ARD: und sie ist wie­der allein, allein

Die Koope­ra­ti­on ruht”: so kom­men­tier­te der Pro­Sie­ben-Spre­cher Micha­el Oster­mei­er die heu­te offi­zi­ell bestä­tig­te Mel­dung, dass der Raab-Sen­der und die ARD beim deut­schen Vor­ent­scheid 2013 nicht zusam­men­ar­bei­ten wer­den. Und dürf­te damit ein hüb­sches Neu­sprech-Äqui­va­lent für die bei Pop­band-Tren­nun­gen all­seits belieb­te “Krea­tiv­pau­se” gefun­den haben. Dass der Mün­che­ner Pri­vat­sen­der ange­sichts der selbst ver­schul­de­ten mise­ra­blen Ein­schalt­quo­ten von Unser Star für Baku kei­ne Lust mehr auf eine Fort­set­zung hat, war abzu­se­hen. Zumal sich Ste­fan Raab, die Trieb­fe­der hin­ter der Zusam­men­ar­beit, mit der ange­kün­dig­ten Polit-Game­show Abso­lu­te Mehr­heit längst auf dem Weg zum nächs­ten TV-Olymp befin­det. Nun muss die ARD, respek­ti­ve der NDR, den deut­schen Bei­trag also wie­der allei­ne ver­ant­wor­ten. Auch hier übt man sich in Neu­sprech: “Das Kon­zept für den deut­schen Vor­ent­scheid 2013 ist der­zeit in Vor­be­rei­tung”, so ver­ne­bel­kerzt Tho­mas Schrei­ber in der heu­ti­gen Pres­se­mit­tei­lung das Nicht­vor­han­den­sein einer prä­sen­ta­blen Idee.


Man gewöhnt sich so schnell an das Schö­ne, wuß­te Nora Nova schon 1964

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Melo­di­fes­ti­va­len: Tere­se Fre­den­wall ist die Ers­te

Und neben der Schweiz eröff­ne­te heu­te auch die zwei­te gro­ße Eurov­si­ons­na­ti­on mit “Schw” im Namen die Vor­ent­schei­dungs­sai­son 2013. In einer obsku­ren Radio­vor­auswahl namens Svensk­top­pen Näs­ta setz­te sich, wie Euro­fire ver­mel­de­te, die Folk­sän­ge­rin Tere­se Fre­den­wall im Ren­nen um einen Start­platz beim Melo­di­fes­ti­va­len, dem schwe­di­schen Vor­ent­scheid, durch. Iro­ni­scher­wei­se mit einem Titel namens ‘Drop the Fight’, der noch iro­ni­scher­er­wei­se aber nicht beim Mel­lo an den Start darf, da er mit sei­ner gest­ri­gen Auf­füh­rung gegen das Ver­öf­fent­li­chungs­ver­bot (Stich­tag: 1. Sep­tem­ber 2012) ver­stößt. Lei­der eben­so wie der Fre­den­wall-Kult­ti­tel ‘Hey you, midd­le aged mar­ried Man’, einem auf­rüt­teln­den Pro­test­song gegen Inter­net­por­no­gra­fie oder so. Mal schau­en, mit was uns Tere­se also beim MF über­ra­schen wird – und ob sie es über­haupt bis ins Fina­le am 9. März 2013 schafft.


Erin­nert vom Klang des Titels ein wenig an ‘Les­bi­an Seagull’ von Engel­bert Hum­per­dinck: Tere­ses Lied gegen Web­c­amsex

