Türk­vi­zyon 2015 mit auf­ge­stock­tem Fina­le

Auf­grund des wach­sen­den Teil­neh­mer­fel­des bei der Türk­vi­zyon wird das Fina­le von 12 auf 14 Plät­ze auf­ge­stockt, wie Euro­voix heu­te unter Bezug­nah­me auf die Pres­se­spre­che­rin des aus­rich­ten­den Sen­ders TMB berich­tet. Damit hat jede zwei­te der aktu­ell 28 teil­neh­men­den Län­der, Regio­nen oder Volks­grup­pen die Chan­ce auf einen Platz im Fina­le. Beim Start des Song Con­tests des tür­ki­schen Kul­tur­rau­mes im Jah­re 2013 war die End­run­de noch auf 12 Teilnehmer/innen limi­tiert. Im letz­ten Jahr kamen aller­dings de fac­to 15 Sänger/innen wei­ter, nach­dem Fans Unstim­mig­kei­ten bei der Punk­te­ver­ga­be im Semi auf­fie­len und das Ergeb­nis kor­ri­giert wer­den muss­te. Ursprüng­lich soll­ten die­ses Jahr im Semi ins­ge­samt 25 Län­der an den Start gehen, aller­dings mel­de­ten sich zwi­schen­zeit­lich noch zwei Turk­völ­ker aus dem Kau­ka­sus an. Vor weni­gen Tagen gab auch die alba­ni­sche Ver­tre­te­rin des Vor­jah­res, Xhoi, bekannt, wie­der mit­ma­chen zu wol­len. Um ihre Teil­nah­me gab es bereits 2014 Ver­wir­rung, weil sie sich wohl ohne einen ent­sen­den­den TV-Sen­der im Rücken ange­mel­det hat­te. Mit­ma­chen durf­te sie den­noch.

Erhielt Punk­te auch vom eige­nen Juro­ren, durf­te nach Kor­rek­tur des Ergeb­nis­ses aber den­noch ins Fina­le: Zuleyha Kakay­va aus Turk­me­ni­stan

 

[Update] Türk­vi­zyon 2015: der Cha­ka-Kaan-Klan

Fest in Fami­li­en­hand zeigt sich der osma­ni­sche Euro­vi­si­ons­ab­le­ger, die Türk­vi­zyon, in Maze­do­ni­en. Dort tritt bereits zum zwei­ten Mal in Fol­ge Kaan Maz­har an, der letz­tes Jahr den 17. Platz im Fina­le beleg­te. Sein dies­jäh­ri­ger Bei­trag heißt ‘Anlamsiz Zaman’ (laut Inter­net­über­set­zung: ‘Bedeu­tungs­lo­se Zeit’) und prä­sen­tiert sich als typisch ori­en­ta­li­scher Jam­mer­pop. Ob er damit in Istan­bul ein bes­se­res Ergeb­nis erzielt? Kaan hat dane­ben noch ein zwei­tes Eisen im Feu­er: wie Euro­voix berich­tet, ver­tritt sein Sohn Tol­ga (ali­as Toby) die frü­he­re jugo­sla­wi­sche Repu­blik bei der zeit­gleich statt­fin­den­den Bala Türk­vi­zyon, der erst­ma­lig ver­an­stal­te­ten Kin­der­aus­ga­be des Wett­be­werbs. Wie prak­tisch für Papa Maz­har: als Auf­sichts­per­son mit­fah­ren und gleich noch selbst auf­tre­ten! Die Sie­ger­na­ti­on der letz­ten Türk­vi­zyon, Kasach­stan, ent­sen­det unter­des­sen mit der Grup­pe Orda erneut eine vier­köp­fi­ge Boy­band, die im heu­te abge­hal­te­nen Vor­ent­scheid 17 Kon­kur­ren­ten schlug. Und der deut­sche Türk­vi­zyons­bei­trag, gesun­gen von Der­ya Kap­tan, heißt ‘Ses­siz Çığlık’ oder ‘Stum­mer Schrei’. Das dürf­te wohl kei­ne Uptem­po-Tanz­num­mer wer­den!

