Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Saint­li­ke Beha­viour

Nach­zu­lie­fern ist noch die Nach­schau des ers­ten Semi­fi­na­les der rumä­ni­schen Sel­ecția Națio­nală (SN), die am ver­gan­ge­nen Sonn­tag in der 300.000-Einwohner-Stadt Iași (gespro­chen: “Jasch”), der eins­ti­gen Metro­po­le des Fürs­ten­tums Mol­dau, über die Büh­ne ging. Elf Acts tra­ten an, doch streng­ge­nom­men dreh­te sich der gesam­te Abend nur um eine ein­zi­ge Teil­neh­me­rin, näm­lich um Bel­la San­tia­go. Die gebür­ti­ge Phil­ip­pi­nin, die bereits ver­gan­ge­nes Jahr mit ‘Auzi Cum Bate’ einen der bes­ten Songs zum rumä­ni­schen Vor­ent­scheid bei­steu­er­te und im Herbst des glei­chen Jah­res in der Cas­ting­show X-Fac­tor abräum­te, hat­te ihren aktu­el­len Bei­trag ‘Army of Love’ erst nach Ablauf der Dead­line bei TVR ein­ge­reicht, aber vom Sen­der eine Wild­card erhal­ten. Wie es hieß, ver­schob man für sie sogar eigens den Ter­min die­ses Semis. Was die ursprüng­lich eben­falls für die­se SN auf­ge­stell­te, alt­be­kann­te Dra­ma­queen Mihai Trăis­ta­riu der­ma­ßen erbos­te, dass der ‘Tor­neró’-Mann sei­nen Auf­tritt gleich nach Weiß­russ­land ver­leg­te. Frau San­tia­go prä­sen­tier­te am Sonn­tag dann prak­tisch den ein­zi­gen anhör­ba­ren Song.

Der mit den lan­gen Haa­ren und dem Voll­bart (wie zu hören war, ein Ita­lie­ner) gehört mir!

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Inter­pre­ten­kür 2019: blaue Pan­das im Sand­sturm

Es eta­bliert sich mitt­ler­wei­le als den­noch extrem ärger­li­cher Stan­dard, den immer mehr Euro­vi­si­ons­na­tio­nen in der Hoff­nung auf dop­pel­te Auf­merk­sam­keit für sich nut­zen: die getrenn­te Akkla­ma­ti­on von Interpret/in und Lied. Gleich zwei Län­der gaben heu­te bekannt, wer für sie in Tel Aviv antritt, und den grö­ße­ren Coup lan­de­te zwei­fels­frei Finn­land. Der Sen­der YLE nomi­nier­te näm­lich den DJ und EDM-Pro­du­zen­ten Vil­le Vir­ta­nen. Ken­nen Sie nicht? Ken­nen Sie doch: unter sei­nem Künst­ler­na­men Daru­de lan­de­te er 1999 mit sei­ner ers­ten Sin­gle ‘Sand­s­torm’ einen euro­pa­wei­ten Top-Hit und erreich­te sogar die unte­ren Rän­ge der US-Charts. Auch ein paar Nach­folge­ti­tel konn­te der mitt­ler­wei­le 43jährige noch in den Ver­kaufs­lis­ten plat­zie­ren. Aller­dings liegt Daru­des letz­ter Hit in Deutsch­land mitt­ler­wei­le 16 Jah­re zurück, in Finn­land gelang ihm zuletzt 2015 mit dem Album ‘Moments’ ein Chart-Erfolg. Auf besag­tem Long­play­er arbei­te­te Daru­de bereits bei eini­gen Stü­cken mit dem Front­mann der Rock­band Giant Leap, Sebas­ti­an Rej­man, als Gast­sän­ger zusam­men, der ihm auch in Tel Aviv die Stim­me lei­hen wird.

Vom Sand­sturm zum Schnee­sturm: Daru­de und Sebas­ti­an Rej­man bret­tern gemein­sam dahin.

