ESC Finale

Der hei­li­ge Gral: das sams­täg­li­che Wett­sin­gen um die Grand-Prix-Kro­ne. Für die­sen einen Tag im Jahr leben die Fans.

Make a Chan­ge and go: das deut­sche ESC-Fina­le 2020
2020, Die Zwanzigzwanziger, ESC Finale

Make a Chan­ge and go: das deut­sche ESC-Fina­le 2020

Ein in jeder Hinsicht merkwürdiger Eurovisionsabend, den die ARD gestern auf die Beine stellte, und der es fertig brachte, einerseits Salz in die von der Corona-bedingten Absage des eigentlichen Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam verursachte Wunde zu streuen und gleichzeitig für linderndes Labsal zu sorgen. Ein wirklich großes Lob jedenfalls muss dem NDR ausgesprochen werden für die so eigensinnige wie richtige Entscheidung, aus der Simultanausstrahlung des vonseiten der EBU organisierten, zentralen Ersatzprogramms Europe shine a Light auszuscheren und stattdessen ein eigenes, deutsches ESC-Finale zu produzieren. Sowie das letzten Samstag auf dem Spartensender One vorausgegangene Halbfinale, bei welchem die Zuschauer:innen und die hundertköpfige NDR-Auswahljury aus allen 41 Wettbewe...
Wegen Coro­na-Kri­se: <span class="caps">ESC</span> 2020 abge­sagt
2020, Die Zwanzigzwanziger, ESC Finale

Wegen Coro­na-Kri­se: ESC 2020 abge­sagt

Für hartgesottene Fans wie mich fühlt sich genau so die Apokalypse an: 64 Mal fand seit 1956 der Eurovision Song Contest in ununterbrochener Folge jährlich statt. Noch nicht einmal die Kriege im ehemaligen Jugoslawien oder in der Ukraine konnten den europäischen Festspielen der leichten Muse etwas anhaben. Ein unsichtbares Virus brach unser aller Lieblingsevent nun das Genick: wie es angesichts der sich täglich verschärfenden Nachrichtenlage schon zu befürchten stand, sagte die EBU heute Nachmittag die Austragung des Wettbewerbs im Mai 2020 in Rotterdam ab. Aufgrund der auch in den Niederlanden aktuell verfügten Veranstaltungsverbote, und da derzeit nicht abzusehen ist, wie lange diese bestehen bleiben, habe die Show weder verlegt noch als Geisterveranstaltung vor leeren Rängen organisiert...
Fina­le 2019: <span class="caps">ESC</span> is a losing Game
2019, Die Zwanzigzehner, ESC Finale

Fina­le 2019: ESC is a losing Game

Da hatte die EBU in diesem Jahr eigens erneut das Auszählungsverfahren geändert, um die Sache spannender zu gestalten. Und doch trat die langweiligste aller möglicher Optionen ein: wie bereits seit Monaten von allen Wettbüros eisern vorhergesagt, gewann heute Nacht der Niederländer Duncan Laurence den Eurovision Song Contest 2019. Der 24jährige Musiker vereinte die in diesem Jahr augenscheinlich wichtigsten Eigenschaften für eine erfolgreiche Grand-Prix-Teilnahme: er ist männlich, vollbärtig, gutaussehend und er jaulte weite Teile seiner gefühlvollen Klavierballade 'Arcade' in Falsettstimme. Sein Lied handelt dem reinen Text nach von einer unglücklichen Beziehung, die der Protagonist nicht beenden kann, weil er süchtig nach ihr ist; nach der Aussage des Interpreten jedoch betrauere er den ...
2019, Die Zwanzigzehner, ESC Finale

Die Wür­fel sind gefal­len: es geht 2019 nach Tel Aviv!

Hurra, endlich startet sie ganz offiziell, die ESC-Saison 2019! Heute, am 13. September 2018, gab die EBU nach langem Gezerre doch noch die von Fans herbeigesehnte Entscheidung bekannt: der nächste Eurovision Song Contest findet am 14., 16. und 18. Mai 2019 (wie immer: Dienstag und Donnerstag die zwei Qualifikationsrunden, Samstag das große Finale) im International Convention Center (ICC) auf dem Expo-Gelände in Israels Partymetropole Tel Aviv statt. Damit haben sich die liberalen Kräfte gegenüber den Traditionalisten durchgesetzt, die das internationale Event in der politischen und religiösen Hauptstadt des Landes sehen wollten. Nicht nur den queeren Fans dürfte heute ein Stein vom Herzen gefallen sein, sondern auch den TV-Macher/innen. Thomas Schreiber vom NDR zählt die wichtigsten Grü...
2018, ESC Finale

Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Hat das Land so eine Art von Geheimvertrag mit dem Karma? Oder wie schafft Israel es sonst, seine Eurovisionssiege mit einer derartigen mathematischen Präzision in Abständen von jeweils exakt 20 Jahren über die Grand-Prix-Geschichte zu verteilen? Und das auch noch mit einem jeweils ziemlich ähnlichen Konzept: 1978 schaffte es Izhar Cohen auf dem Höhepunkt der Discowelle mit einem tanzbaren, von der universalen Liebe unter den Menschen handelnden Kinderlied namens 'A Ba Ni Bi' und einer sensationellen Marge-Simpson-Frisur, die Jurys im Sturm zu erobern; 1998 gelang der kämpferischen Transsexuellen Dana International mit dem Tanzflächenfüller 'Diva' der bis heute wichtigste, weil ein unübersehbares, die gesellschaftliche Liberalität beflügelndes Zeichen für Toleranz und Respekt gegenüber dem...
2018, Die Zwanzigzehner, ESC Finale, ESC Semifinale, Proben

Micha­el Schul­te auf LSD: der sechs­te Pro­ben­tag in Lis­sa­bon

Eine Wundertüte an Proben brachte der heutige Tag in Lissabon, mit Startern aus allen drei Shows auf der Bühne der Altice-Arena. Über diejenigen des Vormittag können wir schnell hinwegspringen, für die Qualifikationsrundenteilnehmer/innen von Armenien (sympathischerweise unausgeschlafen, aber immer noch der schönste Bart 2018) bis Dänemark war das schließlich bereits der zweite Durchlauf, und all zu viel Nennenswertes änderte sich nicht. Die Serben (zweitschönster Bart) haben ihre Lakritzschnüre wohl aufgefuttert, die beiden für San Marino startenden Ladys warfen sich heute immerhin in - dem Modethema des Jahres folgend - teils extrem durchsichtige Bühnenklamotten. Und bewiesen Humor, in dem sie den eigentlichen Star ihres Auftrittes, dem größten der vier putzigen Spielzeugroboter, diesmal...
Neu­es von Damals: Luga­no zahl­te für den ers­ten <span class="caps">ESC</span>
1956, Die Fünfziger, ESC Finale, Internationale Vorentscheidungen

Neu­es von Damals: Luga­no zahl­te für den ers­ten ESC

Womit wäre die eurovisionäre Sommerpause besser zu überbrücken als mit Meldungen aus der reichhaltigen Geschichte des Wettbewerbs? So ist es dem schottischen Eurovisionsfan David A. Allen nach hartnäckigem Drängen gelungen, lange Zeit verschollene Dokumente aus dem Stadtarchiv von Lugano auszugraben, wo 1956 die Premiere des europäischen Gesangswettbewerbs über die Bühne ging. Und zwar deswegen, weil die Schweiz als neutrales Land im Zweiten Weltkrieg weitestgehend verschont blieb und seinerzeit über die intakteste und fortschrittlichste TV-Infrastruktur verfügte. Da der Song Contest auch eine Leistungsschau des Fernsehens sein sollte, fiel die Wahl beim konstituierende EBU-Eurovisions-Treffen in Rom im Oktober 1955 dementsprechend auf die Eidgenossen. Die gaben die Stafette an den Sender ...
2017, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, ESC Finale, Unsere Lieblinge

Dem Arsch von Kiew droht der Knast

Wer vergangene Samstagnacht während der Wertungspause beim Finale des 62. Eurovision Song Contest in Kiew gerade kurz mit der Stimmabgabe, dem Plaudern mit Freunden oder dem Getränkenachschub beschäftigt war oder auch nur kurz blinzelte, verpasste womöglich die ärgerlich-unterhaltsamsten fünf Sekunden der gesamten Show: während die Vorjahressiegerin Jamala gerade ihre spektakulär langweilige und musikalisch erstaunlich farblose neue Single 'I believe in U' vorstellte, enterte ein mit der australischen Flagge umhüllter Mann urplötzlich die Satellitenbühne, umtänzelte kurz die ukrainische Sängerin (die sich nichts anmerken ließ und ihren Auftritt professionell weiter durchzog), um dann überraschend blankzuziehen und seinen Allerwertesten in die Kamera zu strecken. So schnell, wie er kam, war...
2017, Die Zwanzigzehner, ESC Finale, Jurys sind Wichser, Schwules, Trickkleid, Unsere Lieblinge