Ech­te Gangs­ter: die kasa­chi­sche Boy­band Orda

Türk­vi­zyon 2015: die Teil­neh­mer­lis­te

3. Song Con­test des tür­ki­schen Kul­tur­rau­mes. Sams­tag, 19.12.2015, 15:30 Uhr MEZ, in Istan­bul, Tür­kei.
Land / Repu­blikTeil vonInter­pretSongÜber­set­zung
Alba­ni­enALXho­ana Bej­ko (Xhoi) + Visar Rex­h­epiAdi Has­retGemein­sa­mer Wunsch
Aser­bai­dschanAZMeh­man Tagi­y­evIstan­bulIstan­bul
Bos­ni­enBAAdis Škal­joPa štaNa und?
Bul­ga­ri­enBGBig Star LifeIstan­bul­dayızWir sind Istan­bul
Deutsch­landDEDer­ya Kap­tanSes­siz ÇığlıkStil­ler Schrei
Gag­au­si­enMDValen­tin Orman­jiSev beni sevLie­be mich, Lie­be
Geor­gi­enGEAnar AskerovTen­ha yürekEin­sa­mes Herz
IrakIQOğuz Sır­malıSere­natStänd­chen
IranIRReza Esbi­la­niMənim arzumMein Traum
Kasach­stanKZOrdaOla­ya Eme­saSo nicht
Kir­gi­si­enKGJii­desh İdir­i­so­vaKim biletWer weiß
Koso­voKO (RS)Tol­ga KazazSev­mek Gün­ah mıdır?Ist Lie­be eine Sün­de?
Maze­do­ni­enMKKaan Maz­harBöyle Olm­amalıy­dıEs hät­te so nicht sein sol­len
Nord­zy­pernCYİpek AmberSes­siz GidişStil­ler Abschied
Rumä­ni­enROEdvin Rad­cifSevi­yo­rum, Anlas­a­naIch lie­be Anlas­a­na
San­džakRSAlme­din Varoša­ninTragSpur
Syri­enSYAdil ŞanGelişAnkunft
Tür­keiTRGör­kem DurmazHırcın SularZäh­mung des Was­sers
Ukrai­neUAAnna Mitio­gloBaaş­la banaVer­zei­he mir
Usbe­ki­stanUZKaa­Plya + Hur­do­naAzad­lıqFrei­heit
Weiß­russ­landBYAlek­san­dra Kazi­mo­vaAzad­lıqFrei­heit

Der­ya Kap­tan ver­tritt Deutsch­land bei der Türk­vi­zyon

Einer Face­book-Mel­dung zufol­ge schi­cken wir Der­ya Kap­tan als unse­re Ver­tre­te­rin zur Türk­vi­zyion nach Istan­bul. Die drei­ßig­jäh­ri­ge gebür­ti­ge Ost­west­fa­lin mach­te 2012 ihr Diplom als Sport­wis­sen­schaft­le­rin mit dem Schwer­punkt Tanz­thea­ter an der Deut­schen Sport­hoch­schu­le in Köln, trat bereits in eini­gen Musi­cals auf und ist unter ande­rem als Radio­spre­che­rin bei 1live / Funk­haus Euro­pa tätig. Sie arbei­tet auch als Tanz­päd­ago­gin und lei­tet künst­le­ri­sche Pro­jek­te. Tan­zen und sin­gen kann sie also, das sind schon mal gute Vor­aus­set­zun­gen für eine erfolg­rei­che Reprä­sen­tanz beim tür­ki­schen Able­ger des Euro­vi­si­on Song Con­test, der heu­er in die drit­te Run­de geht und für den 20. Dezem­ber 2015 ter­mi­niert ist. Dort gibt es zudem Bewe­gung in der Teil­neh­mer­lis­te. In der ers­ten offi­zi­el­len Aus­sen­dung für die­sen Jahr­gang hieß es, dass 25 Län­der mit­ma­chen wol­len, dar­un­ter – als Neu­zu­gang – die rus­si­sche Teil­re­pu­blik Dage­stan. Nun berich­tet Euro­voix, dass zwei Turk­völ­ker hin­zu­kom­men, die bei­de schwer­punkt­mä­ßig in jener Kau­ka­sus­re­pu­blik sie­deln, jedoch über kein eige­nes Staa­ten­ge­bil­de ver­fü­gen: die Nogai­er und die Kumy­ken.

