Diese Welt

News rund um den Grand Prix

Ex-unga­ri­scher HoD: Homo­se­xua­li­tät ist noch immer ein Stigma

Ex-unga­ri­scher HoD: Homo­se­xua­li­tät ist noch immer ein Stigma

Wie eurovoix berichtet, interviewte der ehemalige tschechische Delegationsleiter Jan Bors in der aktuellen Ausgabe seiner Youtube-Reihe Humans of Eurovision seinen früheren ungarischen Eurovisionskollegen Lörinc Bubnó, der seit 2016 die magyarische Grand-Prix-Teilnahme verantwortete. In dem rund einstündigen Gespräch ging es unter anderem auch um die Gründe für den Ausstieg des unter seinem Präsidenten Viktor Orbán zunehmend ins rechtskonservativ-nationalistische abgedrifteten Landes beim Eurovision Song Contest. Bubnó, der zum Zeitpunkt der letzten Teilnahme der Paprikanation in Tel Aviv bereits seinen Rückzug vom Posten des HoD verkündet hatte und in die Entscheidungsfindung des Senders MTV nicht eingebunden war, nannte hierfür - neben der hohen…
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Fly­ing the Flag: Ive­ta Muku­chy­an von deut­scher Vor­auswahl ausgeladen

Fly­ing the Flag: Ive­ta Muku­chy­an von deut­scher Vor­auswahl ausgeladen

Seitdem die beiden Kaukasusstaaten Armenien und Aserbaidschan am Eurovision Song Contest teilnehmen, sind die Grand-Prix-Fans wohl oder übel vertraut mit dem Konflikt der beiden Nachbarstaaten über Berg-Karabach, eine völkerrechtlich formell zu Aserbaidschan zählende, nach langjährigen blutigen Auseinandersetzungen und Vertreibungen von heute nur noch knapp 150.000 ethnischen Armenier:innen bewohnte Region (mehr Hintergründe in diesem heise-Artikel). Seit einem Referendum im Jahre 2017 nennt sich der von keinem anderen Land offiziell anerkannte De-Facto-Staat nun Republik Arzach. Von der Öffentlichkeit weitgehend ignoriert, schlug der lange Zeit eingefrorene Disput nun wieder in kriegerische Handlungen um, es gibt Bombenangriffe auf die Hauptstadt Stepanakert und Gefechte im…
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Social­ly distant Euro­vi­si­on: vier Sze­na­ri­en für Rot­ter­dam 2021

Social­ly distant Euro­vi­si­on: vier Sze­na­ri­en für Rot­ter­dam 2021

Nach der coronabedingten Absage des Eurovision Song Contest 2020 zeigt sich die EBU entschlossen, unser aller Lieblingsevent im Mai 2021 auf jeden Fall über die Bühne der Rotterdamer Ahoy-Arena gehen zu lassen. Und sei es zur Not ohne Künstler*innen oder Zuschauer*innen. Um möglichst flexibel auf die sich ständig verändernde Bedrohungslage durch das Virus und die damit einhergehenden Einschränkungen reagieren zu können, arbeiteten die Genfer*innen gemeinsam mit den veranstaltenden niederländischen TV-Stationen jetzt vier mögliche Szenarien aus, die man heute der Öffentlichkeit vorstellte. Die hoffnungsfroheste wäre ein "normaler" Contest, wie wir ihn aus der Vergangenheit kennen. Das setzte aber die zeitnahe Verfügbarkeit…
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Ein Licht­blick: die ESC-Sai­son 2021 startet

Ein Licht­blick: die ESC-Sai­son 2021 startet

Auf nur wenig ist in diesen Zeiten Verlass. Um so tröstlicher, dass nach der offiziellen EBU-Zeitrechnung - so wie immer - auch am 1. September 2020 für Eurovisionsfans wieder das neue Jahr beginnt. Jeder ab heute neu veröffentlichte Song könnte ein potenzieller ESC-Titel sein, und so haben wir wenigstens wieder einen Grund, um morgens aufzustehen. Denn nach dem coronabedingt abgesagten Eurovision Song Contest 2020 soll die Europameisterschaft im Singen im neuen Jahr auf jeden Fall durchgeführt werden, auch wenn noch abzuwarten bleibt, wie das ganze über die Bühne gehen soll. Davon, dass in Rotterdam im kommenden Mai eine riesige Sause…
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Lipsync for your Life: auf­ge­zeich­ne­te Chor­stim­men künf­tig erlaubt

