Fang­fri­sche Musik­vi­de­os

Gut einen Monat liegt das Ende der Vor­ent­schei­dungs­sai­son 2011 nun zurück. Zwi­schen­zeit­lich reich­ten eini­ge Län­der noch pro­fes­sio­nel­le Musik­vi­de­os nach, die ich Euch natür­lich nicht vor­ent­hal­ten möch­te. Da ist an vor­ders­ter Front Eric “Mar­quis de” Saa­de zu nen­nen, der in sei­nem (sehr düs­te­ren) Clip auf Micha­el Jack­sons Spu­ren wan­delt und die Geschich­te des Tanz­wett­be­werbs mit einer Stra­ßen­gang aus ‘Beat it’ nach­er­zählt. Nur, dass es in Erics Fas­sung nicht bei der sub­li­men Ver­la­ge­rung der Riva­li­tät zwi­schen Gut und Böse in den Tanz bleibt, son­dern er von den fie­sen Bul­lies gleich zu Anfang erst mal rich­tig die Fres­se poliert bekommt. Nichts für emp­find­li­che See­len also – die­je­ni­gen unter mei­nen Lesern, die ‘Popu­lar’ has­sen, wer­den die ers­ten 24 Sekun­den des Clips aber voll und ganz genie­ßen! Natür­lich lässt sich unser hel­den­haf­ter Eric auch durch eine blu­tig geschla­ge­ne Nase nicht ein­schüch­tern und ertanzt sich gegen alle Dro­hun­gen und Ein­schüch­te­rungs­ver­su­che den Sieg (sowie – an die­ser Stel­le wird es unglaub­wür­dig – die Zunei­gung einer blon­den Bar­kee­pe­rin). Und macht so aus sei­nem sehr sim­pel gestrick­ten “Ich will reich und berühmt sein”-Lied­chen mit dem mar­kan­ten Zicke­za­cke-zicke­za­cke-hoi-hoi-hoi-Beat geschickt eine Hym­ne gegen Unter­drü­ckung. Bra­vo!


PG: gleich zu Anfang gibt’s was auf die Nuss für unse­ren Eric

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Blue zie­hen sich aus

Wie bereits berich­tet, zogen sich die brit­schen Euro­vi­si­ons­teil­ver­tre­ter Blue unlängst für das Lon­do­ner Schwu­len­ma­ga­zin Atti­tu­de aus. Sehr auf­merk­sam, Jungs – und sehr an die Ziel­grup­pe gedacht! Der offen bise­xu­el­le Front­mann Dun­can James dürf­te nun in Düs­sel­dorf noch mehr von Jour­na­lis­ten schwu­len Fans umringt wer­den – und auch die drei ande­ren Boy­group-Mit­glie­der kön­nen sich wahr­lich sehen las­sen! Auch wenn Ant­o­ny Cos­ta beim Foto­shoo­ting offen­sicht­lich etwas die Wam­pe ein­zie­hen muss­te – ich find Män­ner mit Bauch ja sexy! So dürf­ten die Jungs ger­ne auch beim Grand Prix auf­tre­ten! Die Atti­tu­de, laut Eigen­wer­bung “Europe’s No 1 gay life­style mag”, ist für 2,99 £ auch als digi­ta­ler Down­load erhält­lich – lei­der schein­bar nur inner­halb Eng­lands. Dann mal ab zum gut sor­tier­ten Bahn­hofs­buch­han­del!


Wo ist Dun­can James’ lin­ke Hand da bei 0:53 Min?

Euro­vi­si­on Mini­Pop Icons

Lena Meyer-Landrut, DE 2011
Deut­sche Vor­ent­schei­dung 2011

Eine fabel­haf­te Idee hat­te der Bri­te Ben Mor­ris: er ent­warf die unglaub­lich nied­li­chen Euro­vi­si­on 2011 Mini­pop Icons. Klei­ne, am Com­pu­ter gezeich­ne­te Figür­chen, die alle 43 dies­jäh­ri­gen Teil­neh­mer zei­gen – mit zum Teil haar­sträu­bend lus­ti­gen Details. Das ulti­ma­ti­ve Fan-Acces­soire! Lei­der gibt’s die Icons momen­tan nur als Anste­cker oder Pos­ter zu kau­fen, da Mor­ris das nur als Hob­by neben­bei betreibt. Jed­ward und Blue ver­ewig­te der Künst­ler zwar auch auf je einem T‑Shirt. Die ver­stei­gert er jetzt, ver­se­hen mit den Auto­gram­men der Inter­pre­ten zu einem kari­ta­ti­ven Zweck auf Ebay. Als Blue sich unlängst für das Lon­do­ner Schwu­len­ma­ga­zin Atti­tu­de ent­blät­ter­ten, zog er fol­ge­rich­tig mit einer Nackt-Vari­an­te nach, deren Ent­ste­hung im unten­ste­hen­den Video im Zeit­raf­fer mit­ver­folgt wer­den kann. Mit klei­nen Ein­bli­cken in die äußerst loh­nens­wer­ten Ori­gi­nal­fo­tos aus der Atti­tu­de! Aber mit oder ohne Blue im Adams­kos­tüm: schaut auf Mor­ris’ Face­book-Sei­te – da sind alle 43 Icons zu sehen (und da fin­det sich auch ein Link zum Shop). Ihr wer­det die Din­ger lie­ben, hun­dert­pro­zen­tig!

