Tot­ge­sag­te leben län­ger: kehrt die Türk­vi­zyon zurück?

Auf­grund eines bizar­ren Namens­rechts­streits liegt der 2013 von der Tür­kei als eine Art osma­ni­scher Gegen­ent­wurf zum ver­derbt-homo­phi­len Euro­vi­si­on Song Con­test aus der Tau­fe geho­be­ne Wett­be­werb Türk­vi­zyon, an dem Türk­völ­ker in ganz Eura­si­en teil­neh­men durf­ten und der es bis­lang auf ledig­lich drei Aus­ga­ben brach­te, nun schon seit gut drei Jah­ren auf Eis. Doch jetzt kommt wie­der Bewe­gung in die fest­ge­fah­re­ne Situa­ti­on: wie Euro­voix World berich­tet, hat es den Anschein, dass die Show 2018 erst­mals wie­der statt­fin­den soll. Zumin­dest wur­de das Logo auf der offi­zi­el­len Web­prä­senz upge­da­tet, und eini­ge der Künstler/innen, die bereits für den vier­ten, immer wie­der ver­scho­be­nen und bis dato nicht aus­ge­tra­ge­nen Con­test zuge­sagt hat­ten, sol­len bereits ihre Bereit­schaft signa­li­siert haben, bei der Wie­der­auf­er­ste­hung dabei zu sein. Dar­un­ter die pol­nisch-weiß­rus­si­sche Sän­ge­rin Olga Schi­m­ans­ka­ja, die auch schon an den Euro­vi­si­ons­vor­ent­schei­den bei­der Län­der teil­nahm, zuletzt die­ses Jahr. Ein genau­es Datum und den Aus­tra­gungs­ort für die Türk­vi­zyon 2018 ken­nen wir aller­dings noch nicht, und so glau­be ich es ehr­lich gesagt erst, wenn ich es sehe. Schön wäre es aber schon: die Show eröff­ne­te Ein­bli­cke in mir bis­lang unbe­kann­te Kul­tur­tech­ni­ken wie den tuwa­ri­schen Keh­len­ge­sang und brach­te herr­lich pit­to­res­ke Auf­trit­te mit sich, neben all dem unglaub­li­chen orga­ni­sa­to­ri­schen Cha­os.

Einer der unver­gess­lichs­ten Türk­vi­zyons-Momen­te: der Auf­tritt von Çıl­dız Tanna­keşe­va (Keme­ro­wo).

Streit um Namens­rech­te: die Türk­vi­zyon auf Tauch­sta­ti­on

Die­ser Tage (die genaue­ren Anga­ben schwank­ten zuletzt irgend­wo zwi­schen dem 19. und dem 30. August 2017) soll­te in Asta­na, der Haupt­stadt Kasach­stans, eigent­lich die vier­te Aus­ga­be der Türk­vi­zyon über die Büh­ne gehen, des vom Staats­fern­se­hen TRT nach dem Vor­bild des Euro­vi­si­on Song Con­tests erst­mals 2013 ange­scho­be­nen Musik­wett­be­werbs der Turk­völ­ker, zu dem sich in die­sem Jahr nach einer Mel­dung von Euro­voix über 30 Län­der, Teil­re­pu­bli­ken und Volks­grup­pen ange­mel­det hat­ten. Doch dar­aus wird wohl vor­erst nichts: auf­grund einer gericht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung um die Namens­rech­te ver­schiebt sich die bereits 2016 aus­ge­fal­le­ne Show erneut auf unbe­stimm­te Zeit. Wie die Web­site ESCape News bereits vor zwei Mona­ten rap­por­tier­te, habe der Musi­ker Furat Emir TRT erst­mals im Jah­re 2014 wegen der Nut­zung sei­nes angeb­li­chen geis­ti­gen Eigen­tums ver­klagt. Emir behaup­te, das Kon­zept eines von ihm “Tur­ka­vi­si­on” genann­ten Con­tests ent­wi­ckelt zu haben. Im Febru­ar 2017 sprach ihm ein Gericht der Web­site zufol­ge in ers­ter Instanz die Namens­rech­te und eine Ent­schä­di­gung in Höhe von umge­rech­net rund 6.000 € für die bis­he­ri­ge Ver­wen­dung zu. Seit­her befin­det sich das tür­ki­sche Fern­se­hen – die Ver­ant­wor­tung für die Türk­vi­zyon liegt seit 2014 beim zur TRT-Sen­der­grup­pe gehö­ren­den Musik­ka­nal TMB – auf Tauch­sta­ti­on, ver­mut­lich fin­det hin­ter den Kulis­sen ein zähes Gescha­cher um eine finan­zi­el­le Kom­pen­sa­ti­on für die künf­ti­gen Nut­zungs­rech­te statt, bei dem bei­de Sei­ten offen­bar auf Zeit spie­len. Auch der You­tube-Kanal des Sen­ders ist von der Aus­ein­an­der­set­zung betrof­fen. Ob der Wett­be­werb, an dem auch Deutsch­land teil­nimmt, über­haupt noch mal statt­fin­det, bleibt abzu­war­ten. Die Ver­an­stal­tungs­rei­he scheint seit ihrer Erst­aus­ga­be ohne­hin nach­hal­tig vom Unglück ver­folgt: erst vor weni­gen Tagen erschüt­ter­te die Mel­dung die tür­ki­sche Öffent­lich­keit, dass der Mode­ra­tor der letz­ten, in Istan­bul abge­hal­te­nen Türk­vi­zyon 2015, Vat­an Şaş­maz, von sei­ner mut­maß­li­chen Gelieb­ten Filz Aker in einem Hotel­zim­mer nach einem laut­star­ken Streit mit meh­re­ren Schüs­sen getö­tet wur­de. Aker beging anschlie­ßend Selbst­mord.

