Madame Mon­sieur sam­meln für die klei­ne Mer­cy

Die klei­ne Mer­cy

Mit ihrem wun­der­schö­nen, herz­er­wär­men­den Lied über das an Bord eines See­not­ret­tungs­schif­fes auf dem Mit­tel­meer gebo­re­ne Flücht­lings­mäd­chen ‘Mer­cy’ gewann das fran­zö­si­sche Sin­ger-Song­wri­ter-Pär­chen Émi­lie Satt und Jean-Karl Lucas ali­as Madame Mon­sieur im Janu­ar die­sen Jah­res den fran­zö­si­schen Vor­ent­scheid Desti­na­ti­on Euro­vi­si­on und fuhr zum Wett­sin­gen nach Lis­sa­bon. Das Mäd­chen gibt es wirk­lich, es kam im März 2017 an Bord der SOS Medi­ter­ra­né zur Welt und muss­te mit sei­ner Mut­ter Tai­wo Yus­sif bis vor weni­gen Wochen im größ­ten, hoff­nungs­los über­füll­ten Flücht­lings­la­ger Euro­pas in Sizi­li­en aus­har­ren. “Mein Baby lei­det in die­sem Camp,” zitiert Wiwi­bloggs die Mut­ter aus einem zurück­lie­gen­den Inter­view, “wir sind hier schon viel zu lan­ge”. Dank der ehren­amt­li­cher Hel­fer konn­ten bei­de nun in einer kirch­li­chen Ein­rich­tung unter­kom­men, wo Tai­wo ita­lie­nisch lernt, Mer­cy eine ört­lich Kin­der­krip­pe besucht und es nun so etwas wie einen Fun­ken Hoff­nung für die Zukunft der Bei­den gibt. “Tai­wo hat einen simp­len Traum: ihrer Toch­ter zu einem guten Leben zu ver­hel­fen, sie zur Schu­le gehen las­sen zu kön­nen, und selbst einen Job zu fin­den,” erzäh­len Satt und Lucas, die im Kon­takt mit der Hel­din ihres Songs ste­hen und nun Spen­den für Mer­cy und das Casa del­le Cul­tu­re sam­meln. Mehr als 2.500 € sind in den letz­ten 14 Tagen schon zusam­men­ge­kom­men.

Mon­sieur und Madame sin­gen der klei­nen Mer­cy ihr Lied ins Ohr. Wem hier nicht vor Rüh­rung das Herz zer­fließt, der hat keins.

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Ukrai­ni­sches Fern­se­hen stellt Aus­strah­lung ein

Extre­me Besorg­nis” äußer­te der EBU-Obers­te Noël Cur­ran heu­te in einer Pres­se­mit­tei­lung hin­sicht­lich der Lage der ukrai­ni­schen öffent­lich-recht­li­chen Sen­de­an­stalt UA:PBC, nach­dem die­se auf­grund feh­len­der Geld­mit­tel die ana­lo­ge Ver­brei­tung ihrer Pro­gram­me im Lan­de stop­pen muss­te. Die­ses Jahr habe der Sen­der, der nach den Wor­ten Currans ohne­hin “mit einem der kleins­ten Bud­gets Euro­pas” aus­kom­men müs­se, ledig­lich die Hälf­te der ihm nach den natio­na­len Fest­le­gun­gen gesetz­lich zuste­hen­den Finanz­mit­tel erhal­ten. UA:PBC zeich­net auch für die ukrai­ni­sche Euro­vi­si­ons­teil­nah­me ver­ant­wort­lich (wobei der Vor­ent­scheid Vid­bir auf einen pri­va­ten Musik­ka­nal aus­ge­la­gert wur­de, um Kos­ten zu spa­ren) und hat­te erst in die­ser Woche bekräf­tigt, in Tel Aviv an den Start gehen zu wol­len. Soll­te die Anstalt ihren Betrieb jedoch voll­stän­dig ein­stel­len müs­sen, ent­gin­gen uns künf­tig die tra­di­tio­nell spek­ta­ku­lär insze­nier­ten Bei­trä­ge des kriegs­ge­schüt­tel­ten Lan­des. Doch selbst­re­dend nicht aus die­sem Grund, son­dern wegen der im nächs­ten Jahr anste­hen­den Prä­si­dent­schafts­wah­len for­der­te die EBU die Regie­rung in Kiew heu­te auf, die ana­lo­ge Aus­strah­lung “unver­züg­lich wie­der­her­zu­stel­len und die not­wen­di­gen Mit­tel bereit­zu­stel­len, damit die öffent­lich-recht­li­chen Medi­en ihre wich­ti­ge Rol­le für die Gesell­schaft und die Demo­kra­tie in der Ukrai­ne erfül­len kön­nen.”

