Bul­ga­ri­en 2018: Bones

10. Equinox – Bones (Kno­chen)

In zwei Sät­zen: “I love bey­ond the Bones,” so sin­gen die zusam­men­ge­wür­fel­ten Son­nen­wend­ler. Und so wenig sich der Text zwi­schen spi­ri­tu­el­lem Tief­gang und Nekro­phi­lie zu ent­schei­den ver­mag, so ziel­los mäan­dert auch der düs­te­re Elek­tro­track vor sich hin.

Insze­nie­rung: So düs­ter der Song, so düs­ter die Dar­bie­tung: alles ist schwarz in schwarz. Doch neben zahl­rei­chen visu­el­len Taschen­spie­ler­tricks lebt der Bei­trag haupt­säch­lich von den gesang­li­chen Har­mo­ni­en des Quin­tetts – und die funk­tio­nie­ren.

aufrechtgehn.de-Wertung: 1 Punkt. Mein Rang 10 in die­sem Semi.

Final­chan­cen: Der bul­ga­ri­sche Bei­trag macht mich, offen gestan­den, voll­kom­men rat­los. Beim ers­ten Hören ließ mich ‘Bones’ extrem kalt, wie schon sein vom sel­ben Pro­duk­ti­ons­team stam­men­der Vor­gän­ger­song ‘Beau­ti­ful Mess’. Der aber wur­de bekannt­lich Zwei­ter. Zwi­schen­zeit­lich habe ich mir, was mir mit dem Kostov-Song nie gelang, ‘Bones’ sogar schön gehört. Was sagt das nun über die bul­ga­ri­schen Qua­li­fi­ka­ti­ons­chan­cen aus? Gar nichts. Nur, dass ich sie beim bes­ten Wil­len nicht beur­tei­len kann. Aller­dings: die Insze­nie­rung wird größ­ten­teils als ste­ril und distan­ziert beschrie­ben, die fünf extra für den Con­test zusam­men­ge­stell­ten Band­mit­glie­der ver­fü­gen über wenig Aus­strah­lung. Unter allen Bor­der­line-Qua­li­fi­kan­ten haben sie mei­ner Mei­nung nach die gerings­ten Chan­cen.

Ergeb­nis: qua­li­fi­ziert. Mein Tipp für den Jury­pick in die­sem Semi.

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