ESC 1997: Ich brauch was Grö­ße­res

Logo des Eurovision Song Contest 1997
Das Com­ing Out

In die­sem Jahr fand die bei­na­he unum­kehr­bar geglaub­te iri­sche Sie­ges­se­rie ihr abrup­tes Ende. Auch wenn es  für Marc Roberts und sei­ne ‘Mys­te­rious Woman’ noch zu einem zwei­ten Platz reich­te: 70 Punk­te Abstand zum Sie­ger spra­chen eine deut­li­che Spra­che. Und das soll­te erst der Anfang sein! Nach dem Quo­ten- und Finanz­de­sas­ter des Vor­jah­res, bedingt durch das unfrei­wil­li­ge Aus­schei­den Deutsch­lands, begann hin­ter den Kulis­sen ein fol­gen­rei­ches Umge­stal­ten. Auf­grund hin­hal­ten­den Wider­stands der Grand-Prix-Tra­di­tio­na­lis­ten kamen die drin­gend not­wen­di­gen Refor­men zwar nur scheib­chen­wei­se – auf­zu­hal­ten waren sie aber nicht mehr.

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DE 1997: Wie schnell der Wind sich dreht

Bianca Shomburg, DE 1997
Die Unzeit­ge­mä­ße

In klei­nen Schrit­ten, aber um so beharr­li­cher tas­te­te sich Dr. Jür­gen Mei­er-Beer, Unter­hal­tungs­chef des NDR und Deutsch­lands neu­er Euro­vi­si­ons­ver­ant­wort­li­cher, in die rich­ti­ge Rich­tung vor. In Jan Fed­der­sens Euro­vi­si­ons­bi­bel ‘Ein Lied kann eine Brü­cke sein’ schil­dert er, wie sich bei der über­fäl­li­gen Refor­mie­rung des hoff­nungs­los ver­staub­ten Wett­be­werbs “in kaf­ka­es­ker Wei­se immer neue Euro­vi­si­ons­gre­mi­en” auf­ta­ten, die “haupt­säch­lich aus älte­ren Her­ren” bestan­den, wel­che im Grand Prix die Instanz zur Ret­tung irgend­ei­nes hohen Kul­tur­gu­tes sahen und sich JMB bei sei­nen Moder­ni­sie­rungs­plä­nen in den Weg stell­ten. Braucht halt alles sei­ne ‘Zeit’.

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