Und hier zur Erin­ne­rung an bes­se­re Türk­vi­zyons-Tage einer ihrer kul­tigs­ten Bei­trä­ge: Trip­pi­ger Keh­len­ge­sang aus Keme­row.

Türk­vi­zyon 2017: neue Hal­le, neu­es Datum

Wie Euro­voix heu­te berich­tet, haben die Orga­ni­sa­to­ren des Gesang­wett­be­werbs der Turk­völ­ker, der Türk­vi­zyon, die Ver­an­stal­tung ver­legt: anstel­le der zunächst vor­ge­se­he­nen Eis­sport­hal­le (Barys Are­na) der kasa­chi­schen Haupt­stadt Asta­na soll die Show nun in der deut­lich klei­ne­ren Staat­li­chen Kon­zert­hal­le des Lan­des, eben­falls in Asta­na, über die Büh­ne gehen, die etwas über 3.000 Besucher/innen fasst. Auch beim Datum gab es eine leich­te Kor­rek­tur: das Fina­le rückt um einen Tag auf Sams­tag, den 9. Sep­tem­ber 2017 vor. Auf­grund der Zeit­ver­schie­bung beginnt die Show bereits um 14 Uhr deut­scher Zeit. Für die erst­ma­lig zwei Vor­run­den gibt es noch kei­ne offi­zi­ell bestä­tig­ten Ter­mi­ne, im Hin­blick auf den vom Ver­an­stal­ter genann­ten Zeit­kor­ri­dor kann man aber davon aus­ge­hen, dass sie am Diens­tag, dem 5. Sep­tem­ber und am Don­ners­tag, dem 7. Sep­tem­ber 2017 statt­fin­den wer­den. Von den 26 Natio­nen, Repu­bli­ken, Regio­nen oder Völ­kern, die ihr Inter­es­se an dem ursprüng­lich für Dezem­ber 2016 in Istan­bul geplan­ten Wett­be­werb signa­li­siert hat­ten, sag­ten bis zum heu­ti­gen Tage 13 erneut fest zu, dar­un­ter Deutsch­land, das von dem smar­ten Köl­ner Sey­ran Ismay­ilkha­nov ver­tre­ten wird.

In Asta­na wird Sey­ran aller­dings nicht auf deutsch sin­gen (Reper­toire­bei­spiel)