Gigan­ti­sche Lun­gen­flü­gel, bol­lern­de Buko­vina-Beats und lus­ti­ges Seil­sprin­gen: die Ukrai­ne weiß beim ESC bes­tens zu unter­hal­ten. Hof­fen wir, dass sie uns wei­ter­hin erhal­ten bleibt!

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Jij bent mijn Leven: Anne­ke Grön­loh ist tot

Wie Euro­fire unter Bezug­nah­me auf die nie­der­län­di­sche Tages­zei­tung De Stan­daard ver­mel­det, ist die hol­län­di­sche Euro­vi­si­ons­ver­tre­te­rin von 1964, Anne­ke Grön­loh, heu­te im Alter von 76 Jah­ren in ihrer Wahl­hei­mat Frank­reich ver­stor­ben. Zu ihren Leb­zei­ten war sie die kom­mer­zi­ell erfolg­reichs­te Künst­le­rin des Lan­des und ver­kauf­te welt­weit rund 30 Mil­lio­nen Schall­plat­ten. Die Trä­ge­rin des Ora­ni­en-Nas­sau-Ordens wur­de 1942 im damals noch unter hol­län­di­scher Besat­zung ste­hen­den Indo­ne­si­en als Toch­ter eines nie­der­län­di­schen Sol­da­ten und einer ein­hei­mi­schen Mut­ter als Johan­na Loui­se Grön­loh gebo­ren. Sie durch­leb­te dort stür­mi­sche ers­te Jah­re: im Zuge der feind­li­chen Über­nah­me der Insel­ket­te durch die Japa­ner im Zwei­ten Welt­krieg geriet Anne­kes Vater in Kriegs­ge­fan­gen­schaft, die Fami­lie leb­te in einem Lager. Nach ihrer Frei­las­sung flo­hen die Grön­lohs vor den indo­ne­si­schen Unab­hän­gig­keits­kämp­fen zurück in die Nie­der­lan­de, wo die jun­ge Anne­ke (deutsch: Änn­chen, das Dimi­nu­tiv ihres ers­ten Vor­na­mens) die Musik für sich ent­deck­te. 1959 gewann sie einen Talent­wett­be­werb und schon 1960 erziel­te sie mit ihrer aller­ers­ten Sin­gle ‘Asma­ra’ ihre ers­te gol­de­ne Schall­plat­te und einen Num­mer-Eins-Hit. Aller­dings nicht zu Hau­se, son­dern auf Malay­sia.

Anne­kes größ­ter Hit im Hei­mat­land: eine Cover­ver­si­on von ‘Hei­ßer Sand’.

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Som­mer­loch-News: “DJ Bobo ist die här­tes­te Sau”

Don’t mess with the Bobo!

Wäh­rend das unter Spar­zwang ste­hen­de Schwei­zer Fern­se­hen gera­de die TV-Ent­schei­dungs­show streicht, erfährt einer der glück­lo­ses­ten hel­ve­ti­schen Euro­vi­si­ons­ver­tre­ter ein über­ra­schen­des sub­kul­tu­rel­les Come­back: in den Stra­ßen mei­ner Hei­mat­stadt Frank­furt am Main ver­zie­ren seit eini­ger Zeit Auf­kle­ber der vir­tu­el­len DJ Bobo Ultras Later­nen­pfäh­le, Strom­käs­ten und U-Bahn-Abgän­ge. In einem Inter­view mit der Frank­fur­ter Neu­en Pres­se erläu­ter­te der hin­ter der Akti­on ste­cken­den Street-Art-Künst­ler Mine heu­te sei­ne Beweg­grün­de: “Bobo ist der letz­te Über­le­ben­de, die här­tes­te Sau der gan­zen Euro­dance-Trash-Musi­ker von damals”. Und tat­säch­lich tourt der Schwei­zer Künst­ler, der beim ESC 2007 in Hel­sin­ki mit ‘Vam­pi­res are ali­ve’ und sei­nem Aus­schei­den im Semi­fi­na­le den viel­leicht spek­ta­ku­lärs­ten Favo­ri­ten­sturz aller Zei­ten hin­leg­te, aber den­noch erst kürz­lich sein 25jähriges Büh­nen­ju­bi­lä­um fei­er­te, noch immer flei­ßig durch die Lan­de.

