Iri­scher Bei­trag wird zen­siert – wegen Maze­do­ni­en­fra­ge

Zum jüngs­ten Opfer des völ­lig absur­den grie­chisch-maze­do­ni­schen Namens­strei­tes gerät aus­ge­rech­net der iri­sche Spaß­vo­gel Dus­tin. Des­sen umstrit­te­ner Bei­trag ‘Ire­lan­de Dou­ze Points’ muss sich dem Zen­sur­druck der EBU beu­gen – dabei geht es jedoch nicht etwa um den Ein­satz einer play­back­sin­gen­den Gum­mi­pup­pe oder grand-prix-feind­li­cher Schmä­hun­gen wie “Drag Acts and bad Acts”. Den Stein des Ansto­ßes bil­det eine Auf­zäh­lung teil­neh­men­der Natio­nen, im Ver­lau­fe derer Dus­tin die Frü­he­re Jugo­sla­wi­sche Repu­blik Maze­do­ni­en, wie jeder nor­ma­le Mensch, schlicht “Maze­do­ni­en” nennt. Da aber ver­ste­hen die Grie­chen über­haupt kei­nen Spaß.


Bei 2:49 nennt er das ver­bo­te­ne M‑Wort

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Peti­ti­on fürs Zei­gen bei­der Semis: Wir sind das Volk!

Logo des Eurovision Song Contest 2008 (Finale)
© EBU

Wie schon befürch­tet, über­trägt der NDR nur eine der bei­den Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­den live auf N3. Näm­lich die am Diens­tag, dem 20. Mai, in der Deutsch­land auch mit­stim­men darf. Das zwei­te Semi am Don­ners­tag hin­ge­gen wird nur im Inter­net gestreamt. Erbos­te Fans star­te­ten nun eine Inter­net­pe­ti­ti­on, um den Sen­der viel­leicht doch noch zu über­zeu­gen, sei­nem gesetz­li­chen Infor­ma­ti­ons­auf­trag auch nach­zu­kom­men. Wie wür­de Kle­men­ti­ne sagen? “Mit­ma­chen, Leu­te!”

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Good old Euro­pe is dying: Öster­reich setzt 2008 aus

Die Ösis glän­zen mal wie­der in ihrer Para­de­rol­le und geben die belei­dig­te Leber­wurst. Wie der ORF heu­te bekannt gab, wer­den unse­re süd­li­chen Nach­barn in Bel­grad nicht mit den ande­ren Kin­dern Natio­nen spie­len, son­dern blei­ben ein­ge­schnappt zu Hau­se. Grund: der Song Con­test sei nach dem Emp­fin­den der Öster­rei­cher “kein Unter­hal­tungs­pro­gramm, son­dern poli­ti­sches Exer­zier­feld”.


Sie­ger nach Stim­men beim AT-Vor­ent­schei­dung 2005: der gro­ße Alf Poier!

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Bären nach Bel­grad!

Wie esctoday.com berich­tet, sei die Bären-Boy-Band Bearforce1 an einer Euro­vi­si­ons­teil­nah­me für ihre Hei­mat Nie­der­lan­de inter­es­siert. Die vier sexy Bären (drei Hol­län­der, ein Ire), ursprüng­lich ein rei­nes Spaß­pro­jekt, sind durch den Ams­ter­da­mer Gay Pri­de bekannt gewor­den – und durch den sen­sa­tio­nel­len Video­clip zu ihrer groß­ar­ti­gen ers­ten Sin­gle ‘Bearforce1’, einem Pot­pour­ri schwu­ler Dis­co­hits wie ‘Boys (Sum­mer­ti­me Love)’ oder ‘You spin me ‘round’.


Woof!

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Zwei Semis in Bel­grad

Jetzt ist es amt­lich: es wird tat­säch­lich schon 2008 in Bel­grad zwei Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­den (Semi­fi­na­le) geben. Das hat die EBU ges­tern auf dem Tref­fen der Refe­rence Group in Vero­na ent­schie­den, wie esctoday.com berich­tet. Der Euro­vi­si­ons­ver­ant­wort­li­che Svan­te Stock­se­li­us auf eurovision.tv: “Wir sind über­zeugt, dass die Ein­füh­rung eines zwei­ten Semi­fi­na­les zu einer sta­bi­le­ren Zukunft des Euro­vi­si­on Song Con­test bei­tra­gen wird.” Nur noch das Gast­ge­ber­land und die Big Four sind auto­ma­tisch für das Fina­le gesetzt, alle ande­ren müs­sen durch die bei­den Vor­run­den. Und auch die Jurys bekom­men wie­der ein wich­ti­ges Mit­spra­che­recht.


Bescher­te Ser­bi­en einen fixen Final­platz in 2008: die dicke Les­be aus Bel­grad

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Prin­zip Durch­wurs­teln: kos­me­ti­sche Kor­rek­tu­ren am Vor­ent­scheid

Nur leich­te Ände­run­gen wer­de es beim dies­jäh­ri­gen Deut­schen Vor­ent­scheid geben, berich­te­te die Welt ges­tern. “Wir prü­fen zur­zeit, den Teil­neh­mer­kreis von drei auf fünf Künst­ler aus­zu­wei­ten, um ein brei­te­res Spek­trum an Musik­sti­len abbil­den zu kön­nen”, so NDR-Pro­gramm­di­rek­tor Vol­ker Her­res gegen­über der Nach­rich­ten­agen­tur DDP. Ins­ge­samt habe sich das Ver­fah­ren aber “bewährt”, die schlech­ten Ergeb­nis­se der deut­schen Bei­trä­ge 2006 und 2007 sei­en der “Domi­nanz der ost­eu­ro­päi­schen Län­der” geschul­det. Schön, wenn man es sich so ein­fach machen kann.