Hof­fen wir mal, dass Der­ya mehr als “Not­hing” für uns holt bei der Türk­vi­zyon 2015 (Reper­toire­bei­spiel)

Wei­ter­le­senDer­ya Kap­tan ver­tritt Deutsch­land bei der Türk­vi­zyon

Siet­se Bak­ker: der Sepp Blat­ter der Euro­vi­si­on?

Glaubt man der schwe­di­schen Bou­le­vard­zei­tung Afton­bla­det und dem bri­ti­schen Gos­sip-Maga­zin Pop­bitch, dann kämpft die EBU der­zeit mit einem Kor­rup­ti­ons­skan­dal von gera­de­zu fifa­es­ken Aus­ma­ßen, in deren Mit­tel­punkt der Event-Super­vi­sor für den Euro­vi­si­on Song Con­test, Siet­se Bak­ker, steht. Schmie­ren­kam­pa­gnen, Direkt­ver­ga­ben, abge­bro­che­ne inter­ne Unter­su­chun­gen, frag­wür­di­ge öffent­li­che Aus­schrei­bun­gen und die Ent­las­sung miss­lie­bi­ger Kol­le­gen sind die Zuta­ten des schwe­disch-schwei­ze­ri­schen Intri­gan­ten­stadls, folgt man den Anklä­gern. Oder aber, auch die­se Sicht­wei­se ist mög­lich: eine Ansamm­lung von Ver­dre­hun­gen, aus dem Kon­text geris­se­ner Zita­te, maß­los auf­ge­bla­se­ner Nich­tig­kei­ten und Ver­schwö­rungs­theo­ri­en. Begin­nen wir mit einer Über­sicht der han­deln­den Per­so­nen.

Bak­ker spricht zum The­ma Aus­tra­li­en beim ESC

Wei­ter­le­senSiet­se Bak­ker: der Sepp Blat­ter der Euro­vi­si­on?

Türk­vi­zyon 2015: Hu, ha, Dage­stan!

Turkvizyon-2015Vor weni­gen Minu­ten wur­de die vor­läu­fi­ge Teil­neh­mer­lis­te für die drit­te Aus­ga­be der Türk­vi­zyon ver­öf­fent­licht, die Ende des Jah­res – ein genau­er Ter­min steht noch immer nicht fest – in der tür­ki­schen Metro­po­le Istan­bul statt­fin­det. 25 Län­der oder Teil­re­pu­bli­ken fin­den sich dar­auf und damit genau so vie­le wie 2014. Von den Vor­jah­res­teil­neh­mern feh­len ledig­lich Alba­ni­en und der Stadt­kreis Mos­kau, bei dem es sich wohl ohne­hin nur für einen Stroh­mann han­del­te, um die Zweit­plat­zier­ten aus der Vor­ent­schei­dung des dama­li­gen Aus­rich­ters Tatar­stan her­ein­schmug­geln zu kön­nen. Da der Wett­be­werb aus noch immer unge­klär­ten Ursa­chen von sei­nem recht­mä­ßi­gen Aus­tra­gungs­ort Mary (Turk­me­ni­stan) nach Istan­bul ver­legt wur­de, kann Nord­zy­pern wie­der mit­ma­chen, das in rus­si­schen Teil­re­pu­bli­ken wegen der feh­len­den poli­ti­schen Aner­ken­nung der besetz­ten Insel­hälf­te drau­ßen blei­ben muss­te. Neu am Start ist die rus­si­sche Kau­ka­sus­re­pu­blik Dage­stan. Laut Wiki­pe­dia beträgt der Anteil der Turk­völ­ker in der knapp drei Mil­lio­nen Ein­woh­ner star­ken Repu­blik rund ein Fünf­tel. Es erstaunt, dass der Iran wie­der mit­macht – die Vor­jah­res­teil­neh­mer, die Grup­pe Barish, ereil­te im Hei­mat­land ein Auf­tritts­ver­bot, weil dort per Gesetz die För­de­rung des Pan-Tur­kis­mus ver­bo­ten ist, wie Wiki­pe­dia eben­falls weiß. Doch natür­lich heißt es ohne­hin: abwar­ten und Tee trin­ken, denn wer die Türk­vi­zyon kennt, weiß, dass die Teil­neh­mer­lis­te manch­mal noch am Tag des Halb­fi­na­les geän­dert wird…