DVE 2011: Reruns are a ris­ky Busi­ness

MiniPopIcon von Lena, DE 2011
Die Titel­ver­tei­di­ge­rin

Das Unglaub­li­che, das nicht mehr Erwar­te­te, das Wun­der war im Vor­jahr gesche­hen: das in Ste­fan Raabs Cas­ting­show Unser Star für Oslo ent­deck­te neue deut­sche Fräu­lein­wun­der Lena Mey­er-Land­rut hat­te nach 28 Jah­ren Durst­stre­cke das Mär­chen wahr gemacht und die Grand-Prix-Kro­ne heim geholt. Deutsch­land war im kol­lek­ti­ven Freu­den­tau­mel und die mit Staats­eh­ren zu Hau­se emp­fan­ge­ne Lena unse­re unum­schränk­te Volks­hel­din. Noch im Sie­ges­rausch von Oslo ent­scheid Raab, Lena zur Titel­ver­tei­di­gung in die­sem Jahr noch­mals antre­ten zu las­sen. Und ließ sich auch durch ungläu­bi­ge bis ent­setz­te Reak­tio­nen von Medi­en und Öffent­lich­keit nicht mehr davon abbrin­gen. So funk­tio­nier­te er die Vor­ent­schei­dung 2011 in eine drei­tei­li­ge, ins­ge­samt sie­ben­stün­di­ge Dau­er­wer­be­sen­dung für das von ihm pro­du­zier­te zwei­te Mas­sen-Land­flucht-Album ‘Good News’ um. Und bescher­te uns damit die wohl lang­wei­ligs­te und zähes­te Euro­vi­si­ons­vor­ent­schei­dung in der Geschich­te.

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Der Schnell­über­blick: ers­tes Semi­fi­na­le 2011

Logo ESC 2011 Semi 1
Das schwe­di­sche Jahr

Boom Boom’, ‘Haba Haba’, ‘Da da dam’: eine Ansamm­lung laut­ma­le­ri­scher lyri­scher Meis­ter­wer­ke ist in der ers­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de am 10. Mai zu fin­den. Die ARD hat das vor­aus­sicht­lich ein­schalt­quo­ten­schwä­che­re der bei­den Semis, in dem wir nicht mit abstim­men dür­fen, groß­zü­gig an den Koope­ra­ti­ons­part­ner Pro­Sie­ben abge­tre­ten, der es ab 21:00 Uhr live aus­strahlt. Was bedeu­tet, dass wir erst­mals seit Ein­füh­rung des zwei­ten Semis in den Genuß einer bun­des­weit tat­säch­lich emp­fang­ba­ren Live­über­tra­gung kom­men (hur­ra!), wenn auch um den Preis von Wer­be­spots in den Pau­sen. 19 Län­der gehen ins Ren­nen um die zehn Plät­ze im Fina­le am Sams­tag. Hier die Über­sicht in der aus­ge­los­ten Start­rei­hen­fol­ge.

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Got it deep insi­de (BY 2011)

Ende Febru­ar wähl­te die fins­te­re Halb­dik­ta­tur Weiß­russ­land (aka Bela­rus) in einem strik­ten Jury­ent­scheid ihren Bei­trag für Düs­sel­dorf: eine aller­liebs­te, wun­der­bar tra­shi­ge Acht­zi­ger­jah­re-Euro­dis­co-Uptem­po­num­mer mit dem selbst­re­fe­ren­ti­el­len Titel ‘Born in Belo­rus­sia (USSR Time)’. Das war wohl Luka­schen­kos musi­ka­li­sches Bewer­bungs­schrei­ben für die Wie­der­ver­ei­ni­gung mit dem Mut­ter­land Russ­land. Nach Geme­cker über den “polit­schen” Text und einen angeb­li­chen Regel­ver­stoß zog das Land den Song zu mei­nem gro­ßen Bedau­ern zurück (Luka­schen­ko hät­te ich dicke­re Eier zuge­traut). Und ersetz­te ihn durch einen neu­en, ähn­lich dis­co­t­as­ti­schen, mit dem nicht min­der sub­ti­len Titel ‘I love Bela­rus’! Geschrie­ben vom sel­ben Autoren und dar­ge­bo­ten von der­sel­ben Inter­pre­tin, Ana­sta­si­ya Vin­ni­ko­va. Und damit ste­hen alle 43 Bei­trä­ge für Düs­sel­dorf end­lich fest!

httpv://www.youtube.com/watch?v=Asz9f-9SxiE
Das Land, wo Euro­dance lebt: I love Bela­rus!