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Tsche­chi­en 2019: Ich fra­ge für einen Freund

Fri­end of a Fri­end’ heißt er, der Bei­trag Tsche­chi­ens zum Euro­vi­si­on Song Con­test 2019. So das heu­te Mit­tag ver­öf­fent­lich­te Ergeb­nis des dor­ti­gen Online-Ver­fah­rens. Acht Bei­trä­ge stan­den auf dem You­tube-Kanal des Sen­ders ČT zur Aus­wahl, neben dem knapp einen Monat geöff­ne­ten Inter­net­vo­ting durf­ten zehn ehe­ma­li­ge Eurovisionsteilnehmer/innen über die Lie­der abstim­men. Fünf von ihnen gaben dem Song des Tri­os Lake Mala­wi ihre Dou­ze Points und ver­hal­fen der nach einem See in Ost­afri­ka benann­ten Band damit zum Gesamt­sieg. Und war­um auch nicht: ‘Fri­end of a Fri­end’ klingt, wie schon der letzt­jäh­ri­ge Bei­trag des Lan­des, als könn­te es auch im rea­len Pop­le­ben exis­tie­ren, und das ist beim Euro­vi­si­on Song Con­test sel­ten genug. Im Ver­gleich zum deut­lich anzüg­li­che­ren ‘Lie to me’ fehlt dem Gan­zen zwar der beson­de­re Kick (sowie ein Kamel im Video­clip) und der Front­mann Albert Černý kann in Sachen Cha­ris­ma auch nicht ganz mit Miko­las Josef mit­hal­ten. Den­noch gibt es kei­nen Anlass zum Meckern: die ganz unter­halt­sa­me Num­mer über einen ehe­ma­li­gen Jugend­schwarm, der jetzt eher unpas­send wie­der die eige­nen Bah­nen kreuzt, legt zumin­dest ein tanz­ba­res Tem­po vor und kommt somit auto­ma­tisch in das Töpf­chen mit den Guten.

Lebt nun wie­der Tür an Tür mit Ali­ce: Albert von Lake Mala­wi.

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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Euro­pa wird fal­len

Neben dem Fina­le der fran­zö­si­schen Vor­ent­schei­dung Desti­na­ti­on Euro­vi­si­on wähl­ten ges­tern Abend auch die Malteser/innen ihre Reprä­sen­tan­tin für Tel Aviv aus. Das noto­risch grand-prix-begeis­ter­te Eiland bedien­te sich in die­sem Jahr erst­ma­lig des bri­ti­schen Cas­ting­show-For­ma­tes X-Fac­tor, das sich für den Sen­der TVM als Ein­schalt­quo­ten­er­folg her­aus­stell­te, aber auch für Kon­tro­ver­sen sorg­te: ver­gan­ge­nen Okto­ber kri­ti­sier­te die mal­te­si­sche Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te Hele­na Dal­li die Show und den Sen­dert öffent­lich, weil ein Vor­run­den­teil­neh­mer dort unwi­der­spro­chen Wer­bung für die ethisch ver­werf­li­che, wis­sen­schaft­lich wider­leg­te und seit 2016 auf der Insel ille­ga­le Kon­ver­si­ons­the­ra­pie machen durf­te, die ihn von sei­ner “sünd­haf­ten” Homo­se­xua­li­tät “geheilt” habe. “Jun­ge Men­schen, die schwul sind, brau­chen weder Ver­ge­bung noch Hei­lung,” sag­te Dal­li im Par­la­ment, “sie brau­chen Ver­ständ­nis”. Kor­rekt! Das Fina­le von X-Fac­tor jeden­falls gewann die knapp 18jährige Michae­la Pace, die bereits 2017 an der mal­te­si­schen Vor­ent­schei­dung teil­nahm. Ihr Lied für Tel Aviv muss nun erst gefun­den wer­den, ihre leicht krat­zi­ge, dun­kel tim­brier­te Stim­me lässt jedoch befürch­ten, dass es auf eine depri­mie­ren­de Bal­la­de hin­aus­läuft.

So ‘Shal­low’ (‘Ober­fläch­lich’) wie ihr Cover-Song wirkt auch die voll ins bis­he­ri­ge mal­te­si­sche Inter­pre­tin­nen­sche­ma pas­sen­de X-Fac­tor-Gewin­ne­rin Michae­la Pace.

