Pro Sie­ben: Koope­ra­ti­on am Geld gescheitert?

Recht erfolgreich, zumindest von den Ergebnissen beim Eurovision Song Contest und dem Interesse der Medien, verlief bekanntlich (nach leichten Anlaufschwierigkeiten) die Zusammenarbeit des NDR und des Privatsenders Pro Sieben beim deutschen Vorentscheid in den Jahren 2010 bis 2012. Dass man dieses Experiment nicht mehr weiterführte, hatte - neben der bei Unser Star für Baku deutlich erkennbaren Unlust des Showmachers Stefan Raab - wohl vor allem pekuniäre Gründe, wie Brainpool-Chef Jürgen Grabosch dieser Tage durchblicken ließ. So äußerte er sich nach DWDL-Angaben im Rahmen eines Werkstattgesprächs zum renommierten Grimme-Preis auf eine entsprechende Nachfrage dahingehend, dass seiner Ansicht die Kooperation noch heute…
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Kuun­kuis­ka­jaat­ga­te beim <span class="caps">ESC</span> 2010

Kuun­kuis­ka­jaat­ga­te beim ESC 2010

Jurys sind Wichser!™ Heute veröffentlichte die EBU die nach Jury- und Televoting aufgesplitteten Abstimmungsergebnisse des diesjährigen Grand Prixs. Und wie nicht anders zu erwarten, sind sie ein Grund, alle Jurymitglieder und alle Befürworter dieser Institiution direkt in die geschlossene Abteilung zwangseinweisen zu lassen. Zwar gewann Lena beide Votings übereinstimmend (wenn auch das Zuschauervoting deutlich überzeugender), dafür aber kanteten die geschmacksgestörten Vollhorste aus den Korruptionsgremien in den Semis die fantastischen Finninnen, die lustigen Litauer und die schlimme Schwedin raus. Und alleine für das unverdiente Ausscheiden von 'Työlki ellää', das im Televoting auf den sechsten Rang (!) kam und das ich nur als…
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Suo­mi rok­kaa: fin­ni­sches Satellite-Cover

Ich liebe die Finnen! Obwohl sie mit ihrem eigenen, grandiosen Beitrag 'Työlki ellää' völlig unverdient im Semi ausschieden, schmollen sie nicht, sondern beförderten 'Satellite' auch bei ihnen an die Chartsspitze. Und ehrten den deutschen Song jetzt sogar noch mit einer großartigen finnischen Coverversion! Ist das nicht geil? Oh Mann, ich liebe diese unglaublich lustig klingende Sprache mit ihren hart rollenden Rs! Kiitos, Suomi!
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Satel­li­te wird zum WM-Hit

Jetzt geht es eindeutig zu trööööööööööööööööööt! mit der Heterosexualisierung des trööööööööööööööööööt! Song Contests! Es ist zum Haareraufen: da haben wir den Grand Prix Eurovision extra als trööööööööööööööööööt! zur Bollerheten-Massenveranstaltung Fußball gegründet, quasi trööööööööööööööööööt! eigene Europameisterschaft, und nun das! Nicht nur, dass Frankreich dieses Jahr mit trööööööööööööööööööt! Matadors 'Allez! Ola! Olé!' die offizielle WM-Hymne der Blauen zum Song Contest schickte - nun kaperten Münsteraner trööööööööööööööööööt! Lena Meyer-Landruts Siegertitel 'Satellite' und machten daraus den inoffiziellen deutschen trööööööööööööööööööt! zum Gekicke in Südafrika. Mit einem zugegebenermaßen ganz trööööööööööööööööööt! Videoclip, in dem der bärtige Uwu Lena eine sehr trööööööööööööööööööt! Lena-Parodie abgibt, und einem inhaltlich gar…
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NDR ver­tei­digt Titel­ver­tei­di­gung mit Lena

In einem Interview mit dem Branchenmagazin Musikwoche verteidigt der Unterhaltungschef des NDR, Thomas Schreiber, eher notgedrungen die mit ihm offenbar nicht abgesprochene Idee Stefan Raabs der Titelverteidigung durch Lena Meyer-Landrut 2011 und spricht über die technischen Schwierigkeiten, eine geeignete Halle für den Event zu finden. Über die Finanzierung macht man sich indes keine all zu großen Sorgen. Zu Lenas triumphalem Empfang in Hannover, bei dem er dabei war, sagt er: "Sowas erlebt man nur einmal im Leben". "Lena kann auch über Wasser gehen, wenn sie möchte" (mehr …)
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Frank­reich: weg mit den Jurys

