2015

2015, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Unsere Lieblinge

Hari Mata Hari für Bos­ni­en 2015?

Wie Wiwibloggs am Freitag unter Bezugnahme auf eine bosnische Tageszeitung rapportierte, könnten die Vertreter des nach einer zweijährigen Pause voraussichtlich 2015 wieder zum Eurovision Song Contest zurückkehrenden Landes alte Bekannte sein: nämlich Hari Mata Hari, die Band um Mastermind Hajrudin Varesanovic, die dem exjugoslawischen Staat 2006 mit der von Željko Joksimović (RS 2004, 2012) komponierten, herzzerreißend schönen Balkanballade 'Lejla' seine bislang beste Platzierung bescherte. Joksimović wird in dem Artikel auch als erneuter möglicher Komponist genannt, neben dem für die sterbensschönen Lyrics von 'Lejla' verantwortlichen Fahrudin Pecikoza-Peca und Goran Bregovic, dem Songschreiber von 'Ovo je Balkan' (RS 2010). All das sind aber bislang nichts als Gerüchte, und gleichlauten...
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Schwei­zer Käse: On a tous un Banc

Nur ein paar Stunden sind es noch bis zum Aufnahmestopp in der Schweiz, wo sich morgen früh die Pforten zum Internet-Vor-Vorentscheid schließen. Und natürlich rauschen auf den letzten Metern noch mal jede Menge Trashperlen heran. Diesmal das Beste gleich zuerst: meine absolute Top-Favoritin für die Schweiz 2014 kann natürlich keine Andere sein als die fabelhafte Inge Ginsberg! Die 92jährige gebürtige Wienerin, die sich selbst als "Weltenbummlerin" bezeichnet und anlässlich ihrer ersten Eurovisionsbewerbung 2013 dem Schweizer Blick verriet: "Ich habe bis heute regelmässig Sex", schloss sich für ihren neuesten Streich mit den Tritonekings zusammen, einer aus New Yorker Kammermusikern bestehenden Death-Metal-Band. Im angenehm bretternden Song 'Totenköpfchen' lacht die rüstige Buchautorin ('Di...
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Fri­sche, eis­ge­kühl­te Wurst: Con­chi­ta bei Wet­ten dass

Am 8. November kommt die vorletzte Ausgabe des ZDF-Unterhaltungsdinosauriers Wetten, dass? aus Graz. Diesmal gibt es sogar einen Grund, einzuschalten: die aktuelle Grand-Prix-Königin Conchita Wurst stellt nämlich in der Show ihre mit Spannung erwartete, neue Single 'Heroes' vor. Die werde kein bisschen wie 'Rise like a Phoenix' klingen und auch ohne großes Orchester auskommen, wie die Wurst der Nachrichtenagentur APA sagte: "Ich war selbst überrascht ob der Tatsache, dass ich so cool klingen kann". An ihrem Album bastelt sie weiterhin in aller Ruhe, dies soll erst 2015 erscheinen, um einen künstlerisch enttäuschenden Schnellschuss zu vermeiden. Wirbel gab es zwischenzeitlich um ihren Auftritt vor dem Europaparlament, wo sie Anfang des Monats auf Einladung mehrerer Fraktionen ein Mini-Konze...
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Schwei­zer Käse: Ope­ra­ti­on am offe­nen Ohr

In gut einer Woche schließen sich bereits wieder die Pforten des Hades schweizerischen Internet-Vor-Vorentscheids, jener geheimen Schatzhöhle für die Jäger des verlorenen Trashs wie mich. Höchste Zeit also, zu sichten, was die musikalisch Mühseligen und Beladenen aus aller Welt, denen sonst niemand zuhören möchte, diesmal beim SRF abwarfen. Zu den unzähligen Wiederkehrern, die es Jahr um Jahr versuchen, zählt natürlich auch heuer der in Fankreisen schon legendäre Männerchor Steili Krässa. Die widmen sich in 'The Beat of the Meat' hauptsächlich der Verballhornung internationaler Musikgrößen (eins der lustigeren Beispiele: "Barbecue Streisand") und preisen den Fleischgenuss, was ich als Vegetarier natürlich rundheraus ablehnen muss. Zumal, wenn man, wie hier, im Präsentationsvideo zwei so pu...
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USFÖ-Per­len: Peter Pan träumt von Hel­mut Ber­ger

