Schweiz eröff­net erneut die Trash­box

Ein­mal wie immer: auch für das kom­men­de Jahr hält das Schwei­zer Fern­se­hen an sei­nem so herr­lich kom­pli­zier­ten wie für Freun­de des Trashs so herr­lich ergie­bi­gen Vor­ent­schei­dungs­ver­fah­ren fest. Ab dem 29. Sep­tem­ber laden die Eid­ge­nos­sen erneut Song­schrei­ber und Künst­ler aus ganz Euro­pa ein, ihren Bewer­bungs­bei­trag auf der Inter­net­platt­form srf.ch/Eurovision hoch­zu­la­den. Ab dem 27. Okto­ber besteht dann für das Publi­kum sowie eine Sen­der­ju­ry die Gele­gen­heit, aus dem Füll­horn des Absei­ti­gen und Schrä­gen die neun lang­wei­ligs­ten und lahms­ten Songs her­aus­zu­su­chen, die sich gemein­sam mit sechs wei­te­ren Kan­di­da­ten aus dem fran­zö­sisch­spra­chi­gen Teil des Lan­des und drei Ita­lo­schwei­zern anschlie­ßend live vor der Sen­der­ju­ry bewei­sen müs­sen. Nur jeder Drit­te von ihnen wird es in die live aus­ge­strahl­te Gro­ße Ent­schei­dungs­show am 31. Janu­ar in die Boden­see-Are­na in Kreuz­lin­gen schaf­fen, wo der hel­ve­ti­sche Bei­trag 2015 im Jury-Tele­vo­ting-Mix bestimmt wird. Dort gewinnt dann, auch das erfor­dert die Tra­di­ti­on, mit hoher Wahr­schein­lich­keit wie­der der Kan­di­dat aus dem Tes­sin.


Dei­ne Welt sind die Ber­ge: so klingt die Schweiz!

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Hur­ra: Maze­do­ni­en macht 2015 mit!

Sehr erfreu­li­che Nach­rich­ten aus Skop­je: wie esc­to­day berich­tet, gab der maze­do­ni­sche Sen­der MRT heu­te bekannt, in Öster­reich dabei sein zu wol­len. Die Teil­nah­me des exju­go­sla­wi­schen Lan­des schien zunächst unsi­cher: bei einer Online-Umfra­ge des chro­nisch klam­men Sen­ders sprach sich die Mehr­heit der Maze­do­ni­er für einen Rück­zug vom Euro­vi­si­on Song Con­test aus, was ange­sichts der mage­ren Erfolgs­bi­lanz (seit der Ein­füh­rung des zwei­ten Semis 2008 gelang es dem Land mit dem offi­zi­el­len Stol­per­stein-Namen nur ein ein­zi­ges Mal, ins Fina­le ein­zu­zie­hen) nicht wei­ter ver­wun­dert. Nun dach­te man sich beim Sen­der wohl, dass, wenn schon das einst­mals so seriö­se deut­sche ZDF sei­ne Umfra­gen fälscht, man das in Skop­je erst recht kann: wie MRT heu­te mit­teil­te, wol­le man im Hin­blick auf die “sozia­le Ver­ant­wor­tung” des öffent­li­chen Sen­ders unge­ach­tet des Abstim­mungs­er­geb­nis­ses beim tra­di­ti­ons­rei­chen Skop­je Fest am 13. Novem­ber den Ver­tre­ter für Öster­reich bestim­men. “Maze­do­ni­en soll sich auf der gro­ßen Büh­ne bewei­sen, vor den Augen der euro­päi­schen Fami­lie und der Welt,” so die Kul­tur­ver­ant­wort­li­che von MRT, Maria Popo­va, auf der Sen­der­sei­te (jeden­falls sinn­ge­mäß laut Goog­le-Über­set­zung).


Maze­do­ni­ens Bes­ter: Rok Agre­sori beim Skop­je Fest 2011

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Mal­ta 2015: Der frü­he Vogel singt den Wurm

Der Preis für die vor­zei­ti­ge Sai­son­er­öff­nungs­mel­dung 2015 geht an das uner­müd­li­che Euro­vi­si­ons­ei­land Mal­ta. Wäh­rend wir immer noch nicht wis­sen, ob der Euro­vi­si­on Song Con­test 2015 nun in Wien statt­fin­det oder nicht, gab der mal­te­si­sche Sen­der PBS bereits die Ter­mi­ne für den Mal­ta­song for Euro­pe 2015 bekannt. Und die lie­gen noch in 2014: am 21. und 22. Novem­ber die­sen Jah­res soll der mal­te­si­sche Song für Öster­reich gewählt wer­den. Oder auch nicht: das unge­wöhn­lich frü­he Datum für das Semi und Fina­le der Vor­ent­schei­dung – bis­lang fand der Mal­ta­song tra­di­tio­nell im Febru­ar statt – soll dem Sen­der vor allem Gele­gen­heit geben, Weiß­russ­land als Geschmacks­dik­ta­tur rechts zu über­ho­len. Wie PBS eben­falls ver­kün­de­te, beschränkt man sich dies­mal nicht mehr dar­auf, den Ein­fluss des Publi­kums durch die gro­tes­ke Bevor­zu­gung der Jury­stim­men (die 7/8 zäh­len) zu mar­gi­na­li­sie­ren, son­dern behält sich außer­dem das Recht vor, den aus­ge­wähl­ten Bei­trag nach Belie­ben zu ver­än­dern oder gar kom­plett aus­zu­tau­schen.


“Fly above like a Sie­gel on the Way”: Mal­ta hat Erfah­rung mit frü­hen Vögeln (MT 2010)

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Sinit­ta: mit dem GTO zum ESC?

Die nach­rich­ten­ar­me Post-Euro­vi­si­ons-Depres­si­ons-Peri­ode ist bekannt­lich die am bes­ten geeig­ne­te Zeit für pop­mu­si­ka­li­sche Has­beens, mit offen­sicht­lich aus­sichts­lo­sen Bewer­bun­gen um eine Euro­vi­si­ons­teil­nah­me mal wie­der dem Ghet­to des Ver­ges­sens zu ent­ei­len, und sei es auch nur kurz. Und übli­cher­wei­se igno­rie­re ich sol­ches – außer, es han­delt sich um einen mei­ner Lieb­lings-Trash­pop-Stars aus den gol­de­nen Acht­zi­gern. Wie bei­spiels­wei­se die fabel­haf­te Sinit­ta, die etli­chen Stock / Aitken / Water­man-Pro­duk­tio­nen wie ‘G.T.O.’ oder ‘Cross my bro­ken Heart’ ihr Gesicht und ihr dün­nes Stimm­chen lieh. Weit wich­ti­ger aber sind ihre 1986 vor der SAW-Zeit ent­stan­de­nen, essen­ti­el­len Gay-Dis­co-Hym­nen ‘Crui­sin’ und ‘So macho!’, mit denen die Toch­ter der US-Dis­co-Köni­gin Miquel Brown der Spur ihrer Mut­ter folg­te und das von sel­bi­ger mit ‘So many Men, so litt­le Time’ begon­ne­ne Pop-Tri­um­vi­rat der Pro­mis­kui­tät voll­ende­te.


Begrenz­tes Video­bud­get (lei­der), aber text­lich unter­schrei­be ich jede Zei­le: Sinit­tas Anfor­de­rungs­ka­ta­log an den Mann

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