Finn­land 2018: Mons­ters

Ein klas­si­scher Car Crash: Proll­les­be Saa­ra Aal­to mit dem völ­lig ver­un­glück­ten und kata­stro­phal abge­misch­ten Live-Auf­tritt beim fin­ni­schen Vor­ent­scheid UMK.

15. Saa­ra Aal­to – Mons­ters (Mons­ter)

In zwei Sät­zen: Sel­ten gab eine kras­se­re Dif­fe­renz zwi­schen dem (düs­ter gla­mou­rö­sen) offi­zi­el­len Musik­vi­deo eines Euro­vi­si­ons­bei­trags und der abso­lut grot­ti­gen, zutiefst ent­täu­schen­den Live-Per­for­mance beim Vor­ent­scheid. Was wohl aller­dings auch am Unver­mö­gen des fin­ni­schen Fern­se­hens und sei­ner Ton­tech­ni­ker lag: ein spä­te­rer Live-Auf­tritt als Star­gast beim litaui­schen Fina­le über­zeug­te wie­der­um.

Ganz anders die Stu­dio­ver­si­on: da kann man sich den Song anhö­ren.

Insze­nie­rung: Saar­ah hat die auf­fäl­ligs­ten visu­el­len Ele­men­te ihrer drei Vor­ent­schei­dungs­bei­trä­ge zusam­men­ge­schmis­sen. Dreh- und Angel­punkt der Büh­ne bil­det eine Lan­deram­pe und eine Lan­cet-Welt­raum­kap­sel aus der Sech­zi­ger­jah­re-Sci­Fi-Serie Raum­pa­trouil­le, nur in den rosa­far­be­nen Mäd­chen­ver­si­on. Ali­ens als “Mons­ter” zu titu­lie­ren, wirkt aber heut­zu­ta­ge ein wenig aus­län­der­feind­lich. Das wird durch die als Backings ein­ge­setz­ten SS-Scher­gen nicht gera­de bes­ser.

aufrechtgehn.de-Wertung: 2 Punk­te. Mein Rang 9 in die­sem Semi.

Final­chan­cen: Neben Bul­ga­ri­en am schwers­ten vor­her­zu­sa­gen. Wackel­kan­di­da­tin Saa­ra sitzt gewis­ser­ma­ßen direkt auf der Grenz­li­nie zwi­schen Qua­li­fi­ka­ti­on und Heim­fahrt. Die Fra­ge ist: bekommt Frau Aal­to ihre vokaa­len und per­fo­maa­to­ri­schen Schwää­chen bis zum Semi in den Griff? Die etwas ver­zwei­felt wir­ken­de Über­insze­nie­rung dürf­te auf die Jurys zudem eher abschre­ckend wir­ken. Ich tip­pe Saa­ra mal auf Platz 11, mit einem Punkt Abstand.

Ergeb­nis: qua­li­fi­ziert.

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