Türk­vi­zyon: neue Län­der und Sän­ger

Wie Euro­voix berich­tet, ist ein wei­te­res Land zum Teil­neh­mer­kreis der Türk­vi­zyon hin­zu gesto­ßen: die nörd­lich von Geor­gi­en gele­ge­ne rus­si­sche Teil­re­pu­blik Kaba­di­no-Bal­ka­ri­en. Die von knapp 900.000 Men­schen bewohn­te Regi­on gilt Wiki­pe­dia zufol­ge als eines der Zen­tren des isla­mis­ti­schen Extre­mis­mus und lei­det unter hoher Arbeits­lo­sig­keit und Armut. Die tür­kisch­stäm­mi­gen Bal­ka­ren machen etwa ein Ach­tel der Bevöl­ke­rung aus. Die bal­ka­ri­sche Vor­ent­schei­dung fin­de nach Anga­ben von Euro­voix mor­gen Nach­mit­tag in einem Restau­rant statt – und zwar in Tscher­kess, der Haupt­stadt der angren­zen­den Repu­blik Karat­sc­hai-Tscher­kes­si­en. Sehr merk­wür­dig, all das! Als gesi­chert darf hin­ge­gen die Teil­nah­me Tatarstans gel­ten. Die Wol­ga­re­pu­blik wird durch die Sän­ge­rin  Ali­ne Şerip­ca­no­va ver­tre­ten. Ihre Inau­gu­ra­ti­on erfolg­te vor lee­ren Zuschau­er­rän­gen: auf­grund eines Flug­zeug­ab­stur­zes mit 50 Toten, dar­un­ter dem Sohn des Regio­nal­fürs­ten, in der Haupt­stadt Kasan letz­te Woche herrscht in Tatar­stan Trau­er, die Vor­ent­schei­dung fand ohne Publi­kum statt. Ein kur­zer Aus­schnitt aus Ali­nes Bal­la­de ist hier bei Minu­te 1:15 zu sehen. Die auto­no­me ukrai­ni­sche Teil­re­pu­blik Krim schickt die Sän­ge­rin Elvi­ra Sari­ha­lil (ande­re Schrei­bung: Sarykha­lil) nach Eskişe­hir. Sie setz­te sich gegen 13 Kon­kur­ren­ten durch. Über ihren Titel war noch nichts in Erfah­rung zu brin­gen.


Elvi­ra Sari­ha­li ver­tritt die Krim bei der Türk­vi­zyon (Reper­toire­bei­spiel)

Türk­vi­zyon: die Teil­neh­mer aus Kasach­stan und Aser­bai­dschan

Zwei wei­te­re Acts für die Pre­miè­re der Türk­vi­zyon vom 19. bis 23. Dezem­ber 2013 in der Frank­fur­ter Part­ner­stadt Eskişe­hir in Ana­to­li­en ste­hen fest. Die Böse-Buben-Band Rin’Go ver­tritt das erd­öl­rei­che Kasach­stan, das flä­chen­mä­ßig neunt­größ­te Land der Erde. Rin’Go setz­ten sich mit 18% der Stim­men gegen 15 Mit­be­wer­ber durch. Für ein ande­res Erd­öl­land, Aser­bai­dschan – das neben der Türk­vi­zyon auch wei­ter­hin am Euro­vi­si­on Song Con­test teil­nimmt – wird Fərid Həsə­nov (oder Farid Has­a­nov, wie er in unse­rem Alpha­bet heißt) in Eskişe­hir sin­gen. Has­a­nov konn­te in der End­run­de eines läng­li­chen Cas­ting­show­for­ma­tes neun wei­te­re Fina­lis­ten schla­gen. Er ver­such­te es 2013 auch schon in der aser­bai­dscha­ni­schen Vor­ent­schei­dung zum rich­ti­gen Euro­vi­si­on Song Con­test, wo er in sei­ner Vor­run­de Lore­ens ‘Eupho­ria’ dahin­met­zel­te. Damit wur­de er Vier­ter – an sei­ner Stel­le schaff­te es ein ande­rer Farid ins Fina­le und bekannt­lich nach Mal­mö. Über die Bei­trä­ge für den osma­ni­schen Gegen-Grand-Prix war noch nichts Genau­es in Erfah­rung zu brin­gen.