Wie das Eurofire-Blog berichtet, spricht sich der französische Unterhaltungschef Nicolas Pernikoff für eine Rückkehr zum reinen Televoting aus. Die Beteiligung der Jurys nannte er einen "Skandal", den er "beim nächsten Delegationentreffen der Eurovision ansprechen" wolle. Im Zeitungsbericht sei die Rede von Absprachen auf den Hotelkorridoren in Oslo. "Zudem würde die Twitter-Gemeinde Einfluss auf die Juroren ausüben", wird er weiter zitiert. Der französische Vertreter Jessy Matador erreichte mit seinem Fußball-WM-Song 'Allez! Ola! Olé!' einen enttäuschenden zwölften Platz, konnte sich aber nach dem Wettbewerb in etlichen europäischen Verkaufscharts platzieren. Der Chorsänger (geringeltes T-Shirt, bei der Tanzeinlage nackter Oberkörper): woof! (mehr …)
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Pla­gi­ats­vor­wür­fe gegen Lena

Es wäre kein richtiger Grand Prix ohne Plagiatsvorwürfe: aus Bulgarien, das mit seinem fantastischen Eurodance-Titel 'Angel si ti' im Halbfinale rausflog, kommen nun Vorwürfe, die Anfangstakte von 'Satellite' seien von der Titelmelodie einer alten bulgarischen Zeichentrickserie namens Leka Nosht Detsa ('Gute Nacht, Kinder') abgepinnt, wie die BZ berichtet. Ganz klar abgekupfert, das hört doch ein Blinder!  
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Lena char­tet euro­pa­weit, doch Sie­gel will den Thron nicht räumen

Nach ihrem Überraschungssieg beim Eurovision Song Contest führt Lena in zahlreichen Ländern Europas die Downloadcharts an, wie eurovision.tv berichtet. So konnte sie sich am gestrigen Mittwoch an die Spitze der iTunes-Charts in Österreich, Dänemark, Finnland, Griechenland, Irland, Luxemburg, Schweden und der Schweiz setzen. Auch in anderen Ländern gelang ein Einstieg in den Top Ten. Jessy Matador aus Frankreich ('Allez ola olé'), Tom Dice aus Belgien ('Me and my Guitar') und der Pausen-Act Madcon ('Glow', die Musik zum fabelhaften Eurovision Flashmob Dance) platzierten sich ebenfalls in zahlreichen Ländern. Auch in Deutschland generierte Lena nochmal zahlreiche Downloads. Und zog sich den erwartbaren…
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ESC 2011: Gescha­cher um den Aus­tra­gungs­ort und die “Titel­ver­tei­di­gung”

Unsere strahlende Grand-Prix-Heldin Lena Meyer-Landrut war heute Nachmittag kaum in Hannover gelandet, da ging auch schon das Hauen und Stechen um den Austragungsort des Eurovision Song Contest 2011 los. Nicht weniger als fünf deutsche Städte stehen mittlerweile auf der Bewerberliste, darunter so bizarre Kandidaten wie Essen oder Hannover. Stefan Raab brachte unterdessen nochmals seine wohl dem Schlafentzug geschuldete Schnapsidee zur Sprache, Lena auch im kommenden Jahr "zur Titelverteidigung" antreten zu lassen. Das Erste schob nicht weniger als drei Sondersendungen über die Rückkehr der Triumphatorin ein, und auch Pro Sieben unterbrach laufende Spielfilme, um Lena angemessen zu feiern. Bei 0:30 Min.:…
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Mil­de Geld­stra­fe für spa­ni­schen Stö­rer Jim­my Jump

Eine der wohl bizarrsten Pannen in der Geschichte des Eurovision Song Contest verursachte gestern Abend ein Flitzer während des spanischen Beitrags 'Algo pequeñito'. Es war kein Zufall, dass es ausgerechnet Daniel Diges traf: bei dem Störer handelt es sich um den bereits einschlägig bekannten Jimmy Jump alias Jaume Marquet, einen Landsmann von Diges, der solche Attacken meistens nutzt, um politische Anliegen vorzutragen, wie die Autonomie des Baskenlandes. Bislang trat aber immer nur bei Sportveranstaltungen in Erscheinung. Mit seinem Auftritt gestern wollte er aber wohl nur seine Bekanntheit vergrößern, was ihm auch gelang. Dem spanischen Beitrag indes schadete er: obwohl Diges am…
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Lena Mey­er-Land­rut gewinnt den ESC 2010!