Und schon wieder sind zwei Wochen vergangen seit der letzten Werkschau der Bewerbungsvideos für die deutsche Wildcard-Runde. Zeit also, die Geschmacksnerven zu imprägnieren und auf Tauchstation zu gehen im Brainpool-Hoffnungsträger-Friedhof. Wobei, so schlimm ist es diesmal gar nicht geworden, tatsächlich scheinen langsam sogar ein paar brauchbare Nummern einzutrudeln. Anfangen möchte ich jedoch mit einem alten Bekannten, Tomas Tulpe, der letztes Mal bereits mit 'Issat Tach, issat Nacht' wunderbar skurrilen Hauptstadt-Techno beisteuerte. Diesmal hat er sich die in Hommage an die Eurovisionssiegerin von 1967 benannte Sandy Beach und den Türsteher-Popstar Rummelsnuff zur Verstärkung geholt und präsentiert uns eine whacke Ode an 'Tarzan - eine Traume'. http://youtu.be/Htnpq6fhE6Q Warnung:...
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ESC 2015: sans Sham­pio­ni, aber mit San Sie­ge­li­no

39 Teilnehmerländer, so lautet der aktuelle Stand für den 60. Eurovision Song Contest im Mai 2015 in der Wiener Stadthalle. Traurigerweise zog Bulgarien die vorläufige Zusage zur Teilnahme in Österreich wieder zurück, da es dem Sender nicht gelungen sei, die notwendigen finanziellen Mittel zusammenzukratzen. Erfolgreicher scheint da das sanmarinesische Fernsehen gewesen zu sein: der inneritalienische Kleinststaat, der sich zuletzt drei Mal hintereinander von Ralph Siegel aushalten kompositorisch betreuen und durch dessen Schützling Valentina Monetta vertreten ließ, sagte heute für Wien zu. Der Sender San Marinos steht im Ruf, die Grand-Prix-Sause durch Drittmittel zu refinanzieren und hierfür bei interessierten Songschreibern oder Interpreten ein Handgeld einzuwerben. Insofern ist es spann...
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Streit um islän­di­sche Frau­en­quo­te

Im Mai erst spielte Tom Neuwirth als bärtige Drag Queen Conchita Wurst auf wunderbarste Weise mit den Geschlechterrollenklischees und gewann damit den Eurovision Song Contest. Klassischer Geschlechterkampf scheint dagegen im (doch eigentlich als gesellschaftlich fortschrittlich geltenden) Land der Elfen und Trolle zu herrschen. So beschloss des isländische Fernsehen RÚV für seinen Grand-Prix-Vorentscheid Söngvakeppni 2015 zwar zunächst die Einführung einer Frauenquote: 50% der für die Vorauswahl zu berücksichtigenden Komponist/innen und Textdichter/innen sollten weiblich sein. Nach Protesten der sich bedroht fühlenden Männer zog der Sender aber den Schwanz ein und kassierte die Regel wieder. Zu den Beschwerdeführern zählte Friðrik Ómar Hjörleifsson, der 2008 gemeinsam mit Regína Ósk Óskars...
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Mal­ta: Das Impe­ri­um schlägt zurück

Nach dem fulminanten Sieg einer singenden Nonne in der italienischen Ausgabe der Castingshow The Voice in diesem Sommer lag es wohl auf der Hand, etwas Ähnliches auch zum Eurovision Song Contest einzureichen. Und welches Land böte sich hierfür mehr an als das streng katholische Malta, auf dem bekanntlich 365 Kirchen auf knapp 425.000 Einwohner kommen, mithin ein Gotteshaus für jeden Tag des Jahres? Das dachte sich auch der notorische maltesische Grand-Prix-Seriensongschreiber Philiph Vella und überredete sechs ortsansässige Betschwestern - wie das Vorbild Cristina Scuccia natürlich Ursulinen - seinen Beitrag 'Love and let go' zu interpretieren. Darin besingen sie das herzergreifende Schicksal eines an der Kirchentüre hinterlegten Findelkindes, welches sie, wie es ihre Aufgabe ist, großzieh...
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USFÖ-Per­len: die Inva­si­on der Dis­co­schla­ger