Optisch Eric Saa­de, stimm­lich Too­ji: Farid (AZ) und sei­ne pho­ne­ti­sche Neu­ein­spie­lung


Ver­tre­ten Kasach­stan bei der Türk­vi­zyon: Rin’Go (Reper­toire­bei­spiel)

Türk­vi­zyon: Gom­m­a­lar grei­nen für Zypern

Neu­es vom tür­ki­schen Able­ger des Euro­vi­si­on Song Con­tests: wäh­rend der grie­chi­sche Süden der geteil­ten Mit­tel­meer­in­sel 2014 aus Geld­not zu Hau­se bleibt und somit kei­ne 12 Punk­te mit dem vor­aus­sicht­lich teil­neh­men­den Mut­ter­land tau­schen kann, fand im tür­ki­schen Nord­teil ges­tern Abend die Vor­ent­schei­dung für die Türk­vi­zyon statt. Unter zehn Teil­neh­mern ver­gab die Jury ihre Höchst­punkt­zahl an gleich zwei Acts. Der höhe­re Pro­zent­an­teil im Tele­vo­ting gab dann denn Aus­schlag für den Sieg der Band Gom­m­a­lar. Die Per­for­mance ihres Bei­trags ‘Ayrın­tılar’ über­rascht den west­lich gepräg­ten Zuschau­er vor allem durch die Dis­kre­panz zwi­schen der mimi­schen Ernst­haf­tig­keit, mit der das musi­ka­lisch nur als Toten­kla­ge iden­ti­fi­zier­ba­re Song­kon­strukt zum Vor­tra­ge gebracht wird, und der osten­ta­ti­ven Nach­läs­sig­keit im Klei­dungs­stil der bei­den Lead­sän­ger der Band. Es ist so ein biss­chen, als wür­den Mr. Pre­si­dent ‘La Mam­ma mor­ta’ sin­gen – in ihrer übli­chen Dienst­klei­dung. Immer­hin: gera­de, als einen das depres­si­ve Stück nach vier­ein­halb sei­ner sechs (!) Minu­ten soweit hat, dass man allen Lebens­wil­len ver­liert, holt einen ein bis dahin beschäf­ti­gungs­lo­ser Per­kus­sio­nist wie­der aus dem Koma zurück. Dan­ke! Wei­te­re High­lights der nord­zy­pri­schen Vor­ent­schei­dung: laut Euro­voix trat eine Sän­ge­rin, offen­bar in Unkennt­nis der Regeln, mit einer Cover­ver­si­on von ‘I will sur­vi­ve’ an. Ein ande­rer Kom­bat­tant zeig­te sich ob der nega­ti­ven Kri­tik der Jury so erbost, dass sich eine erhitzt geführ­te Debat­te über eine geschla­ge­ne Vier­tel­stun­de anschloss. Sehr gut! So etwas wür­de ich mir ja auch mal bei einer unse­rer unsäg­li­chen Cas­ting­shows wün­schen!


Gesich­ter wie tau­send Jah­re Regen­wet­ter: Gom­m­a­lar aus Nord­zy­pern

Brand­hei­ßes von der Türk­vi­zyon

Tja, den Wer­be­slo­gan “Land des Feu­ers” kann Aser­bai­dschan dann wohl getrost an die rus­si­sche Repu­blik Basch­kor­to­stan abtre­ten. Dort muss­te ges­tern Abend gegen halb neun Uhr Orts­zeit näm­lich die Vor­ent­schei­dung für den basch­ki­ri­schen Bei­trag zur Türk­vi­zyon abge­bro­chen wer­den, da es im Ver­an­stal­tungs­ge­bäu­de brann­te. Rund ein­tau­send Zuschau­er wur­den eva­ku­iert, glück­li­cher­wei­se kam es zu kei­ner­lei Per­so­nen­schä­den, wie Euro­voix unter Beru­fung auf einen rus­si­schen Radio­sen­der berich­tet. Ein Nach­hol­ter­min ste­he noch nicht fest. Ver­scho­ben (auf den 23.11.) wur­de auch die Vor­ent­schei­dung der auto­no­men Repu­blik Krim (Ukrai­ne), und zwar auf­grund uner­war­tet hoher Zah­len an Künst­ler­an­mel­dun­gen. Tat­säch­lich statt­ge­fun­den hat hin­ge­gen die Türk­vi­zyon-Vor­auswahl in Kir­gi­si­en: dort setz­te sich die männ­li­che Vokal­grup­pe Çoro gegen zehn Kon­kur­ren­ten durch: eine Hand­voll Mon­go­len in Anzü­gen, die eine Art von Musik machen, wie man sie hier­zu­lan­de am ehes­ten als Hin­ter­grund­ge­du­del im Chi­na-Restau­rant kennt. Aber irgend­wie ohr­wur­mig! ‘Too­luk kyz’ nennt sich ihr Bei­trag, der die ame­ri­ka­ni­schen Fünf­zi­ger­jah­re wie­der auf­le­ben lässt.