Das Unfassbare ist geschehen: mit 246 Punkten holt Lena Meyer-Landrut den Pott für Deutschland nach Hause! Ich bin noch immer geschockt und sprachlos - ganz ehrlich hätte ich nicht mehr damit gerechnet, nach 1982 noch einen weiteren deutschen Sieg beim Grand Prix erleben zu dürfen. Aber anscheinend stach Lena mit ihrer natürlichen, frischen Art und ihrem fröhlichen Popsong aus dem diesjährigen Feld voller lahmer Balladen und Depressionslieder angenehm heraus. Und ich freu mich ganz, ganz hart! "Ich weiß nicht, wo ich jetzt hin soll" - so lieben wir unsere Lena!  
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<span class="caps">ESC</span> Fina­le 2010: Do I have to sing again?

ESC Fina­le 2010: Do I have to sing again?

Ein Meilensteincontest und das Ende eines heimischen Traumas: 28 Jahre, nachdem eine blockflötenhafte junge Saarländerin im Kommunionskleid Europa überzeugen konnte, dass Deutschland nicht mehr den totalen Krieg will, sondern nur noch "ein bißchen Frieden" (DE 1982), und zwölf Jahre, nachdem ein zottelhaariger Derwisch dem ungläubig staunenden Ausland demonstrierte, dass Deutsche doch Humor haben ('Guildo hat Euch lieb', DE 1998), verdrehte eine charmante Hannoveranerin einem ganzen Kontinent den Kopf, in dem sie bewies, dass wir auch lässig sein können. Im Gegensatz zu den diesjährigen Fluten von hörbar auf den vermuteten Jurygeschmack hin produzierten, saft- und kraftlosen Seichtballaden oder den mit viel…
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Fina­le 2010 – die Proben

So, nach den "revolutionär reaktionären" Ergebnissen der Semis steht das Line-up für die große Show am Samstag nun fest. Der Kauf einer Anstaltspackung Red Bull sei hiermit meinen Lesern ans Herz gelegt, will man das Finale ohne Tiefschlafattacken überstehen. Eigentlich sollte das für Lena ein besonders gutes Omen sein, denn ihr fröhlicher, moderner Pop sticht somit um so mehr hinaus. Nachdem ich mich aber bereits gestern wieder ins Jahr 1996 zurück versetzt fühlte, kann ich ein Gina-G-Ergebnis für 'Satellite' schon förmlich schmecken: Platz acht für den kommerziell erfolgreichsten Beitrag, während es trotz katastrophaler stimmlicher Darbietung wieder heißen könnte: 12 Points…
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Zwei­tes ESC-Semi 2010: Sca­red to lose my Fun

Zwei­tes ESC-Semi 2010: Sca­red to lose my Fun

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber: das habt Ihr nun davon, liebe Juryfreunde! Kaum knackte das diabolische Bevormundungsgremium auch die Qualifikationsrunden, waren wir wieder genau dort angekommen, von wo der Wettbewerb einst in eine knapp zehnjährige Hochphase zeitgenössischer Popmusik aufbrach: es ist wieder 1996! Und wir sind zurück beim Eurovision Schnarch Contest, wo es keine Rolle spielt, wie beschissen man singt und wie stark man die Töne versemmelt, Hauptsache man präsentiert eine lahme, tödlich einschläfernde Ballade! Doch nicht nur musikalisch wurden wir heuer Zeuge des Eurovision Horror Contest: nach dem fachgerechten Würgen zarter Frauenhälse im ersten Semi lautete das Leitthema dieser…
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Zwei­tes Semi­fi­na­le 2010 – die Proben

Der letzte öffentliche (und gefühlt siebenhundertste) Probentag heute in Oslo, nun waren alle zum zweiten Mal auf der Rampe und von den Meisten kennen wir die Kostüme für das Semi. Eine Panne gab es bislang nur vor dem ersten Auftritt der Aserbaidschaner in Form eines Stromausfalles. Wenn da nicht mal die Armenier ein paar Aprikosenkerne in einen Generator haben fallen lassen! Natürlich gibt es auch für das als die härtere Runde angesehene zweite Semi hier die Videomitschnitte und Analysen. (mehr …)
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Ers­tes ESC-Semi 2010: Der Wür­ger von Wolfenbüttel