Lipsync for your Life: auf­ge­zeich­ne­te Chor­stim­men künf­tig erlaubt

Die Melodifestivalisierung des Eurovision Song Contest schreitet voran: der neue ausführende ESC-Produzent Martin Österdahl erlaubt beim großen europäischen Liederwettbewerb unter dem Deckmantel der Corona-Krise ab kommendem Jahr den Einsatz von aufgezeichneten Gesangsstimmen, wie er beim schwedischen Vorentscheid schon seit geraumer Zeit üblich ist. Zur Begründung nennt der Nachfolger von Jan Ola Sand die damit verbundene Kostenersparnis, die in Zeiten der noch auf uns zukommenden europaweiten Wirtschaftskrise vielen Ländern, die sonst aussetzen müssten, die weitere Teilnahme ermögliche, weil sie dann mit einer kleineren Delegation anreisen könnten. Zudem erlaube es den Songschreiber:innen, "ihre Arbeit so originalgetreu wie möglich zu präsentieren. Und, noch…
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Tanz den Horn: Deutsch­land ret­tet erneut den Grand Prix

Tanz den Horn: Deutsch­land ret­tet erneut den Grand Prix

Knappe sieben Wochen ist es nun her, dass die EBU den Eurovision Song Contest 2020 im Zuge der Corona-Pandemie absagen musste. Genau so lange herrschte hier auf dem Blog nun Funkstille. Das hatte hauptsächlich zu tun mit zwei maßgeblichen Entscheidungen der Genfer in diesem Zusammenhang, die dem Hausherren jegliche Lust auf die weitere Beschäftigung mit dem Jahrgang nachhaltig vertrieben. Denn - ausgerechnet der NDR macht dies nun vor - natürlich hätte man, entsprechenden Willen vorausgesetzt, einen virtuellen Wettbewerb mit allen 41 Beiträgen unter Einsatz von Liveaufzeichnungen oder Videoclips und mit Publikumsabstimmung organisieren können. Das von der EBU stattdessen konzipierte Ersatzevent…
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Wegen Coro­na-Kri­se: Song Con­test 2020 abgesagt

Wegen Coro­na-Kri­se: Song Con­test 2020 abgesagt

Für hartgesottene Fans wie mich fühlt sich genau so die Apokalypse an: 64 Mal fand seit 1956 der Eurovision Song Contest in ununterbrochener Folge jährlich statt. Noch nicht einmal die Kriege im ehemaligen Jugoslawien oder in der Ukraine konnten den europäischen Festspielen der leichten Muse etwas anhaben. Ein unsichtbares Virus brach unser aller Lieblingsevent nun das Genick: wie es angesichts der sich täglich verschärfenden Nachrichtenlage schon zu befürchten stand, sagte die EBU heute Nachmittag die Austragung des Wettbewerbs im Mai 2020 in Rotterdam ab. Aufgrund der auch in den Niederlanden aktuell verfügten Veranstaltungsverbote, und da derzeit nicht abzusehen ist, wie…
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Beo­vi­zi­ja 2020: Kon­tro­ver­se über gewalt­ver­herr­li­chen­den Songtext

Beo­vi­zi­ja 2020: Kon­tro­ver­se über gewalt­ver­herr­li­chen­den Songtext

"Ich habe die Bombe mitgebracht (...). Wenn Du nein sagst, sprenge ich alles in die Luft:" mit diesen Zeilen wartete der für die serbische Eurovisions-Vorentscheidung Beovizija 2020 gelistete Beitrag 'Svadba velika' ('Große Hochzeit') auf. Bora Dugić, der beim ESC 2008 mit Jelena Tomašević ('Oro') auf der Bühne stand und die Flöte spielte, sowie die Romakapelle Balkubano interpretieren das traditionalistische Volkslied mit seinen fröhlichen Tönen und Rhythmen, deren Text es in sich hat: in ihm bedeutet der Sänger einer Frau, in die er sich verliebt haben will, dass er plane, in Gegenwart ihres Vater um ihre Hand anzuhalten. Verbunden mit der…
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ARD-Zuschauer:innen zu alt für ein Televoting