Mehr als zwei Wochen liegt meine erste Werkschau der bislang hochgeladenen Bewerbungsvideos für die Wildcardrunde von Unser Song für Österreich schon zurück. Viel Nennenswertes tat sich in der Zwischenzeit nicht: offensichtlich verschreckte die letztjährige Jury-Auswahl all diejenigen nachhaltig, die nicht in das Staubmaus-Geschmacksschema des NDR-Gremiums passen und sich so ohnehin keine Chance ausrechnen können. Mit einer entscheidenden Ausnahme: den Discofox-Geronten. Die wittern, vom extraordinären kommerziellen Erfolg Helene Fischers beflügelt, offenbar gerade Morgenluft und bewerben sich in Garnisonsstärke um das Ticket nach Wien. Letztes Mal stellte ich bereits die fabelhafte Ute Schönherr vor, diesmal erhöhe ich um die Party Apps: zwei Gesichtsgünther, bei deren Anblick man spontan...
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Auch 2015: kei­ne kroa­ti­sche Mor­gen­rö­te

"Neka mi ne svane / Nek' me nema, nek' me ne bude (Möge die Morgensonne niemals aufgehen / Möge ich verschwinden, möge ich aufhören, zu existieren)" - so schmerzvoll schön und seherisch besang es die fabelhafte Danijela Martinović 1998 in Kroatiens bestem Eurovisionsbeitrag. Daran scheint sich das Land halten zu wollen: wie esctoday soeben unter Berufung auf den kroatischen Sender HRT berichtet, kehren die Hrvatskaner auch 2015 nicht zurück zum Grand Prix, nach dem sie letztes Jahr bereits aus finanziellen Gründen aussetzten. Oder wohl auch aufgrund der enttäuschenden Bilanz: in den Neunzigern noch mit Top-Ten-Platzierungen verwöhnt, schaffte es der Mittelmeeranrainerstaat seit 2010 nicht mehr ins Finale. Und scheint es jetzt erst gar nicht mehr erst versuchen zu wollen. Schade! http://yo...
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The Ant is real­ly near: Ukrai­ne setzt 2015 aus

Nun hat es ein Eurovisionsschwergewicht getroffen: während allem Anschein nach Serbien und möglicherweise auch Kroatien 2015 zum Grand Prix zurückkehren wollen, sagte das ukrainische Fernsehen NTU heute die Teilnahme am Contest in Wien ab, wie esctoday berichtet. Wie escKAZ ergänzt, nennt der in seiner Eurovisionsbilanz bislang äußerst erfolgreiche Sender finanzielle Gründe: "Die Teilnahme am Eurovision Song Contest ist eine Frage des Prestiges. Wir möchten nichts Schlechtes abliefern. Um es gut zu machen, fehlt uns aber einfach das Geld," so der NTU-Chef Zurab Alasaniya. Zudem stehe derzeit die Umwandlung des Staatsfernsehens in eine formell unabhängige Anstalt öffentlichen Rechts an. 2016 wolle man aber wieder dabei sein. Nun hat man in dem Land derzeit sicherlich ganz andere Sorgen als ...
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USFÖ-Per­len: die ers­te Ern­te

Vor einer Woche öffneten die Pforten zur Videoplattform von Unser Song für Österreich - oder, wie bösartige Menschen sagen würden, die Pforten zum Hades. Das Interesse scheint im Vergleich zum Vorjahr noch etwas verhalten: gerade mal 68 musikalische Bewerbungen hoffnungsfroher Nachwuchskräfte gingen bislang ein. Allerdings sind noch 22 Wochen Zeit: erst am 9. Januar 2015 endet die Frist. Könnte also noch was zusammenkommen! Das eine oder andere ist aber schon jetzt dabei für die Freunde des Trashs. So zum Beispiel 'I love to live' von Ute Schönherr (klasse Künstlerinnenname!), die mit dem Clip zu ihrem Discofoxschlager auf den Pfaden unserer Schweizer Nachbarn wandelt. Bei deren seit 2011 laufendem Internet-Vor-Vorentscheid (der wohl das Vorbild für die deutsche Wildcard-Runde gab) gehören...
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ESC-Slo­gan 2015: Über die Brü­cke gehn

