Irland 2018: Toge­ther

18. Ryan O’Shaugnessy – Toge­ther (Zusam­men)

In zwei Sät­zen: Ja, er ist ver­wandt mit dem sin­gen­den Rasen­mä­her­ver­käu­fer vom ESC 2001. Und lei­der lässt sich kaum eine musi­ka­li­sche Wei­ter­ent­wick­lung inner­halb der Fami­lie fest­stel­len: Ryans klas­si­sche Kla­vier­bal­la­de kommt zwar einen Ticken gefäl­li­ger und sam­ti­ger daher als Onkel Garys super­drö­ges ‘Without your Love’, zieht aber die Wurst auch nicht vom Tel­ler.

Insze­nie­rung: Ryan steht, bewaff­net mit Nico­les wei­ßer Frie­dens­gi­tar­re, unter der Later­ne wie einst Lili Mar­le­en und klampft sei­ne jam­me­ri­ge Bal­la­de, beglei­tet von einer ihn anschmach­ten­den Frau am Kla­vier. Zur Song­mit­te sprin­gen jedoch die bei­den schwu­len Tän­zer aus dem Video­clip hin­zu und hek­ti­ken in einem Sturm aus Pril-Schnee­flo­cken auf einer Park­bank her­um. Das ist sicher gut gemeint im Sin­ne der LGBTIQ-Rech­te, ver­wirrt aber eher.

aufrechtgehn.de-Erstwertung: 0 Punk­te. Mein Rang 15 in die­sem Semi.

Final­chan­cen: An wel­che Ziel­grup­pe rich­tet sich Ryan denn nun? Die Tra­di­tio­na­lis­ten kriegt er mit sei­ner ver­staub­ten Acht­zi­ger­jah­reb­al­la­de viel­leicht für eine Minu­te, ver­liert sie dann aber durch die schwu­len Tän­zer (und den unglaub­lich repe­ti­ti­ven Song) wie­der. Bekommt viel­leicht ein biss­chen Jury-Lie­be, das aber kann den vor­letz­ten Platz im Tel­e­vo­ting nicht aus­glei­chen. Kein Fina­le.

Ergeb­nis: qua­li­fi­ziert.

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