Türk­vi­zyon 2017: der Ter­min steht

Kaum hat Kasach­stan nach mona­te­lan­gem Still­stand die Ver­ant­wor­tung für die Aus­rich­tung der Türk­vi­y­zon 2017 von dem augen­schein­lich auf Tauch­sta­ti­on gegan­ge­nen Musik­sen­der TMB über­nom­men, kommt wie­der Fahrt ins Gesche­hen. Auf der Face­book­sei­te der Sen­de­rei­he wur­den heu­te die Ter­mi­ne ver­kün­det: das Fina­le der vier­ten Auf­la­ge des Gesangs­wett­be­werbs der Turk­völ­ker, das eigent­lich Ende 2016 in der Tür­kei statt­fin­den soll­te, geht nun­mehr am Sonn­tag, dem 10. Sep­tem­ber 2017, in der rund 11.000 Besucher/innen fas­sen­den Barys Are­na, der Eis­sport­hal­le der kasa­chi­schen Metro­po­le Asta­na, ab 19:00 Uhr ört­li­cher Zeit über die Büh­ne. Für west­li­che Fans, die das Gesche­hen per (hof­fent­lich bereit­ge­stell­tem) Web­stream ver­fol­gen wol­len, bedeu­tet das einen ver­gnüg­li­chen Sonn­tag­nach­mit­tag: auf­grund der Zeit­ver­schie­bung beginnt die Show bei uns bereits um 14:00 Uhr. Das dürf­te es aller­dings für Berufs­tä­ti­ge schwie­rig machen, auch das ers­te der bei­den Semi­fi­na­le live zu schau­en, das am Frei­tag, dem 8. Sep­tem­ber 2017, zur glei­chen Zeit ter­mi­niert ist. Das auf­grund des erwar­te­ten Teil­neh­mer­re­kords – die rus­si­schen Repu­bli­ken dür­fen wie­der mit­ma­chen, neben Deutsch­land geht erst­mals auch Schwe­den an den Start – erst­ma­lig bei der Türk­vi­zyon ein­ge­plan­te zwei­te Semi geht dann logi­scher­wei­se Sams­tags­nach­mit­tags über den Sen­der. Wer die Gele­gen­heit zu einer Rei­se in die auf kasa­chisch “Haupt­stadt” (denn das heißt Asta­na) genann­te Haupt­stadt des eura­si­schen Lan­des nut­zen möch­te, soll­te sich indes noch etwas gedul­den: Infos zu den Ein­tritts­kar­ten für die Show fol­gen erst zu einem spä­te­ren Zeit­punkt.

Mit einer Boy­band errang Kasach­stan schon 2013 bei der ers­ten Türk­vi­zyon ein sehr gutes Ergeb­nis

Türk­vi­zyon wird nach Kasach­stan ver­legt

Wäh­rend sich im Zuge der aktu­el­len Euro­vi­si­ons­kri­se in der Ukrai­ne sicher­lich eini­ge Fans wün­schen, die EBU möge dem Land den Wett­be­werb weg­neh­men und in letz­ter Minu­te woan­ders­hin trans­fe­rie­ren (was nicht gesche­hen wird: wer soll das jetzt noch so schnell aus dem Boden stamp­fen kön­nen? und vor allem: wol­len?), zeich­net sich bei sei­nem osma­ni­schen Gegen­ent­wurf, der Türk­vi­zyon, etwas Ähn­li­ches ab. Der seit 2013 immer gegen Ende des Jah­res statt­fin­den­de Musik­wett­be­werb der Turk­völ­ker soll­te 2016 eigent­lich in Istan­bul (oder einer ande­ren tür­ki­schen Stadt, so genau stand das bis zuletzt nicht fest) über die Büh­ne gehen, wur­de auf­grund der aktu­el­len poli­ti­schen Umwäl­zun­gen in Erdo­gans Sul­ta­nat aber bis auf Wei­te­res ver­scho­ben. Nun ver­mel­det Euro­voix, dass die Türk­vi­zyon statt­des­sen 2017 in der kasa­chi­schen Haupt­stadt Asta­na statt­fin­den sol­le. Eine offi­zi­el­le Bestä­ti­gung fehlt indes noch, und auch ein genau­es Datum gibt es noch nicht. Aller­dings heißt es, dass die Show in die prunk­vol­le Welt­aus­stel­lung Expo ein­ge­bun­den wer­den sol­le, die zwi­schen dem 10. Juni und dem 10. Sep­tem­ber 2017 in der ehe­ma­li­gen rus­si­schen Repu­blik ihre Zel­te auf­schlägt und heu­er unter dem Mot­to “Nach­hal­ti­ge Ener­gie” steht. Kasach­stan gewann die Türk­vi­zyon im Jah­re 2014 mit dem fan­tas­ti­schen ‘Іzіn kөrem’ von der hin­rei­ßen­den Zha­nar Dugal­o­va. 21 Natio­nen, Repu­bli­ken oder Turk­völ­ker hat­ten bis­lang ihre Teil­nah­me für 2016 zuge­sagt. Dar­un­ter Deutsch­land, das von dem in Köln leben­den Sey­ran ver­tre­ten wird, den die Gäs­te des Fan­club­tref­fens des EC Ger­ma­ny bereits im Novem­ber 2016 ken­nen­ler­nen durf­ten. Auch das Mut­ter­land der Euro­vi­si­on, Schwe­den, soll heu­er erst­mals ver­tre­ten sein. Wenn denn die aus­ge­wähl­ten Künstler/innen auch alle im Som­mer 2017 noch kön­nen und wol­len. Bestä­tigt sich die­se Mel­dung, ent­puppt sich die neue Ter­mi­nie­rung aller­dings als Glücks­fall: fie­le der herr­lich skur­ri­le Gegen-Wett­be­werb dann genau in die klas­si­sche Pha­se der PED (Post Euro­vi­si­on Depres­si­on), der Zeit zwi­schen dem Fina­le der euro­päi­schen Fest­spie­le und dem Sai­son­auf­takt der nach­fol­gen­den Vor­ent­schei­dungs­run­den für 2018. Wie wun­der­bar!