ARD-Zuschauer:innen zu alt für ein Televoting

Nach monatelangem, hartnäckigen Stillschweigen und einer "Ende Januar" unelegant gerissenen Deadline bestätigte der NDR am heutigen Morgen in einer offiziellen Presseerklärung lediglich, was wir im Prinzip ohnehin schon wussten: es gibt 2020 keinen deutschen Vorentscheid, die oder der Repräsentant:in des Landes beim Eurovision Song Contest in Rotterdam wurde samt Beitrag bereits Mitte Dezember 2019 intern ausgewählt. Wer es nun ist, hält der Sender aber weiterhin geheim. Was dafür spricht, dass wir uns alle (ohnehin absurden) Hoffnungen auf eine echte Sensation in der Helene-Fischer-Preisklasse endgültig abschminken können, denn sonst wäre das bereits längst durchgesickert. Die Verkündung erfolgt - auch das war…
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Dis­kus­si­on: Ent­zieht den Völ­kern das Stimmrecht!

Dis­kus­si­on: Ent­zieht den Völ­kern das Stimmrecht!

Noch keine zwei Tage ist die Eurovisionssaison 2020 alt und wird bereits vom ersten Voting-Skandal überschattet. Bekanntlich zog im gestrigen Finale des albanischen Festivali i Këngës das von vielen Fans favorisierte Pop-Sternchen Elvana Gjata mit ihrem hervorragend inszenierten Uptempo-Knaller 'Me tana' knapp den Kürzeren im hochspannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit ihrer einzigen ernst zu nehmenden Herausforderin, der Kosovarin Arilena Ara und ihrer erkennbar auf eine möglichst hohe Jury-Punktzahl hin optimierten Ballade 'Shaj'. Der Clou dabei: die alleine abstimmungsberechtigte, fünfköpfige FiK-Jury bestand diesmal aus drei internationalen Juroren (ja, alles Männer) und zwei skipetarischen Jurorinnen (ja, beides Frauen). Und die drei Herren - der…
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Offi­zi­ell: 41 Natio­nen star­ten beim Song Con­test 2020

Offi­zi­ell: 41 Natio­nen star­ten beim Song Con­test 2020

Zwei raus - zwei rein: mit 41 bleibt die Anzahl der von der EBU heute bestätigten Teilnehmernationen beim Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam gegenüber Tel Aviv unverändert hoch. Oder, je nach Sichtweise, niedrig: den bisherigen Rekord von 43 Ländern, zuletzt eingestellt in Lissabon, holt die EBU nicht wieder ein. Von dem im Vorjahr beteiligten Nationen sagten zwei ab: das kleine Montenegro aus finanziellen Gründen, das unter dem Populisten Viktor Orbán zusehends ins Faschistische driftende Ungarn wohl eher aus kulturellen. Dort folgt man dem traurigen Vorbild der seit 2013 beim ESC absenten Türkei und igelt sich kulturell ein: zwar ist…
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Der eine ESC-Song, den nie­mand mag

Der eine ESC-Song, den nie­mand mag

Bei Diskussionen mit anderen Grand-Prix-Fans oder dem Lesen von Kommentaren stellt man immer wieder erstaunt fest: selbst die scheußlichsten Eurovisionsbeiträge haben ihre Anhänger*innen. Aber es muss doch in der langen ESC-Geschichte mit ihren vielen musikalischen Missgriffen wenigstens einen einzigen Song geben, bei dem sich im Hinblick auf seine fehlende Attraktivität mal ausnahmslos alle einig sind? Dies herauszufinden, machte sich der selbst für einige Rohrkrepierer wie zum Beispiel 'Et cetera' von Sinéad Mulvey verantwortliche schwedische Komponist Jonas Gladnikoff mithilfe des internationalen Fan-Bords auf ESC Nation zur Aufgabe und veranstaltete dort ein Voting mit rund 70 Teilnehmer/innen über den am wenigsten gemochten…
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Jury-Tele­vo­ting-Mix: es bleibt alles beim Alten

Jury-Tele­vo­ting-Mix: es bleibt alles beim Alten

Es wäre auch zu schön gewesen: gab ein Interview mit Toñi Prieto, der spanischen Delegationsleiterin beim ESC, letzte Woche noch Anlass zur Hoffnung auf mögliche Änderungen im aktuellen 50/50-Mix aus Jury und Televoting, so begrub Toñis griechische Kollegin Maria Koufopoulou diese gestern gegenüber dem hellenischen Newsportal Sputniknews. Wie Eurovoix aus dem Interview zitiert, habe man bei einem Arbeitstreffen der Eurovisionsdelegationen im September 2019 über diese Frage debattiert. Insbesondere vor dem Hintergrund des für die EBU mehr als blamablen Belarus-Gate, aber auch im Hinblick auf die Schwierigkeiten, (nicht nur) in kleineren Nationen eine Jury aus "Musik-Expert/innen" aufzustellen, deren Mitglieder keine bedenklichen…
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Kei­ne Jurys mehr? <span class="caps">EBU</span> holt Stim­mungs­bild ein

