ESC 1965: Die Hitze der Jungs

Logo des Eurovision Song Contest 1965
Die Pop-Revolution

Tragisch der Fall der Eröffnungssängerin dieses Concourses, der Niederländerin Conny van den Bos. Nicht nur, dass es hier für das anklagende ‘T is genoeg’ (Recht so, Mädel! Lass‘ Dir nichts bieten!) für einen besseren als den elften Platz nicht reichte. Als die gute Conny beim Meilenstein-Contest von 1998 die niederländischen Voten durchgab, konnte sie nicht an sich halten, auf ihre damalige eigene Teilnahme am Grand Prix hinzuweisen. Was die Komoderatorin des Abends, Ulrika Jonsson, mit der zwar zutreffenden und sicher nicht so gemeinten, dennoch etwas fies klingenden Bemerkung retournierte: „Das muss aber schon lange her sein!“. Autsch! 2002 fiel die Sängerin mit dem längsten Hals seit Barbie dem Krebs zum Opfer: Neapel sehen und sterben…

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DVE 1965: Dann der Schlag ins Gesicht

Ulla Wiesner, DE 1965
Die Verzagte

Nur zu gerne zieht man heutzutage über die mangelnde Unterhaltungskompetenz der ARD her – und der Hausherr dieses Blogs wäscht da seine Hände keinesfalls in Unschuld. Auch die eher einer freundlichen Übernahme durch Stefan Raab (DE 2000) gleichkommende „Kooperation“ des Ersten mit ProSieben bei den deutschen Eurovisionsvorentscheidungen von 2010 bis 2012 (im Wirtschafts-Neusprech hieße so etwas „Joint-Venture unter Abgabe der unternehmerischen Führung“) kann man als (allerdings im Endergebnis sehr erfolgreichen) Offenbarungseid interpretieren, wenn man möchte. Doch so neu ist das alles nicht: bereits in den Sechzigern tat sich die ARD schwer mit dem Wettbewerb der leichten Muse.

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