Der an der Man­do­li­ne ist mein Lieb­ling! Çoro aus Kir­gi­si­en (Reper­toire­bei­spiel)

Türk­vi­zyon 2013: die Teil­neh­mer­lis­te

1. Song Con­test des tür­ki­schen Kul­tur­rau­mes. 19. und 21.12.2013 in Eskişe­hir, Tür­kei.
Land / Repu­blikTeil vonInter­pretSongÜber­set­zung
AltaiRUArtur Mar­lu­jo­kovAltayım MeninMein Altai
Aser­bai­dschanAZFərid Həsə­novYaşaLeben
Bal­ka­ri­enRUEldar Zha­ni­ka­evAdam­dı Biz­ni AtıbızSein Name ist Adam
Basch­kor­to­stanRUDia­na Ish­ni­ya­zo­vaKuray Şar­kısıDas Qurai-Lied
Bos­ni­enBAEmir & the fro­zen CamelsTers Bosan­kaZän­ki­sche Bos­nie­rin
Cha­kas­si­enRUVla­di­mir Dor­juTus çirin­deTraum
Gag­au­si­enMDLud­mi­la TukanVer­nis Lub­ovKomm, mein Schatz
Geor­gi­enGEEynar Bala­kişi­y­ev + Afik Novru­zovKal­bi­ni Saf TutHal­te dein Herz rein
IrakIQAhmed Duz­luKer­kü­k’­ten yola ÇıkakVon Kir­kuk aus
Kasach­stanKZRin’GoBir­lik­pen AlğaGemein­sam vor­an
Keme­ro­woRUÇıl­dız Tanna­keşe­vaŞoriya’nın UnuDer Klang Berg­scho­ri­ens
Kir­gi­si­enKGÇoroKay­gır­baSei unbe­sorgt
Koso­voKO (RS)Ergin Karaha­sanŞu Priz­renNach Priz­ren
KrimUAElvi­ra Sari­ha­lilDağların EllarıBerg­pfa­de
Maze­do­ni­enMKİlkay Yus­ufDüş­ler­de Yaşa­makLeben in Träu­men
Nord­zy­pernCYGom­m­a­larHavalanıyorAuf­stei­gend
Rumä­ni­enROGeng­hiz Erhan Cut­ca­laiAy Ak ShatırWei­ße Linie
Sacha (Jaku­ti­en)RUOlga Spi­ri­do­no­vaSulus Uon­na TuunFlie­gend
Tatar­stanRUAli­na Şarip­ja­no­vaÜpkelem­imIch bin nicht nach­tra­gend
Tür­keiTRMane­v­raSen, Ben, BizDu, ich, wir
TuwaRUSai­lyk OmmunCavi­dakOhne Sat­tel
Ukrai­neUAFazi­le Ibrai­mo­vaElmalımMein Apfel
Usbe­ki­stanUZNilüfer Usma­no­vaUnut­ginVer­giss mich
Weiß­russ­landBYGunesh Aba­so­vaSon hati­ra­larLetz­te Erin­ne­run­gen

EBU ver­län­gert Frist für Grie­chen­land

Sicher­zu­stel­len, dass so vie­le Län­der wie mög­lich in Kopen­ha­gen teil­neh­men, hat für uns hohe Prio­ri­tät,” sag­te der EBU-Beauf­trag­te für den Euro­vi­si­on Song Con­test, Jan Ola Sand, heu­te in Genf. Daher räumt die EBU den Grie­chen eine ver­län­ger­te Anmel­de­frist ein. An sich endet die Dead­line für die ver­bind­li­che Zusa­ge der teil­nah­me­wil­li­gen Sen­der am kom­men­den Frei­tag. Abge­sagt haben bis­lang Zypern und Kroa­ti­en, dafür will Por­tu­gal wie­der mit­ma­chen. Die Grie­chen auch – aller­dings ver­fü­gen sie der­zeit über kei­nen teil­nah­me­be­rech­tig­ten TV-Sen­der. Im Juni die­sen Jah­res lös­te die grie­chi­sche Regie­rung in einer bis­lang bei­spiel­lo­sen Akti­on vom einen auf den ande­ren Tag den bis­he­ri­gen öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk ERT ersatz­los auf und ent­ließ sämt­li­che Mit­ar­bei­ter, was auch den Pro­test der EBU nach sich zog. Offi­zi­el­le Begrün­dung: der von der EZB unter maß­geb­li­cher Füh­rung von Mer­kel auf­ok­troy­ier­te Aus­teri­täts­kurs, der har­te finan­zi­el­le Ein­schnit­te for­dert. Zu ver­mu­ten­der wirk­li­cher Grund: der Aus­teri­täts­kurs und die her­vor­ra­gen­de Gele­gen­heit, poli­tisch unlieb­sa­me, kri­ti­sche Jour­na­lis­ten mund­tot zu machen. Erst vori­ge Woche ließ die sel­be Regie­rung das von einem Häuf­lein auf­rech­ter Wider­ständ­ler besetz­te Sen­de­zen­trum in den frü­hen Mor­gen­stun­den von der Poli­zei räu­men, was die­se on Air mit einem resi­gnier­ten “Will­kom­men, Mit­tel­al­ter” kom­men­tier­ten.