Schweiz: die Ers­ten wer­den die Letz­ten sein

Du weißt, der Som­mer ist vor­über, wenn die Schweiz offi­zi­ell die neue Vor­ent­schei­dungs­sai­son eröff­net. Auf die Sekun­de pünkt­lich zum 1. Sep­tem­ber nimmt das Deutsch­schwei­zer Fern­se­hen SF wie­der Song­vor­schlä­ge für sei­ne vier Slots bei Der gro­ßen Ent­schei­dungs­show, dem gesamt­hel­ve­ti­schen Vor­ent­scheid am 15. Dezem­ber, ent­ge­gen. Die Sen­der des fran­zö­sisch- bzw. ita­lie­nisch­spra­chi­gen Teils der Eid­ge­nos­sen­schaft wäh­len in eige­nen Vor­vor­auswah­len wei­te­re fünf Bei­trä­ge aus. Wer sein Glück ver­su­chen will, braucht “einen star­ken Song, der inter­na­tio­na­len Anfor­de­run­gen genügt” (so die Pres­se­mel­dung hoff­nungs­voll), ein Video und vor allem einen Inter­pre­ten – ohne den geht nichts. Wer all das vor­zu­wei­sen ver­mag, kann sei­nen Titel ab Sams­tag auf der Euro­vi­si­ons­platt­form des Deutsch­schwei­zer Fern­se­hens hoch­la­den. Spä­tes­ter Ein­sen­de­schluß ist der 1. Okto­ber 2012, ab dann stim­men die Fans und eine Sen­der­ju­ry ab. Wie schon in den Vor­jah­ren dürf­te das wie­der ein wah­re Fund­gru­be des abgrün­digs­ten Trashs wer­den – und wie schon in den Vor­jah­ren kom­men ver­mut­lich wie­der nur die lang­wei­ligs­ten Lie­der in die TV-Show, von denen die Hel­ve­tier dann das all­erödes­te gen Mal­mö ent­sen­den…


Wird wie­der so ein Knal­ler dabei­sein? Oesch’s die Drit­ten (VE 2011)

Die Schweiz eröff­net die Vor­ent­schei­dungs­sai­son 2013 pünkt­lich zum 1. Sep­tem­ber.

  • Hur­ra, end­lich geht’s wie­der los! Dar­auf war­te ich schon vol­ler Unge­duld! (55%, 26 Votes)
  • Oh mein Gott. Ist es schon wie­der soweit? Das wird jedes Jahr gefühlt frü­her. (28%, 13 Votes)
  • Dass die es über­haupt noch ver­su­chen, hat ja schon wie­der was tra­gisch-heroi­sches. (11%, 5 Votes)
  • Hof­fent­lich ist Fred West­on wie­der mit von der Par­tie! (6%, 3 Votes)

Total Voters: 47

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Schwe­den auf Spar­kurs: 12 Mil­lio­nen für den ESC 2013

Wie escx­tra heu­te unter Bezug auf das in Euro­vi­si­ons­din­gen stets gut infor­mier­te Bou­le­vard­blatt Expres­sen berich­tet, plant der schwe­di­sche Sen­der SVT für den Euro­vi­si­on Song Con­test 2013 in Mal­mö mit Kos­ten von 12 Mil­lio­nen Euro: rund ein Vier­tel des­sen, was der Ali­y­ew-Clan für die Show in Baku sprin­gen ließ und 5 Mil­lio­nen weni­ger als das Bud­get des nor­we­gi­schen Sen­ders für den Con­test von 2010 in Oslo. Aber immer­hin das Dop­pel­te des­sen, was SVT für den Grand Prix im Jah­re 2000 in Stock­holm aus­gab, wo es aller­dings auch noch kei­ne Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­den und nur 24 Teil­neh­mer­län­der gab. Rund zwei­ein­halb Mil­lio­nen steu­ert Mal­mö bei, das hofft, tou­ris­tisch von der Show pro­fi­tie­ren zu kön­nen. Wie bereits berich­tet, fiel die Ent­schei­dung für die süd­schwe­di­sche Pro­vinz­haupt­stadt auch des­we­gen, weil die dor­ti­ge, klei­ne­re Mal­mö Are­na deut­lich güns­ti­ger zu haben war als das über vier Mal so gro­ße Stock­hol­mer Äqui­va­lent. “In den ver­gan­ge­nen Jah­ren war der Con­test zu groß. Jeder woll­te mit gro­ßen Are­nen beein­dru­cken, in denen die Künst­ler aber fast ver­schwan­den – und die sind ja die eigent­li­chen Stars”, sag­te der Con­test-Beauf­trag­te Chris­ter Björk­man, der 1992 eben­falls in Mal­mö für sein Hei­mat­land den vor­letz­ten Platz ersang, dem Expres­sen. Die Schwe­den lie­gen damit voll auf EBU-Linie: bereits auf der Pres­se­kon­fe­renz zum ers­ten Semi­fi­na­le in Baku hat­te Jan Ola Sand ange­kün­digt, dass künf­tig beim Euro­vi­si­on Song Con­test gespart wer­den sol­le.