Ers­tes ESC-Semi 2010: Der Wür­ger von Wolfenbüttel

Jurys sind Wichser!™ Meine Leser mögen mir diese etwas unfeine Ausdrucksweise verzeihen, aber manchmal ist die Wahrheit grausam und profan. Nicht nur sorgte die Wiedereinführung des Bevormundungsgremiums, welches den Grand Prix bereits zu Zeiten seiner Alleinherrschaft von 1956 bis 1997 mit schier unfasslichen Entscheidungen in Misskredit gebracht hatte, wie nicht anders zu erwarten, für eine geballte Rückkehr verstaubter und längst überwunden geglaubter musikalischer Schrecknisse (jawohl, Malta, der Finger zeigt auf Dich!). Nein, die geschmacksbehinderten Geronten schafften es auch, in beiden Qualifikationsrunden jeweils den besten Beitrag gegen den Willen der klaren Zuschauermehrheit herauszumanipulieren. Und das, obwohl ihr Urteil "nur" zu 50%…
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Ers­tes Semi­fi­na­le 2010 – die Proben

Schon über eine Woche ist es mittlerweile her, dass in Oslo die allerersten Kameraproben starteten. Mittlerweile haben alle Teilnehmer ihre zwei Probedurchläufe absolviert. Und dank des offiziellen Youtube-Kanals von eurovision.tv sind diese auch wohl dokumentiert und dienen als Grundlage für meine unten stehenden Einschätzungen (mit denen ich natürlich vollständig falsch liegen kann, denn Proben sind Proben und nur live zählt!). Los geht es mit dem ersten Semi, für das in diesen Minuten die erste Generalprobe losgeht - denn morgen Abend ist es schon soweit. Ich bin schon ganz aufgeregt! (mehr …)
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Die bes­ten Ver­ris­se mei­ner Leser

Vor wenigen Tagen forderte ich meine Leser zu einem kleinen Wettbewerb um den besten Verriss eines aktuellen Eurovisionsbeitrags auf. Und weil ich die besten Leser der Welt habe, kamen auch sehr schöne, gepflegt bösartige Texte herein, über die ich mich beim Lesen königlich amüsiert habe. Und da geteilte Freude bekanntlichermaßen doppelte Freude ist, möchte ich diese Preziosen der Welt natürlich nicht vorenthalten. Getroffen hat es, sehr zu meiner Befriedigung und völlig zu Recht, die Songs unserer skandinavischen Nachbarn Dänemark und Schweden. Furchtbare Lieder fürwahr - freuen Sie sich mit mir auf zwei von Herzen kommende Abrechnungen mit diesen gesungenen Zumutungen!…
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ESC 2010: ARD zeigt alle drei Shows live

Gute Nachrichten seitens der ARD: erstmals seit Einführung der zwei Qualifikationsrunden überträgt das öffentlich-rechtliche Fernsehen beide Auswahlsendungen live. Der Wermutstropfen: diesmal wandert das zweite Semi, in dem Deutschland nicht mitstimmen darf, auf einen noch obskureren Spartensender als das letztjährige Phoenix, nämlich auf den von ungefähr zweihundert Menschen deutschlandweit auch tatsächlich empfangbaren Digitalkanal Einsfestival. Na, herzlichen Dank! So bleibt den meisten Fans, wie auch mir, wieder nur der Onlinestream (begleitet von Stoßgebeten, dass der nicht wieder an den interessantesten Stellen abreißt) und die spätnächtliche Wiederholung auf N3. Von einem akzeptablen Umgang mit diesem auch von meinen Fernsehgebühren finanziertem Ereignis ist die…
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Peter Urban: The Voice is back in Town

Hurra, hurra, der Peter, der ist wieder da! Wie eurofire heute unter Berufung auf den NDR vermeldet, kommentiert Peter Urban nach seinem krankheitsbedingten Aussetzen in Moskau in diesem Jahr wieder den Eurovision Song Contest für die ARD. Und auch, wenn Tim Frühling eine mehr als würdige Krankheitsvertretung abgab, so freue ich mich doch wieder auf die so kenntnisreichen wie galant bösen und stets in Schwarze treffenden Kommentare "unserer" Stimme, die den Grand Prix, jedenfalls vor dem Bildschirm, erst zu einem richtig runden Erlebnis macht! Mit roten Haaren könnte er Niamh Kavanagh doubeln: Peter Urban (mehr …)
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Wett­quo­ten: Lena auf Platz zwei bei den Buchmachern