Kei­ne Jurys mehr? EBU holt Stim­mungs­bild ein

Ist endlich das Ende der unsäglichen Jury beim Eurovision Song Contest in Sicht? Anlass zu leiser Hoffnung gibt eine Meldung von Wiwibloggs von gestern, die aus einem Interview der Unterhaltungschefin des spanischen Senders RTVE, Toñi Prieto, mit dem heimischen Nachrichtenportal vertele! zitiert. Nach ihrer Aussage habe die EBU verschiedene Eurovisionsdelegationen kontaktiert, um deren Meinung zum derzeitigen Votingverfahren bzw. möglichen Änderungen daran einzuholen. Genf wolle "wissen, wie wir das sehen. Ob man eine Jury haben muss, ob ausschließlich per Jury oder nur durch das Publikum" abgestimmt werden solle, so Prieto. Das aktuelle 50/50-Verfahren geriet zuletzt wieder beim diesjährigen Wettbewerb in Kritik. Nicht…
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Vid­bir 2020 mit Krim-Klausel

Vid­bir 2020 mit Krim-Klausel

Wie esctoday heute unter Bezugnahme auf den ukrainischen Staatssender UA:PBC mitteilt, implementiert dieser in die Teilnahmebedingungen für seinen nationalen Eurovisionsvorentscheid Vidbir eine Ausschlussregel für Künstler*innen, die mit dem verfeindeten Russland kollaborieren. An der Vidbir teilnehmen darf nur noch, wer seit 2014 nicht im Gebiet der Föderation aufgetreten ist oder dort aufzutreten beabsichtigt. Auch eine Reise auf die Halbinsel Krim seit ihrer Annexion durch Russland stellt ein Ausschlusskriterium dar. UA:PBC reagiert damit auf das Debakel um den diesjährigen Vorentscheid, das zu einem Rückzug des Landes vom Wettbewerb in Tel Aviv führte, nachdem die Siegerin Maruv sich weigerte, im Nachgang zu ihrer…
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Shut up: der schö­ne Chin­giz kommt nach Hannover

Shut up: der schö­ne Chin­giz kommt nach Hannover

Der unbestreitbar schönste Teilnehmer (nicht nur) des diesjährigen Eurovision Song Contests in Tel Aviv schmückt in knapp zwei Wochen bei der Unescon, der ESC-Convention in Deutschlands heimlicher Grand-Prix-Hauptstadt Hannover, mit seiner Präsenz die Bühne. Mit dieser bei dem ein oder anderen Fan jeglichen Geschlechts sicherlich für hormonelle Aufwallung sorgenden Ankündigung komplettierte der Unescon-Ausrichter Irving Wolther heute das Line-up des Live-Konzertes am Samstag, dem 29. Juni 2019, bei dem als besonderer Clou ein bunter Strauß ehemaliger und aktueller ESC-Stars zur musikalischen Begleitung durch ein echtes Orchester (!) auftritt. Hut ab: um den modernen und in Tel Aviv achtplatzierten Pop-Song 'Truth' ohne…
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Das quee­re Anti-PED-Paket: Bil­al Hassa­ni und Hata­ri legen nach

Das quee­re Anti-PED-Paket: Bil­al Hassa­ni und Hata­ri legen nach

Obschon sich angesichts der Berichterstattung um das weißrussische Jury-Gate und die Unfähigkeit der EBU, einfachste Kontrollmechanismen gegen die menschliche Fehleranfälligkeit in ihren Punkteermittlungsprozess einzubauen, bislang noch gar keine richtige Post Eurovision Depression einstellen wollte, veröffentlichten gestern gleich zwei der in Tel Aviv teilnehmenden diesjährigen Acts neue Songs, wohl auch um musikalisch erst gar keine Entzugserscheinungen auftreten zu lassen. Interessanterweise verbindet beide Lieder eine Art wohltuender trotziger queerer Stolz. Der offen schwule französische Vertreter Bilal Hassani zeigt in 'Jaloux' ('Eifersüchtig') seinen Hatern den metaphorischen Mittelfinger: er zitiert in den Strophen aus den zahlreichen hasserfüllten Kommentaren, die seine bisherige Karriere inklusive der…
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Kazka­es­ke Zustän­de in der Ukrai­ne: auch die Ersatz­kan­di­da­ten sagen ab

