Isra­el 2018: Toy

07. Net­ta Bar­zi­lai – Toy (Spiel­zeug)

In zwei Sät­zen: Eine als auf­fäl­lig-lus­ti­ges Dance-Brett daher­kom­men­de, sich selbst auf die Schip­pe neh­men­de Femi­nis­mus-Hym­ne über die Selbst­be­stimmt­heit der Frau in Zei­ten der #metoo-Debat­te, dar­ge­bo­ten von einer ado­rablen, exal­tier­ten Wucht­brum­me. Die Spit­zen­po­si­ti­on in den ESC-Wett­quo­ten ist abso­lut berech­tigt!

Insze­nie­rung: Das ver­rück­te Huhn aus dem Video­clip wird live zu dem ver­rück­ten Huhn mit den Win­ke­kat­zen. Aller­dings ver­ur­sacht der Looper wohl nicht nur tech­ni­sche Pro­ble­me, son­dern schafft auch eine visu­el­le Bar­rie­re zwi­schen Net­ta und dem Publi­kum. Ganz so sehr die siche­re Sie­ge­rin ist die Israe­lin nach den ers­ten Pro­ben nun nicht mehr.

Im zwei­ten Pro­ben­durch­gang lief es dann aber bes­ser: der Begleit­chor über­nimmt die geloop­ten Stim­men (Net­ta darf an ihrem Trick­käst­chen nur mimen – buh, EBU!) und die Inter­pre­tin hat ihren Charme ein­ge­schal­tet. Favo­ri­ten­rol­le geret­tet!

aufrechtgehn.de-Erstwertung: 12 Punk­te. Mei­ne Sie­ge­rin in die­sem Semi.

Final­chan­cen: Die fabel­haf­te Net­ta krie­gen noch nicht mal die amt­lich bestell­ten Spaß­brem­sen von der Jury klein. Der in den Wett­bü­ros pro­gnos­ti­zier­te Sieg mag wackeln, der Final­ein­zug sicher nicht.

Ergeb­nis: qua­li­fi­ziert.

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