Türk­vi­zyon 2015: die Teil­neh­mer­lis­te

3. Song Con­test des tür­ki­schen Kul­tur­rau­mes. Sams­tag, 19.12.2015, 15:30 Uhr MEZ, in Istan­bul, Tür­kei.
Land / Repu­blikTeil vonInter­pretSongÜber­set­zung
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Aser­bai­dschanAZMeh­man Tagi­y­evIstan­bulIstan­bul
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Deutsch­landDEDer­ya Kap­tanSes­siz ÇığlıkStil­ler Schrei
Gag­au­si­enMDValen­tin Orman­jiSev beni sevLie­be mich, Lie­be
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Maze­do­ni­enMKKaan Maz­harBöyle Olm­amalıy­dıEs hät­te so nicht sein sol­len
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Türk­vi­zyon 2015: ja, wo lau­fen sie denn?

Zeit­gleich mit der Euro­vi­si­ons­sai­son 2016 star­tet auch der Vor­lauf zur drit­ten Aus­ga­be der Türk­vi­zyon, des osma­ni­schen Gegen­ent­wurfs zum Euro­vi­si­on Song Con­test (sor­ry, lie­ber Leser/innen, Ihr wer­det auch die­ses Jahr nicht ver­schont!). Und, wie sich das für die­se herr­lich skur­ri­le Ver­an­stal­tung so gehört, herrscht bereits beim Sai­son­start völ­li­ge Ver­wir­rung. Wur­de der Musik­wett­be­werb eura­si­scher Staa­ten und Regio­nen mit Turk­volk-Antei­len, ins Leben geru­fen durch die Kul­tur­or­ga­ni­sa­ti­on Turks­oy und den tür­ki­schen Spar­ten­sen­der TMB TV, doch ursprüng­lich als Ver­an­stal­tungs­rei­he der Kul­tur­haupt­städ­te der “Tür­ki­schen Welt” kon­zi­piert und resi­dier­te bei den ers­ten bei­den Aus­ga­ben 2013 und 2014 denn auch fol­ge­rich­tig in der jewei­li­gen aktu­el­len Kul­tur­me­tro­po­le Eskişe­hir (Tür­kei) bzw. Kasan (Tatar­stan, Russ­land). In die­sem Jahr nun darf sich das 125.000-Einwohner-Städtchen Mary (Turk­me­ni­stan) mit jenem Titel schmü­cken, wo die Türk­vi­zyon dann auch zunächst statt­fin­den soll­te.

Der Sie­ger­ti­tel der Türk­vi­zyon 2014, ‘Izin körem’ (‘Ich sehe Dei­ne Spur’) von Zha­nar Duga­lo­wa (KZ)

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A Touch too much: das Fina­le 2015