Prä­si­den­ten­treu: die Türk­vi­zyons­sie­ge­rin von 2014 aus Kasach­stan

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: it’s all your Head

Nicht nur das ukrai­ni­sche Fern­se­hen hinkt der­zeit mäch­tig hin­ter dem Zeit­plan her bei der Vor­be­rei­tung auf den Euro­vi­si­on Song Con­test 2017. Auch hier in der aufrechtgehn.de-Zentrale in Frank­furt sta­peln sich die noch zu sich­ten­den Bei­trä­ge aus aller Welt – dabei sind wir noch bei Wei­tem nicht in der Haupt­sai­son! Aber wann soll man auch die Zeit (und die Lei­dens­be­reit­schaft) fin­den, sich durch die Mit­schnit­te der rund sech­zig (!) Live-Audi­tions zu quä­len, die am Mitt­woch letz­ter Woche in Minsk statt­fan­den und aus denen letzt­lich 13 Kandidat/innen für die natio­na­le Vor­ent­schei­dung Weiß­russ­lands her­vor­gin­gen. 13 Kandidat/innen, wie sie ega­ler nicht sein könn­ten und von denen nicht eine/r auch nur den Hauch einer Chan­ce auf einen Final­ein­zug in Kiew besitzt. Auch bei der Sen­der­ju­ry lagen die Ner­ven offen­sicht­lich blank: einen Gut­teil der sech­zig Hoff­nungs­vol­len würg­te man mit­ten im Vor­trag mit einem bar­schen “Spa­si­ba!” wie­der ab. So wie bei­spiels­wei­se einen äußerst tra­gi­schen Herrn mitt­le­ren Alters namens Frame, der zu einem boun­cen­den Dis­co-Track namens ‘Dance Power’ die Inkar­na­ti­on eines schwu­len Strau­ßen­vo­gels dar­bot und vor lau­ter affek­tier­tem Her­um­stol­zie­ren mehr­fach über sei­ne eige­ne Zun­ge stol­per­te. Als sich dann auch noch sei­ne Start­num­mer vom ungla­mou­rö­sen Karo­hemd lös­te, war’s genug: Sound aus, “Spa­si­ba”, seit­lich stak­sen­der Abgang. Herr­lich!