Nach dem sich die deutschen Medien gerade in eine regelrechte Lena-Hysterie hineinschreiben und schon wieder von einem möglichen Sieg spekulieren, lassen sich scheinbar auch die Buchmacher anstecken. In den britischen Wettbüros liegt der deutsche Beitrag derzeit auf Platz 2, hinter Aserbaidschan. Ein gutes Omen für Oslo oder machen wir uns wieder, wie so oft, falsche Hoffnungen? Ich meine: ein bisschen von beidem. Denn angesichts des schwachen Wettbewerbsumfelds in diesem Jahr haben wir erstmals seit 17 Jahren überhaupt wieder so etwas wie den realistischen Hauch einer Chance auf einen Medaillenplatz. Andererseits dürfen wir nicht schon wieder den Texas-Lightning-Fehler begehen, nämlich aufgrund kollektiver…
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Ukrai­ne 2010: The Ant is near!

Wie man eine Eurovisionskatastrophe durch hektische Rettungsversuche immer nur noch schlimmer macht, beweist die Ukraine. Endgültiger Stand ist, dass Alyosha das Land mit dem Titel 'Sweet People' vertritt. Bis dahin war es ein sehr langer Weg. Oder vielmehr: eine sich anfangs langsam, dann immer schneller und überstürzter drehende Abwärtsspirale. Nachfolgend der Versuch einer Chronologie der Ereignisse. Ich hoffe, Sie bringen ein bisschen Zeit und Geduld mit. Blond, Wind & Fire: die Aljoscha mit 'Sweet People' (mehr …)
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Zwei­te Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de 2010: die Übersicht

Auch wenn der Ukraine nur wenige Stunden vor Annahmeschluss ihr Beitrag abhanden kam - mittlerweile stehen nun alle Songs für Oslo und die Startreihenfolge fest. Anlass genug für einen Kurzüberblick mit Kommentar, aufrechtgehn.de-Wertung und meiner Einschätzung hinsichtlich der Chancen aufs Finale. Wie immer stehen sich im zweiten Semi am Donnerstag die Eurovisionsschwergewichte gegenüber, aber auch die krasseren Fehlgriffe. Wobei der Trend insgesamt zu eher auf das eigene Land denn auf die europäischen Zuschauer gemünzten Ethnofolkbeiträgen geht. Ob man dabei in die Niederungen der Neunziger zurückreist wie Irland oder gleich in die tiefsten Siebziger wie die Niederlande, hängt jeweils davon ab,…
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Ers­te Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de 2010: die Übersicht

So, nun stehen alle Beiträge für Oslo und die Startreihenfolge fest. Anlass genug für einen Überblick mit allen Videos, Kurzkommentaren, aufrechtgehn.de-Wertung und meiner Einschätzung hinsichtlich der Finalchancen. Wie jedesmal seit der Aufteilung auf zwei Qualifikationsrunden versammeln sich im ersten Semi die schwächeren Titel (das scheint eine neue, dennoch eherne Eurovisionsregel). Es fällt tatsächlich schwer, aus der Ansammlung fast ausschließlich schnarchnasiger Depressionslieder, bei denen man sich schon glühende Zigaretten ins Fleisch drücken muss, um wach zu bleiben, ganze zehn herauszufiltern, die ins Finale einziehen sollen (eher: müssen). (mehr …)
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Fina­le 2010: die Übersicht

Seit Einführung der Qualifikationsrunden existiert das Phänomen, dass die so genannten Big Four, die vier aufgrund ihrer Finanz- und potentiellen Zuschauerstärke stets fest fürs Finale gesetzten Länder Frankreich, Großbritannien, Spanien und Deutschland in der Punkteauszählung fast immer geschlossen die letzten Plätze belegen. Nach ersten Ausbrüchen Frankreichs und Englands aus dem Grand-Prix-Keller letztes Jahr (unter Zuhilfenahme großer Namen) könnte sich das Blatt dieses Jahr wenden. Denn Teile der Großen Vier bieten - so ziemlich als Einzige - zeitgenössischen Pop in einem Umfeld lahmer, auf die Juryvote zielender Schnarchballaden und obskurem, eher auf nationale Geschmäcker setzendem Folk. Selbst einen deutschen Sieg halte…
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