In der Stu­dio­ver­si­on ein süf­fi­ger Euro­dance-Schla­ger: DJ Bobos Grand-Prix-Bei­trag litt live unter der atem­be­rau­ben­den Cho­reo­gra­fie und der ver­ma­le­dei­ten → Sechs-Per­so­nen-Regel.

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Som­mer­loch-News: Sha­la­lie, sha­la­la, MDMA

Lan­ge Wochen herrsch­te Funk­stil­le hier im Blog, denn bis auf das ermü­den­de Ping-Pong-Spiel, wel­che israe­li­sche Stadt nun gera­de im Ren­nen um die Aus­tra­gung des Euro­vi­si­on Song Con­test 2019 vor­ne liegt (aktu­el­ler Stand: Tel Aviv), tat sich nicht viel Berich­tens­wer­tes. Ver­gan­ge­ne Woche nun unter­nahm die Dreh­or­gel-Elfe Sien­eke Pee­ters (NL 2010) einen amü­san­ten Ver­such, sich aus dem Orkus des Ver­ges­sens wie­der zurück in die Schlag­zei­len zu brin­gen. Oder, genau­er gesagt, ihre Fami­lie: wie escx­tra rap­por­tier­te, wur­den Sien­ekes Groß­va­ter (der laut Pres­se­be­rich­ten bereits wegen Mor­des meh­re­re Jah­re ein­saß), ihr Onkel und ihr Bru­der fest­ge­nom­men, nach­dem ein mut­maß­lich von ihnen in Nim­we­gen betrie­be­nes Dro­gen­la­bor aus­brann­te und die Poli­zei in den Über­res­ten des als LKW-Fir­ma getarn­ten Gebäu­des ver­rä­te­ri­sches Equip­ment und ent­spre­chen­de Che­mi­ka­li­en fand. Sien­eke, die in die­sem Jahr zum zwei­ten Mal Mut­ter wur­de, zeig­te sich “scho­ckiert”. Wer hät­te gedacht, dass aus­ge­rech­net die so pie­fig wir­ken­de Schla­ger­trul­la einem hol­län­di­schen Brea­king-Bad-Clan ange­hört? Ande­rer­seits braucht es natür­lich jede Men­ge har­ter Dro­gen, um ‘Sha­la­lie, sha­la­la’ zu ertra­gen, inso­fern macht die Mel­dung Sinn.

Hor­ror­trip oder exis­ten­ti­el­le Erfah­rung: wie Sien­ekes Euro­vi­si­ons­lied wohl unter Psy­che­de­li­ka knallt?

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Der Ting­ler sang für uns alle: Jür­gen Mar­cus ist tot

Eine Schla­ger­le­gen­de hat uns ver­las­sen: wie ver­schie­de­ne Medi­en ges­tern berich­te­ten, ver­starb der Sän­ger Jür­gen Mar­cus bereits Mit­te Mai 2018 im Alter von 69 Jah­ren an den Fol­gen sei­ner lang­jäh­ri­gen chro­ni­schen Lun­gen­er­kran­kung (COPD). Der als Jür­gen Beu­mer in Her­ne gebo­re­ne, gelern­te Maschi­nen­schlos­ser zähl­te zu sei­nen Glanz­zei­ten in den Sieb­zi­gern zu den umsatz­stärks­ten deut­schen Schla­ger­sän­gern mit nicht weni­ger als 36 Auf­trit­ten in der ZDF-Hit­pa­ra­de. Ers­te grö­ße­re Bekannt­heit errang der Blond­ge­lock­te im Jah­re 1969 mit einer Haupt­rol­le im Musi­cal Hair, wor­auf­hin ihn der Erfolgs­pro­du­zent Jack White unter Ver­trag nahm und Mar­cus in den nächs­ten sie­ben Jah­ren einen Top-Hit nach dem ande­ren lan­de­te. Sei­ne Teil­nah­me am Euro­vi­si­on Song Con­test, für den (erst spä­ter) beken­nen­den Schwu­len eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit, soll­te aller­dings unter kei­nem all zu glück­li­chen Stern ste­hen: 1974 zog er in der haus­in­ter­nen Aus­wahl­run­de des Hes­si­schen Rund­funks den Kür­ze­ren gegen das Schla­ger­duo Cin­dy & Bert, und das, obwohl er mit ‘Der Grand Prix d’Amour’ sogar einen the­ma­tisch pas­sen­den Bei­trag vor­be­rei­tet hat­te. Mit dem ihm, im Gegen­satz zur drö­gen ‘Som­mer­me­lo­die’ der Saar­län­der, anschlie­ßend ein Top-20-Hit gelang.

