Weiß­russ­land 2018: Fore­ver

Kei­ne gro­ße Leuch­te: Alek­seev im LED-Out­fit beim weiß­rus­si­schen Vor­ent­scheid.

08. Alek­seev – Fore­ver (Für immer)

In zwei Sät­zen: Schon in der Stu­dio­fas­sung nicht mehr als ein nerv­tö­ten­des, emo­haf­tes Gewin­sel, ver­sagt der gebür­ti­ge Ukrai­ner Alek­seev, des­sen Teil­nah­me am weiß­rus­si­schen Vor­ent­scheid dort für Boy­kott- und Kla­ge­an­dro­hun­gen sorg­te, live auf gan­zer Linie. Um so düm­mer, dass die für den ESC über­ar­bei­te­te “fina­le” Kla­vier­bal­la­den-Ver­si­on den Fokus voll­stän­dig auf die kräch­zen­de Stim­me des Sän­gers und sein selbst für ost­eu­ro­päi­sche Ver­hält­nis­se unter­ir­di­sches Eng­lisch legt.

Im Video­clip muss dann ein Feu­er­zeug als Fun­zel rei­chen.

Insze­nie­rung: Wenn Alek­seev in Lis­sa­bon irgend­et­was gewinnt, dann den Kras­si­mir-Avra­mov-Preis für die unfrei­wil­lig lus­tigs­te Büh­nen­show. Er macht aus Bela­rus Bel­le-a-Rose; die näm­li­che Köni­gin der Blu­men dient als (blut-)roter Faden durch sei­ne Insze­nie­rung, die jedoch im Pres­se­raum eher für Lach­sal­ven sorg­te als für “Ooooh”-Momen­te. Oder soll ‘Fore­ver’ gar ein Pro­test gegen den Pfle­ge­not­stand sein? Der Wund­brand auf Alek­seevs Rücken sprä­che jeden­falls für die­se The­se.

aufrechtgehn.de-Erstwertung: 0 Punk­te. Mein Rang 17 in die­sem Semi.

Final­chan­cen: Zwar lenkt Alek­seevs absur­de, mit stoi­scher Ernst­haf­tig­keit durch­ge­zo­ge­ne Büh­nen­show sehr erfolg­reich von sei­nem ekla­tan­ten stimm­li­chen Unver­mö­gen und dem schreck­li­chen Lied ab und geht mit Sicher­heit als Clip­gold für künf­ti­ge “Nur beim ESC”-Trash-Shows in die Archi­ve ein. Für einen Final­ein­zug reicht so etwas aber bekannt­lich nicht (mehr).

Ergeb­nis: nicht qua­li­fi­ziert.

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