Arme­ni­en 2018: Qami

Ver­glei­chen Sie selbst: ‘Qami’ klingt live (hier beim arme­ni­schen Vor­ent­scheid) min­des­tens genau so beein­dru­ckend…

16. Sevak Kha­na­gyan – Qami (Wind)

In zwei Sät­zen: Ein voll­bär­ti­ger Got­tes­krie­ger in einer Rüs­tung aus dem Faschings­kauf­haus ruft unent­wegt nach dem Kamil­len­tee. Klingt albern, wirkt aber extrem über­zeu­gend, denn Sevak sieht nicht nur hin­rei­ßend aus, son­dern hat auch eine kraft­voll authen­ti­sche Power­bal­la­de am Start.

…wie in der Stu­dio­fas­sung. Und ja, ich gebe zu: als beken­nen­der Bar­to­p­hi­ler hat Sevak bei mir natür­lich leich­tes Spiel.

Insze­nie­rung: Die bil­li­ge Rit­ter­rüs­tung von Dei­ters tausch­te Sevak gegen ein gigan­ti­sches Wickel-Bett­la­ken aus, lei­der nicht unbe­dingt eine opti­sche Ver­bes­se­rung. Ein biss­chen irri­tie­rend auch die kreis­rund auf­ge­stell­ten Ste­len, die an eine anti­ke arme­ni­sche Kult­stät­te erin­nern sol­len, wobei der Zuschau­er wohl eher an eine Rekla­me für einen Elek­tro­ra­sie­rer denkt.

aufrechtgehn.de-Erstwertung: 7 Punk­te. Mein Rang 4 in die­sem Semi.

Final­chan­cen: Hat­te ich ursprüng­lich als siche­ren Fina­lis­ten auf dem Zet­tel ste­hen. Aller­dings: der Song braucht ewig, bis er aus dem Quark kommt, und das ist beim ESC zu lang. Im Gegen­satz zum arme­ni­schen Fina­le, wo Sevak mit Stim­men vom Band arbei­ten konn­te, ist er hier auf sei­nen (unsicht­ba­ren) Chor ange­wie­sen, und das klingt zwar immer noch toll, aber etwas weni­ger stark beein­dru­ckend – und es könn­te ihn Jury­stim­men kos­ten. Bor­der­line-Qua­li­fi­kant – da ich die Num­mer (und sei­nen Bart, erwähn­te ich das schon?) aber sehr mag, sage ich jetzt mal: ganz knap­per zehn­ter Platz.

Ergeb­nis: nicht qua­li­fi­ziert.

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