Der ORF geht unter die Architekten: wie der Wiener Sender vor wenigen Minuten in einer Presseaussendung erklärte, wolle er beim Jubiläumsjahrgang in der österreichischen Hauptstadt "Brücken bauen": unter Hunderten von Vorschlägen für den offiziellen Claim des 2015er Wettbewerbs habe man sich für "Building Bridges" entschieden. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz fand dazu recht salbungsvolle Worte: "Wenn sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 70. Mal jährt, reichen die europäischen Länder einander die Hand - in Österreich, jenem Land, das seit jeher eine zentrale Rolle als Brücke zwischen Ost und West übernommen hat." Dann hoffen wir mal sehr, dass sich Europa trotz täglicher medialer Mobilmachung nicht in einen neuen Weltkrieg um die Ukraine hineinziehen lässt und dem Alpenvolk sein ...
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It all loo­ks gre­at: Bos­ni­en ist in Wien dabei!

Freude, schöner Götterfunken! Wie esctoday heute vermeldet, hat sich das bosnische Fernsehen BHRT bei der EBU vorläufig [ref]Nach dem offiziellen Anmeldeschluss am 15. September 2014 steht es allen potentiellen Partizipanten vier Wochen offen, ihre Anmeldung straffrei zurückzuziehen. 2014 nahm der Sender genau diese Klausel auch in Anspruch, von daher heißt es: Daumen drücken![/ref] für die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2015 angemeldet. Damit kehrt die exjugoslawische Nation nach einer zweijährigen Grand-Prix-Pause wieder zum Wettbewerb zurück, von mir heißen Herzens begrüßt! Um so mehr, da die Rückkehr angesichts der  verheerenden Sturmflut vom Sommer 2014, die dort 20 Todesopfer forderte und nach Meldung von Wiwibloggs Schäden in Höhe von 15% des bosnischen Bruttoinlandsproduktes ...
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Nun auch offi­zi­ell: Deut­scher Vor­ent­scheid 2015 am 5. März

Pünktlich zum Saisonstart am 1. September sickerte es durch, und nur eine Woche später bestätigte der NDR heute morgen, was Leser dieses Blogs bereits wissen: der deutsche Vorentscheid Unser Song für Österreich findet am Donnerstag, dem 5. März 2015, in der Arena in Hannover statt. Wie schon 2014 wird ein Nachwuchswettbewerb vorgeschaltet, für den sich interessierte Künstler/innen und Bands ab sofort per Youtube-Video (Eigenkomposition oder Cover) auf der gleichnamigen Internettplattform selbst vorschlagen können. Da dürfen wir uns sicher wieder auf eine reiche Auswahl an Schrägem und Fantastischem freuen, allerdings nur während der Bewerbungsphase: um zu den zehn Acts zu gehören, die eine aus Brainpool- und NDR-Juroren besetzte interne Jury für das Clubkonzert am Donnerstag, dem 19. Febru...
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Amt­lich: auch 2015 ist die Tür­kei nicht dabei

Als "Eilmeldung" verkündete das türkische Fernsehen TRT es heute auf seiner Homepage, und zwar in gewohnt brutal knapper Weise: "Nach Angaben von TRT-Generaldirektor Ibrahim Sahin wird TRT am Eurovision Song Contest 2015 nicht teilnehmen," so der Sender. 2012, im Bruderland Aserbaidschan, das zeitgleich heute sein Mitwirken am Jubliäumswettbewerb zu Wien bestätigte, gab der sympathisch verpeilt wirkende Can Bonomo die vorläufige Abschiedsvorstellung der Bosporusnation mit dem aus heutiger Sicht beinahe schon als Flehen zu verstehenden 'Love me back'. Zurückgeliebt fühlen sich die Osmanen vom Alten Europa augenscheinlich nicht, nicht nur wegen der unterbliebenen EU-Aufnahme. Erbost zeigt man sich in Istanbul - nicht zu Unrecht - über die Bevorzugung der Big-Five-Nationen beim Grand Prix: de...
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USFÖ: Han­go­ver in Han­no­ver?