Wenn das Deo ver­sagt, hel­fen viel­leicht fri­sche Blu­men: Jür­gen Mar­cus mit sei­nem Vor­ent­schei­dungs­bei­trag beim Auf­tritt in der ZDF-Hit­pa­ra­de.

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Con­chi­ta Wurst: “Ich bin HIV-posi­tiv”

In einem Insta­gram-Pos­ting oute­te sich die Sie­ge­rin des Euro­vi­si­on Song Con­test 2014, Con­chi­ta Wurst, heu­te als posi­tiv. Wurst erläu­tert: “Heu­te ist der Tag gekom­men, mich für den Rest mei­nes Lebens von einem Damo­kles­schwert zu befrei­en: ich bin seit vie­len Jah­ren HIV-posi­tiv. Das ist für die Öffent­lich­keit eigent­lich irrele­vant, aber ein Ex-Freund droht mir, mit die­ser pri­va­ten Infor­ma­ti­on an die Öffent­lich­keit zu gehen, und ich gebe auch in Zukunft nie­man­dem das Recht, mir Angst zu machen und mein Leben der­art zu beein­flus­sen”. Sie habe ihren Sta­tus bis­lang auch mit Rück­sicht auf ihre Fami­lie nicht kom­mu­ni­ziert, die sie aber jeder­zeit “bedin­gungs­los unter­stützt” habe. Nach eige­ner Aus­sa­ge befin­det sie sich seit der Dia­gno­se in medi­zi­ni­scher Behand­lung und liegt “seit vie­len Jah­ren unter­bre­chungs­frei unter der Nach­weis­gren­ze”, ist “damit also nicht in der Lage, den Virus wei­ter zu geben”. Die öster­rei­chi­sche Grand-Prix-Kai­se­rin hof­fe nach eige­nen Wor­ten, mit ihrem Com­ing Out “Mut zu machen und einen wei­te­ren Schritt zu set­zen gegen die Stig­ma­ti­sie­rung von Men­schen, die sich durch ihr eige­nes Ver­hal­ten oder aber unver­schul­det mit HIV infi­ziert haben”. Und auch, wenn ich immer dach­te, dass ich die vor­bild­li­che Wurst nicht noch stär­ker lie­ben und respek­tie­ren könn­te als nach ihrem Euro­vi­si­ons­sieg: heu­te hat sie mir bewie­sen, dass das geht!

Unbeug­sam und nicht klein­zu­krie­gen: die tol­le ♥ Con­chi­ta.

Eine Ära endet: Lys Assia ist tot

Für alt­ge­dien­te Euro­vi­si­ons­fans kam die Nach­richt wie ein Schock: am gest­ri­gen Sams­tag ver­starb Medi­en­be­rich­ten zufol­ge die drei­fa­che schwei­ze­ri­sche Grand-Prix-Teil­neh­me­rin und Sie­ge­rin der Pre­mie­ren­aus­ga­be des Wett­be­werbs von 1956, Lys Assia, im Alter von 94 Jah­ren in einem Kran­ken­haus in Zol­li­kon bei Zürich. Damit geht eine Ära unwie­der­bring­lich zu Ende, denn Assia hat­te unter ein­ge­schwo­re­nen Anhän­gern des euro­päi­schen Lie­der­fes­ti­vals den Sta­tus einer Gali­ons­fi­gur inne, die den sel­ben Rang ein­nahm wie Cher im Bereich der Pop­mu­sik oder Keith Richards im Rock: dass die unver­wüst­li­che “Grand Dame des Chan­son” (Blick) selbst einen Atom­krieg unbe­scha­det über­le­ben wür­de, auf jeden Fall aber uns gewöhn­li­che Sterb­li­che, galt als uner­schüt­ter­li­che Gewiss­heit. Und so trau­ert die Grand-Prix-Gemein­de nicht nur um ein euro­vi­sio­nä­res Aus­hän­ge­schild, das auf kei­ner Fest­ver­an­stal­tung rund um den Euro­vi­si­on Song Con­test feh­len durf­te, son­dern auch um eine Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­gur. Wenn selbst Lys Assia das Zeit­li­che seg­nen muss, so die ban­ge Fra­ge, ist es dann auch vor­stell­bar, dass es den Euro­vi­si­on Song Con­test womög­lich nicht ewig geben wird?