Star­tet für Russ­land bei der Türk­vi­zyon: Sai­lyk Ommun (Reper­toire­bei­spiel)

Wei­ter­le­senEBU ver­län­gert Frist für Grie­chen­land

ESC 2014: Tür­kei sagt end­gül­tig ab

Wie esc­to­day soeben ver­mel­det, habe der tür­ki­sche Sen­der TRT gegen­über dem Euro­vi­si­ons­nach­rich­ten­por­tal bestä­tigt, dem Euro­vi­si­on Song Con­test 2014 in Kopen­ha­gen defi­ni­tiv fern­zu­blei­ben. Auch die ver­bes­ser­ten Trans­pa­renz­re­geln und die dar­auf­hin geführ­ten erneu­ten Ver­hand­lun­gen zwi­schen der EBU und dem Staats­sen­der konn­ten die Tür­ken, die bereits 2013 aus Pro­test gegen das Big-Five-Pri­vi­leg und die Jurys aus­setz­ten, noch nicht zu einer Rück­kehr bewe­gen. Die betrüb­li­che Absa­ge kommt wenig über­ra­schend, zumal die Osma­nen der­zeit mit der Türk­vi­zyon ihren eige­nen Song Con­test vor­be­rei­ten. Vom Tisch ist damit auch der Vor­schlag einer Kul­tur­or­ga­ni­sa­ti­on aus der Regi­on Diyarba­k­ir, die Tür­kei beim euro­päi­schen Gesangs­wett­be­werb mit einem Song in kur­di­scher Spra­che zu ver­tre­ten.


Bes­se­re Zei­ten: ‘Bana bana’, der tür­ki­sche Bei­trag von 1989

Gunesh für Weiß­russ­land – bei der Türk­vi­zyon

Wie Euro­fire heu­te berich­tet, schickt Weiß­russ­land die Sän­ge­rin Gunesh Aba­so­va ins Ren­nen. Aller­dings nicht beim Euro­vi­si­on Song Con­test 2014, son­dern beim tür­ki­schen Able­ger Türk­vi­zyon 2013 in der ana­to­li­schen Pro­vinz­haupt­stadt Eskişe­hir. Die in Aser­bai­dschan gebo­re­ne, mitt­ler­wei­le jedoch im Reich des Des­po­ten Luka­schen­ko leben­de Sän­ge­rin bewarb sich schon mehr­fach um das Grand-Prix-Ticket, konn­te sich im – an Kor­rup­ti­ons­vor­wür­fen und Merk­wür­dig­kei­ten nicht eben armen – weiß­rus­si­schen Euro­fest aber nie durch­set­zen. Zuletzt beleg­te sie im umstrit­te­nen Vor­ent­scheid von 2012, der in der nach­träg­li­chen Dis­qua­li­fi­ka­ti­on der Publi­kums­sie­ge­rin Ale­na Lanska­ya (die dann 2013 ran durf­te) zuguns­ten der Jury­fa­vo­ri­ten Lite­sound gip­fel­te, den drit­ten Rang. Bei der Türk­vi­zyon tritt sie mit dem Titel ‘Zer­rin kıya­mam’ an.


Gunesh beim Euro­fest 2012

Die Türk­vi­zyon: ein homo­frei­er Gegen-Grand-Prix?

