ESC 1995: Auch die Nacht geht mal vorüber

Logo des Eurovision Song Contest 1995
Der historische Tiefpunkt

Möchte man den definitiven Tiefpunkt des Eurovision Song Contest verorten: hier ist er! Das Elend begann bereits Zuhause: der zuständige Zonensender MDR nominierte ohne jegliches Vorauswahlverfahren das christliche Songschreiberehepaar Cheyenne Stone und Glen Penniston (Stone & Stone), die Komponisten des in seiner Naivität irgendwie putzigen Drogen-sind-pfui-Hits ‚Julian‘, gesungen von der Eintagsfliege Mandy Winter. Das unterirdische, von den Stones selbst vorgetragene Preiset-den-Herrn-Liedchen ‚Verliebt in Dich‘ stellte die ARD – entgegen bisheriger Gepflogenheiten – noch nicht einmal in irgendeiner Show mehr vor. Vermutlich, um eine offene Revolte der deutschen TV-Zuschauer vor Dublin zu unterbinden.

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