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Desti­na­ti­on Euro­vi­si­on 2019: Frank­reich krönt Bil­al Hassa­ni zu sei­nem König

Der feuch­te Traum eines jeden Gut­men­schen”, so stand es in die­sem Blog vor vier­zehn Tagen über Bil­al Hassa­ni zu lesen, als die­ser das ers­te Semi­fi­na­le des fran­zö­si­schen Vor­ent­scheids Desti­na­ti­on Euro­vi­si­on 2019 gewann: “die LGBTI*-Iko­ne ist jung, mul­ti­kul­tu­rell, gen­der­flu­id und kämpft mit selbst­be­wuss­tem Trotz und künst­le­ri­schem Kön­nen gegen alle Anfein­dun­gen”. Vor allem aber ver­fügt der 19jährige You­tube-Star mit den fran­ko-marok­ka­ni­schen Wur­zeln augen­schein­lich über eine sehr gro­ße, anruf­freu­di­ge Fan-Gemein­de: mehr als ein Drit­tel aller SMS- und Tele­fon­stim­men ent­fie­len im gest­ri­gen Fina­le der Desti­na­ti­on an sei­nen von ihm und den letzt­jäh­ri­gen fran­zö­si­schen Ver­tre­tern Madame Mon­sieur gemein­sam ver­fass­ten Titel ‘Roi’. Damit gelang es Bil­al spie­lend, die Schmach aus der Wer­tung der zehn inter­na­tio­na­len Juro­ren (dar­un­ter der deut­sche Head of Dele­ga­ti­on, Chris­toph Pel­lan­der) aus­zu­wet­zen, die ihn auf den fünf­ten Platz ver­bannt hat­ten. Mög­li­cher­wei­se auch, weil er ges­tern deut­lich hei­se­rer und auf­ge­reg­ter klang als noch im Semi und auch den ent­schei­den­den lan­gen hohen Ton im letz­ten Refrain ein biss­chen ver­sem­mel­te. Doch die Fans, die ihn zum Gesamt­sieg push­ten, schien das nicht zu stö­ren: sie hiel­ten zu ihrem Idol und sei­ner Mes­sa­ge.

Ist es eine Kro­ne? Ist es ein Hei­li­gen­schein? Ist es ein Hirsch­ge­weih? Jeden­falls braucht jeder ESC-Fan, der auf sich hält, ab sofort eben­falls zwei Freun­de als Flan­ken­schutz und Hand­kro­nen­fal­ter. 

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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: kan­ni­ba­li­sche Hams­ter

So lang­sam geht es in die Vol­len: heu­te Abend steigt der ers­te Super­sams­tag der Vor­ent­schei­dungs­sai­son 2019. Um so drin­gen­der ist es daher an der Zeit, rasch noch ein paar der in den letz­ten Wochen lie­gen geblie­be­nen Vor­ent­schei­dungs­per­len abzu­ar­bei­ten. Und da kein ESC-Jahr­gang kom­plett wäre ohne ihn, darf, nein: muss die mol­da­wi­sche Euro­vi­si­ons­le­gen­de Alex­an­dru “SashaBogni­bov natür­lich den Auf­takt geben. Der mach­te bekannt­lich erst­mals 2008 von sich reden, als er sich mit dem lyrisch frag­wür­di­gen Titel ‘I love the Girls of 13 Years old’ für den Vor­ent­scheid des Lan­des bewarb und auch auf die vom Sen­der vor­ab ver­öf­fent­lich­te Aus­wahl­lis­te kam, es dann aber nicht in die Sen­dung schaff­te. Ein Ritu­al, das sich seit­her regel­mä­ßig wie­der­holt, wobei sei­ne Lie­der von Jahr zu Jahr musi­ka­lisch bes­ser und text­lich weni­ger gru­se­lig wer­den. Bis auf 2019: heu­er knüpft Alex mit ‘Love me like my Daugh­ter’ wie­der an sei­ne Anfän­ge an. Wenn ich sei­nen jau­len­den Gesang rich­tig ver­ste­he, umschwärmt unser Kar­pa­ten-Goth dar­in eine jugend­li­che Halb­wai­se mit Vater­kom­plex. Der mol­da­vi­sche Sen­der TRM erklär­te bei der Vor­stel­lung der Bewer­ber­lis­te für die O Melo­die Pen­tru Euro­pa bereits, dass einer der ein­ge­reich­ten Bei­trä­ge auf­grund sei­nes Tex­tes nicht euro­vi­si­ons­kom­pa­ti­bel sei und vom öffent­li­chen Vor­sin­gen für die Aus­wahl­ju­ry aus­ge­schlos­sen wer­de, das am 2. Febru­ar 2019 mit­tags in Chișinău statt­fin­det. Und ich habe das Gefühl, ich weiß auch schon, wel­cher das ist!

Gru­se­lig-düs­te­res Sujet vor weih­nacht­lich-ste­ri­ler, hell erleuch­te­ter Stu­dio­ku­lis­se: ein unpas­sen­de­res Set­ting hät­te man sich kaum aus­den­ken kön­nen.