Fina­le 2017: Gift im Instru­ment

Es war ein denkwürdiger Abend der Verzauberung am gestrigen Samstag in Kiew. Ein Mann schaffte es, einem ganzen Kontinent den Kopf zu verdrehen und Millionen von Menschen tief in ihren Herzen berühren. Und das mit einer extrem zurückgenommenen Inszenierung und einem völlig aus der Zeit gefallenen Lied, das klang, als sei es für eine romantische Filmschnulze aus den Fünfzigerjahren geschrieben worden, bei dem man im eigenen Kopfkino die junge Audrey Hepburn mit tränenvernebeltem Blick durch das schwarzweiß fotografierte Lissabon spazieren sehen konnte. Salvador Sobral, so der Name des koboldhaften jungen Portugiesen, verweigerte sich als Einziger der 26 Finalacts der Nutzung der gigantischen, futuristisch aufgebrezelten Showbühne im Internationalen Ausstellungszentrum der ukrainischen Metro...
2017, Die Zwanzigzehner, ESC Finale

Um dia de ilusão: Por­tu­gal gewinnt den ESC 2017

Es war dieser eine magische Augenblick, noch relativ früh in der Show: Salvador Sobral, der portugiesische Vertreter beim Eurovision Song Contest 2017, hatte gerade den letzten Ton von 'Amar pelos Dois' verklingen lassen, das bis dahin geradezu andächtig stille Publikum ließ den Jubel aufbranden und die Bildregie blendete in den Green Room, auf die armenische Mitbewerberin Artsvik, die sich gerade in völliger Ergriffenheit ein Tränchen aus dem Augenwinkel wischte und damit auf den Punkt brachte, was Millionen von Zuschauer/innen in diesem Moment empfanden. Sie wird vermutlich, wie fast alle Europäer/innen, Australier/innen und wer auch immer sonst noch zuschaute am gestrigen Samstagabend, des Portugiesischen nicht mächtig sein, also kein Wort verstanden haben von dem, was der ziemlich kobo...
2017, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, ESC Finale

Offi­zi­ell: Russ­land nimmt nicht am ESC 2017 teil

Das andauernde Tauziehen um die Teilnahme der russischen Vertreterin Julia Samoylova am Eurovision Song Contest 2017 in Kiew hat ein so unerfreuliches wie erwartbares Ende gefunden: wie die EBU heute Abend offiziell auf ihrer Eurovisions-Website bekannt gab, findet der Wettbewerb nun definitiv ohne die im Rollstuhl sitzende Sängerin statt. Das Gastgeberland Ukraine ist, wie sich aus den Verlautbarungen der letzten Tage bereits abzeichnete, hinsichtlich des in Folge eines Auftrittes Samoylovas auf der annektierten Krim vom Geheimdienst verfügten Einreiseverbotes hart geblieben, Vermittlungsvorschläge aus Genf hinsichtlich einer externen Zuschaltung ihres Auftritts bzw. des Austauschs gegen einen anderen, unbelasteten Interpreten lehnte das russische Fernsehen ab. Stattdessen gab der Perwy K...
2017, Die Zwanzigzehner, ESC Finale

Cele­bra­te Diver­si­ty: 3 Män­ner mode­rie­ren den ESC 2017

Erstmals in der über sechzigjährigen Geschichte des Eurovision Song Contest wird im Mai 2017 in Kiew ein Team von drei männlichen Moderatoren durch die drei Abende führen, wie heute bekannt wurde. Bis dato überwogen stets die Gastgeberinnen, Männer moderierten beim Grand Prix entweder (in den seltensten Fällen) solo oder in gemischten Teams. Ob die reine Männerwirtschaft unter diesem Gesichtspunkt zur "Vielfalt" beiträgt, die in Kiew dem diesjährigen Motto zufolge gefeiert werden soll, muss wohl jeder für sich beurteilen. Eine komplett überlaufene Bühne wie in Wien braucht man aber nicht zu befürchten: die beiden im TV-Showgeschäft bereits erfahrenen Herren Oleksandr Skichko und Volodymyr Ostapchuk teilen sich die eigentliche Moderation der Show, während der von eurovision.tv als "lebensla...
2017, Die Zwanzigzehner, ESC Finale, Unsere Lieblinge

Fan­tasti­co: ‘Occidentali’s Kar­ma’ bleibt in Ita­lie­nisch!