Ein wenig unent­spannt wirkt er, der Herr Frame

wei­ter­le­senPer­len der Vor­ent­schei­dun­gen: it’s all your Head

Türk­vi­zyon 2016: auch Polen debü­tiert

Die Gerüch­te exis­tier­ten schon län­ger, heu­te bestä­tig­ten sie sich: neben Lett­land, Schwe­den, den Nie­der­lan­den und Mol­da­wi­en tre­ten auch unse­re pol­ni­schen Nach­barn 2016 erst­mals beim osma­ni­schen Gegen­ent­wurf zum Euro­vi­si­on Song Con­test, der Türk­vi­zyon, an. Und auch hier bewahr­hei­tet sich erneut, dass der tür­ki­sche Euro­vi­si­ons­ab­le­ger in beson­de­rer Zahl beson­ders ehr­gei­zi­ge Kombattant/innen anzieht, die sich in den ver­schie­de­nen natio­na­len Grand-Prix-Vor­ent­schei­dun­gen noch nicht durch­set­zen konn­ten: Olga Shi­m­ans­ka­ya (in deut­scher Schrei­bung: Olga Schi­m­ans­ka­ja) ver­tritt näm­lich den Weich­sel­staat in Istan­bul, ihres Zei­chens Lead­sän­ge­rin des weiß­rus­si­schen (!) Musik­pro­jek­tes Napo­li. Das ver­such­te es seit 2014 durch­ge­hend beim Vor­ent­scheid in Minsk und erziel­te 2016 – da bereits vom Trio zur Solo­sän­ge­rin zusam­men­ge­schrumpft – mit dem grau­en­haf­ten ‘My Uni­ver­se’ und zwei­ten Platz das bes­te Ergeb­nis. Anschlie­ßend trat Olga mit dem sel­ben Song auch in War­schau zur ESC-Aus­wahl an, wo sie aller­dings Letz­te wur­de. Nun also ab zur Türk­vi­zyon – die Toch­ter einer pol­ni­schen Mut­ter (und von Götz Geor­ge?) spricht zwar kein Wort Tür­kisch, freut sich aber den­noch auf ihren Titel ‘Masal gibi bu dünya’ (‘Die Welt ist wie ein Mär­chen’) und will in Istan­bul zudem mit einem “unge­wöhn­li­chen Kleid” punk­ten, wie sie Euro­voix ver­riet. Auch beim bela­rus­si­schen Euro­vi­si­ons­vor­ent­scheid steht sie 2017 übri­gens erneut auf der Teil­neh­mer­lis­te! Mit ihrer Par­ti­zi­pa­ti­on ist der Län­der­re­kord der vier­ten Aus­ga­be der Türk­vi­y­zon wie­der her­ge­stellt – vor­aus­ge­setzt, der Musik­sen­der TMB schafft es noch, das in acht­zehn Tagen ange­setz­te Event auf die Bei­ne zu stel­len. Bis­lang herrscht näm­lich von offi­zi­el­ler Sei­te immer noch das Schwei­gen im Wal­de…

Tol­le Klei­der tra­gen kann sie: Schi­m­anskis Olga (Reper­toire­bei­spiel)

[UPD]: Rück­tritt bei der Türk­vi­zyon 2016

Es ist voll­bracht: mit der Anmel­dung Mol­da­wi­ens zum Gesangs­wett­be­werb der Turk­völ­ker wur­de die bis­he­ri­ge Par­ti­zi­pan­ten-Höchst­mar­ke aus dem Jahr 2014 über­bo­ten. 26 25 Län­der, Regio­nen oder Volk­grup­pen tre­ten nach der­zei­ti­gem Stand zwi­schen dem 14. und 18. Dezem­ber 2016 in Istan­bul beim vier­ten osma­ni­schen Wett­sin­gen gegen­ein­an­der an. Die­ses Zeit­fens­ter nann­te jeden­falls unlängst die let­ti­sche Türk­vi­y­zons-Teil­neh­me­rin Oks­a­na Bile­ra, wäh­rend sich die tür­ki­schen Orga­ni­sa­to­ren wei­ter­hin in Schwei­gen hül­len, was die Ter­mi­ne und den Aus­tra­gungs­ort angeht – bis dato fie­len neben der Bos­po­rus-Metro­po­le auch die Namen Anka­ra und Anta­lya.

Update: Näm­li­ches Schwei­gen scheint zum Pro­blem zu wer­den – wie Euro­voix soeben ver­mel­de­te, zog Cha­kas­si­en mut­maß­lich auf­grund der man­geln­den Kom­mu­ni­ka­ti­on der Ver­an­stal­ter heu­te sei­ne Teil­nah­me zurück. Ire­nek Khan, die Ende Okto­ber in einem Vor­ent­scheid aus­ge­wähl­te Band, darf damit nicht nach Istan­bul fah­ren. Damit ist der vor weni­gen Minu­ten gemel­de­te Teil­neh­mer­re­kord vor­erst hin­fäl­lig. Auch an der Bala Türk­vi­zyon, dem Kin­der­wett­be­werb, wol­len sich die Cha­kas­sen 2016 nicht betei­li­gen.

15 14 Grup­pen und Sänger/innen sind bis­lang nament­lich bekannt, dar­un­ter der deut­sche Reprä­sen­tant Sey­ran, der erst heu­te im Inter­view mit Irving “Dr. Euro­vi­si­on” Wol­ther erzähl­te, dass er für Istan­bul noch zwi­schen einer Bal­la­de und einem Uptem­po­song schwan­ke, auf jeden Fall aber “den Turk­vi­si­on Song Con­test gewin­nen und nach Deutsch­land holen” wol­le. Ich drü­cke die Dau­men!