Okay, ich geb’s zu: sie kommt ein biss­chen spät, die­se Bespre­chung. Direkt nach dem Fina­le im Mai ging das Buch vor und danach brauch­te ich erst mal ein biss­chen Abstand. Mit eben die­sem Abstand habe ich mir nun, mehr als zwei Mona­te nach dem eigent­li­chen Event, die TV-Auf­zeich­nung des von mir live besuch­ten Jubi­lä­ums-Con­tests ange­schaut. Und prompt stell­te es sich wie­der ein: die­ses schon ihn Wien sehr sub­til vor­han­de­ne Gefühl, dass es des Guten ein­fach irgend­wie zu viel war. Zu viel von allem: zu viel Sen­dung (geschla­ge­ne vier Stun­den ging die Show dies­mal), zu vie­le Lie­der (27, so vie­le wie noch nie zuvor im Fina­le), zu vie­le Mode­ra­to­rin­nen (“Drei­ein­halb”, wie es Bar­ba­ra Schö­ne­ber­ger in der Anmo­de­ra­ti­on der deut­schen Punk­te­ver­ga­be so neckisch zusam­men­fass­te), zu viel LED-Hin­ter­grund­ani­ma­tio­nen, viel zu vie­le Bal­la­den (der unheil­vol­le Ein­fluss der Jurys), zu viel Pomp, zu viel Schwer­mut (als stän­dig wie­der­keh­ren­de The­men domi­nier­ten Krieg, inne­re Dämo­nen und dunk­le Geheim­nis­se), zu viel cle­ve­re Cho­reo­gra­fie, zu viel Poli­tik, zu viel beschwo­re­ne hei­le Welt und Gemein­schafts­ge­fühl. Jedes davon für sich genom­men groß­ar­tig, gut gemacht, unter­halt­sam und erfreu­lich, und doch blieb in der Sum­me eine so merk­wür­di­ge wie unbe­stimm­te Mischung aus Über­sät­ti­gung und leich­ter Ent­täu­schung. Viel­leicht durch nichts so gut illus­triert wie durch den offi­zi­el­len Sie­ger­ti­tel.

Wie­so trug das Zei­chen­trick­männ­chen eine Hit­ler­fri­sur? War das der besun­ge­ne “Dämon” in Mon­zis See­le? (SE)

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Mon­te­ne­gro auf der Suche nach Gerech­tig­keit

Berück­sich­tigt die Stim­men unse­rer Juro­ren für das Fina­le oder wir sehen uns gezwun­gen, ander­wei­tig nach Gerech­tig­keit zu suchen” – so herr­lich melo­dra­ma­tisch for­mu­liert es Sabri­ja Vulic, der mon­te­ne­gri­ni­sche Dele­ga­ti­ons­lei­ter, in einer von Wiwi­bloggs publik gemach­ten Mail an den obers­ten Euro­vi­si­ons­schied­rich­ter Jan Ola Sand. Grund der Ent­rüs­tung: die Annul­lie­rung des Jury-Ergeb­nis­ses des für sei­ne Kor­rup­ti­ons­an­fäl­lig­keit bekann­ten, win­zi­gen Bal­kan­lan­des durch die EBU am Final­abend von Wien. Für die offi­zi­el­le Ergeb­nis­er­mitt­lung des Jub­liäums­jahr­gangs waren bekannt­lich die Voten der Jurys aus Maze­do­ni­en und Mon­te­ne­gro nicht mit­ge­zählt wor­den, ohne dass man die Grün­de im Ein­zel­nen nann­te. Wie der NDR Ende Juni rap­por­tier­te, sei bei­den Län­dern beim Tref­fen des EBU-Len­kungs­aus­schus­ses dar­über hin­aus eine Geld­bu­ße auf­er­legt wor­den, was nahe legt, dass es zu Regel­wid­rig­kei­ten gekom­men sein muss. Der mon­te­ne­gri­ni­sche Sen­der RTCG setzt sich aber wei­ter­hin gegen den Aus­schluss sei­nes Jury­vo­tings zur Wehr.

Sagt das Land dem ESC nun “Adio”?

