
Das Jahr des Aufbruchs
Heftige Auseinandersetzungen tobten hinter den Kulissen, unter anderem um das schon mehrfach geänderte Wertungssystem und über die Besetzung der Jurys. Auch Deutschland drohte mit dem Ausstieg. Doch der Grand Prix ist bekanntlich unkaputtbar, und so einigte man sich, ganz europäisch, auf einen Kompromiß. Dessen augenfälligstes Ergebnis war, daß die Juroren jetzt, für alle sichtbar, vor der Kamera ihre Punkte verteilten. Zumindest in diesem Jahr sorgte das auch für annehmbare Abstimmungsergebnisse (Angst vor einem wütenden Lynchmob?). Und für eine Rückkehr zu alter Besetzungsstärke: nach nur zwölf Ländern in Amsterdam gingen in Dublin nun 18 Staaten ins Rennen um die europäische Chansonkrone.