Es ist die beste Nachricht der laufenden Eurovisionssaison: wie Wiwibloggs soeben berichtete, verkündete der italienische Eurovisionsteilnehmer und bereits vielfach als aussichtsreichster Thronanwärter ausgerufene Franceso Gabbani am gestrigen Abend in der RAI-Unterhaltungssendung Standing Oviations, dass er seinen Titel 'Occidentali's Karma' in Kiew in seiner Landessprache singen werde. "Es ist eine große Verantwortung," sagte er im Hinblick auf seine Funktion als Repräsentant der Halbinsel beim europäischen Wettstreit. "Ein Abenteuer, das ich mit großer Spontanität erleben will. So, wie ich das immer versuche. Ich möchte die Reputation der italienischen Musik hochhalten, also präsentiere ich den Song in seiner Ursprungsversion, auf Italienisch". Hurra! Gabbani schwankte nach seinem Sieg ...
2017, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, ESC Finale

Chris­ter, der Erret­ter: Björk­man wird Pro­du­zent des ESC 2017

Die EBU scheint angesichts des fortdauernden Chaos rund um die Organisation des für den 13. Mai 2017 terminierten Eurovision Song Contest durch den ukrainischen Sender NTU die Reißleine zu ziehen und schickt den Melodifestivalen-Chef und Produzenten der beiden letzten schwedischen ESCs in Malmö und Stockholm, Christer Björkman (→ SE 1992), gen Kiew, um zu retten, was zu retten ist. Der Schwede wird dort offiziell für die Bühnenpräsentation der 43 teilnehmenden Acts verantwortlich zeichnen und freut sich auch schon, seine "Zähne in die Songs schlagen" zu können, wie er im Interview verrät. Das tut denen doch weh! In den Fan-Foren ging natürlich unmittelbar das Geheule los, dass dem Wettbewerb nun eine erneute Schwedifizierung drohe - teils vorgebracht von denselben Leuten, die erst unlängst...
2017, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, ESC Finale

NDR holt pro­fes­sio­nel­le Hil­fe für Levina

Es ist ein rundheraus löblicher Schritt: wie der Prinz-Blog gestern berichtete, hat der NDR für die professionelle Inszenierung des deutschen Eurovisionsauftritts in Kiew einen Meister seines Fachs beauftragt: den österreichischen Choreografen Marvin Dietmann nämlich. Der zeichnete bereits 2014 für das herausragende Staging von Conchita Wursts 'Rise like a Phoenix' verantwortlich, das er effektiv und hochwertig in Szene setzte und damit einen nicht unerheblichen Anteil an dem Sieg der Grand-Prix-Ikone für sich reklamieren kann. Dietmann, der die fünf deutschen Kandidat/innen bereits im Vorfeld von Unser Song 2017 kennenlernte, soll nun für unsere Vertreterin Levina Lueen ein Staging konzipieren, mit dem wir nach Möglichkeit international positiv im Gedächtnis bleiben. Dass der Sender die W...
2017, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, ESC Finale

Ticket oder kein Ticket – das ist hier die Fra­ge

Wie unter anderem der Prinz-Blog berichtet, zieht das Chaos rund um die Organisation des Eurovision Song Contest 2017 in Kiew immer größere Kreise. Nachdem gestern mit nur sehr kurzer zeitlicher Vorwarnung der Verkauf der Eintrittskarten für das Event startete, bangt derzeit ein Großteil der wenigen vermeintlich Glücklichen, die es schafften, beim ukrainischen Anbieter Concert.ua ein Ticket zu ergattern, weiterhin. Grund: massenhafte Probleme bei der Abwicklung der Kreditkartenzahlung. Reihenweise bekamen westeuropäische Besteller die Mitteilung, dass die Zahlung storniert worden sei - nun tappen die Betroffenen im Dunkeln, ob sie sich im Besitz eines gültigen Tickets befinden oder nicht. Zumal die beauftragte Agentur die Karten, anders als zuvor angekündigt, in einzelnen Raten einstellt u...
2017, Die Zwanzigzehner, ESC Finale

Kiew 2017: Ticket­ver­kauf mor­gen – Fan­clubs gehen leer aus – Team tritt zurück

Das muss man den Ukrainern lassen: in Sachen Eurovisionsdrama lassen sie selbst die spanischen Fans mit ihrem Beinaheaufstand beim Vorentscheid alt aussehen. Wie eurovision.tv und der NDR übereinstimmend bestätigen, gehen sehr kurzfristig morgen (Dienstag) Abend ab 19:15 Uhr sämtliche (!) Tickets für den Eurovision Song Contest 2017 zu Preisen von 7 bis zu 500 € in den Verkauf. Der Verkaufsstart war ursprünglich bereits zu einem früheren Zeitpunkt geplant, musste aber verschoben werden, weil es bei der Ausschreibung (die zunächst eine andere Ticketagentur gewann) zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein soll und ein Gericht das Verfahren stoppte. Die Situation ist um so dramatischer, da die organisierten Fans diesmal leer ausgehen: anders als in den Vorjahren gebe es, wie der OGAE International...
2017, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, ESC Finale

Das Con­test-Mot­to 2017: fei­ert die Viel­falt!