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Inter­pre­ten­kür 2019: Es trollt so hart im Euro­land

Hut ab: nie­mand trollt die Euro­vi­si­ons­ge­mein­de so geni­al wie San Mari­no! Ließ sich der chro­nisch klam­me Sen­der des Minia­tur­staa­tes letz­tes Jahr noch von der ehe­ma­li­gen öster­rei­chi­schen ESC-Teil­neh­me­rin Zoë Straub eine crowd­fun­ding-finan­zier­te öffent­li­che Vor­ent­schei­dung andre­hen, bei der gewann, wer am meis­ten Geld sam­mel­te, posaun­te SMRTV an Sil­ves­ter 2018 groß­spu­rig in die Land­schaft, man arbei­te der­zeit hin­ter ver­schlos­se­nen Türen “mit einem wun­der­ba­ren inter­na­tio­na­len Künst­ler” an einem Bei­trag für Tel Aviv. Und wäh­rend sich die Fan-Bub­ble in den wil­des­ten Spe­ku­la­tio­nen über mög­li­che Welt­stars erging, brach­te sich der wegen ras­sis­ti­scher Äuße­run­gen im Som­mer 2018 aus dem bri­ti­schen Big-Bro­ther-Haus gewor­fe­ne, Schön­heits-OP- und auf­merk­sam­keits­süch­ti­ge, gebür­ti­ge Bra­si­lia­ner Rodri­go Alves, auch bekannt als hoch­gra­dig tra­gi­sche “mensch­li­che Ken-Pup­pe”, selbst ins Gespräch, was man in San Mari­no genüss­lich weder bestä­tig­te noch demen­tier­te. Genau­so wenig wie die Behaup­tung der rus­si­schen Sän­ge­rin Darya­na Krai­eva, sie sei die Aus­er­wähl­te. Ges­tern nun ließ man die Kat­ze aus dem Sack. Und sie­he da: bei dem geheim­nis­um­wo­be­nen “inter­na­tio­na­len Künst­ler” han­delt es sich um einen im Wort­sin­ne alten Bekann­ten! Näm­lich um die tür­ki­sche TV-Per­sön­lich­keit Ser­hat Hacıpaşalıoğlu, der bereits 2016 die Winz-Repu­blik ver­trat. Zu Hil­fe: ich kann seit ges­tern nicht auf­hö­ren, zu lachen.

I want to pee insi­de your Mind”: Ser­hat will es noch­mal wis­sen!

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OT 2018: Hier flie­gen gleich die Löcher aus dem Käse

Mit dem deut­li­chen Sieg eines Bal­ler­mann-Kra­chers ging ges­tern Nacht die Euro­vi­si­ons­ga­la der bereits im Sep­tem­ber 2018 gestar­te­ten Cas­ting­show Ope­ra­ción Tri­unfo zu Ende. ‘La Ven­da’ heißt der Mit­klatsch­stamp­fer, den man bis zum Euro­vi­si­on Song Con­test im Mai 2019 bes­ser nur in homöo­pa­thi­schen Dosen genie­ßen soll­te, weil er ver­mut­lich extrem schnell anfängt, zu ner­ven. Die Faschings­taug­lich­keit sei­nes Songs unter­strich der Inter­pret Miguel Núñez Pozo (oder schlicht­weg Miki) auf das Vor­treff­lichs­te, indem er per Polo­nä­se ins OT-Stu­dio ein­zog, gefolgt von weib­li­chen Models, die irgend­wel­che Instru­men­te hiel­ten und denen vor allem die Auf­ga­be zukam, optisch vom Sän­ger abzu­len­ken. Wobei der 23jährige Bar­ce­lo­ne­se mit sei­nem puber­tä­ren Milch­flaum auf eine nerd­haft ver­peil­te Wei­se sogar ganz knuf­fig aus­sä­he, wäre da nicht das voll­kom­men irri­tie­rend im Takt sei­nes ener­gie­ge­la­de­nen Her­um­ge­hüp­fes mit­wip­pen­de Nest locki­gen Haupt­haa­res und die dro­gen­dür­ren Bein­chen. Miki erin­nert an den Kif­fer aus dem Phy­sik-Leis­tungs­kurs, der in sei­ner Fri­sur Joints auf den Abi-Ball schmug­gelt, dort betrun­ken die Büh­ne stürmt und fünf Minu­ten spä­ter in die Bow­le kotzt.

