Musikgattung.

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DE 1988: Das ist nicht viel

Chris Garden, DE 1988
Die Familienbande

‚Ich wünsch Dir Liebe ohne Leiden‘ hieß ein wunderschöner Song aus dem Jahr 1984, den der große Udo Jürgens (AT 1964, 19651966) gemeinsam mit seiner Tochter Jenny sang, die sich in diesem Jahr daran versuchte (und überhob), die deutsche Vorentscheidung zu moderieren. „Ich wünsch mir Lieder ohne Leiden“: dieser sehnliche Gedanke überkam die Zuschauer/innen des televisionären Elends hingegen angesichts des unbeschreiblich miserablen Songtableaus dieser Veranstaltung. Bei der sich, wie gewohnt, völlig unbekannte Hoffnungslose und abgehalfterte Schlagerstars die Klinke in die Hand gaben.

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