Es kommt genau zur rechten Zeit und es setzt exakt das richtige Zeichen: heute Mittag gab die EBU das Motto für den Eurovision Song Contest 2017 in Kiew bekannt. Es lautet "Celebrate Diversity", fordert also auf, die Vielfalt wertzuschätzen und zu begrüßen und setzt damit ein deutliches öffentliches Gegengewicht zum massiven Nationalismus und der Tendenz zur Abschottung, die aktuell den politischen Weltkurs bestimmt. Für Grand-Prix-Chef Jan Ola Sand drückt das Motto das "Herzstück der Werte der Eurovision" aus: "es ist integrativ und schließt alle Länder Europas und darüber hinaus ein, vereint im Feiern unserer Gemeinsamkeiten und unserer Unterschiede, die uns einzigartig machen". Für das Logo griff man auf die Namysto zurück, ein traditionelles ukrainisches Amulett, das Schönheit und Gesu...
2017, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, ESC Finale

EBU bestä­tigt: ESC 2017 bleibt in Kiew

Im Zuge der winterlichen Generalversammlung der EBU in Lausanne bestätigte Grand-Prix-Obermotz Jan Ola Sand heute, dass der nächste Eurovision Song Contest wie geplant am 9., 11. und 13. Mai 2017 in Kiew stattfinden werde. Er konzedierte außerdem, dass der ausrichtende ukrainische Sender NTU zwar etwas im Zeitplan hänge, aber in den letzten Wochen gute Fortschritte erzielt und der Lenkungsausschuss der EBU volles Zutrauen habe, dass die Verantwortlichen in Kiew die noch anstehenden Herausforderungen meistern. Noch am vergangenen Freitag hatte ein bekanntes deutsches Lügenpresse-Organ mit Spekulationen für Wirbel gesorgt, wonach die Gefahr bestünde, dass der Wettbewerb nach Moskau verlegt werden könne, weil man es in der Ukraine nicht gebacken bekomme. Eine Meldung, die gerade russische Med...
2017, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, ESC Finale, Jurys sind Wichser

San Mari­no will eige­nes Inter­net­vo­ting

In San Marino ist man stinkig auf die EBU: nach der Neuorganisation des Votingverfahrens beim Eurovision Song Contest, das eine getrennte Verlesung der Jury-Ergebnisse und der (zusammenaddierten) Zuschauerabstimmung beinhaltet und erstmals 2016 zur Anwendung kam, protestierte die winzige Republik gegen die Neuordnung, die sie in den Worten ihres Delegationsleiters Alessandro Capicchioni als "diskriminierend" empfand. Der Grund: da das vollständig von Italien umschlossene, lediglich 30.000 Einwohner/innen starke Mini-Land über kein eigenständiges Telefonnetz verfügt, kann es kein valides Televoting liefern, weswegen bis 2015 beim Grand Prix nur die sanmarinesische Jury-Abstimmung zählte. Seit 2016 errechnet Digame im Auftrag der EBU ein fiktives Televoting auf Basis der realen Abstimmungser...
2017, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, ESC Finale

Streit ums Geld: der ukrai­ni­sche Sen­der­chef schmeißt hin

Der Generaldirektor des ukrainischen Senders NTU, Zurab Alasania, tritt mitten in den Vorbereitungen auf den Eurovision Song Contest 2017 von seinem Posten zurück, wie escKAZ heute berichtet. Er protestiert damit gegen die Entscheidung der Regierung, die Kosten des Wettbewerbs aus dem Senderbudget zu finanzieren. Wie Alasania in einem persönlichen Statement erklärte, müsse NTU im kommenden Jahr 16 seiner knapp 43 Millionen Euro umfassenden Mittel für den ESC aufwenden. Mit dem nach Abzug weiterer Lizenz- und Sendekosten sowie Steuern verbliebenen Geld könne er kein ordentliches Programm mehr bestreiten. Desweiteren machten es ihm die bestehenden, strikten Vorschriften ("ich kann noch nicht mal ein Mobiltelefon kaufen") unmöglich, die erforderlichen externen Fachkräfte mit der Organisation ...
2017, Die Zwanzigzehner, ESC Finale