Tsche­chei 2007, letz­ter Platz im Semi mit 1 Punkt. Soviel zur Domi­nanz Ost­eu­ro­pas

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Tokio Hotel zum Song Con­test?

Im eige­nen Land sehr umstrit­ten, ent­wi­ckelt sich die Boy­group Tokio Bor­dell Hotel zum Export­schla­ger. Ob Frank­reich, Russ­land, Polen oder Bos­ni­en – über­all brin­gen die Vier klei­ne Mäd­chen zum Krei­schen. Was läge also näher, als die Jungs um Front­frau Front­mann Bill Kau­litz zum Euro­vi­si­on Song Con­test zu schi­cken? For­dert jeden­falls eine Inter­net­pe­ti­ti­on, die bereits von über 1.500 Fans aus ganz Euro­pa unter­zeich­net wur­de und dem­nächst an das Zen­tral­or­gan für schlech­ten Tee­nie­ge­schmack, die Bra­vo, geschickt wer­den soll.


Immer­hin ihre Nach­ah­mer kamen dann tat­säch­lich zur Vor­ent­schei­dung

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60 Jah­re und kein biss­chen wei­se

Wel­che kata­stro­pha­len Fol­gen die Ver­grei­sung Deutsch­lands zur Fol­ge hat, zeigt sich nicht nur dar­in, dass Volks­mu­sik-Inter­es­sens­ver­bän­de unter Zuhil­fe­nah­me des Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­ge­set­zes gegen die Abset­zung der Läs­ti­gen Musi­kan­ten kla­gen wol­len (dage­gen gibt’s doch bestimmt was von Ratio­pharm?). Man merkt es auch an den chan­cen­lo­sen Despe­ra­dos, die sich jedes Jahr via Medi­en für die Teil­nah­me an der deut­schen Euro­vi­si­ons­vor­ent­schei­dung mel­den. Nach Gott­hilf Fischer, der sich vor eini­gen Jah­ren wohl nach Ein­nah­me zu vie­ler Ecsta­sy-Pil­len bewarb, ver­mel­det die Inter­net­sei­te Tra­ve­mün­de aktu­ell nun, ein gewis­ser José Fer­rei­ras wol­le 2008 nach Bel­grad.


Julio Lang­ne­si­as auf Via­gra: José Fer­rei­ras

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Oomph! gewin­nen BuVi­So­Co 2007

Gera­de ging nach knapp vier Stun­den Mara­thon­sen­dung Ste­fan Raabs Minia­tur-Euro­vi­si­on zuen­de. Und ich könn­te flen­nen. Nicht, weil mit Oomph! eine Band gewon­nen hat, deren musi­ka­li­scher Stil mei­nem per­sön­li­chen Geschmack nicht unbe­dingt ent­spricht und es mei­ne Favo­ri­ten Mia. und D‑Flame nur auf mitt­le­re Plät­ze schaff­ten. Son­dern weil Oomph! DIE idea­len Ver­tre­ter für Deutsch­land beim Euro­vi­si­on Song Con­test gewe­sen wären! Optisch wie akus­tisch wür­de die­se Band im euro­päi­schen Aus­land sofort und zwei­fels­frei als deutsch wahr­ge­nom­men. Dazu noch war die Show gut und der Song ein­gän­gig. Mit ‘Träumst Du?’ hät­ten wir in Hel­sin­ki wenigs­tens den Hauch einer Chan­ce auf eine Top-Ten-Plat­zie­rung gehabt.


Von denen träum ich heut Nacht: Oomph!

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Fan-Abzo­cke: Für zwei Gro­schen Musik

Grand-Prix-Fans sind ein äußerst dank­ba­res Publi­kum. Klag­los las­sen sie die schlech­tes­ten Musik­dar­bie­tun­gen über sich erge­hen, bereit­wil­lig spen­den sie Bei­fall für jede noch so ver­un­glück­te Cho­reo­gra­fie, jeden noch so schie­fen Gesang und – Krö­nung des Gan­zen – sie zah­len dafür auch noch frei­wil­lig Geld. Viel Geld. Ob umge­bau­te Heu­scho­ber auf einer iri­schen Kuh­wei­de, zugi­ge TV-Stu­di­os oder Eis­sport­hal­len: mit den Fan­clubs lässt sich jede Hüt­te voll machen. Und das zu Ein­tritts­prei­sen, bei denen jeder Pop­kon­zert­ver­an­stal­ter scham­rot anlau­fen wür­de. Oder grün vor Neid. Doch jetzt über­spann­te der fin­ni­sche Sen­der YLE den Bogen. Im Bemü­hen, aus den Euro­vi­si­ons­fans auch noch den letz­ten Euro her­aus­zu­pres­sen, ver­fiel man in Hel­sin­ki auf die gran­dio­se Idee von Zwangs­ti­cket­pa­ke­ten. Soll hei­ßen: wer als Teil eines orga­ni­sier­ten Fan­clubs anreist, muss das Gesamt­pa­ket neh­men, das auch die Ein­tritts­kar­ten zu sämt­li­chen Kos­tüm­pro­ben und dem Halb­fi­na­le am Don­ners­tag ent­hält. Preis: 425,– €! Doch, im Ernst. Vier­hun­dert­und­fünf­und­zwan­zig Euro. Wirk­lich!


Das Vor­bild der EBU: Dream Express’ Geld­ab­greifstra­te­gie (BE 1977)

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