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Der Schnell­über­blick: die Big Five 2011

Logo ESC 2011 Finale
Das schwe­di­sche Jahr

Kei­ner hat­te es mehr für mög­lich gehal­ten. Doch das deut­sche Fräu­lein­wun­der Lena Mey­er-Land­rut bewies es letz­tes Jahr in Oslo: jawohl, auch ein Big-Four-Land kann gewin­nen, wenn es nur will. Man braucht ein­fach nur einen über­zeu­gen­den Song und einen Inter­pre­ten mit Aus­strah­lung! Der Über­ra­schungs­sieg von ‘Satel­li­te’ lock­te sogar die Euro­vi­si­ons­sno­bis­ten aus Ita­li­en zurück, so das es in die­sem Jahr sogar fünf auto­ma­ti­sche Fina­lis­ten gibt, die ohne Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de fix für den Sams­tag (14. Mai, ab 21:00 Uhr im Ers­ten) gesetzt sind. Wie ste­hen deren Chan­cen? Hier der Über­blick.

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Der Schnell­über­blick: zwei­tes Semi 2011

Logo ESC 2011 Semi 2
Das schwe­di­sche Jahr

Eine bun­te Mix­tur an Bei­trä­gen, vom Euro­dan­ce­trash über Elek­tro­sound und Hard­rock bis hin zu grau­en­haf­ten Sülz­bal­la­den ist in der zwei­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de am 12. Mai (ab 21:00 Uhr im Ers­ten) zu fin­den. Dar­un­ter so ziem­lich alle mei­ner dies­jäh­ri­gen Hass­bei­trä­ge, und das sind nicht weni­ge! Grö­ße­re Vor­rä­te an Wod­ka-Red Bull und glim­men­den Ziga­ret­ten, die man sich zwecks Wach­blei­bens ins Fleisch pres­sen kann, sind ange­ra­ten, um die­ses Semi zu über­ste­hen. 19 Län­der gehen ins Ren­nen um die zehn Plät­ze im Fina­le am Sams­tag, und wir sind abstim­mungs­be­rech­tigt. Hier die Über­sicht in der Rei­hen­fol­ge der aus­ge­los­ten Start­plät­ze.

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Every Song is a Cry (AB 2011)

Alba­ni­en hält auf Tra­di­ti­on. Tra­di­tio­nell an Weih­nach­ten fand das drei­tä­gi­ge Fes­ti­va­li i Kën­ges (FiK) statt. Tra­di­tio­nell stimm­te eine Jury ab, und tra­di­tio­nell ent­schied sich sich für eine furcht­ein­flö­ßen­de Domi­na mit einem, wie es Tra­di­ti­on in Alba­ni­en ist, laut geschriee­nen, dezent ori­en­ta­lisch anmu­ten­den Kla­ge­lied mit ‘Kën­ga’ (‘Lied’) im Titel. Wie es die Tra­di­ti­on wei­ter erfor­dert, wur­de auch die­ses Lied bis zur Unkennt­lich­keit neu abge­mischt und mit einem eng­li­schen Text ver­se­hen, von dem man auf­grund der tra­di­tio­nell kata­stro­pha­len eng­li­schen Sprach­fä­hig­kei­ten der Alba­ner wie­der­um kein Wort ver­steht. “I hold my Nipp­le in the open Sky”? Ver­rück­te Frau!

httpv://www.youtube.com/watch?v=3r5cWoZFIw0
Hier die alba­ni­sche Ori­gi­nal­fas­sung ‘Ken­gä ime’. Die völ­lig ver­blö­de­ten Alba­ner haben den Clip über­all sper­ren las­sen. Gut, wenn ihr kei­ne Wer­bung für Euren Bei­trag braucht… ich wer­de sicher nie wie­der für Alba­ni­en beim Grand Prix anru­fen. Voll­pfos­ten!

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Fan­boy, Fan­boy, you can call me Fan­boy (SE 2011)

Yaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaay! Einen bes­se­ren Abschluß der Vor­ent­schei­dungs­sai­son 2011 hät­te es nicht geben kön­nen! Schwe­den hat sich aus­nahms­wei­se mal rich­tig ent­schie­den und Eric Saa­de (sprich: Sa-aa-de) mit der fabel­haf­ten Dis­co­num­mer ‘Popu­lar’ nach Düs­sel­dorf gewählt. Und popu­lär dürf­te der put­zi­ge ‘Man­boy’ bei den Fans sicher­lich sein! Tack Sve­ri­ge und ich freu mich bereits auf Stock­holm 2012!

httpv://www.youtube.com/watch?v=Nfx0OMM2u0A
Glück und Glas, wie leicht bricht das: Eric Saa­de

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