Lässt die Son­ne schei­nen: Deutsch­lands Türk­vi­zyons-Ver­tre­ter Sey­ran (Reper­toire­bei­spiel)

wei­ter­le­sen[UPD]: Rück­tritt bei der Türk­vi­zyon 2016

Schwe­den unter­wan­dert nun auch die Türk­vi­zyon

Alles ver­mischt sich auf das Schöns­te: wäh­rend der Euro­vi­si­on Song Con­test sei­nen Wir­kungs­kreis seit gerau­mer Zeit immer wei­ter in den Kau­ka­sus und zuletzt sogar nach Ozea­ni­en hin­ein erwei­tert und neben der zwei­ma­li­gen Ein­la­dung Aus­tra­li­ens der­zeit über ein Mit­ma­chen Kasach­stans und mit­tel­fris­tig sogar Chi­nas dis­ku­tiert wird, geht der osma­ni­sche Gegen­ent­wurf zum euro­päi­schen Gesangs­wett­be­werb, die Türk­vi­zyon, einen ähn­li­chen Weg. Nach Deutsch­land, das seit drei Jah­ren beim musi­ka­li­schen Wett­streit der Turk­völ­ker mit­wirkt, neh­men an der vier­ten Aus­ga­be der Türk­vi­zyon im Dezem­ber 2016 erst­mals auch die Nie­der­lan­de und das Euro­vi­si­ons-Power­house Schwe­den teil, wie euro­voix berich­tet. Dem Por­tal zufol­ge exis­tier­ten zudem Gerüch­te, dass auch Lett­land und Polen bereit stün­den. Wie für Deutsch­land geht auch für die Hol­län­der bei der Türk­vi­zyon ein gebür­ti­ger Aser­bai­dscha­ner an den Start: Elcan Rzay­ev kam – eben­so wie unser Abge­sand­ter Sey­ran – in Baku zur Welt, wo er Gesang stu­dier­te. Er lebt seit 2000 in den Nie­der­lan­den und ver­öf­fent­lich­te bereits drei Stu­dio­al­ben, lässt sich aber auch für Hoch­zei­ten buchen. Sei­nen Titel ‘Ana vətən’ (‘Mein Mut­ter­land’) schrieb er selbst.

Der nie­der­län­di­sche Türk­vi­zyons-Reprä­sen­tant Elcan (Reper­toire­bei­spiel)

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Jama­la war nicht genug: wohl kei­ne tür­ki­sche ESC-Rück­kehr

So lang­sam füllt sich das Teil­neh­mer­feld für die vier­te Aus­ga­be des osma­ni­schen Lie­der­wett­streits Türk­vi­zyon, der im Dezem­ber 2016 statt­fin­den soll – auch wenn bis­lang noch immer kein kon­kre­ter Ter­min für die Sen­dung fest­steht und noch nicht ein­mal Istan­bul als (erneu­ter) Aus­tra­gungs­ort hun­dert­pro­zen­tig sicher ist. Des­sen­un­ge­ach­tet fan­den ges­tern in der auto­no­men mol­da­wi­schen Regi­on Gag­au­si­en und in der rus­si­schen Repu­blik Cha­kas­si­en Vor­ent­schei­dun­gen statt. In der gag­ausi­schen Haupt­stadt Com­rat setz­te sich bei der rei­nen Inter­pre­ten­aus­wahl nach einer Mel­dung von Euro­voix die Sän­ge­rin Julia Arnaut gegen elf Konkurrent/innen durch. Ihr wird nun ein spe­zi­ell für die Türk­vi­zyon kom­po­nier­ter Song auf den Leib geschnei­dert. In Abakan, der Metro­po­le Cha­kas­si­ens, gewann die Folk­rock­band Ire­nek Khan die Wahl. Ihr Song steht bereits fest: er heißt ‘Kukush­ka’ (‘Kuckuck’), kann aber lei­der nicht an die musi­ka­li­sche Güte des gleich­na­mi­gen ukrai­ni­schen Vor­ent­schei­dungs­bei­trags von 2011, gesun­gen von der fabel­haf­ten Zla­ta Ogne­vich (→ UA 2013), anschlie­ßen. Damit ken­nen wir bis­lang die Namen von acht Repräsentant/innen und von zwei Bei­trä­gen für die Ersatz-Euro­vi­si­on der Turk­völ­ker. 22 Län­der, Regio­nen oder Eth­ni­en haben bis­lang zuge­sagt, dar­un­ter Deutsch­land, das vom Köl­ner Sey­ran Ismay­ilkha­nov ver­tre­ten wird.

Len­ny Kuhr trifft Yük­sek Sada­kat: die cha­kas­si­sche Band Ire­nek “Cha­ka” Khan ver­tritt die Repu­blik bei der Türk­vi­zyon 2016

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