Grie­chen­land 2018: Onei­ro mou

14. Gian­na Ter­zi – Onei­ro mou (Mein Traum)

In zwei Sät­zen: Mys­tisch, schwer­mü­tig, hym­nisch und in Lan­des­spra­che: Frau Ter­zi, die im Vor­feld eines abso­lut chao­tisch geplan­ten Vor­ent­scheids dank der Finanz­kraft ihrer Plat­ten­fir­ma als Ein­zi­ge übrig blieb, macht ihre Sache sehr gut. Hof­fent­lich tut sie das auch live!

Insze­nie­rung: Es besteht eine gewis­se Ver­wechs­lungs­ge­fahr mit dem aser­bai­dscha­ni­schen Auf­tritt, nur, dass der grie­chi­sche dage­gen abst­inkt. Wie Aisel tritt Gian­na in einem per­sil­wei­ßen Tex­til mit lan­gen Ärmel­lap­pen an, mit denen sie dra­ma­tisch her­um­fuch­telt. Lei­der aber – trotz deut­lich hör­ba­rer Chor­stim­men – völ­lig allei­ne. Und Eis­ber­ge gibt es auch kei­ne. Dafür war­tet man die gan­ze Zeit ban­ge dar­auf, ob sie sich das Kleid mit die­ser Ersatz­flüs­sig­keit aus der Bin­den­wer­bung ver­saut, in die sie vor dem Auf­tritt ver­se­hent­lich ihre Hand tunk­te.

aufrechtgehn.de-Erstwertung: 8 Punk­te. Mein Rang 3 in die­sem Semi.

Final­chan­cen: Es ist Grie­chen­land, Zypern ist im sel­ben Semi, das Lied hat einen authen­ti­schen Fla­vour, ohne zu ver­stö­ren. Zudem hat sie die ein­zi­ge Eth­no­bal­la­de die­ses Semis am Start, und es gibt einen Markt für so etwas. Einer­seits. Ande­rer­seits: die Insze­nie­rung ist sturz­lang­wei­lig und legt den Fokus zu stark auf ihre Stim­me. Und die wackel­te in Pro­ben ein paar mal bedenk­lich. Bor­der­line-Qua­li­fi­kan­tin und, so scho­ckie­rend es sein mag, ver­mut­lich eher drau­ßen.

Ergeb­nis: nicht qua­li­fi­ziert.

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