httpv://youtu.be/AV7h5DB5fzg
Der heu­ti­ge Melo­di­fes­ti­va­len-Impre­sa­rio bei sei­nem letz­ten Auf­tritt in Mal­mö

Klei­ne­re Städ­te, klei­ne­re Hal­len, klei­ne­re Bud­gets: ist der Spar­kurs beim ESC rich­tig?

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Euro­vi­si­on Song Con­test 2013 in Mal­mö

Ich bin fas­sungs­los. Ein­fach fas­sungs­los. Fas­sungs­los ist das ein­zi­ge Wort, um zu beschrei­ben, wie… fas­sungs­los ich bin! Wie der NDR vor weni­gen Stun­den ver­mel­de­te, wird der Euro­vi­si­on Song Con­test 2013 nicht, wie erwar­tet, in der schwe­di­schen Metro­po­le Stock­holm statt­fin­den, son­dern in der 300.000-Einwohner-Stadt Mal­mö. Als Ter­mi­ne wur­den der 14., 16. und 18. Mai 2013 bestä­tigt. Infra­struk­tu­rel­le Über­le­gun­gen hät­ten den Aus­schlag für die klei­ne­re Bewer­ber­stadt gege­ben: in Stock­holm fin­det zeit­gleich zum Grand Prix die Eis­ho­ckey-WM statt, die Stadt ist also ohne­hin schon mit Besu­chern über­schwemmt. Zudem will der schwe­di­sche Sen­der SVT Kos­ten spa­ren und zu einer klei­ne­ren Ver­an­stal­tung zurück­keh­ren: “Die Ent­wick­lung der letz­ten Jah­re mit grö­ße­ren Are­nen und stei­gen­den Kos­ten ist kein trag­ba­res Modell für den ESC und hat das Erleb­nis nicht bes­ser gemacht”, sag­te Mar­tin Öster­dahl, Pro­du­zent des ESC 2013, wie der Prinz-Blog mel­det.

httpv://youtu.be/k_4R06eoZwA
Auch Ramm­stein bespiel­ten schon die Mal­mö Are­na

Wei­ter­le­senEuro­vi­si­on Song Con­test 2013 in Mal­mö

Euro­vi­si­on 2013 in drei Städ­ten?

Als ein biss­chen ver­früht könn­te sich das Han­deln eini­ger über­eu­pho­ri­sier­ter Euro­vi­si­ons­fans erwei­sen, die im Lore­en-Rausch schon mal Hotel­zim­mer für die Euro­vi­si­ons­wo­che vom 14. bis 18. Mai 2013 in Stock­holm buch­ten. Der schwe­di­sche Sen­der SVT spielt der­zeit näm­lich, wie das Bou­le­vard­blatt Expres­sen berich­tet, gedank­lich eine gan­ze Rei­he von Vari­an­ten für die Durch­füh­rung des Grand Prix 2013 durch. Und eine – wenn auch wenig wahr­schein­li­che – davon lau­tet: Auf­tei­lung der bei­den Semis und des Fina­les auf die Städ­te Göte­borg, Mal­mö und Stock­holm


Die gran­dio­se Sarah Dawn Finer: wird sie den ESC 2013 mode­rie­ren?

Wei­ter­le­senEuro­vi­si­on 2013 in drei Städ­ten?