Pünktlich zum offiziellen Saisonstart (ab dem 1. September des Vorjahres dürfen nach den EBU-Regularien potentielle Eurovisionsbeiträge veröffentlicht werden, daher beginnt zu diesem Stichtag das Grand-Prix-Jahr 2015) sickern die ersten, allerdings noch unbestätigten Gerüchte zum deutschen Vorentscheid für Wien durch. Wie unter anderem der Prinz-Blog vermeldet, hatte ein Brainpool-Praktikant wohl zu Testzwecken ganz kurz die offizielle Website für Unser Song für Österreich online gestellt: Zeit genug für die stets wissbegierigen Eurovisionsspione, um die relevanten Daten zu erhaschen. Danach findet, falls es sich um keinen Hoax handelt, die deutsche Vorentscheidung am Donnerstag, dem 5. März 2015, in der TUI-Arena auf dem ehemaligen Expo-Gelände in Hannover statt, wo die Veranstaltung bere...
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Kei­ne Bal­kan Girls beim ESC 2015?

Betrübliche Nachrichten kommen dieser Tage aus dem erweiterten Mittelmeerraum, was die Bestückung des 60. Eurovision Song Contests im Mai 2015 in Wien betrifft: die Teilnahme Rumäniens könnte massiven Sparzwängen zum Opfer fallen, welche die Existenz des Staatssenders TVR bedrohen, wie Wiwibloggs berichtet. Demnach sei die finanzielle Lage der Rundfunkanstalt trotz bereits erfolgter Massenentlassungen so desaströs, dass TVR nach Aussage des Senderchefs Stelian Tanase gegenüber der rumänischen Presseagentur Mediafax im kommenden Frühling für wenigstens einen Monat schließen müsse. Zwar wolle man, wie die Programmdirektorin Irina Radu nachschob, alles Menschenmögliche versuchen, um eine Teilnahme des Landes am Eurovision Song Contest dennoch zu ermöglichen, weil man auf der europäischen Bühn...
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Wien 2015: Sonn­tags­öff­nung dank ESC?

Wie der ORF stolz verkündet, besichtigte Jan Ola Sand, Grand-Prix-Chef der EBU, gestern die Wiener Stadthalle, in welcher der Eurovision Song Contest 2015 stattfinden wird, und zeigte sich zufrieden: "So weit ich das jetzt sehe, sind die Halle und die Lage perfekt,“ zitiert der Sender den norwegischen Oberaufseher. Insbesondere die zentrale Innenstadtlage und gute Erreichbarkeit der Stadthalle habe es Sand angetan, weil man sich so die Shuttlebusse sparen könne. Er sei "sehr froh, dass wir in Wien sind - eine europäische Metropole als Eurovisionsstadt", und verknüpfte die Anziehungskraft der Weltmusikmetropole mit der Hoffnung auf wieder ansteigende Teilnehmerzahlen, zumal bereits einige Länder ihre Rückkehr angekündigt hätten. In Wien überlegt man derweil, während der Eurovisionswoche die...
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Con­chi­ta Wurst: “Nur ein State­ment reicht nicht”

Der ORF nahm die Bekanntgabe der Entscheidung für Wien als Austragungsort des 60. Eurovision Song Contests gestern zum Anlass, Conchita Wurst zum Interview in die Nachrichtensendung Zeit im Bild 2, quasi den österreichischen Tagesthemen, einzuladen. Dort sprach die aktuelle Eurovisionssiegerin in gewohnt charmant-eloquenter Weise über den gesellschaftlichen Einfluss ihres Sieges, ihre Zukunftspläne und den kommenden Contest. Ihren Triumph von Kopenhagen bezeichnete sie als europäisches Statement für Toleranz, sagte aber auch: "Nur ein Statement reicht nicht, um eine ganze Gesellschaft zu ändern," vielmehr sei es wichtig, eine solche Haltung auch im Alltag zu leben. Doch auch, wenn viele im Schutze der Anonymität des Internets abgegebene, "ungefragte Meinungen" eine andere Sprache sprächen,...
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ESC 2015: Graz ist ver­grätzt

Seine Empörung darüber, dass sich "nicht Graz mit der technisch besten Halle oder Innsbruck mit dem wohl besten finanziellen Angebot durchgesetzt hat," gab der Bürgermeister von Graz, Siegfried Nagl (ÖVP) heute gegenüber der Nachrichtenagentur APA zu Protokoll, wie die Kleine Zeitung berichtet. "Diese Konzentration auf Wien, wenn es um internationale Veranstaltungen geht, hat zwar leider bereits Tradition und kommt daher wenig überraschend, verärgert aber dennoch immer wieder aufs Neue," sekundierte seine Vertreterin Martina Schröck (SPÖ). Die Grazer ÖVP verlange nun Einblick in die Vergabeunterlagen, um den Verdacht einer politischen Kungelei zwischen ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und dem Wiener Oberbürgermeister Michael Häupl (beide SPÖ) beim Plazet des Senders zur Durchführung d...
2015, Die Zwanzigzehner, ESC Finale

ESC 2015: Aus Wien muss er sein!

