ESC 1974: Couldn’t escape if I wan­ted to

Logo des Eurovision Song Contest 1974
Das Jahr des Schwe­den­pop

Grün ist ja bekannt­lich die Far­be der Hoff­nung. Beson­ders opti­mis­tisch erschie­nen also die deut­schen Ver­tre­ter Cin­dy & Bert (DVE 1972, 1973, 1978) zu die­sem Grand Prix: Cin­dy in einem lind­grü­nen Maxik­leid, Bert im popel­grü­nen Anzug mit gift­grün leuch­ten­dem Som­mer­schal. Half aber nichts: die von einer ARD-Jury hin­ter ver­schlos­se­nen Türen aus­ge­wähl­te, schwäch­li­che ‘Som­mer­me­lo­die’ ver­en­de­te auf dem letz­ten Platz. Auf­grund der feh­len­den öffent­li­chen Vor­ent­schei­dung und des dar­aus fol­gen­den man­geln­den Inter­es­ses am inter­na­tio­na­len Wett­be­werb sahen das nur 28 % der deut­schen TV-Zuschau­er. Was man inso­fern bedau­ern muss, da auf die­se Art und Wei­se vie­le Deut­sche den his­to­ri­schen Con­test schlecht­hin ver­pass­ten.

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DE 1974: Das darf doch nicht sein

Cindy & Bert, DE 1974
Die Pro­te­gier­ten

Stän­dig das Geme­cker von Pres­se und Öffent­lich­keit über die Abstim­mungs­er­geb­nis­se bei den Vor­ent­schei­dun­gen: der deut­sche Euro­vi­si­ons­ver­ant­wort­li­che Hans-Otto Grü­ne­feldt hat­te die Schnau­ze gestri­chen voll! Er ver­zich­te­te auf eine öffent­li­che Aus­wahl und nomi­nier­te statt­des­sen sei­ne Pro­te­gés Cin­dy & Bert direkt für die haus­in­ter­ne Ent­schei­dung. Die waren 1972 mit ihrem bes­ten Titel ‘Geh die Stra­ße’ arsch­knapp an der Jury geschei­tert. 1973 und 1978 ver­such­ten sie es mit jeweils gleich zwei (schreck­li­chen) Schla­gern, blei­ben aber erfolg­los. Und auch auch solo soll­te Cin­dy Ber­ger bei ihren erneu­ten Anläu­fen 1988 und 1991 kein Glück beschie­den sein. In die­sem Jahr schlug das saar­län­di­sche Schla­ger­pär­chen der Legen­de nach unter ande­rem einen Titel namens ‘Spa­ni­ens Gitar­ren’ vor.

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