Lys Assia mit ‘Gior­gio’, dem bes­ten ihrer vier Grand-Prix-Bei­trä­ge und einem ech­ten Kult­hit.

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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Kei­ne Lie­be für Sasha Bogni­bov

Nein, sie wer­den wohl kei­ne Freun­de mehr, die mol­da­wi­sche Gothic-Legen­de Sasha Bogni­bov und sein Hei­mat­sen­der TRM. Seit über einer Deka­de reicht der nach sei­ner Eigen­be­schrei­bung für “Güte und Gerech­tig­keit” ein­tre­ten­de Künst­ler Jahr für Jahr Bei­trag um Bei­trag zur Melo­die pen­tru Euro­pa, dem Vor­ent­scheid des rumä­ni­schen Bru­der­lan­des, ein. Und nicht ein ein­zi­ges Mal über­leb­te er die Vor­stel­lungs­run­de. So auch 2018: am ver­gan­ge­nen Mitt­woch ver­sam­mel­te der Sen­der alle (!) 27 Bewerber/innen um das mol­da­wi­sche Euro­vi­si­onsti­cket zu den Audițiile, dem öffent­li­chen Vor­sin­gen, in einer Karao­ke­bar (!) in der Haupt­stadt Chi­si­nau. Und obschon Sasha den Lie­der­nach­mit­tag mit sei­nem aktu­el­len Song ‘Love’ eröff­nen durf­te und eben die­ser Bei­trag, ein so effek­ti­ves wie ein­gän­gi­ges Stück musi­ka­li­schen Welt­schmer­zes, zu des­sem weh­lei­dig-kämp­fe­ri­schen Text Sashas fas­zi­nie­ren­de Wim­mer­stim­me per­fekt passt, nicht nur zu den bes­ten sei­nes bis­he­ri­gen Œuvres gehört, son­dern auch zu den inter­es­san­tes­ten des OMpE-Line-ups, sor­tier­ten ihn die anwe­sen­den Juro­ren unter dem Vor­sitz von Nel­ly Cio­ba­nu (→ MD 2009) gna­den­los aus. Wie gemein!

Viel­leicht hät­te Sasha sich, wie bei sei­nem Voll­play­back-Auf­tritt im mol­da­wi­schen Früh­stücks­fern­se­hen, auch bei der Audițiile das herz­för­mi­ge Nadel­kis­sen auf die Hand schnal­len sol­len?

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Mada­le­na Iglé­si­as ist tot

Wie der Blog Euro­Vi­sio­na­ry berich­tet, ver­starb die por­tu­gie­si­sche Euro­vi­si­ons­ver­tre­te­rin von 1966, die fabel­haf­te Mada­le­na Iglé­si­as, heu­te Mor­gen im Alter von 78 in einer Kli­nik in Bar­ce­lo­na. Die Sän­ge­rin mit dem cha­rak­te­ris­tisch kan­ti­gen Gesicht nahm in den Sech­zi­gern mehr­fach am hei­mi­schen Fes­ti­val da Cançāo teil, das sie 1966 mit gleich drei Bei­trä­gen deut­lich domi­nier­te und mit dem Schla­ger ‚Ele e ela‘ (‚Er und sie‘), heu­te ein immer wie­der ger­ne gehör­ter Ever­green, sehr klar gewann. Dabei wag­te ihr Titel für por­tu­gie­si­sche Ver­hält­nis­se gera­de­zu Uner­hör­tes, han­del­te es sich doch – man mag es ange­sichts des Hangs ihrer Lands­leu­te zu fadem Fado kaum glau­ben – um einen Uptem­po­song! Beim Wett­be­werb in Luxem­burg erziel­te die Halb­in­sel damit lei­der nur den völ­lig unter­be­wer­te­ten 13. Rang, was eine nach­hal­ti­ge Hin­wen­dung der Por­tu­gie­sen zum fröh­li­chem Lied­gut nicht gera­de beför­der­te.

Hat­te gut lachen: die nun lei­der ver­stor­be­ne Mada­le­na Iglé­si­as beim FdC 1966.

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