ESC-Fina­le 1992: Why her?

ESC-Fina­le 1992: Why her?

Im Gegensatz zu ihrem legendären italienischen Vorgänger zwar kompetent, doch nordisch unterkühlt und bar jeden Charismas: das schwedische Moderationspaar. Musikalisch blieb sehr wenig hängen vom Aufgebot dieses Abends, auch in den Charts resümierte dieses Jahrgang in einer kompletten Fehlanzeige. Und das verwunderte nicht, hatten die fast ausschließlich eigens für den Contest und den Geschmack der internationalen Juror:innen geschriebenen Lieder nun wirklich nicht das Geringste mehr mit aktuellem Hitparadenpop zu tun. Und so blieben mal wieder nur die optischen Eindrücke, die den Bericht lohnen. Wie beispielsweise der als Gimmick eingesetzte, kregle Zeichentrickvogel Song Trush, der jeweils die Postkarten vor den eigentlichen…
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Ein Lied für Mal­mö 1992: Der Mann, der sei­nen Job verlor

Ein Lied für Mal­mö 1992: Der Mann, der sei­nen Job verlor

In den Wiedervereinigungswirren nutzte der seit 1979 innerhalb der ARD für den Eurovision Song Contest zuständige Bayerische Rundfunk die Gunst der Stunde und schob die Verantwortung für die mittlerweile extrem ungeliebte, nur noch als ärgerliche Geldverschlingungsmaschine empfundene Veranstaltung eilends an den neu gegründeten Mitteldeutschen Rundfunk ab, noch heute der führende Schlagersender der Nation, der seine stramm rechte Gesinnung bereits im Namen trägt. Denn "mitteldeutsch" kann man das Sendegebiet des MDR nur dann nennen, wenn man Deutschland weiterhin in den Grenzen von 1939 denkt und die im Zweiten Weltkrieg verlorenen Gebiete jenseits der Oder irgendwann wieder heim ins Reich holten möchte.…
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