Offi­zi­ell: 43 Län­der beim ESC 2017

Vor wenigen Minuten bestätigte die EBU, dass sich 43 Nationen für die Teilnahme am 62. Eurovision Song Contest in Kiew angemeldet haben, der sich somit den Rekord für die größte Länderanzahl mit der 2011er Ausgabe aus Düsseldorf und dem Belgrader Wettbewerb von 2008 teilt. Zwar fehlt schmerzlicherweise Bosnien-Herzegowina, dessen Sender aufgrund der internen Streitigkeiten zwischen den beiden Landesteilen und mangelnder Finanzierung gerade vor die Wand fährt. Dafür aber kehrt Portugal nach seiner kurzen Schmollpause zurück. Und Rumänien, von der EBU 2016 aufgrund offener Rechnungen in Millionenhöhe in letzter Minute ausgeschlossen, darf wieder mitspielen, nach dem es seine Schulden bezahlt hat. Auch das zunächst zögerliche San Marino meldete sich an, wobei man in dem Mikrostaat, wie zu hör...
2017, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, ESC Finale

ESC 2017: Ja hören wir denn schon Stim­men?

'Hear our Voices' soll der Slogan des Eurovision Song Contest 2017 in Kiew aller Voraussicht nach lauten. Dies gab der ausrichtende Sender NTU nach einem Bericht von escKAZ heute bekannt. Derzeit hält man einen Kreativwettbewerb für die grafische Gestaltung des im Mai 2017 terminierten Events ab, an dem sich die führenden Werbeagenturen des Landes beteiligen können. Bis 4. November 2016 will man die Vorschläge sammeln und dann gemeinsam mit der EBU den Sieger küren. Die Agenturen können auch eigene Vorschläge für den Slogan einbringen, aber irgendetwas sagt mir, dass es vermutlich bei dem Arbeitstitel bleiben wird, der sich im Hinblick auf die aktuelle, mit Waffengewalt geführte Auseinandersetzung mit den von Russland unterstützten Separatisten in der Ost-Ukraine und dem damit verbundenen,...
2017, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, ESC Finale

Sicher und nett”: ESC 2017 fin­det in Kiew statt

Das Unerwartete ist geschehen: in einer für heute Mittag angesetzten (und tatsächlich stattgefundenen!) öffentlichen Pressekonferenz gab das ukrainische Fernsehen den Austragungsort für den Eurovision Song Contest 2017 bekannt, nämlich die Hauptstadt Kiew. Damit hätte nach dem vorausgegangenen Gewürge nun wirklich niemand mehr gerechnet! Sechs Städte hatten sich ursprünglich beworben, drei davon kamen in die engere Wahl: Dnipro, Odessa und eben Kiew. Zwischen dem Schwarzmeer-Kurort und der Metropole entspann sich ein politischer Kampf: sowohl der Gouverneur des Regierungsbezirks Odessa, der ehemalige georgische Regierungschef Michaeil Saakaschwili, als auch der Oberbürgermeister Kiews, der frühere Boxer Vitali Klitschko, fochten hinter den Kulissen mit harten Bandagen um die Ehre, den inte...
2017, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, ESC Finale

Got­ta tease you, nas­ty Guy: Ukrai­ne ver­schiebt erneut

Bereits zum zweiten Mal hat das ukrainische Fernsehen die Bekanntgabe der Entscheidung über den Austragungsort des Eurovision Song Contest 2017 verschoben. Nur wenige Minuten vor dem geplanten Sendestart der Verkündigungs-Pressekonferenz am heutigen Nachmittag um 14 Uhr wurde die Liveübertragung gecancelt. Ursprünglich sollte die Entscheidung zwischen den zunächst sechs, mittlerweile aber nur noch drei Bewerberstädten am 1. August fallen, wurde wegen noch offener Fragen aber auf heute verlegt. Nun scheint aber immer noch nicht alles geklärt zu sein. Nach einer von verschiedenen Quellen zitierten Aussage des ukrainischen Senderchefs soll jedoch Dnipro aus dem Rennen sein, dessen Bürgermeister sich in den letzten Tagen durch öffentliche Wutausbrüche über das langwierige Entscheidungsverfahre...