Die hete­ro­se­xu­ells­te ESC-Dar­bie­tung seit Men­schen­ge­den­ken: Miki.

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Desti­na­ti­on Euro­vi­si­on 2019: il pleut d’Anemones

Pro­test­le­rin bei D.E. © Fran­ce 2

Sie fiel qua­li­ta­tiv ein klei­nes biss­chen ab gegen­über dem her­vor­ra­gen­den ers­ten Semi­fi­na­le ver­gan­ge­ne Woche: die ges­tern Abend live aus­ge­strahl­te zwei­te Vor­run­de der Desti­na­ti­on Euro­vi­si­on 2019, des fran­zö­si­schen Vor­ent­schei­dungs­ver­fah­rens. Davon mal abge­se­hen gli­chen sich die bei­den Aben­de wie ein Ei dem ande­ren: erneut tra­ten neun ziem­lich gute Songs gegen­ein­an­der an, erneut gab es einen über­ra­gen­den Jury­fa­vo­ri­ten, erneut stimm­ten die fünf inter­na­tio­na­len Juror/innen (dies­mal aus Arme­ni­en, Geor­gi­en, Schwe­den, Tsche­chi­en und Öster­reich) nur sehr bedingt mit den im Stu­dio anwe­sen­den fran­zö­si­schen “Fach­leu­ten” und mit dem gal­li­schen Publi­kum über­ein und erneut lie­ßen die stimm­li­chen Leis­tun­gen bei eini­gen der Acts zu wün­schen übrig. Einen Eklat gab es aller­dings zu Beginn der Show, als direkt im Anschluss an den Auf­tritt der als Gast­star ein­ge­la­de­nen Vor­jah­res­sie­ge­rin Net­ta Bar­zi­lai eine Anti­se­mi­tin die Büh­ne stürm­te und ein Schild mit der Auf­schrift “Nein zur Euro­vi­si­on in Isra­el” in die Kame­ra hielt. Das dürf­te heu­er noch ein unru­hi­ger Euro­vi­si­ons­jahr­gang wer­den!

Wenn das Geräusch des ein­strö­men­den Büh­nen­ne­bels Dei­nen Gesang über­tönt, hast du ein Pro­blem: Noé­mi.

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Desti­na­ti­on Euro­vi­si­on 2019: der König ist tot, es lebe der König!

Mit hohen Erwar­tun­gen ging es in den gest­ri­gen Abend, ins ers­te Semi­fi­na­le der Desti­na­ti­on Euro­vi­si­on, denn der ver­ant­wort­li­che Sen­der Fran­ce 2 hat­te im ver­gan­ge­nen Jahr gut vor­ge­legt und die unbe­streit­bar bes­te natio­na­le Vor­ent­schei­dung der Sai­son abge­lie­fert. Und wir wur­den nicht ent­täuscht! Neun Acts prä­sen­tier­ten jeweils zunächst eine Cover­ver­si­on zur Ein­stim­mung und dann ihren Wett­be­werbs­bei­trag, und selbst die fünf nach der Abstim­mung von diver­sen Län­der­ju­rys aus Isra­el, Arme­ni­en, Groß­bri­tan­ni­en, Por­tu­gal und Ser­bi­en sowie dem Ergeb­nis des Tele­vo­tings aus­ge­schie­de­nen Songs konn­ten durch die Bank musi­ka­lisch über­zeu­gen. So wie bei­spiels­wei­se die mit viel Lei­den­schaft und star­ker Stim­me vor­ge­tra­ge­ne Kla­vier­bal­la­de ‘Le Bra­sier’, die ein wenig unter der aus­ge­spro­chen sta­ti­schen Dar­bie­tung des etwas min­der­cha­ris­ma­ti­schen Inter­pre­ten Nae­s­tro litt und die Rote Later­ne mit nach Hau­se neh­men muss­te. Völ­lig unge­recht­fer­tig­ter Wei­se übri­gens, selbst wenn man in Rech­nung stellt, dass der durch sei­ne Mit­tä­ter­schaft an der fran­zö­si­schen Ver­si­on des Som­mer­hit-Phä­no­mens ‘Bel­la Ciao’ bekann­te Bar­de es mit der Wahl eines Ed-Sheeran-Titels als Cover-Song gera­de­zu her­aus­for­der­te.

Ist der Künst­ler­na­me ein Por­teman­teu aus “No” und “Maes­tro”?

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