ESC 1993: Nur wer lei­det, ist am Leben

Logo des Eurovision Song Contest 1993
Das Jahr der Bal­kan­in­va­si­on

Bereits zum vier­ten Mal seit sei­ner Erst­teil­nah­me 1965 hat­te der Sie­ges­fluch das ver­hält­nis­mä­ßig klei­ne, ver­hält­nis­mä­ßi­ge arme Irland getrof­fen. Dort war man natür­lich stolz, woll­te aber nicht schon wie­der das kom­plet­te Jah­res­bud­get des Sen­ders RTÉ  für die Aus­rich­tung des Song Con­tests auf den Kopf hau­en. So recy­cel­te man das Büh­nen­bild von 1988 und nahm dank­bar das Ange­bot eines iri­schen Stahl­in­dus­tri­el­len an, der RTÉ bei den Pro­duk­ti­ons­kos­ten unter die Arme griff – auch wenn das hieß, dass der Wett­be­werb in einer alten Pfer­de­reit­hal­le in einem am Arsch der Welt lie­gen­den Kuh­kaff weit­ab jeg­li­cher Zivi­li­sa­ti­on statt­fand.

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DE 1993: Und was kam dann?

Münchener Freiheit, DE 1993
Die Jam­mer­lap­pen

Schicht im Schacht: nach den bla­ma­blen Ergeb­nis­sen der Vor­jah­re, durch­gän­gig schlech­ter Pres­se und kaum noch meß­ba­ren Ein­schalt­quo­ten ver­lor die ARD erkenn­bar die Lust am Grand Prix. Eine öffent­li­che Vor­ent­schei­dung spar­te man sich daher völ­lig, statt­des­sen gab die ver­ant­wort­li­che Zonen­an­stalt MDR (ver­mut­lich unter tat­kräf­ti­ger Mit­hil­fe des Schwes­ter­sen­ders Baye­ri­scher Rund­funk) den in den Acht­zi­ger­jah­ren sehr erfolg­rei­chen Deutsch­pop­pern von der Mün­che­ner Frei­heit (‘Zeig mir die Nacht, Marie’) die Gele­gen­heit, sich mit einer Euro­vi­si­ons­teil­nah­me ihr eige­nes Grab zu schau­feln.

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