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Guy Sebas­ti­an: “Er kniff mei­ne Nip­pel”

Wie die aus­tra­li­sche Tages­zei­tung Dai­ly Tele­graph heu­te berich­tet, muss­te der aus­tra­li­sche Ver­tre­ter Guy Sebas­ti­an beim sei­nem Euro­vi­si­ons­aben­teu­er in Wien eine bizar­re Erfah­rung machen: er sei, wie er gegen­über einer Radio­sta­ti­on ver­riet, in der Sau­na sei­nes Hotels von einem “gru­se­li­gen alten Mann” sexu­ell beläs­tigt wor­den. Der ver­hei­ra­te­te Sän­ger, Vater zwei­er Kin­der, habe sich nach sei­nem täg­li­chen Work­out im Dampf­bad ent­span­nen wol­len, als der Mann ihn ansprach, ihm Kom­pli­men­te für sei­nen Kör­per mach­te, sei­ne Tat­toos anfass­te – und ihm dann an die Tit­ten ging. Der geschock­te Pop­star mel­de­te den Vor­fall an der Rezep­ti­on – was einem aus­tra­li­schen Radio­sen­der, der davon Wind bekam, die Gele­gen­heit gab, Guy unter dem Vor­wand, die Rechts­ab­tei­lung des Hotels zu ver­tre­ten, anzu­ru­fen und sich die sexu­el­le Beläs­ti­gung in allen Details schil­dern (und über den Sen­der gehen) zu las­sen. “Er hat wirk­lich mei­ne Nip­pel geknif­fen. Es tat echt weh,” erzähl­te der ers­te Euro­vi­si­ons­re­prä­sen­tant aus Down Under. Wie er eben­falls sag­te, habe sich sein Beläs­ti­ger als aus Dubai kom­mend vor­ge­stellt – es dürf­te sich also, so er nicht log, um kei­nen Grand-Prix-Fan gehan­delt haben (und nur fürs Pro­to­koll: ich war es nicht!). Mal schau­en, ob die Aus­tra­li­er nun über­haupt noch wei­ter mit­ma­chen wol­len beim euro­päi­schen Sodom und Gomor­rha…

Heut Nacht noch mal: das wird der Guy so schnell wohl nicht wol­len

Bos­ni­ens Sen­der bald plei­te, Måns schwul?

Für die bal­di­ge Rück­kehr des von mir schmerz­lich ver­miss­ten Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na zum Euro­vi­si­on Song Con­test sieht es fins­ter aus: einer Pres­se­mel­dung der EBU von letz­ter Woche zufol­ge ste­he der Staats­sen­der BHRT “kurz vor dem Kol­laps”. Die bos­ni­sche Regie­rung habe es seit Jah­ren ver­säumt, ein adäqua­tes und funk­tio­nie­ren­des Gebüh­ren­ein­zugs­mo­dell zu ver­ab­schie­den. In dem poli­tisch zwi­schen Bos­nia­ken und Ser­ben geteil­ten Land bestehen mit RTFBiH (Bos­ni­en) und RTRS (Repu­bli­ka Srps­ka) zwei wei­te­re auf das jewei­li­ge Bun­des­land aus­ge­rich­te­te  Sen­der, die sich laut EBU “als Riva­len ver­hal­ten”, anstatt mit der über­ge­ord­ne­ten, für die gesam­te Nati­on zustän­di­gen Sta­ti­on zusam­men­zu­ar­bei­ten. Das poli­tisch gewoll­te finan­zi­el­le Aus­blu­ten von BHRT, das bereits zur Fol­ge hat­te, dass das Land seit 2013 aus Kos­ten­grün­den nicht mehr am Euro­vi­si­on Song Con­test teil­nimmt, ver­hin­de­re nun auch die frist­ge­rech­te Umstel­lung des Sen­de­for­mats von ana­log auf digi­tal. “Die Ver­ant­wort­li­chen sind drin­gend auf­ge­for­dert, die öffent­li­chen Medi­en zu respek­tie­ren und zu unter­stüt­zen, anstatt ihre Unab­hän­gig­keit und Glaub­wür­dig­keit wei­ter zu unter­höh­len,” so die EBU-Direk­to­rin Ingrid Del­ten­re.

Kei­ne Lie­be unter den Eth­ni­en: in Bos­ni­en ver­hin­dert Poli­tik die ESC-Rück­kehr

Wei­ter­le­senBos­ni­ens Sen­der bald plei­te, Måns schwul?