Kazka­es­ke Zustän­de in der Ukrai­ne: auch die Ersatz­kan­di­da­ten sagen ab

Nach dem Eklat um die Suspendierung der Vidbir-Siegerin Maruv durch den staatlichen ukrainischen Sender UA:PBC tut dieser sich schwer, jemanden zu finden, der einspringen möchte. Nach den Zweitplatzierten des Vorentscheids vom Samstag, dem Neo-Swing-Trio Freedom Jazz, winkte heute auch die drittplatzierte Band Kazka ab, wie ESCkaz berichtete. "Unsere Mission ist es, die Menschen mit unserer Musik zu vereinen und nicht, Zwietracht zu säen," kommentierten die Musiker in einem Statement. Damit wird es immer wahrscheinlicher, dass die Ukraine 2019 nicht am Eurovision Song Contest teilnimmt. [Nachtrag: Zwischenzeitlich hat die Ukraine offiziell für Tel Aviv abgesagt]. UA:PBC hatte bereits angekündigt, diese Option…
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Am I a Cri­mi­nal?: Moni­ka Mari­ja kauft sich für 2.000 Euro frei

Am I a Cri­mi­nal?: Moni­ka Mari­ja kauft sich für 2.000 Euro frei

Man kann die Strategie für befremdlich halten: mit gleich zwei musikalisch sehr ähnlichen Titeln trat die litauische Sängerin Monika Marija Paulauskaitė in diesem Jahr beim Vorentscheid ihres Landes an, der Nacionalinė Eurovizijos Atranka. Nämlich mit der Midtempo-Powerballade 'Lights on' und der... Midtempo-Powerballade 'Criminal'. Beide überstanden unbeschadet die gefühlt siebzig Vorrunden und Semifinale der litauischen Marathon-Show. Und das, obwohl Frau Paulauskaitė im Vorfeld des Semis am vergangenen Samstag die Jury und die Zuschauer/innen beschworen hatte, bitte bloß nicht für 'Criminal' zu stimmen bzw. anzurufen. Den Gefallen taten ihre Landsleute ihr aber nicht und auch diesen Song ins Finale am Samstag durch. 'Lights on' hatte sich bereits…
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Bil­al Hassa­ni geht gegen homo­pho­be Het­zer vor

Bil­al Hassa­ni geht gegen homo­pho­be Het­zer vor

"Wir werden diesen Hurensohn töten," so ist es in einem von zahllosen hasserfüllten Online-Kommentaren zu lesen, die sich derzeit über den vergangenen Samstag vom französischen Publikum zum Eurovisionsrepräsentanten der Grande Nation in Tel Aviv gewählten 19jährigen Bilal Hassani ergießen. Der androgyne Sänger ist schon länger ein Ziel von Angriffen und Todesdrohungen, insbesondere, seit er sich 2017 öffentlich als schwul outete. Seine Teilnahme an der Destination Eurovision fachte die Welle der Schmähungen und Beleidigungen nun noch einmal an: alleine bis letzten Donnerstag, also noch vor dem Vorentscheidungs-Finale, zählten die beiden Organisationen SOS Homophobie und Urgence Homophobie, mit denen Bilal zusammenarbeitet, mehr…
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Nicht nur ein wei­te­res Fan­club-Tref­fen: Dr. Euro­vi­si­on zur UnESCon

Nicht nur ein wei­te­res Fan­club-Tref­fen: Dr. Euro­vi­si­on zur UnESCon

Vom 28. bis 30. Juni 2019 veranstaltet der als "Dr. Eurovision" bekannte Irving Benoît Wolther, Verfasser mehrerer Fachbücher über den europäischen Musikevent sowie freier Autor auf eurovision.de, die erste internationale Eurovision Song Contest Convention in Hannover. Heute startet der Vorverkauf. Im Gespräch mit aufrechtgehn.de erzählt der Sprach- und Kulturwissenschaftler, der 2006 mit der ersten deutschen Doktorarbeit über den Wettbewerb promovierte, was er mit der UNESCON vorhat und was das Event besonders macht. aufrechtgehn.de: Hallo Irving! Neben dem Schreiben von hochinformativen Büchern und Artikelserien zum ESC und der wärmstens zu empfehlenden ESC-Philosopherei, planst du nun die UNESCON, eine ESC-Convention in Hannover –…
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Unser Lied für Isra­el 2019: Vor­ent­scheid wan­dert auf den Freitag

