Kategorie-Archiv: 1971

ESC 1971: Glück ist Hering in Dillsosse

Logo des Eurovision Song Contest 1971

Das Jahr des Aufbruchs

Heftige Auseinandersetzungen tobten hinter den Kulissen, unter anderem um das schon mehrfach geänderte Wertungssystem und über die Besetzung der Jurys. Auch Deutschland drohte mit dem Ausstieg. Doch der Grand Prix ist bekanntlich unkaputtbar, und so einigte man sich, ganz europäisch, auf einen Kompromiß. Dessen augenfälligstes Ergebnis war, daß die Juroren jetzt, für alle sichtbar, vor der Kamera ihre Punkte verteilten. Zumindest in diesem Jahr sorgte das auch für annehmbare Abstimmungsergebnisse (Angst vor einem wütenden Lynchmob?). Und für eine Rückkehr zu alter Besetzungsstärke: nach nur zwölf Ländern in Amsterdam gingen in Dublin nun 18 Staaten ins Rennen um die europäische Chansonkrone.

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DVE 1971: Es ist schön auf ihr

Katja Ebstein, DE 1971

Die Ökologische

‘Wunder gibt es immer wieder’ – und 1970 war tatsächlich eines geschehn: erstmals in der bisherigen Grand-Prix-Geschichte hatte Katja Ebstein für Deutschland einen (bronzenen) Medaillenplatz beim internationalen Wettsingen errungen. Zudem noch mit einem Titel, der beim Publikum wie bei der Kritik gleichermaßen Anklang fand. Grand-Prix-Chef Hans-Otto Grünefeldt witterte Morgenluft und buchte die Schlagersängerin mit der sozialdemokratischen Weltverbessererattitüde in diesem Jahr gleich fest. Wie man sieht, folgte das Lena-Doppel also einem historischen Vorbild, und nicht dem Schlechtesten!

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