Im Dezem­ber die­sen Jah­res ver­an­stal­tet, wie bereits berich­tet, das tür­ki­sche Fern­se­hen TRT erst­ma­lig die Türk­vi­zyon, eine Art Gegen-Grand-Prix eura­si­scher Län­der und Regio­nen mit star­ken Turk­volk-Antei­len. Zwan­zig Kom­bat­tan­ten tre­ten vom 19. bis 21. Dezem­ber im ana­to­li­schen Eskişe­hir gegen­ein­an­der an. Auf der Lis­te der Teil­neh­mer­län­der fin­det sich zunächst das Erwart­ba­re: neben der Tür­kei und dem Bru­der­staat Aser­bai­dschan zählt dazu das tür­kisch besetz­te Nord­zy­pern sowie eine Rei­he von osma­nisch gepräg­ten Kau­ka­sus­staa­ten und auto­no­men ehe­ma­li­gen Sowjet­re­pu­bli­ken. Auch die Teil­nah­me des mehr­heit­lich mus­li­misch ori­en­tier­ten Bos­ni­ens – wie vie­le der ande­ren Län­der übri­gens ver­tre­ten von einem Pri­vat­sen­der – über­rascht nicht. Im Gegen­satz zu Russ­land, der Ukrai­ne, Geor­gi­en, Mol­da­wi­en und Weiß­russ­land: Staa­ten, die nach mei­ner bis­he­ri­gen Wahr­neh­mung deut­lich weni­ger tür­kisch geprägt sein dürf­ten als bei­spiels­wei­se Deutsch­land. Auch wenn etli­che die­ser Län­der vor­aus­sicht­lich bei bei­den Ver­an­stal­tun­gen mit­ma­chen: hier könn­te der EBU eine star­ke Kon­kur­renz erwach­sen – und ein pro­ba­tes Druck­mit­tel für publi­kums­star­ke Sen­der aus dem eura­si­schen Raum, die eige­nen Reform­vor­stel­lun­gen bei­spiels­wei­se zum unge­lieb­ten Big-Five-Pri­vi­leg durch­zu­set­zen. Oder auch die eige­nen kul­tu­rel­len Wer­te: wie Wiwi­bloggs heu­te unter Bezug auf die Nach­rich­ten­sei­te NewsRU.com berich­tet, haben Ein­woh­ner Weiß­russ­lands eine Peti­ti­on gestar­tet, die das staat­li­che Fern­se­hen auf­for­dert, bei der Über­tra­gung des Euro­vi­si­on Song Con­test 2014 den Auf­tritt der öster­rei­chi­schen Ver­tre­te­rin Con­chi­ta Wurst aus­zu­blen­den, da die­ser nicht den “nor­ma­len und gesun­den Fami­li­en­wer­ten” des Lan­des ent­sprä­che.


The Wurst is yet to come: die fabel­haf­te Con­chi­ta

Wei­ter­le­senDie Türk­vi­zyon: ein homo­frei­er Gegen-Grand-Prix?

Türk­vi­zyon: Tür­kei star­tet eige­nen Gegen-Grand-Prix

Nach der Ankün­di­gung von letz­ter Woche, sich aus Pro­test gegen das Big-Five-Pri­vi­leg und die Jurys auch 2014 nicht am Euro­vi­si­on Song Con­test betei­li­gen zu wol­len, gab das tür­ki­sche Fern­se­hen TRT ges­tern bekannt, Ende des Jah­res einen eige­nen Musik­wett­be­werb namens Türk­vi­zyon durch­füh­ren zu wol­len, wie Hür­ri­y­et berich­tet. 20 eura­si­sche Län­der und Regio­nen mit star­ken tür­ki­schen Min­der­hei­ten, wie die auto­no­me rus­si­sche Repu­blik Tatar­stan west­lich des Ural oder die ukrai­ni­sche Schwarz­meer-Halb­in­sel Krim, eben­falls eine auto­no­me Repu­blik, sol­len an der Show teil­neh­men, die am 19., 21. und 23. Dezem­ber 2013 in der ana­to­li­schen Pro­vinz­haupt­stadt Eskişe­hir, der aktu­el­len Kul­tur­haupt­stadt der “tür­ki­schen Welt”, statt­fin­det. Dort stell­te ges­tern der tür­ki­sche Bil­dungs­mi­nis­ter Nabi Avcı das Pro­jekt in Anwe­sen­heit von  Nigar Jamal, auch bekannt als Nik­ki (AZ 2011) und Farid Mam­ma­dov, dem aser­bai­dscha­ni­schen Euro­vi­si­ons­ver­tre­ter 2013, vor. Die Show sol­le jedoch kein Ersatz für den Grand Prix sein: “Ob wir an der Euro­vi­si­on teil­neh­men oder nicht – ich hof­fe, die Türk­vi­zyon wird ihren eige­nen Weg fin­den und jedes Jahr wei­ter wach­sen. Sie wird ihren Platz in der tür­ki­schen Welt und ihren eige­nen Mar­ken­wert haben,” sag­te Avcı.


Hät­te er die Türk­vi­zyon gewon­nen? Farid Mam­ma­dov, Zwei­ter beim ESC 2013

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