Unser Lied für Isra­el 2019: Vor­ent­scheid wan­dert auf den Freitag

Heute Nachmittag gaben der deutsche Delegationsleiter Christoph Pellander und der ARD-Eurovisionsverantwortliche Thomas Schreiber in einem knapp anderthalbstündigen Facebook-Livechat weitere Einzelheiten zum diesjährigen deutschen Vorentscheid Unser Lied für Israel bekannt und beantworteten Fan-Fragen. Die beiden wichtigsten Details: nachdem diverse Eurovisionsblogs seit Jahren auf die unglückliche terminliche Konkurrenz der stets donnerstags stattfindenden Show zu Heidi Klums diabolischer, aber quotenstarker TV-Bulimieschmiede hinwiesen, reagiert der NDR tatsächlich und verlegt die Sendung löblicherweise auf den Freitag. Am 22. Februar 2019 ab 20:15 Uhr geht die zweistündige Veranstaltung in Berlin-Adlershof über die Bühne. Zudem zauberten die Hamburger noch einen siebten Act aus dem Hut: enttäuschenderweise nicht…
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ECG-Fan­tref­fen 2018: ein Abend der Überraschungen

ECG-Fan­tref­fen 2018: ein Abend der Überraschungen

Am gestrigen Samstag lud der Eurovision Club Germany mal wieder ins bis auf den letzten Platz ausverkaufte Gloria in Köln. Und auch, wenn es das bereits xundzwanzigste Event seiner Art war, entpuppte sich der hochvergnügliche Abend als einer voller Überraschungen. Doch bevor wir uns diesen zuwenden, gilt es zunächst, die brandheißen Neuigkeiten von der NDR-Roadshow abzuarbeiten, die dort gestern Nachmittag ebenfalls gastierte (und von der ich dank der allseits bekannten Unzuverlässigkeit der Deutschen Bahn leider nur einen Teil mitbekam). So ließ sich Thomas Schreiber zwar immer noch keinen amtlichen Termin für den deutschen Vorentscheid 2019 entlocken, gab aber den Hinweis,…
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Unser Lied für Isra­el 2019: you smell like Schul­te, again

Unser Lied für Isra­el 2019: you smell like Schul­te, again

Gleich drei ehemalige The-Voice-Castingsternchen, zwei klampfende Ed-Sheeran-Eleven, zwei Musical-Hauptdarsteller/innen, zwei Indie-Pop-Elfen und exakt null bekannte Namen: auf diesen Nenner lässt sich die heutige Bekanntgabe von sechs der bis zu acht Finalisten des deutschen Eurovisionsvorentscheids 2019 bringen, welchen der NDR im eifrigen Bemühen um die Verwässerung der Marke vom ursprünglichen, in das bewährte Raster passende Unser Lied für Tel Aviv in letzter Minute in Unser Lied für Israel umbenannte. Vermutlich, weil das Akronym ULfI viel schluffig-harmloser klingt als das etwas kernigere ULfTA und man so die vom Unterhaltungschef Thomas Schreiber letztes Jahr selbst geweckten, hohen Erwartungen nach "kantigen" Künstler/innen und Songs ein wenig…
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Unser Lied für Isra­el 2019 : Nina Kut­sche­ra und Sebas­ti­an Schub sind raus

Unser Lied für Isra­el 2019 : Nina Kut­sche­ra und Sebas­ti­an Schub sind raus

Die aus Offenbach stammende Nina Kutschera, eine der 20 Acts, die es in die engere Wahl für den diesjährigen deutschen Eurovisionsvorentscheid Unser Lied für Tel Aviv schafften, ist leider draußen: wie die sympathische Sängerin und The-Voice-Teilnehmerin von 2011 auf Facebook bekannt gab, habe sie einen Anruf vom Team Eurovision erhalten, wonach die Live-Sendung im Februar 2019 ohne sie stattfinden werde. Nina reagierte auf die schlechte Nachricht mit vorbildlicher Gelassenheit und Größe: "Ich bin nicht traurig, obschon auch etwas enttäuscht. ABER! Ich hab gesehen wie stark wir hier sind. Keine der Communities (und die anderen sind alle größer) hat so dermaßen gerockt…
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