Endlich! Nach zweitägigen, intensiven Beratungen hat sich der ORF nach einer Meldung des Kuriers für die Wiener Stadthalle als Austragungsort des 60. Eurovision Song Contest am 23. Mai 2015 entschieden. Die EBU bestätigte die Wahl bereits. "Wien ist die Stadt der Musik und der Künste im Herzen Europas," zitiert eurovision.tv den Generaldirektor des ORF, Alexander Wrabetz. Nicht ganz so glücklich dürfte der Finanzchef des Senders, Richard Grasl, sein, der nach Informationen des Kuriers Graz oder das auch in einer senderinternen Vergleichsmatrix vorne liegende Innsbruck bevorzugt habe, da diese beiden Städte, anders als das nun siegreiche Wien, eine Übernahme ungeplanter Mehrkosten zugesagt hätten - nach dem Finanzdebakel von Kopenhagen ein gewichtiges Argument. Letzten Endes hätten jedoch d...
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Isra­el schließt öffent­li­ches Fern­se­hen

Zwar hat Israel derzeit wahrlich ganz andere Sorgen, dennoch verabschiedete die Knesset heute mit deutlicher Mehrheit ein neues Rundfunkgesetz, das die Schließung des öffentlich-rechtlichen Senders IBA zum 31. März 2015 vorsieht, wie esctoday berichtet. Ein noch namenloser Nachfolger soll den Sendebetrieb ab diesem Tag mit gleich drei Kanälen, aber lediglich einem Viertel des bisherigen Personals fortführen. Die IBA steht seit langem in der Kritik, weil ihr Programm nur wenig Zuspruch findet, sie aber mit hohen Kosten wirtschaftet. Mit der Schließung des Senders entfalle auch die TV-Gebühr in Höhe von umgerechnet 75 € jährlich. Entsprechende Pläne bestehen seit März 2014, aller öffentlicher Protest der Beschäftigten fruchtete nichts. Damit folgt das Land dem hellenischen Beispiel, wo der ö...
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ESC 2015: Vien­na first, James last

Nur in der Wiener Luft: bereits Ende Juni sprach sich die aktuelle Eurovisionskaiserin Conchita Wurst für die österreichische Metropole als Austragungsort des 60. Eurovision Song Contests aus. Nun erhielt sie weitere prominente Unterstützung von ihrem Kollegen Udo Jürgens, der in den Sechzigern drei Mal hintereinander für die Alpenrepublik antrat und bei seiner letzten Teilnahme mit 'Merci, Chéri' 1966 die erste von bis dato zwei Grand-Prix-Kronen für das Land holte. "Es ist üblich, dass die Hauptstadt so etwas ausrichtet. Graz ist eine wunderbare Stadt. Innsbruck könnte das sicher auch gut machen. Aber die Welt erwartet Wien," sagte der weitsichtige Jürgens heute dem Groschenblatt Kronenzeitung. Sollte der ORF auf seine beiden Besten hören und der Wiener Stadthalle den Zuschlag geben, zög...
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ESC 2015: Hel­lo, Vien­na cal­ling

Offiziell befinden sich noch immer drei österreichische Städte im Rennen um die Austragung des Eurovision Song Contest 2015, dessen Termin der ORF vor zwei Tagen gegenüber der provisorischen Planung um eine Woche auf Pfingstsamstag verschob (Finale am 23. Mai 2015, die beiden Semis am 19. und 21.): Graz, Innsbruck und die Hauptstadt Wien. Die Newsseite Vienna Online kolportiert nun unbestätigte Gerüchte, wonach die EBU die Stadthalle Wien (ein zweiter möglicher Metropolen-Standort schied zwischenzeitlich aus) präferiere, weil man in dieser Location aufgrund ihrer Größe den Green Room in den Zuschauerraum integrieren und die meisten Eintrittskarten zur Refinanzierung der Veranstaltungskosten verkaufen könne. Als weitere Vorzüge zählt der Artikel die Hotelbettenkapazität, die Verkehrsinfrast...